Chaos Computer Club - archive feed

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By CCC media teamTechnology
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  • Datenschutz, -sparsamkeit und Resourcenverbrauch am Beispiel einer Terminbuchungsanwendung (bub2022)
    Nur Daten, die nicht vorhanden sind, können nicht geleakt werden, verbrauchen keine Resourcen bei der Speicherung oder Verarbeitung. Es wird abgeschätzt, wieviel Resourcen Anwendungen sparen könnten, wenn sie konsequent datensparsam umgesetzt werden.
    Das Beispiel ist eine komplexe Applikation zum datensparsamen Buchen von Impfterminen: https://github.com/impfen
    Hoffentlich brauchen wir diesen Herbst keine weitere Impfkampagne. Im letzen Jahr hat sich eine Gruppe von Freiwilligen aus der Zivilgesellschaft mit Unterstützung der Björn Steiger Stiftung aufgemacht, um die DSGVO Probleme der gängigen Portale zur Buchung von Impfterminen zu lösen. Zahlreiche Sicherheitslücken und Datenleaks haben das Thema begleitet.
    Es wird qualitativ gezeigt, wie sich die Datensparsamkeit auf den Resourcenverbrauch der Software auswirkt. Wir haben keinerlei Abstriche gemacht, nur alles weggelassen, was für die Applikation nicht notwendig ist.
    Das Ergebnis ist eine moderne Open Source Microservice Architektur, die keinen Serverpark mehr brauchte, sondern auch auf einem Raspi gestartet laufen würde.
    Unter den Prognosen, dass Kühlwasser und Energieleitungen um Frankfurt für Rechenzentren in wenigen Jahren knapp werden, müssen diese Architekturen viel mehr in den Fokus der Entwicklung gestellt werden.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ZYKVRK/
    43 min
  • Digital goes Fair Trade: How Fair Trade principles can transform the ethics of digital work (bub2022)
    If we need Fair Trade standards for coffee, do we also need them for digital products and services like websites? The presentation discusses the opportunities and downsides of digital work and the gig economy, highlighting the need and chances of Digital Fair Trade. The concept is illustrated using the example of the world's first Fair Trade verified agency, Digital Lions in Kenya.
    Presentation with Q&A/open discussion at the end or in between
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/UVJSTU/
    20 min
  • Digitaler Gewaltschutz oder: Wie man Betroffene ermächtigen kann anstatt Plattformen zu regulieren (bub2022)
    NetzDG, Digital Services Act (DSA), Chatkontrollen und Übermittlungspflichten – indem wir Plattformen und Messenger regulieren, werden Betroffene digitaler Gewalt geschützt, so das Ziel und Narrativ. Doch um Betroffene tatsächlich zu schützen, braucht es einen Neuanfang beim digitalen Gewaltschutz: Neben der Regulierung von digitalen Diensten, müssen Betroffene vor allem ermächtigt werden.
    Eine große Mehrheit der Bevölkerung erlebt Hass im Netz, digitale Gewalterfahrungen sind aber insbesondere für Frauen und andere marginalisierte Menschen Alltag. Und während der Chor gewalttätiger Stimmen lauter wird, werden andere leiser oder verstummen ganz, denn nein, digitale Gewalt trifft nicht alle gleich. Sie droht ausgerechnet die Menschen auszuschließen, die offene digitale Diskursräume am meisten bräuchten. Und das große Versprechen des Internets – direkte Teilhabe und Sichtbarkeit in gesellschaftlichen Diskursen und demokratischen Prozessen – wird durch digitale Gewalt gebrochen.
    Grund genug also, um über effektive Maßnahmen zu sprechen. Denn man kann Plattformen und Messenger-Dienste noch so viel regulieren: Digitale Gewalt findet ihren Weg – Zeit also, dass wir die Bedarfe von Betroffenen, und nicht die Regulierung, in den Fokus rücken und den digitalen Gewaltschutz neu denken. Die aktuelle Legislaturperiode bietet, passenderweise, die Chance auf einen Neuanfang. Die Ampel hat sich den Digitalen Gewaltschutz auf die Fahnen und ein Digitales Gewaltschutzgesetz als verbindlichen Gesetzgebungsauftrag in den Koalitionsvertrag geschrieben. Zentral im Entwurf: Richterlich angeordnete Accountsperren.
    Beobachtet und begleitet wird dieses Vorhaben von der Marie-Munk-Initiative der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), die einen eigenen Vorschlag für ein solches Gesetz ausarbeitet und dabei ihre Perspektive als Streiterin für Freiheitsrechte einbringt. Die zentralen Punkte stellen wir in einem kurzen Lightning Talk mit anschließender Diskussionsrunde vor – und hier stehen nicht nur wir Rede und Antwort, sondern auch das Publikum.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/EY8SHG/
    35 min
  • In meinem Laptop steckt 2% Kinderarbeit (bub2022)
    Untersuchung von Sozialrisiken der Rohstoffherkunft eines Laptops auf Basis öffentlicher Daten
    So wie klassische Ökobilanzen etwa den CO2-Ausstoß eines Produkts bei seiner Herstellung, Benutzung und Entsorgung berechnen, so führen wir *Sozial*bilanzen von Elektronikprodukten durch, beschränken uns dabei allerdings auf menschen- und arbeitsrechtliche Risiken beim Rohstoffabbau für die Geräte. Wir nutzen dafür öffentlich verfügbare Daten und die von uns erstellte Open Source Software Fairtronics, die von Geräteherstellern, Designern und Neugierigen frei nutzbar ist und an unserem FairLötet-Stand im Forum auch vorgestellt wird.
    In dem Vortrag werden die Motivation und das Vorgehen, vor allem aber die Bilanzergebnisse vorgestellt, und zwar anhand eines Open Hardware Laptops, stellvertretend für Laptops an sich:
    * Maß an Zwangs-, Kinderarbeit und Erwerbsarmut und deren Hotspots im Laptop
    * Hotspots der Rohstoffherkunft
    * Bauteilhersteller mit dem größten Risiko
    * Vergleich verschiedener Batterietypen
    * Bedeutung von Erdöl und Erdgas
    Genutzt werden kann es für Design- und Kaufentscheidungen, für die Erfüllung einer Lieferkettensorgfaltspflicht oder für Bildungszwecke zur Veranschaulichung, welche konkreten Folgen unsere Digitalisierung hat.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/PAQFVU/
    38 min
  • Modulare Design Strategien (bub2022)
    Das Projekt MoDeSt hat sich das Ziel „Modulare Design Strategien“ für langlebige Smartphones zu ermitteln. Smartphones als kleine mobile IKT-Produkte sind weit verbreitet und gleichzeitig nur kurz genutzt. Durch modulare Design könnte die Reparierbarkeit verbessert und auch langfristige Upgrades von Geräten ermöglicht werden - aber gibt es Akzeptanz und Interesse für solche Produkte?
    Smartphones als kleine mobile IKT-Produkte sind weit verbreitet. Diese erzeugen in ihrer Herstellung den größten Teil ihrer Umweltwirkung, da in ihnen seltene Erden und sogenannte Konfliktstoffe verbaut werden. Die durchschnittliche Nutzungsdauer von zwei Jahren ist viel zu gering, sodass aus der stetigen Neuproduktion von Smartphones eine erhebliche Umweltbelastung entsteht. Im Rahmen der Circular Economy ist die Nutzungsdauerverlängerung daher ein wichtiger Ansatz, um den Ressourceneinsatz und die Menge der produzierten Güter insgesamt zu verringern.
    Im Projekt MoDeSt wurden die Möglichkeiten von Produktzirkularität durch „Modulare Design Strategien“ für langlebige Smartphones untersucht.
    Ein modulares Design von Smartphones könnte den Kreislaufstrategien zu Gute kommen:
    - RETAIN: Verlängerung der Nutzungsdauer und Bindung durch Upgrademöglichkeiten und individualisierte Ausstattung, um Überdimensionierung zu vermeiden
    - REFIT: Leichtere Reparierbarkeit
    - REFURBISH: Leichtere Ersatzteilgewinnung aus Altgeräten, Kaskadennutzung von Komponenten und Modulen
    - RECYCLE: Leichtere Demontage und Trennung für das Recycling
    Gleichzeitig sind diese Strategien keine Selbstläufer. Selbst ökologisch- und suffizienz-orientiertee Nutzer*innen ersetzen Geräte bei nachlassender Funktionalität schnell und haben geringes Interesse an Reparatur.
    Wie kann man dieses Dilemma lösen und welche Anreize und Rahmenbedingungen sind nötig? Gemeinsam beleuchten wir dafür die größten Missverständnisse rund um Smartphonenutzung.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/MSKSMD/
    42 min
  • Greening RIPE though activism and empathy (EN) (bub2022)
    RIPE community is a steward of IP resources as commons for 33 years. As a part of the global Internet governance, RIPE NCC is coordinating administrative & technical operations of the Internet as critical infrastructure. We are now facing the limits of the planet: we are inviting activists & hackers to work together for resilience & justice, by empathically balancing conflicting needs.
    RIPE Community is a forum open to all parties interested in wide area IP networks. RIPE community works closely with standardisation organisations like the IETF & domain name registrars like ICANN, & with ISOC, IGF, EuroDIG... Anybody who is interested in the work of RIPE can participate in "Working Groups" on DNS, BGP, IPv6, IoT, IXPs..., through mailing lists and by attending meetings. RIPE activities are performed on a voluntary basis and decisions are formed by consensus.
    Since 2018, there has been an increase in awareness of the importance of the "environmental sustainability" topics; for example: https://labs.ripe.net/author/becha/green-tech-2021-compilation/
    However, the topics seen as "political" have been seen as inappropriate to the predominantly technical focus of RIPE community -- I'd like to change that. Personally, I have been working on the B&B topic such as ethics in tech, impact on the psyche / mental health, justice, economy, resilience, diversity, inclusion... I am also a trained NVC mediator.
    As a Community Builder, at the B&B I am inviting invite more hackers & activists to join the RIPE community -- we need people who feel passionately about politics, climate & justice!
    My proposal fits within B&B because of the intersection of technical community & social topics; e.g: https://labs.ripe.net/author/becha/ripe-community-resilience-every-society-has-the-internet-they-deserve/
    My other session is a "Forum": "RIPE, tea & empathy".
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/8WUASF/
    34 min
  • Ein creative commons Repository für medizinische Metadatenmodelle zur Harmonisierung der Gesundheitsversorgung (DE) (bub2022)
    Over the last years medical-data-models.org has accumulated Europe's largest semantically annotated medical metadata-repository, with roughly 24.000 data collection artifacts.
    This public domain infrastructure shares models and tools under CC-BY attribution to scientists. Let's take this approach from an idealistic endeavour by few to a widely adopted community effort!
    Over the last years medical-data-models.org has accumulated Europe's largest medical metadata-repository, amounting to roughly 24.000 semantically annotated data collection artifacts from clinical studies and routine documentation.
    The need arose from the awareness of low resource settings of clinical researchers in non-westernised countries, a drive for empowerment of good clinical practice and regulatory compliance in non-industry-funded clinical trials and a desire to harmonise global medical data through semantically structuring in fully specified machine-readable formats.
    A rough estimate of 40 working years of medical domain knowledge was put into the database back-end driving the semantic search. We achieve harmonisation through reuse of concepts. (Groß et al. 2016 "A Reuse-Based Annotation Approach for Medical Documents").
    Sharing the resulting resource under CC-BY attribution along with tools to a broad community will continue to establish a public domain infrastructure. However, time consuming input of domain expertise, idealistic property claims on metadata from corporate/private players and limited resources in the academic sector jeopardise the scalability and sustainability of the public platform.
    In this talk we will try to outline the basic scientific premiss to the initiative, our currently reached milestones, and some strategic alliances with other similar initiatives across the globe.
    After this, a discussion with the audience will collectively develop the idea further, give criticism from different domains and create a shared vision for the future of this concept in the next digital era.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/YYKVFX/
    30 min
  • Bias in, Bias out – Der Gender-Effekt bei Chatbot Designern (bub2022)
    Digitale Technologien neigen dazu, bestimmte Gruppen von Nutzer:innen zu benachteiligen. Um dies zu verhindern, ist es notwendig zu verstehen, wie verschiedene Präferenzen in menschlicher Kognition und Sprache ihren Weg in ein digitales System finden und die Erfahrung der Nutzer:innen beeinflussen.
    Wir haben die Entstehung von Bias bei der Entwicklung und dem Design von Chatbots entdeckt, indem wir den Einfluss der Geschlechtsidentität von Chatbot-Entwickler:innen auf die Erfahrung der Nutzer:innen experimentell untersucht haben. Dazu entwarfen 13 Entwickler:innen Chatbot-Dialoge, die danach 421 Nutzer:innen präsentiert wurden, ohne dass diese wussten, wer die Dialoge entwickelt hat. Das Geschlecht der Entwickler:innen hatte einen völlig impliziten Einfluss auf die affektiven Reaktionen der Nutzer. Wenn die Geschlechter von Nutzer:innen und Entwickler:innen übereinstimmten, zeigten die Nutzer:innen mehr positive und weniger negative Affekte. Die berufliche Erfahrung der Entwickler:innen reduzierte diesen Ähnlichkeits-Attraktions-Effekt der Geschlechtsidentität nicht. Da in der Praxis ein Großteil der Entwickler:innen männlich ist, kann man davon ausgehen, dass durch den von uns nachgewiesenen Effekt, männliche Nutzer in der Regel eine bessere Erfahrung bei der Nutzung von Chatbots und anderen digitalen Schnittstellen haben. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die geschlechtsspezifischen Identitäten von Entwickler:innen und ihre Auswirkungen auf das Design digitaler Technologien zu berücksichtigen, damit nichtdiskriminierende Systeme entwickelt werden können.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LT3AZ9/
    21 min
  • 🌟 B&B Panel: Building Just and Sustainable Digital Futures (EN) (bub2022)
    A panel that maps different approaches to understand opportunities and pitfalls of emerging technologies; and that showcases pathways towards building the just and sustainable futures we want to see.
    Emerging technologies often promise more equality, freedom and sustainability. However, they can also lead to more harm: machine learning algorithms might make better climate predictions, but their training produces a lot of CO2 emissions. AI promises to make recruiting processes more efficient, but it also bears biases and flaws. What is needed are critical, scientific and intersectional perspectives on assessing the harms and potentials of these technologies. In this panel, we discuss different approaches to understanding opportunities and pitfalls of emerging technologies. Then, we showcase pathways towards building the just and sustainable futures we want to see.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/EFDR8Q/
    1 hr 24 min
  • Die Ressourcen-Verschwendung steckt in der Software (bub2022)
    Bessere Ressourcen-Effizienz ist möglich, aber Software ist heute geprägt von Verschwendung. Anhand von Beispielen wird gezeigt, dass die IKT-Branche wahrscheinlich die ressourcen-effizienteste Branche überhaupt sein könnte. Aber durch nahezu unbeschränkt zur Verfügung stehende Ressourcen fehlt der Druck zu mehr Effizienz. Gibt es Ansätze, um dies zu ändern? Und können wir dies beeinflussen?
    Die Hardware verbraucht die Energie, aber die Software bestimmt, wie stark dieser Energieverbrauch letztlich ist. Anhand von Beispielen von Verschwendung und fehlender Effizienz bei Software und Websites soll das enorme Ressourcen-Einsparpotential gezeigt werden, dass durch eine effizientere Software möglich wäre.
    Es soll aber auch thematisiert werden woher der heutige „Ressourcen-Hunger“ der Software kommt, welche Möglichkeiten und Ansätze es gibt, um das zu ändern, welche Rahmenbedingungen die Politik dafür schaffen muss und was Verbraucher*innen tun können.
    In dem Zusammenhang wird auch das Fehlen geeigneter Metriken für nachhaltigere Software gezeigt.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/7PSVYM/
    40 min

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Der Chaos Computer Club ist die größte europäische Hackervereinigung, und seit über 25 Jahren Vermittler im Spannungsfeld technischer und sozialer Entwicklungen.