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Die konstituierende Sitzung des Landtags in Sachsen-Anhalt verlief an diesem Dienstag überraschend zivil und friedlich. Der AfD-Politiker Tobias Rausch wurde mit 48 Stimmen zum Landtagspräsidenten gewählt – vier Stimmen mehr als erwartet. Rausch ist der erste Landtagspräsident der AfD in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte. Vor einigen Monaten stand er noch im Zentrum der Verwandtenaffäre der AfD. Die sachsen-anhaltische Landesverfassungsschutz stuft den Landesverband der Partei als “gesichert rechtsextremistische Bestrebung” ein.
Der 35-jährige Rausch kündigte in seiner ersten Rede an, sich strikt nach Verfassung und Gesetz zu richten und ausgleichend handeln zu wollen. Parlamentarische Gepflogenheiten dürften nicht über den Haufen geworfen werden, nur weil bestimmte politische Entscheidungen missliebig seien. Nach Ansicht von SZ-Politik-Chefin Katharina Riehl hielt Rausch “eine staatsmännische Rede”. Allerdings kritisiert sie, dass der Politiker neben dem höchsten protokollarischen Amt im Land auch AfD-Generalsekretär bleiben will. Für die Wahl des Ministerpräsidenten im Dezember bleibt offen, ob der AfD-Kandidat Ulrich Siegmund genügend Stimmen bekommen wird.
Außerdem geht es in dieser Folge des Podcasts um die Frage: Hat der ehemalige BND-Chef August Hanning sein Wissen an den Meistbietenden verkauft? Wenn das so ist, dann könnte der Fall Hanning zu einem der größten Geheimdienstskandale in der bundesdeutschen Geschichte werden, sagt Jörg Schmitt, Vizechef des SZ-Investigativ-Ressorts. Die Ermittlungen würden darauf hindeuten, dass Hanning über Jahre hinweg von seinem früheren Büroleiter Manfred D. mit Tausenden internen BND-Dokumenten versorgt wurde, darunter wohl auch vertrauliche Dokumente.
Weitere Nachrichten: Neue Informationen zum FlyDubai-Flug; Physik-Nobelpreis an Francis Halzen für Entdeckung hochenergetischer Neutrinos.
Zum Weiterlesen und -hören:
Den Liveblog zu Sachsen-Anhalt können Sie hier nachlesen.
Hat der frühere BND-Präsident Hanning geheime Informationen verkauft? Hier lesen Sie unsere Informationen über den möglichen Spionagefall.
Hier finden Sie den Text darüber, wie sich Israel nach dem 7. Oktober 2023 verändert hat.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Niklas Beck, Johannes Korsche
Produktion: Juno Graner
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über MDR.
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„Auf den Punkt“ ist der Nachrichtenpodcast der SZ. Er erscheint werktags zwei Mal und am Wochenende ein Mal am Tag. "Auf den Punkt am Morgen" kommt montags bis freitags um 7 Uhr heraus. Pünktlich zum Feierabend um 17 Uhr erscheint dann "Auf den Punkt" mit einer längeren Folge zu einem wichtigen Thema des Tages.
Moderation und Produktion: Ann-Marlen Hoolt
Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: [email protected].
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In Spanien wird es Neuwahlen geben, und zwar am 29. November. Das hat der amtierende Ministerpräsident, Pedro Sánchez von der sozialistischen Partei, am Montagmorgen angekündigt. Grund dafür ist, dass Sánchez vergangenen Freitag zwei Gesetzentwürfe nicht durchs Parlament bringen konnte. Das liegt daran, dass der Ministerpräsident seit 2023 in einer Minderheitsregierung regiert. Was die Wohnungsnot in Spanien und die Proteste der vergangenen Wochen dagegen mit dieser Entscheidung zu tun haben, erklärt SZ-Spanien-Korrespondent Patrick Illinger.
Anschließend ordnet SZ-Lateinamerika-Korrespondent Jan Heidtmann das Wahlergebnis in Brasilien ein. Dort hat der rechte Politiker Flavio Bolsonaro den ersten Wahlgang der Präsidentenwahl mit 47 Prozent gegen den amtierenden Präsidenten Lula da Silva gewonnen. Ende Oktober steht die Stichwahl an. Bolsonaro hat damit beste Chancen, das politische Erbe seines Vaters anzutreten: Jair Bolsonaro, der wegen eines gescheiterten Putschversuchs zu 27 Jahren Haft verurteilt wurde. Sein Sohn und aussichtsreichster Kandidat für das Präsidentenamt hat bereits angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs seinen Vater zu begnadigen. Warum Flavio Bolsonaro so erfolgreich ist, erklärt Jan Heidtmann in diesem Podcast.
Weitere Nachrichten: Zwei deutsche Wissenschaftler mit Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet.
Zum Weiterlesen:
Was „Optogenetik“ ist – und wofür der Medizin-Nobelpreis genau vergeben wurde, lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über APT.
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„Auf den Punkt“ ist der tägliche Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung zu den wichtigsten Themen des Tages. Morgens gibt es um 7 Uhr ein kurzes Update mit den wichtigsten Themen aus der Nacht, abends kommt bis 17 Uhr eine längere Folge zu einem wichtigen Thema des Tages.
Moderation und Produktion: Ann-Marlen Hoolt
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Ausgangspunkt der Proteste in Frankreich war Mitte September der Streik von Lehrern in einem Gymnasium in einer Banlieue von Paris. Die Proteste gegen Personalmangel wurden dann von Schülern aufgenommen, sagt SZ-Frankreich-Korrespondent Oliver Meiler.
Tatsächlich spare der hoch verschuldete Staat gerade auch bei der Bildung. Doch schnell schlug durchaus legitimer Protest teils in Gewalt um. “Die Franzosen schauen mit einer Mischung aus Verständnis und Sorge auf diese Bewegung”, sagt Meiler. Einerseits mit Verständnis, weil die prekäre Lage an den Schulen allen hinreichlich bekannt ist. Und mit Sorge, weil natürlich auch viele Franzosen ihre Kinder an diesen Schulen haben.
Die radikale Linke und die extreme Rechte versuche Profit aus den Protesten zu schlagen. Das Rassemblement National von Marine Le Pen, weil viele Franzosen solche Bilder von Gewalt einfach nicht mehr sehen wollen. Dabei hat Le Pen gerade ganz andere Probleme, erklärt Meiler in diesem Podcast.
Weitere Nachrichten: Merz besucht Kiew; Steinmeier warnt vor AfD; G7-Staaten geben Ölreserven frei; Oktoberfest endet mit Rekordbesucherzahl.
Zum Weiterlesen:
Hier lesen Sie das Portrait eines der Anführer der Schülerproteste.
Wie die radikale Linke versucht, die Bewegung für sich zu vereinnahmen, lesen Sie hier.
Und hier finden Sie ein Stück von Oliver Meiler über die antisemitischen Äußerungen von RN-Chef Jordan Bardella.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Katja Guttmann, Harald Hordych
Produktion: Juno Graner
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Euronews, Tagesschau und Facebook-
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Rund um den Tag der Deutschen Einheit wird in Deutschland besonders gerne darauf geschaut, was im Osten anders läuft als im Westen. Dann geht es um Wahlergebnisse, statistische Unterschiede oder vermeintliche Schwächen des Ostens, die natürlich schleunigst ausgeglichen werden müssen.
Der Linguist Kersten Sven Roth von der Uni Magdeburg hat den Diskurs über die Deutsche Einheit analysiert. Er ist Professor für germanistische Linguistik an der Uni Magdeburg und hat ein Buch darüber geschrieben. Es heißt: „Ostdeutsch? Westdeutsch? Missverständnis!“. Roth hält die Unterscheidung zwischen „dem“ Osten und „dem“ Westen für ein Problem. Er erklärt im Podcast, wie Deutschland mit- und übereinander spricht – und wie es besser gehen könnte.
Roth plädiert dafür, den Diskurs über die Deutsche Einheit völlig neu zu führen und die Wende als einen Neustart für beide Teile des Landes zu sehen. Ostdeutschland dürfe nicht immer nur als andersartig oder minderwertig beschrieben werden. Diese Rhetorik verhindere eine echte Debatte - und letztendlich auch die Deutsche Einheit.
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Redaktionsschluss für diese Podcastfolge zum Tag der Deutschen Einheit war Freitag, der 02. Oktober 2026 um 15 Uhr.
Mehr Informationen über das Buch von Kersten Sven Roth, können Sie hier nachlesen.
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Elisabeth Kaiser wurde 1987 in Gera geboren und hat die DDR nur als Kleinkind erlebt. Seit vergangenem Jahr ist die SPD-Bundestagsabgeordnete Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland. Im Podcastgespräch reflektiert sie, wie die Wiedervereinigung auch ihren Lebensweg geprägt hat. So habe sie erst während ihres Studiums ein Ostbewusstsein entwickelt, wo ihr Unterschiede in Vermögen und Einkommen der Kommilitonen bewusst wurden. Diese Unterschiede würden sich bis heute in Führungsetagen manifestieren, sagt Kaiser. Dort seien Ostdeutsche nach wie vor unterrepräsentiert.
Für Kaiser sind die Rekordwerte für die AfD bei Umfragen in Thüringen sowie jüngst bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern kein rein ostdeutsches Phänomen, sondern Teil einer europäischen Entwicklung. Für sie ist Ostdeutschland ein “Seismograf" gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen: Was dort passiere, drohe bald auch in Westdeutschland.
Weitere Nachrichten: Sperrung Bahnstrecke Berlin - Hannover; Präsidentschaftswahl in Brasilien.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Sarah Neu
Produktion: Julius Zimmer
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über RBB.
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Clara Funck schreibt: “Es ist schon wild, wie krass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Die Nazis gewinnen zwei Landtagswahlen hintereinander, aber wir reden wochenlang über die Linke…” Franz Schneider hat kommentiert: “So ein Text in Zeiten wo Nazis vermutlich einen Ministerpräsidenten stellen werden. Also das macht mich sprachlos.” Und Tobias Michelis findet: “Was hier gerade läuft und wofür sich Teile der SZ einspannen lassen, ist eine gute, alte Schmutzkampagne der CDU beziehungsweise Konservativen, wie man sie schon sehr häufig gesehen hat.” Er hoffe, schreibt er, “von ganzem Herzen, dass sie nicht erfolgreich sein wird!”
Das sind nur drei Meinungen von mehr als 1000, meist wütenden, Wortmeldungen unter einem Kommentar von Detlef Esslinger zur Linken in Berlin. Der Chef der SZ-Meinungsseite stellt darin die Eignung der Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin in Frage – mit Verweis auf ihre frühere Mitgliedschaft in dem Verein Rote Hilfe, den der Verfassungsschutzz dem Linksextremismus zuordnet.
Im Podcast verteidigt Esslinger seinen Meinungsbeitrag. Zudemsei die SZ eine Zeitung mit vielen Meinungen: “Wir sind keine Fraktion, sondern eine Redaktion.”
Weitere Nachrichten: Zuckersteuer wird verschoben; Hinrichtung in Tennessee abgebrochen.
Zum Weiterlesen:
Esslingers Kommentar zur Elif Eralp finden Sie hier.
Hier finden Sie die Fragen und Antworten zu der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee.
Und hier finden Sie einen Text über das Drama bei dem Flug von FlyDubai.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Laura Sagebiel
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Pflege in Deutschland wird immer teurer. Und gleichzeitig wird Deutschland immer älter. Heißt: Das Verhältnis von Beitragszahlern und Pflegebedürftigen passt nicht mehr zusammen. Der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen warnt, dass die Pflegeversicherung schon im Oktober zahlungsunfähig sein könnte.
Um die Finanzierung der Pflegeversicherung zu sichern, haben sich CDU und SPD am Mittwoch auf ein Sparpaket geeinigt. Dass soll dafür sorgen, dass die Pflegeversicherung mehr Geld zur Verfügung hat. Unter anderem dadurch, dass die Versicherungsbeiträge für Kinderlose steigen und durch strengere Vergaberegeln für Pflegegrade.
Außerdem plant die Bundesregierung eine Kommission einzusetzen, die dann ab Oktober konkrete Reformvorschläge für die Pflege ausarbeitet. Daraus soll dann eine Pflegereform entstehen. Wie notwendig das ist, darüber spricht in dieser Podcastfolge Rainer Stadler, aus der SZ-Politikredaktion. Er erklärt auch, wo die Probleme in der Pflege am größten sind – und warum sich die Bundesregierung schwer damit tut, sie anzugehen.
Weitere Nachrichten: Preis für Deutschlandticket soll steigen; Großbritanniens Premier Burnham kann sich Weg in die EU vorstellen.
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.
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Nach den schmerzhaften Niederlagen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt macht die Union wahrlich keinen geordneten Eindruck. Während Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz Reformen durchziehen will, wächst auch innerparteilich der Widerstand gegen seinen wirtschaftsliberalen Kurs.
Grundlegende Probleme bleiben bestehen – sowohl innerhalb der CDU als auch in der gesamten Koalition, sagt Redakteur Daniel Brössler aus der SZ-Parlamentsredaktion in Berlin. Schließlich ziehe der Koalitionspartner SPD völlig andere Schlüsse aus den jüngsten Wahlniederlagen. Vor allem bei den Themen Rente und Pflegeversicherung. Mehr dazu hören Sie in dieser Podcastfolge.
Weitere Nachrichten: Millionenbetrug um gefakte Handy-Neuware; Putin stockt russische Armee auf.
Zum Weiterlesen:
Hier lesen Sie mehr zu den vielen Forderungen nach einer Neuorientierung der CDU.
Die exklusive SZ-Recherche zum Handy-Betrugsfall lesen Sie hier.
Über den Fall der Entmietung in Spanien lesen Sie hier einen Bericht unseres Korrespondenten.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Sarah Neu
Produktion: Ann-Kathrin Schneider
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