JUNG im Gespräch mit Ralf Petersen
Ralf Petersen gehört zu den Architekten, die ihre Architektur nicht aus einer formalen Handschrift heraus entwickeln, sondern aus einer präzisen Auseinandersetzung mit Ort, Aufgabe und Kontext. „Architektur ist unheimlich komplex – vieles hängt mit allem zusammen“, sagt er. Daraus ergibt sich seine Haltung: Case by Case, ohne Wiederholung, ohne bevorzugtes Material, ohne Stilzwang. Für ihn sind Grundriss, Schnitt und der Zwischenraum entscheidend, denn dort entstehen Beziehungen und Atmosphären. Seine Projekte werden weitergebaut statt ersetzt, transformiert statt gelöscht – Umbaukultur als Haltung. An der HFT Stuttgart versteht er Lehre als einen Prozess, der durch Offenheit, Praxisnähe und interdisziplinelles Denken lebt. In Venedig wiederum hat er mit dem Salon Verde einen Ort ins Leben gerufen, der Gespräche, Workshops und eine kleine Winterschool verbindet. Ein guter Zeitpunkt für einen Besuch bei Wiebke Becker und Anna Otto-Sebeczek im JUNG Talk Podcast.