Mut braucht keinen Chor. Manchmal reicht eine einzelne Stimme. Zu Gast bei Oliver Dunk ist Karoline Preisler. Juristin, FDP-Politikerin, Aktivistin. Seit dem Herbst 2023 steht sie regelmäßig auf Straßen und Plätzen in deutschen Städten. Allein. In der Hand ein Strauß Blumen, dazu ein Schild. Während auf Pro-Palästina-Demonstrationen antisemitische Parolen laut werden, stellt sie sich den Protestierenden friedlich entgegen. Die Berlinerin erklärt, warum sie diesen Weg gewählt hat. Warum Antisemitismus heute wieder offen auftritt. Warum Judenhass relativiert, entschuldigt oder umgedeutet wird. Und warum es so wenige Menschen auf die Straße zieht, wenn es darum geht, jüdisches Leben zu verteidigen. Die Zahl antisemitischer Straftaten ist hoch, allein in Berlin wurden im vergangenen Jahr hunderte neue Vorfälle registriert. Für Preisler ist das kein Randphänomen, sondern ein gesellschaftlicher Alarmzustand.
geprägt von der eigenen Biografie. Sie ist in der DDR aufgewachsen, in einem
christlichen Elternhaus, unter Beobachtung der Staatssicherheit. Sie war 18
Jahre alt, als die Mauer fiel, und selbst auf der Straße, als es um Freiheit
und politische Selbstbestimmung ging. Diese Erfahrungen wirken bis heute nach.
Schweigen, sagt sie, war nie eine Option.
sie über ihre bewusste Entscheidung, allein aufzutreten, über Strategien der
Deeskalation in hoch emotionalisierten Situationen und über die persönliche
Belastung, die ihr Engagement mit sich bringt. Auch ihre vier Kinder sind Teil
dieser Realität. Gleichzeitig thematisiert sie die Notwendigkeit, Kritik an
politischen Entscheidungen der israelischen Regierung klar von antisemitischem
Gespräch ist ein Schlager Radio-Podcast über Entscheidungen, Verantwortung und
den Mut, gegen den Strom zu stehen. Diese Folge erzählt von Zivilcourage
und von der Notwendigkeit, Freiheit immer wieder aktiv zu verteidigen.