Chaos Computer Club - recent events feed (high quality)

Chaos Computer Club - recent events feed (high quality)

By CCC media teamTechnology
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Chaos Computer Club - recent events feed (high quality) episodes

  • Max Mustermann und Du (ds2012)
    Informationelle Selbstbestimmung setzt die Kontrolle von personenbezogenen Daten durch die User voraus. Wenn aber die neue Informationen später auf Basis von Data Mining erzeugt werden schlägt der Datenschutz fehl. "The Panoptic Sort" beschreibt die Folgen von Data Mining und übermäßiger Statistigläubigkeit. Der Vortrag stellt aktuelle Verfahren vor und soll die Diskussion über Gegenmaßnahmen und Alternativen anregen.
    Seit 1983 werden „personenbezogene Informationen“ als Teil der Persönlichkeit verstanden und im Datenschutz institutionalisiert. Dabei werden (nur) solche Daten als schützenswert betrachtet, die einer "bestimmten oder bestimmbaren" Person zugeordnet werden können. Kern der Idee der informationellen Selbstbestimmung ist die Kontrolle der Informationen über eine Person durch eben diese selbst. Knapp 30 Jahre später gilt es Vielen als unmöglich, dieses Recht wahrzunehmen und die Kontrolle über die eigene Selbstbeschreibung durch Informationen aufrecht zu erhalten.
    Eines der Probleme ist dabei, dass nicht mehr die klassischen personenbezogen Informationen - wie Namen und Merkmale - zur „Kontrolle“ des Selbstbildes ausreichen, sondern die Beschreibung von der anderen Seite her erfolgt. Der Kontrollverlust erfolgt nicht nur durch das, vom User aktivierte, frictionless sharing mit nicht kontrollierbarer Weiterverbreitung, sondern auch dadurch, dass die den User beschreibenden Informationen durch Data Mining generiert und durch die, die Computer bedienendene Menschen, verbreitet werden. Die Höhe eines Einkommens ist also nicht deswegen öffentlich, weil es getwittert oder sonst wie veröffentlicht wird, sondern weil aus einer Statistik über das durchschnittliche Einkommen von Max Mustermann in jenem Wohnblock, bei jenem Geschlecht und jener Nationalität berechnet wird.
    Diese informationelle Fremdbestimmung findet ihrer Sinn darin, dass Informationen, die eine Person beschreiben, nicht nur einen Wert für den_die Einzelne haben, sondern zunehmend auch einen ökonomischen. Die Wertschöpfung erfolgt dabei über die Transformation von Daten – für sich selbst genommen wertlose Datenkolonnen – in verwertbare Informationen, die oft konform mit dem Datenschutzrecht – etwa auf Basis anonymisierter Daten – arbeiten. Durch Profiling und statistische Analysen werden auch pseudonyme oder anonyme Daten zu Informationen, die Auswirkungen auf die Freiheit in der Lebensgestaltung der Einzelnen haben, wenn sie wieder mit personenbezogenen Daten zusammengeführt werden. Vom behavioural targeting und Empfehlungen, wie sie etwa Amazon benutzt, bis zum Scoring der Schufa werden Einzelne immer wieder automatisch kategorisiert, einsortiert und Handlungsmöglichkeiten - z.B. was du von welchem Geld kaufen kannst - eingegrenzt.
    Weil solche Techniken besonders gerne für Marketingzwecke benutzt werden, sind die Folgen dieser Kategorisierung auf Grund von Statistiken und Prognosen – schon 1993 von Oscar H. Gandy als “panoptic sort“ beschrieben - meist ökonomische. Durch Preisdiskriminierung werden etwa unterschiedliche Preise für unterschiedliche 'Zielgruppen' berechnet oder bei Marktdiskriminierung ein Produkt einer bestimmten Gruppen gar nicht angeboten.
    Gleichzeitig funktioniert das Einsortieren nie perfekt, das zeigen immer wieder Beispiele schlecht gezielter Marketingaktionen. Gefährlich ist der panoptic sort aber gerade dann, wenn er unbemerkt – vermeintlich gut - funktioniert. Die Folgen sinid dabei unterschiedlich weitreichend. Ob man etwa ständig an der Kasse im Supermarkt das Unterschrift- oder das PIN-Verfahren bei Kartenzahlung angeboten bekommt oder die Wohnung nach SCHUFA Abfrage doch nicht kriegt. Unbemerkte Diskriminierung sorgen für sich selbst erfüllende Prognose und die Festigung von bestehenden Verhältnisse.
    Der Vortrag beschreibt Beispiele von gelungenem und misslungenem panoptic sort, sowie die theoretischen Hintergründe, will aber auch (technische) Gegenstrategien diskutiere.
    about this event: https://datenspuren.de/2012/fahrplan/events/5072.de.html
    46 min
  • Von Toren und Zwiebeln (ds2012)
    Der Zwiebelfreunde e.V. ist ein noch junger Verein, der seine Aufgabe darin sieht, Anonymität im Netz zu fördern und ihre gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken. Das Projekt Torservers.net zählt zu den größten Betreibern von Tor-Knoten weltweit. Wir möchten in dem Talk einen Einblick hinter die Kulissen geben, den Stand der Dinge darlegen und zukünftige Aktivitäten darlegen und diskutieren.
    about this event: https://datenspuren.de/2012/fahrplan/events/5051.de.html
    50 min
  • Gibt es einen sprachlichen Fingerabdruck? (ds2012)
    Der Vortrag setzt sich kritisch mit den theoretischen Grundlagen der automatischen Autorenidentifizierung auseinander und diskutiert datenschutzrechtliche und ethische Fragen, die bei der Erhebung und Verwendung linguistischer Profile auftreten.
    Weil Cyberkriminelle keine Fingerabdrücke hinterlassen, suchen Strafverfolgungsbehörden nach anderen Mitteln zur Identifizierung von Personen. Als vielversprechende Methode, die Identität anonymer Schreiberinnen und Schreibern aufzudecken, erscheint ihnen die Analyse ihres "writeprints" (linguistischer Fingerabdruck). Beim linguistischen Fingerabdruck handelt es sich in der Vorstellung von Sicherheitsinformatikern um ein unveränderliches, den Schreibenden nicht bewusstes Set an sprachlichen Merkmalen, das den Stil aller Texte eines Autors prägt.
    In meinem Vortrag möchte ich aus sprachwissenschaftlicher Perspektive Einwände gegen das Konzept des linguistischen Fingerabdrucks formulieren und den vollmundigen Versprechen der sog. Sicherheitsinformatik eine fundierte Einschätzung über Möglichkeiten und Grenzen der automatischen Autorenerkennung entgegensetzen. Dies soll anhand einer exemplarischen Autorschaftsanalyse zu den Texten der "militanten gruppe" illustriert werden. Zuletzt möchte ich datenschutzrechtliche und ethische Fragen der automatischen Autorenerkennung zur Diskussion stellen: Wo sind die Grenzen des Einsatzes linguistisch-forensischer Methoden? Welche Beweiskraft haben sie vor Gericht? Sollte die Erhebung und Speicherung linguistischer Profile datenschutzrechtlich begrenzt werden?
    about this event: https://datenspuren.de/2012/fahrplan/events/5062.de.html
    45 min
  • Irrwege und irre Wege in die digitale Zukunft (ds2012)
    Das Problem mit unserer Gegenwart ist, dass sich die Möglichkeiten und Arten der Informationsverbreitung schneller entwickeln, als wir mit unserem Verhalten und versuchten Regulierungen hinterherkommen. Das ist faszinierend, macht neugierig auf die Zukunft, erzeugt aber auch starke Reibungen. Der Zuhörer wird nach dem Vortrag vermutlich nicht mehr Antworten wissen, aber er sollte Anregungen zum Nachdenken bekommen haben und etwas optimistischer sein, als einer schrumpfenden Privatsphäre nachzutrauern.
    Die "Digitalisierung" passiert so schnell, dass Gesetze, Modelle zum Geld verdienen und sogar das soziale Verhalten dem Stand der Technik oft hilflos hinterherhinken. Speicherplatz vergrößert sich viel schneller, als wir es geahnt haben, und die Vernetzung übersteigt die kühnsten Utopien.
    Das gebiert natürlich eine Masse an Problemen: Daten lassen sich nicht mehr zuverlässig löschen oder sicher und dauerhaft zurückhalten, alte Modelle des Geld Verdienens (Stichwort Urheberrecht) scheitern grandios, ebenso die Manipulierung der Medien, die Privatsphäre ist gefährdet, die Sicherheitsindustrie ist eigentlich ziemlich ratlos (ohne das einzugestehen).
    Auf der anderen Seite erzeugt diese Entwicklung aber viel mehr Positives: Wir können uns das Leben mit der Technik von vor 10 (oder weniger) Jahren gar nicht mehr vorstellen - und das geht schon lange so. Der Konsument von Nachrichten wird zum Produzenten, Wissen wird Allgemeingut, soziale Kontakte explodieren förmlich.
    Wir sollten uns also besser von unrealistischen Forderungen wie etwa dem "Recht am eigenen Bild" leise weinend trennend und überlegen, wie wir die Zukunft gestalten könnten.
    about this event: https://datenspuren.de/2012/fahrplan/events/5005.de.html
    40 min
  • Sicherheitsmechanismen in Sensornetzwerken (ds2012)
    Sensornetzwerke spielen in unserem heutigen Alltag eine immer größer werdende Rolle. Mit ihnen können Heizungsstände von der Straße mittels Funk abgelesen, Lichtschalter gesteuert und andere Anlagen und Geräte, die in unserer Umwelt nicht mehr wegzudenken sind, kontrolliert und deren Informationen ausgelesen werden. Diese Informationen können auch wichtige uns betreffende Aussagen vermitteln: Der Zustand eines Herzschrittmachers, die Überwachung von Vitalwerten der Patienten in einem Krankenhaus oder schon einfache Sachen wie: Wann komme ich regelmäßig abends nach Hause. Dies ist alles Wissen, das durch unsere Privatsphäre geschützt werden soll.
    Die Sicherheitsaspekte neuer Funktechnik muss deshalb immer an neue Begebenheiten angepasst und ständig hinterfragt werden.
    Dieser Vortrag soll nun eine Einführung in die grundlegenden Techniken sein, wie ein solches Funknetzwerk abgesichert werden kann und gegen welche Angriffsszenarien es eigentlich geschützt werden muss.
    about this event: https://datenspuren.de/2012/fahrplan/events/5071.de.html
    1 hr 4 min
  • Meldegesetz (ds2012)
    Das neue Bundesmeldegesetz steht kurz vor der Verabschiedung. Vortrag und Diskussion sollen zeigen, ob der Gesetzgeber die Datenschutzrechte der Bürger bei der Verarbeitung von Meldedaten ausreichend berücksichtigt hat.
    Im Rahmen der Föderalismusreform hat der Bund die Gesetzgebungskompetenz für das Meldewesen übernommen. Diese soll nun durch das neue Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens (MeldFortG) ausgestaltet werden. Wesentliche Neuerungen betreffen die Anforderungen für die Erteilung von Melderegisterauskünften, die Mitwirkung der Vermieter bei der Anmeldung sowie die Möglichkeit der phonetischen Suche im Meldedatenbestand bei Datenübermittlungen. Hier stellt sich die Frage, ob es zu einem angemessenen Ausgleich zwischen dem öffentlichen Interesse an einem funktionierenden staatlichen Meldewesen und dem Eingriff in die Persönlichkeitsrechte Betroffener kommt.
    In dem Vortrag werden die praktischen Auswirkungen der einzelnen Regelungen aufgezeigt und bewertet. Dabei wird auch der zunehmende Einsatz automatisierter Datenübermittlungs- und -abrufverfahren mit beleuchtet.
    about this event: https://datenspuren.de/2012/fahrplan/events/5144.de.html
    1 hr 13 min
  • Sichere Kommunikation auf großen und kleinen Computern (ds2012)
    Erklärt werden die theoretischen und praktischen Grundlagen der Verschlüsselung und Signatur von E-Mails sowie anderen Daten. Am Beispiel der freien Software GnuPG wird die Einrichtung und Verwendung der Verschlüsselung in gängigen E-Mailprogrammen und verschiedenen Smartphones gezeigt und geübt.
    about this event: https://datenspuren.de/2012/fahrplan/events/5004.de.html
    1 hr 2 min
  • Wie surfe ich sicher im Netz? (ds2012)
    Anhand von Musterbeispielen und live-Vorführungen werden die Grundschritte des sicheren Surfens aufgezeigt.
    Dieser Workshop richtet sich an unerfahrene Nutzer des internets und möcte die typischen Gefahren zeigen und wie man diese umgehen kann. Mit einer Live-Vorführungen von Musterkonfigurationen und Erklärungen wird das Thema erklärt und den Zuhörern auch Werkzeuge in die Hand gegeben.
    about this event: https://datenspuren.de/2012/fahrplan/events/5372.de.html
    1 hr 2 min
  • Chaos macht Schule (ds2012)
    Dieser Vortrag soll einen Einblick in die Motivation hinter Chaos macht Schule und die Arbeit im Rahmen dieses Projekts geben.
    Chaos macht Schule ist eine seit etwa 2008 bestehende Initiative mehrerer Erfa-Kreise des Chaos Computer Clubs (CCC), die mit verschiedenen Bildungsinstitutionen zusammenarbeiten. Ziel des Projekts ist es, Schüler, Eltern und Lehrer in den Bereichen Medienkompetenz und Technikverständnis zu stärken.
    Websites:
    http://ccc.de/schule
    https://c3d2.de/schule.html
    about this event: https://datenspuren.de/2012/fahrplan/events/5029.de.html
    50 min

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