Die sogenannte Gegenwart

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Die sogenannte Gegenwart episodes

  • Kinofilm "Vaterland": Treffen sich Thomas Mann, Goethe und die AfD ...

    Frankfurt am Main und Weimar 1949: Der Schriftsteller Thomas Mann kehrt nach Jahren im kalifornischen Exil erstmals zurück nach Deutschland, um den Goethe-Preis entgegenzunehmen – und zwar gleich zweimal. Denn sowohl Westdeutschland als auch die DDR wollen ihn ehren, schließlich beginnt gerade der Kalte Krieg und damit die Ost-West-Rivalität.

    Der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski erzählt in seinem Kinofilm »Vaterland« diese Episode. Hanns Zischler spielt Thomas Mann, Sandra Hüller die Tochter Erika, wie beide nach zwölf Jahren Nationalsozialismus durch das zerbombte Deutschland reisen, Alt-Nazis und Neu-Stalinisten begegnen und nach etwas suchen, was einmal Deutschland war, aber vielleicht auch nur im Kopf von Thomas Mann existiert hat. 

    Der Film hat fast etwas Gespenstisches, weil er sich anfühlt, als passe er mitten in unsere Gegenwart. Warum? Wo ist das mythische Deutschland Goethes, auf das sich Thomas Mann berief (»Wo ich bin, ist Deutschland«) und für das er selbst steht, eigentlich geblieben? Gab es das überhaupt je? Und wenn ja, kommt es aktuell, von rechts außen, womöglich wieder zurück?

    Diesen Fragen widmen sich Nina Pauer und Ijoma Mangold in einer neuen Folge des Feuilleton-Podcasts »Die sogenannte Gegenwart«.

    Shownotes:

    Thomas Mann: »Deutsche Hörer! Radiosendungen nach Deutschland.« Neuausgabe mit einem Vorwort und einem Nachwort von Mely Kiyak, S. Fischer, 2025.

    Ab dem 15.1.2025 sind Teile des Archivs von "Die sogenannte Gegenwart?" nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf www.zeit.de/die-sogenannte-gegenwart, auf Apple Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie Sie ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie hier.

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    1 hr 12 min
  • Macht Liberalismus einsam?

    Das Wort »Post« ist Latein und bedeutet »nach« – und schon seit vielen Jahren sind Intellektuelle geradezu verliebt in diese Vorsilbe. Bekannt und berüchtigt sind inzwischen Begriffe wie »Postmoderne« und »Postkolonialismus«. Aber was ist der »Postliberalismus«, von dem neuerdings alle reden?

    Die kurze Antwort: Der Postliberalismus ist eine politische Philosophie, die über den Liberalismus hinausgehen will. Die Postliberalen glauben, dass die Schwächen, Konstruktionsfehler und Leerstellen des Liberalismus verantwortlich sind für die politische und gesellschaftliche Großkrise, in der wir stecken – und er will Alternativen zu dieser Krise anbieten. Seine Gegenmittel: Tugend. Familie. Religion. Und ein guter Schuss Paternalismus. Der Postliberale will den einsamen Individualismus, der uns angeblich plagt, überwinden und stattdessen wieder eine gemeinsame Idee des Guten in den Mittelpunkt stellen. Eine Idee, auf die wir alle verpflichtet sind. Und zwar selbst dann, wenn wir ganz individuell gar keine Lust auf sie haben. Vielleicht will der Postliberale den Liberalismus sogar ganz abschaffen; das jedenfalls befürchten die (liberalen) Kritiker der postliberalen Philosophie.

    Egal wie man zu ihm steht: Der Postliberalismus gehört zu den wichtigsten Theorietrends der letzten Jahre. Vielleicht ist er tatsächlich die zentrale Leitidee einer neuen Gegenwart, die angebrochen ist, jetzt, wo die Anziehungskraft von Wokeness, Kulturkampf und Linksliberalismus schwindet. Der Einfluss (und die Gefährlichkeit) des Postliberalismus zeigt sich vor allem in den USA, wo zentrale Figuren der Trump-Regierung mit ihm verbunden sind: Vizepräsident JD Vance gilt als rechter Postliberaler, Verteidigungsminister Pete Hegseth hat beim postliberalen Politikwissenschaftler Patrick Deneen studiert.

    In der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart« sprechen Ijoma Mangold und Lars Weisbrod über die angesagte Hype-Theorie aus der politischen Philosophie und fragen: Wie autoritär ist der Postliberalismus wirklich? Kann es auch einen linken Postliberalismus geben? Und was ist eigentlich das »gemeinsame Gut«, auf das wir uns verpflichten sollen? Müssen wir jetzt sonntags alle wieder in die Kirche gehen? Oder tut’s auch eine Gewerkschaftsmitgliedschaft?

    Und noch ein Hinweis:

    Am 14. Oktober kommt »Die sogenannte Gegenwart« für einen Livepodcast nach Düsseldorf. Tickets gibt es hier.

    Shownotes

    Wir sprechen über die Bücher
     

    • »Why Liberalism Failed« von Patrick Deneen aus dem Jahr 2018
    • »Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte« herausgegeben von Veith Selk und Julian Nicolai Hofmann und gerade erschienen bei Suhrkamp
    • dazu die Rezension im Deutschlandfunk von Nils Schniederjann
    • »Politics of Virtue« von John Milbank und Adrian Pabst aus dem Jahr 2016

    Außerdem über die Aufsätze
     

    • »In search of the common good: The postliberal project Left and Right« von Stefan Borg – eine gute Einführung ins Thema 
    • »States that are essentially by-products« von Jon Elster. Der Aufsatz ist unter anderem in Elsters wichtigem Buch »Sour Grapes« von 1983 abgedruckt.

     

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    1 hr 24 min
  • Neuer Podcast: "Mission Kanye – ein Stadion für eine Nacht"

    Hören Sie den neuen Doku-Podcast der ZEIT unter www.zeit.de/mission und überall, wo es Podcasts gibt.

    Klodian Makashi soll ein Konzert des umstrittenen Rappers Kanye West in Albanien organisieren. Das Problem: Es gibt kein Stadion im Land, das groß genug ist. Seine Lösung: Dann bauen wir halt eins. Für eine einzige Nacht – und in zwei Monaten. 

    Zwischen Größenwahn, moralischen Fragen und Massenprotesten beginnt ein riskantes Mega-Projekt.

    "Mission Kanye" finden sie hier auf Apple Podcasts und hier auf Spotify.

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    2 min
  • Warum ist Louis C.K. lustiger als Dieter Nuhr?

    Jede Zeit kennt ihre eigene Leitkunst. Lange war es die Literatur, die unsere Diskurse prägte, es waren Schriftsteller, die sich einmischten in politische Debatten. Dann übernahm das Theater diese Rolle, später der Film. Und im 21. Jahrhundert? Ist unsere Leitkunst die Comedy – das sagt der Feuilletonist und Autor Jens-Christian Rabe. In seinem neuen Buch »Komisch – Satire, Comedy und der Ernst der Lage« erzählt er davon, wie eine lange unterschätzte und geschmähte Form der Popkultur in den letzten 25 Jahren aufgestiegen ist zu einer Kunst eigenen Ranges – und wie Komiker die neuen Intellektuellen wurden. Was verrät dieser unaufhaltsame Aufstieg der Comedy über unsere Gegenwart? Und wann wird aus Comedy eigentlich Kunst? Geht es darum, dass der Komiker sich selbst verstrickt in die Pointen, die er reißt? Oder um die reine Lust am Unsinn?

    Das wollen die Podcasthosts Ijoma Mangold und Lars Weisbrod wissen – in der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart« sprechen sie deswegen mit Jens-Christian Rabe über amerikanisches Stand-up, deutsches Kabarett und über die Schadenfreude, die vielleicht besser ist als ihr Ruf.

    Mit dieser Interviewfolge verabschiedet sich der Feuilletonpodcast in die Sommerpause – »Die sogenannte Gegenwart« kommt zurück am 7. September.

    Sie erreichen das Team unter [email protected]. 


    Shownotes

    Unsere Folge über Louis CK aus dem Jahr 2022: Können Männer lustig sein?
     

    Das Buch von Jens-Christian Rabe (Suhrkamp Verlag): »Komisch. Satire, Comedy und der Ernst der Lage«

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    1 hr 52 min
  • Warum haben wir immer weniger Sex?

    Bis vor Kurzem war es noch so: Wer in einer Beziehung war, setzte über die Zeit Speck an, wurde insgesamt gemütlicher und genügsamer. Heute sieht man langjährig verheiratete und verpartnerte Männer und Frauen, die sich Sixpacks antrainieren und alles tun, um fit und sexy zu bleiben. Ganz so, als würden sie sich vorbereiten für den Dating-Markt – auf den sie aber gar nicht mehr zurückwollen. Gleichzeitig zeigen Daten: Auch junge Menschen haben weniger Sex als früher. Und das, obwohl sie im Zeitalter von Social Media und Internet-Pornografie beständig explizite erotische Inhalte konsumieren. Was ist da los? Warum scheinen wir heute so »oversexed but underfucked« wie noch nie? Liegt es an den Smartphones, die uns süchtig gemacht haben und in einen ständigen Dopaminrausch versetzen, bis wir körperliche Lust gar nicht mehr brauchen? Liegt es an einer neuen Scheu davor, sich auf jemand anderen einzulassen? Und was genau verbindet eigentlich den modernen Feminismus mit dem, was schon Augustinus in der Antike über den menschlichen Sexualtrieb gedacht hat? Diese Fragen diskutieren Nina Pauer, Lars Weisbrod und Ijoma Mangold in der neuen Folge des Feuilleton-Podcasts Die sogenannte Gegenwart.

    Sie erreichen das Team unter [email protected].

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    1 hr 16 min
  • Die Suche nach den Nazis in unseren Familien

    Die Suchfunktion könnte einfacher kaum sein: Man tippt bloß schnell einen Namen ein, und schon ploppt der Treffer auf – oder eben auch nicht. Das Onlinetool der ZEIT, mit dem man in Sekundenschnelle die NSDAP-Mitgliederkartei nach eigenen Familienangehörigen durchsuchen kann, wurde und wird nach wie vor extrem viel genutzt. Nie schien es so einfach, deutsche Familiengeschichte während der Nazizeit direkt zu recherchieren. Und nie war das Interesse daran größer. 

    Doch woher kommt eigentlich diese plötzliche Dringlichkeit, noch einmal genauer in die Vergangenheit zu schauen, über die wir doch eigentlich, sozialisiert durch Schulunterricht und stets präsente nationale Erinnerungskultur in Deutschland, schon sehr viel wissen könnten? Liegt es daran, dass die Zeitzeugen nun nicht mehr am Leben sind und man ihr Handeln in der Vergangenheit vermeintlich unabhängiger recherchieren kann? Und welche Rolle spielt der Wunsch, sich historisch von den Menschen, die Hitler wählten, abzugrenzen, dadurch, dass man sie »historisch dingfest« macht, ein Reflex, vor dem der Zeithistoriker Götz Aly Nachgeborene warnt? 

    »Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945«, so heißt sein Buch, über das Nina Pauer und Ijoma Mangold in der neuen Folge des Feuilletonpodcasts »Die sogenannte Gegenwart« sprechen und dabei feststellen: Zur eigenen Geschichte ist in der Tat immer noch nicht und womöglich nie abschließend alles gesagt.

    Shownotes:

    • Götz Aly: »Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945«, Fischer 2025
    • Götz Aly zu Gast im Podcast »Jung und Naiv«
    • ZEIT-Dokupodcast » Deutsche Geister«
    • Ijoma Mangold: »Das deutsche Krokodil. Meine Geschichte«, Rowohlt 2017
    • Das Hauptthema beginnt in dieser Folge ungefähr bei Minute 20.

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      1 hr 30 min
    • Wie links sind die Rechtspopulisten?

      Um die Wirklichkeit zu verstehen, braucht es die richtigen Begriffe und Unterscheidungen. Manchmal jedoch hinkt unsere Sprache der Gegenwart hinterher – zum Beispiel, wenn wir uns in der Politik weiter auf die vertrauten alten Kategorien »rechts« und »links« verlassen, obwohl die längst nicht mehr zur Wirklichkeitsbeschreibung taugen.

      So sieht es jedenfalls der Politikwissenschaftler Philip Manow. In seinem neuen Buch versucht er, den politischen Raum neu zu vermessen: Welche »Spaltungslinien« – so der Titel – muss man kennen und kartografieren, wenn man unsere aktuellen politischen Auseinandersetzungen korrekt erfassen will? Entlang welcher Frontlinien versammeln sich die neuen Rechtspopulisten? Ihren Wählern unterstellt man gern, von kulturellen Ressentiments getrieben zu sein – sie seien gegen Wandel, Kosmopolitismus, Vielfalt und progressive Werte. Manow hingegen behauptet: Gerade die Arbeiter wählen heute rechtspopulistische Parteien wie die AfD, weil sie dort ihre eigentlichen ökonomischen Interessen vertreten sehen.

      In der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart« diskutieren Ijoma Mangold und Lars Weisbrod über Philip Manows streitbare Thesen, über »Wohlfahrtsstaat-Chauvinismus« und die Rentenpolitik der AfD.

      Shownotes:

      • Das Interview, das Ijoma Mangold mit Manow geführt hat
      • Die Kritik an Manows Buch, insbesondere an seinen empirischen Aussagen
      • Das Interview mit Wolfgang Streeck
      • Das Hauptthema beginnt in dieser Folge bei Minute 17:44.

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        1 hr 26 min
      • Tötet der Heterofatalismus die Romantik?

        Es sei Frauen heute peinlich, wenn sie einen festen Freund haben – man schäme sich dafür und zeige ihn lieber nicht. Das jedenfalls behauptete vor einiger Zeit ein Artikel in der US-amerikanischen »Vogue«. Auf TikTok trenden Begriffe wie »boyfriendsober«, und immer mehr weibliche Stimmen melden sich in der Öffentlichkeit, die sich ganz grundsätzlich fragen: Können wir überhaupt noch mit Männern zusammenleben? Brauchen, ja wollen wir das heute noch: mit einem Mann das Leben, die Wohnung, das Bett teilen? Wo aus Sicht von Feministinnen doch so viele Gründe gegen die heterosexuelle Beziehung sprechen, von Gender-Pay-Gap bis zu Skandalen wie Pelicot und Fernandes? Wer »nein« antwortet, der bekennt sich zum Heterofatalismus. So heißt das neue Schlagwort, das gerade im Netz und in der Presse diskutiert wird. 

        Auch im Feuilletonpodcast »Die sogenannte Gegenwart« fragen Nina Pauer und Lars Weisbrod: Wie steht es um die Zukunft der Heterosexualität? Wird sie bald abgeschafft – und die Romantik gleich mit? Oder bleibt sie uns, allem Pessimismus zum Trotz, doch noch eine Weile erhalten?

        Das Hauptthema beginnt in dieser Folge bei Minute 18.

        SHOWNOTES

        Text aus der »Vogue«: »Is Having a Boyfriend Embarrassing Now?«

        Text aus dem »Süddeutsche Magazin« von Nele Sophie Karsten: »Wie soll ich einen Mann lieben?«

        Text aus der »Welt« von Julian Theilen: »Herrischer Feminismus: Warum ich Frauen nicht mehr brauche«

        Der Essay von Asa Seresin aus dem Jahr 2019: »On Heteropessimism«

        Julia Werthmanns Text im Magazin »Jacobin«: »Entromantisierung ist keine Emanzipation«

        Das ZEIT-Interview mit der Philosophin Sally Haslanger: »Der Begriff ›Frau‹ sollte mehr als bloß eine Bedeutung haben«

        Das Zitat von Amia Srinivasan stammt aus ihrem Buch »The Right to Sex«.

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        1 hr 25 min
      • Sind Intellektuelle wirklich Avantgarde?

        Wie sollen wir noch ein gutes Leben führen, wenn wir von unseren digitalen Endgeräten abhängig sind? Ist ein kluger Denker auch ein guter Vater? Ist die Digitalisierung wirklich unser Unglück? Und wie kann man noch unterscheiden zwischen Wahrheit und Fiktion? Um diese großen Fragen – und noch einige mehr – geht es dem Dichter und Schriftsteller Ben Lerner in seinem neuen, knapp 160 Seiten dünnen Roman »Transkription«.

        Da besucht ein Mann mittleren Alters seinen hochbetagten Professor und Mentor in einer Universitätsstadt an der amerikanischen Ostküste, einen berühmten Filmemacher und Kultintellektuellen. Mit ihm möchte er noch einmal ein letztes großes Interview führen. Leider ist ihm im Hotel sein iPhone ins Waschbecken gefallen und kaputtgegangen. So steht er da ohne Aufnahmegerät (was er verschweigt, weil es ihm peinlich ist) und muss die Gedanken und Geistesblitze des Orakels im Nachhinein aus dem Gedächtnis rekonstruieren. Ist das schon eine Verfälschung der Wirklichkeit, oder gibt es ohnehin gar keine Echtheit?

        Ijoma Mangold und Lars Weisbrod haben das Buch gelesen und diskutieren in der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart«: Ist »Transkription« echte Avantgarde-Literatur? Oder bloß die Simulation von kritischer Weltbeobachtung für Feuilletonisten?

        Shownotes

        Ben Lerner: »Transkription«. Roman. Übersetzt von Nikolaus Stingl. Suhrkamp Verlag, Berlin 2026. 160 Seiten, 24 Euro

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        1 hr 16 min
      • Ist Gentle Parenting am Ende?

        Begleiten statt Kontrollieren, Verständnis statt Autorität, Co-Regulieren statt Bestrafen – Millennial-Eltern wollten mit ihren Kindern alles anders machen. Und sie haben ihren hohen Erziehungsanspruch auch lang durchgehalten – auch, wenn sie dabei oft an ihre Grenzen und manchmal darüber hinaus gingen. Denn dem Ideal des Gentle Parenting treu zu sein, bindungsorientiert und sanft zu erziehen, das ist alles andere als leicht. 

        Nun regt sich ausgerechnet bei den Eltern dieser Generation ein neuer Wunsch nach Strenge. Warum? Ist die einfühlsame Pädagogik nach hinten losgegangen, nicht zuletzt, weil sie einfach zu anstrengend ist? Oder führt die politische Zeitenwende auch zu einer Zeitenwende in Erziehungsfragen? Und schaffen es heutige Eltern, die ihre Kinder bisher von Strafen, Time-outs und harten Konsequenzen verschont hatten, die neue Strenge überhaupt umzusetzen? Darüber sprechen Nina Pauer und Lars Weisbrod, beide selbst Millennial-Eltern, in der neuen Folge des Feuilletonpodcasts »Die sogenannte Gegenwart«.

        Shownotes:

        • Der Aufsatz »Erziehung nach Auschwitz« von Adorno
        • Die CDC zu Time-outs
        • Der Text von Caroline Rosales
        • Der »Guardian« über FAFO
        • Der Text von Tillmann Prüfer
        • Die Studie zu Gentle Parenting
        • Millennial- und Boomer-Mutter-Reel
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          1 hr 14 min

        About Die sogenannte Gegenwart

        From the publisher's feed

        Was kommt nach dem Zeitalter der Wokeness? Leben wir schon in der posttherapeutischen Gesellschaft? Warum spielen Erwachsene heute so gern mit Lego? Und was verrät die Serie “White Lotus” über den Niedergang des Westens? Vom neuen Katholizismus bis zur KI, von Dark Academia bis zum Samba-Schuh von Adidas: Im Feuilleton-Podcast sprechen wir über die großen und die kleinen Phänomene, die unsere Zeit ausmachen – die ZEIT-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Gegenwart.

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