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Am Sonntag ist Serbiens Staatspräsident zurückgetreten. Aleksandar Vučić hatte diesen Schritt bereits angekündigt. Es ist reiner Machtpoker. Vučić plant nämlich Ministerpräsident zu werden, da seine Amtszeit als Staatsoberhaupt bald endet und er laut Verfassung nicht noch einmal kandidieren darf. Am 25. Oktober finden in Serbien vorgezogene Parlamentswahlen statt. Vučić ist der Spitzenkandidat seiner „Fortschrittspartei“ und würde im Falle eines Wahlsiegs Ministerpräsident.
Wie gut Vučićs Chancen stehen, diesen Posten tatsächlich zu bekommen, erklärt in dieser Podcastfolge Politikredakteur Tobias Zick. Er hat Vučić erst kürzlich interviewt. Für Zick bleibt Vučić „eine schwer greifbare Figur“, die viel mehr Macht für sich beansprucht, als es die serbische Verfassung für den Präsidenten einräumt. Doch für die Parlamentswahlen im Oktober könnte Vučić einen ernst zu nehmenden Konkurrenten haben. Wer das ist, hören Sie in dieser Folge von „Auf den Punkt“.
Weitere Nachrichten: Elif Eralp und Berliner Linke zeigen Innenminister Alexander Dobrindt an; Jens Spahn zieht sich aus Haushaltsausschuss zurück.
Zum Weiterlesen und -hören:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Youtube (@dwnews).
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Eine Woche lang war die ganze Welt zu Gast in New York. Am Montag wird die UN-Generalversammlung enden. Und damit auch ein Marathon an Reden und diplomatischer Gespräche. 193 Länder und mindestens genau so viele Reden.
Was diese Generalversammlung gebracht hat, darüber spricht in dieser Podcastfolge Boris Herrmann, SZ-Korrespondent in New York. Er hat sich alle Reden vor der UN-Generalversammlung angehört und kann deshalb auch davon erzählen, was dort abseits von Trump, Selenskij oder Netanjahu erzählt wurde. Also auch dann, wenn die Öffentlichkeit vielleicht nicht hinhört.
Im Podcast lobt Boris Herrmann besonders die Reden aus Osttimor und Finnland. Und er erklärt, warum die Vereinten Nationen auch angesichts vieler globaler Krisen immer noch wichtig sind.
Weitere Nachrichten: SPD will Pflegereform blockieren; Demonstration gegen Wohnungspolitik in Madrid.
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Vereinte Nationen auf Youtube.
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Seit die Chefs der großen KI-Firmen angefangen haben, vor ihren eigenen KI-Systemen zu warnen, wird eine Frage heiß diskutiert: Wie lässt sich die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz verlangsamen und regulieren? Diese Woche haben China und die USA darüber beraten undauch bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York war KI das Hauptthema. Yoshua Bengio, einer der Pioniere der modernen KI, hat dort gesprochen und unseren Umgang mit KI damit verglichen, in einem Auto blind in dichten Nebel zu rasen. In dem Auto, so Bengio, säße aber nicht nur er, sondern auch seine Kinder und sein Enkel. Und um die und ihre Zukunft sorge er sich.
Auch der Chef des KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei, hat bei der UN-Sitzung gesprochen. Und vor allem vor zwei Risiken durch KI gewarnt: Das eine sei ein Missbrauch der KI-Modelle, zum Beispiel für den Bau von Biowaffen. Das andere sei der Kontrollverlust, indem die Modelle sich zu schnell eigenständig weiterentwickeln und so der Kontrolle der Entwickler entziehen. Solche Fälle hat es bereits gegeben, als Agenten von Open AI ein Konkurrenzunternehmen oder ein australisches Regierungsportal gehackt haben.
Wie könnte KI besser kontrolliert und reguliert werden und vor allem auch: von wem? Darüber spricht in dieser Ausgabe von “Auf den Punkt” Aljoscha Burchardt, KI-Experte am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und Co-Host des ARD-Podcasts “KI – und jetzt?”
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Julius Zimmer
Redaktionsschluss war Freitag, 25.09.2026, um 12 Uhr.
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Die Berliner Linke ist im Wahlkampf mit dem Versprechen angetreten: “Wir machen Berlin bezahlbar”. Wie drängend dieses Thema für die Berlinerinnen und Berliner ist, zeigt sich auch daran, dass die Partei bei der Wahl vergangenen Sonntag mehr als 24 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Denn Wohnen in Berlin ist teuer.
In den vergangenen 10 Jahren sind die Mieten dort um 69 Prozent gestiegen. Das ist ein deutlich stärkerer Anstieg als in anderen deutschen Großstädten. Um dieses Problem zu lösen, will die LINKE auf Vergesellschaftung setzen - ein Konzept, das auf Artikel 15 Grundgesetz beruht, aber noch nie in der Praxis angewandt wurde. Es ist also “ein Versuch ohne historisches Beispiel”, wie Meredith Haaf und Leopold Zaak in der SZ schreiben.
SZ-Wirtschaftsredakteur Leopold Zaak erklärt in dieser Auf den Punkt-Folge, was Vergesellschaftung ist, welche Vor- und Nachteile sie hat und wie realistisch es ist, dass die Linke das in Berlin umsetzen wird.
Weitere Nachrichten: Netanjahu macht Wahlkampf während UN-Rede; Bundestag und Bundesrat beschließen Tankrabatt.
Zum Weiterlesen:
Und hier finden Sie die Rezension zum neuen Taylor Swift Album von Jakob Biazza.
Moderation, Redaktion: Pauline Claßen
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Jonathan Brandis, Sarah Neu
Produktion: Laura Sagebiel
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über: tagesschau.de
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Im Wahlkampf hat sich die AfD in Mecklenburg-Vorpommern bürgerlich-konservativ gegeben. Doch das gefällt nicht allen Mitgliedern im Landesverband. Viele/einige von ihnen wünschen sich einen radikaleren Kurs. Das geht aus einer parteiinternen Wahlkampf-Analyse hervor, die der SZ vorliegt. Besonders der sogenannte „Ministerpräsidentenkandidat“ Leif-Erik Holm wird demnach als nicht radikal genug wahrgenommen.
Diese Analyse macht auch deutlich, wo der AfD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern politisch steht – nämlich weiter rechts, als er die Menschen im Wahlkampf hat glauben lassen. Da hatte sich die AfD bewusst bürgerlich-konservativ gegeben, um die Wähler und Wählerinnen in Mecklenburg-Vorpommern zu überzeugen. Doch nachdem die AfD nach der Wahl nun vermutlich keine Regierungsverantwortung bekommen wird, zweifeln große Teile der AfD an diesem Kurs.
Darüber spricht in dieser Podcastfolge Ulrike Nimz, SZ-Korrespondentin für Mecklenburg-Vorpommern. Und sie erklärt auch, wie sich der Landesverband nun vermutlich weiterentwickeln wird.
Weitere Nachrichten: KI-Agent hackt australisches Regierungsportal; US-Bundesrichter hält Ausschluss von Medien aus dem Weißen Haus für verfassungswidrig.
Zum Weiterlesen und -hören:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.
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Die USA und China konkurrieren um die leistungsfähigsten Modelle, Computerchips und Rechenzentren. Gleichzeitig wächst bei beiden Großmächten die Sorge vor den Gefahren immer leistungsfähigerer KI.
In dieser Podcastfolge erklärt SZ-China-Korrespondentin Lea Sahay, warum in der Volksrepublik die KI-Risiken völlig anders bewertet werden als in den USA – und warum Peking bei der Kontrolle deutlich weiter ist.
Weitere Nachrichten: USA unterzeichnen Verteidigungsabkommen mit Dänemark und Grönland; OECD hebt Konjunkturprognose für Deutschland an.
Zum Weiterlesen und -hören:
Den Podcast “China und wir” können Sie hier hören und sehen.
Hier lesen Sie einen Vorbericht von Lea Sahay über das Treffen zwischen Xi und Trump am Donnerstag und hier aus US-Perspektive.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Sarah Neu, Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Laura Sagebiel
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über United Nations.
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Die Linke hat die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin mit einem klaren Versprechen gewonnen: bezahlbaren Wohnraum durch Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne zu schaffen. Teile des potenziellen Koalitionspartners SPD wollen da jedoch nicht mitmachen. Zudem wird der Wahlsieg von Spitzenkandidatin Elif Eralp von Antisemitismus-Vorwürfen und fragwürdige Verbindungen zu radikalen Palästina-Aktivisten und kriminellen Clans überschattet.
Kritiker werfen der Linken vor, Antisemitismus zu dulden. Der Zentralrat der Juden hat sogar an SPD und Grüne appelliert, nicht mit der Linken zu koalieren. Der Nahostkonflikt habe auf Veranstaltungen der Linken in Berlin eine problematische Grauzone geschaffen, die für viele Juden und Jüdinnen beängstigend wirkt, sagt Meredith Haaf, Korrespondentin der SZ in Berlin und Brandenburg. Sie prophezeit, dass das Thema in Berlin für die Linke ein Dauerproblem bleiben wird.
Weitere Nachrichten: CDU-Chef in Mecklenburg-Vorpommern tritt zurück; AfD und BSW treffen Vereinbarung über Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt; Bundesregierung beschließt Tankrabatt.
Zum Weiterlesen:
Das Porträt über Linken-Politikerin Elif Eralp lesen Sie [hier](https://www.sueddeutsche.de/politik/wahl-berlin-2026-buergermeister-elif-eralp-die-linke-wohnen-li.3535098?reduced=true und hier über die Chancen von Elif Eralp.
Mehr dazu, worauf es bei der Regierungsbildung in Berlin jetzt ankommt, lesen Sie in diesem Text.
Und hier geht es zum Wiesn-Live-Blog, in dem auch über den tödlichen Unfall auf dem Oktoberfest berichtet wurde.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Sarah Neu, Nadja Schlüter
Produktion: Laura Sagebiel
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.
Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: [email protected].
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Für die CDU ist das Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern eine Katastrophe. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik verpasst sie den Einzug in ein Landesparlament. Eine Zäsur.
Das Glaubwürdigkeitsproblem des Kanzlers und CDU-Chefs wird damit noch einmal größer, als es sowieso schon war. Auch wenn der Bundeskanzler noch am Sonntagabend bekräftigt hat, dass er auf jeden Fall im Amt bleiben will. Mehrere führende CDU-Politiker haben Friedrich Merz am Montag den Rücken gestärkt. Aber es gab auch kritische Stimmen. Der Hamburger CDU-Chef hat sogar die Vertrauensfrage ins Gespräch gebracht.
Über die Optionen, die der Partei jetzt bleiben, spricht in dieser Podcastfolge Claus Hulverscheidt, aus der SZ-Parlamentsredaktion in Berlin. Er erklärt auch, wie sich das Wahlergebnis auf die Bundesregierung auswirkt. Denn dort stehen jetzt auch inhaltliche Auseinandersetzungen an. Schließlich will die CDU an ihrem Reformkurs festhalten, die SPD ihn aber verändern.
Weitere Nachrichten: Merz kündigt Gesetz gegen Enteignung an; Prozess gegen Ex-Verkehrsminister Scheuer.
Zum Weiterlesen und -hören:
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In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wurde gewählt. Laut den Hochrechnungen gegen 20 Uhr am Sonntagabend liegt die AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vorne – mit 37,9 Prozent hat sie ihr Ergebnis der vergangenen Wahl mehr als verdoppelt. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommt trotz Aufholjagd nur auf 35,7 Prozent. Die CDU muss um den Einzug in den Landtag bangen und erreicht ihr schlechtestes Ergebnis überhaupt – bundesweit.
In Berlin wird die Linke mit rund 25 Prozent stärkste Kraft und kann ihr Ergebnis im Vergleich zur vergangenen Wahl etwa verdoppeln. Dahinter folgen CDU und AfD.
Für Bundeskanzler Friedrich Merz ist die Wahl ein Rückschlag: Noch vor Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen stellte er sich am Wahlabend vor die Presse. Das Wahlergebnis der CDU in Mecklenburg-Vorpommern sei ein “Desaster“. Merz machte jedoch auch klar: An seinem Posten als Bundeskanzler ändern die Ergebnisse vorerst nichts.
Die Wahlen analysieren in dieser Podcastfolge die beiden Landes-Korrespondentinnen der SZ für Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, Jana Stegemann und Meredith Haaf, sowie die Politik-Chefin der SZ, Katharina Riehl.
Zum Weiterlesen und -hören:
Fünf Erkenntnisse aus den Wahlergebnissen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter
Redaktion: Antonia Franz, Sarah Neu
Produktion: Juno Graner
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ARD/phoenix.
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Von allen deutschen Bundesländern ist Mecklenburg-Vorpommern am dünnsten besiedelt. Weniger als 1,6 Millionen Menschen leben zwischen Ostsee, Hamburg, Stettin und Brandenburg. Seit der Wende ist die Bevölkerung um 400 000 Menschen geschrumpft. Und aktuell sterben dort deutlich mehr Menschen als geboren werden. Ohne Zuwanderung wäre die Entwicklung noch düsterer.
Mehr als die Hälfte aller Einwohner lebt auf dem Land. Und hier hat sich die politische Landkarte bereits zur Bundestagswahl blau eingefärbt. In dem Dorf Wasdow kam die AfD auf 56 Prozent. Hier lebt Karen Wieprich und hier hat sie 2013 den Verein “Quietjes” gegründet, der sich “für ein weltoffenes und tolerantes Miteinander” einsetzt und durch “Begegnungen einen Beitrag für eine demokratische Gesellschaft frei von Vorurteilen und Ausgrenzung” setzen will.
Dazu stellen sich Wieprich und die anderen Vereinsmitglieder regelmäßig auf öffentlichen Plätzen in Dörfern und Kleinstädten auf. Dabei haben sie Tische, Bänke sowie Kaffee und Kuchen. So schaffen sie einen Raum, in dem Menschen niedrigschwellig miteinander ins Gespräch kommen – ohne Druck, ohne Vorwürfe. Insbesondere in den Wochen vor der Landtagswahl am Sonntag sind Wieprich und ihre Vereinsmitglieder viel unterwegs gewesen, um sich für eine bunte und offene Zivilgesellschaft einzusetzen.
Den Link zum Netzwerk “Zusammen bewegen” finden Sie hier und hier den Verein “Quietjes” von Karin Wieprich.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Nadja Schlüter, Sarah Neu, Pauline Claßen
Produktion: Carolin Lenk
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