Chlorgesänge

Chlorgesänge

By Ute Zill, Martina SchreySportsSwimming
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Chlorgesänge episodes

  • Folge 20: Sommer da, Halle zu?

    Es ist schon wunderbar, dass die Freibäder nach und nach alle wieder aufmachen! Allerdings - einer von uns fällt die Umstellung manchmal noch ganz schön schwer. So lange das Wasser noch recht kühl ist draußen, lockt dann doch mitunter die Halle - und dort wird man dann auch noch mit herrlich leeren Bahnen belohnt. Wie schön also, dass in Berlin, anders als in anderen Städten, eben nicht alle Hallen schließen, wenn die Freibäder aufmachen! Und im Kombibad Spandau Süd bleibt ohnehin fast den ganzen Sommer die Halle auf - weil das Freibad wegen Sanierung geschlossen bleiben muss!

    Welche Hallen haben noch geöffnet? Welche vermissen wir jetzt schon? Und welche werden wir ganz lange nicht mehr betreten können? Darum geht es in dieser Folge. Und wir haben einen ganz großen Wunsch: Schickt uns Fotos von den Bädern, die ihr in diesem Sommer besucht: Egal ob zu Hause oder im Urlaub, Freibad oder Schwimmhalle - und verratet uns, was ihr an diesem Euren Bad ganz toll findet! Einfach senden an [email protected] oder Instagram oder Facebook. Wir veröffentlichen sie dann! Wir freuen uns auf Post!


    28 min
  • Folge 19: Schwimmen mit Behinderung

    Elena Semechin hat gerade viele Menschen schwer beeindruckt - auch uns. Die 29jährige wurde bei den Deutschen Para-Meisterschaften im Mai 2023 Deutsche Meisterin über 100 Meter Brust. Elena Semechin ist blind, sie hat nur noch eine Sehkraft von 2 Prozent. Und sie hat gerade eine Krebstherapie hinter sich, wurde trotz Chemotherapie 2022 auf Madeira sogar WM-Zweite! Elena ist ohne Zweifel ein Ausnahmetalent mit einer ungeheuren Willenskraft. Doch von Schwimmerinnen und Schwimmern mit einer Behinderung hören wir nur, wenn Para-Wettkämpfe anstehen - und auch dann geht es meist um Ausnahmetalente wie eben Elena Selechin oder Josia Topf, der trotz schwerster körperlicher Beeinträchtigungen (Tar-Syndrom) 2018 einen Weltrekord in 50 Meter Schmetterling aufgestellt hat.

    In dieser Folge reden wir über etwas, von dem wir - mal ganz ehrlich betrachtet - eigentlich keine Ahnung haben. Denn aus eigener Erfahrung wissen wir nicht, wie es ist, mit einer Behinderung zu schwimmen. Man sieht auch selten Menschen im Freibad oder Hallenbad, die dort mit einem Rollstuhl im Wasser sind oder eine andere erkennbare Behinderung haben. Was aber offensichtlich ist: Diese Menschen sind nicht nur durch eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung behindert - sie werden es auch immer wieder durch die äußeren Umstände. Weil es zu wenig oder gar keine Wasser-Rollstühle in den Bädern gibt. Zu wenig Platz, zu wenig Bahnen, zu wenig Menschen, die ihnen helfen können. Wenn in Brandenburg jeder dritte Fünftklässler nicht schwimmen kann - weil wegen Corona so viel Schwimmunterricht ausgefallen ist und Schwimmlehrer Mangelware sind - wie ist es dann für Menschen, die noch mehr Unterstützung brauchen?

    Para Schwimmen gehört übrigens zu den ältesten Sportarten im Behindertensport und ist seit 1960 Bestandteil des Wettkampfprogramms der Paralympics. Hier treten Sportler:innen mit nahezu allen Behinderungsarten an. Es gibt eine funktionelle Klassifizierung, d.h. die Einteilung der Wettkampfklassen wird unter Berücksichtigung der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Sportler:innen vorgenommen. Diese Vorgehensweise dient dazu, möglichst faire Wettkampfbedingungen zu erreichen.

    Daneben gibt es aber auch die Special Olympics. Im Fokus steht hier nicht der Wettkampf an sich. Die Teilnahme ist für viele verschiedene Athletinnen und Athleten möglich, weil die meisten Teilnehmer:nnen keine Leistungssportler sind, über einen Nominierungsprozess zu den Spielen fahren dürfen und sich nicht über bestimmte Leistungswerte in den Verbänden qualifizieren müssen, wie es bei den Olympischen Spielen der Fall ist. Hier schwimmen viele Menschen mit, die eine geistige Behinderung haben, aber nicht nur.

    In Berlin finden in diesem Jahr die Special Olympic World Games statt - nicht nur im Schwimmen. Vom 17. bis 25. Juni 2023 werden rund 7000 Athtlet:innen aus 190 Ländern erwartet. Das Motto: Zusammen unschlagbar. Vielleicht sehen wir uns da? Wir würden uns freuen!


    40 min
  • Folge 18: Schwimmabzeichen sind Gold wert
    Die Schwimmbrille könnt Ihr schon mal vergessen, wenn Ihr oder eins Eurer Kinder das Schwimmabzeichen machen wollen. Das geht nur ohne. Und dann geht es los: Paketsprung, schwimmen über eine bestimmte Distanz und dann auch noch nach einem Gegenstand tauchen - hat alles geklappt, bekommt man nicht nur das Schwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold, sondern auch den blauen Schwimmpass. Der ist übrigens - wie der gelbe Impfpass - wirklich einzigartig. Hat man ihn einmal verloren, gibt es nichts und niemanden, der tatsächlich beweisen kann, dass Ihr mal ein Schwimmabzeichen gemacht habt!
    Ute und Martina haben ihren Schwimmpass beide nicht mehr. Aber noch sehr gute Erinnerungen daran, wie das damals vor. Vor allem daran, wie stolz sie waren, als das Abzeichen endlich an ihrem Badeanzug festgenäht war - eine Herausforderung, die Martina bei ihren Kindern mehr schlecht als recht bewältigt hat …
    Vor Bronze, Silber und Gold steht natürlich das Seepferdchen. Ute weiß noch gut, dass sie es fast nicht bestanden hat, weil sie nicht abtauchen konnte! Aber Vorsicht - das Seepferdchen ist noch lange kein Nachweis, dass man sicher schwimmen kann! Wer „nur“ das Seepferdchen hat, muss auch weiter intensiv beaufsichtigt werden!
    Übrigens muss man für´s Schwimmabzeichen nicht nur schwimmen - man muss auch die Baderegeln kennen. Hand auf´s Herz: Könnt Ihr die noch? Wir mussten ganz schön überlegen und am Ende dann doch nochmal nachschlagen.
    Schwimmabzeichen kann man in jedem Alter machen - und fast in allen Bädern. Seepferdchen und Bronze nehmen die Schwimmmeister meist ohne viel Aufhebens ab. Trotzdem lohnt es sich, vorher im Bad der Wahl mal nachzufragen. Auch in den Berliner Sommerbädern ist das möglich - Silber und Gold kann man allerdings nach vorheriger Anmeldung nur in einem Berliner Hallenbad machen.
    37 min
  • Folge 17: Schwimmen ist gesund. Oder?

    Ja, schwimmen gilt als die gesündeste Sportart überhaupt. Schwimmen korrigiert Fehlhaltungen, trainiert Kraft und Ausdauer - und baut Stress ab! Deswegen gehen ja nicht nur Ute und Martina so gerne schwimmen, mittlerweile sind dank des wärmeren Wetters auch die Freibäder immer besser besucht! Und das besonders Schöne: Beim Schwimmen ist es einfach nicht mehr wichtig, wieviel man wiegt, das Wasser gibt uns Auftrieb und das Herz-Kreislauf-System bringt es auch noch in Schwung!

    Allerdings: Komplett ohne Risiken ist das Schwimmen nicht. Martina hat es schon selber erlebt. Ein schöner Feierabend-Kraul - und zack! ging in der Schulter plötzlich nichts mehr und der rechte Arm ließ sich nur noch unter großen Schmerzen bewegen. Sie hatte sich das Impingement Syndrom zugezogen, auch bekannt als „Schwimmer-Schulter“. Dahinter stecken meist Sehnenverletzungen oder -entzündungen. Besonders gefährdet sind Menschen, die ansonsten ständig am Schreibtisch hocken: Denn dann verkürzen sich ausgerechnet die Muskeln, die die Hauptarbeit beim Schwimmen leisten.

    Ebenfalls eine typische Verletzung, auch bei Sportschwimmern: Das Brustschwimmer-Knie. Überlastungsschäden der Knie sind meist Folge fehlerhafter Bewegungsabläufe oder entstehen durch das schnelle Wenden am Beckenrand.

    Nicht ganz so bekannt ist das so genannte Surfer´s Ear: Der dauerhafte Kontakt mit kaltem und womöglich auch verunreinigtem Wasser kann zu Entzündungen im Gehörgang führen. Also - bei Ohrenbeschwerden unbedingt zum Arzt!

    Auch Menschen mit Bluthochdruck sollten erstmal mit ihrem Arzt abklären, ob schwimmen für sie wirklich gut ist.

    Warum das Schwimmen trotzdem bestens für Körper und Seele ist, die Bewegung im Wasser allein aber nicht reicht, um sich umfassend fit zu halten - darum geht es in dieser Folge! Außerdem erfahrt Ihr wie man blöde Wadenkrämpfe während des Schwimmens in den Griff bekommt - manchmal.


    39 min
  • Folge 16: Schwimmen im kalten Wasser
    Wir kennen es beide: Ja, das Wasser war kalt, aber eigentlich lief es doch ganz gut. Man muss sich halt bewegen, dann geht es schon. Doch kaum sind wir aus dem Wasser, geduscht und angezogen, geht es richtig los. Der Körper zittert, uns ist kalt und wir werden ewig nicht warm. Gerade im Frühling, wenn die Seen noch kalt und auch die Schwimmbäder noch nicht richtig aufgewärmt sind, ist das keine Seltenheit: Man nennt das Phänomen „After drop“. Um im kalten Wasser die lebenswichtigen Organe im Rumpf zu schützen, limitiert der Körper den Blutfluss in den Armen und Beinen, das Blut zirkuliert also stärker im Rumpf. Ist man wieder an Land, abgetrocknet und angezogen, fließt auch das kalte Blut aus den Extremitäten wieder durch den Körper - und senkt so die Körpertemperatur. Und das führt häufig zu „nachfrieren“. Bei Ute übrigens auch zu Hunger - auch, wenn wir dafür keine wissenschaftliche Erklärung haben.
    Manchmal spürt man aber auch schon im Wasser, dass es dem Körper reicht: Dann funktionieren Arme und Beine nämlich nicht mehr richtig, das kann sogar bis zum Schwimmversagen führen. Sicher eher ein Phänomen im kalten See oder Meer - kann aber auch im Schwimmbad passieren. Wenn ihr das merkt - nichts wie raus! Denn gesteigerte Bewegung im Wasser ist dann keine gute Idee: Das zieht nur warmes Blut aus dem Rumpf und vergrößert den Wärmeverlust um bis zu 40 Prozent! Martina beugt mit Neoprensocken vor - und berichtet von wärmenden Teilerfogen.
    Auch so richtig heiß duschen ist, wenn einem nach dem Schwimmen durch und durch kalt ist, nicht wirklich gut. Denn so verlagert sich das kalte Blut aus der Körperschale viel zu schnell in den Körperkern - das kann sogar einen plötzlichen Herztod verursachen! Lieber nur lauwarm, warm anziehen, Mütze, Socken und Handschuhe an!
    Alles kein Grund, im Frühjahr nicht schwimmen zu gehen. Nur nicht übertreiben! Und wer sich noch zusätzlich abhärten will: Jeden Tag kalt duschen hilft enorm! Eine von uns beiden schafft das übrigens nie. Trotz aller Vorsätze.
    28 min
  • Folge 15: Extremschwimmen - warum eigentlich?
    Extremschwimmen heißt, oft sehr lange Distanzen zu überwinden und das meist auch unter großen Herausforderungen. Weil die Strömungen stark sind, die Wellen hoch, weil für Menschen gefährliche Tiere in den Gewässern unterwegs sind oder starke Winde an den Kräften zehren. Extremschwimmer André Wiersig sagt, dass es ihm dabei nicht um Rekorde gehe, sondern darum, in Einklang mit dem Meer und nicht gegen das Meer zu schwimmen. Der Deutsche ist der erste Schwimmer, der die Oceans Seven alle gleich beim ersten Versuch geschafft hat - sieben herausfordernde Langstrecken für Schwimmer:innen in allen Weltmeeren. Und das, obwohl es alles andere als ein Vergnügen ist: Viele Extremschwimmer berichten, dass sie vom Salszwasser kotzen müssen, dass es unfassbar kalt und ungemütlich ist - und dass sie sich ordentlich Fett anfuttern müssen, damit sie überhaupt eine Chance haben.
    Es gibt Extemschwimmer, die suchen immer wieder die Herausforderung - wie Lewis Pugh, britischer Umweltschützer und UN-Botschafter der Ozeane. Er gilt als bester Kalt-Wasser-Schwimmer der Welt, der vor allem in gefährdeten Ökogebieten unterwegs ist, um auf deren durch Umweltverschmutzung bedrohte Existenz aufmerksam zu machen. Und es gibt Menschen wie die US-Amerikanerin Diana Nyad, die es einmal wissen wollte - und es geschafft hat, eine der längsten und gefährlichsten Strecken der Welt schwimmend zu überwinden - 166 Kilometer von Kuba nach Florida - und das im Alter von 64!
    Extremschwimmer wider Willen war dagegen der Isländer Gudlaugur Fridthorsson: Als sein Boot kenterte, schwamm er rund 6 Kilometer bis zur rettenden Insel bei einer Wassertemperatur von 5 Grad. Überlebt hat er das nur, weil seine subkutane Fettschicht so dick ist wie bei Robben - und weil er auf keinen Fall sterben wollte!
    39 min
  • Folge 14: Schwimmen. Endlich. Draußen!
    Es ist soweit - die Freibadsaison beginnt! Die 15 Berliner Sommerbäder eröffnen nach und nach ab dem 29. April, den Anfang macht das Sommerbad Olympiastadion, schon einen Tag später folgt das berühmte Kreuzberger Prinzenbad. Wir können uns gar nicht entscheiden! Müssen wir auch nicht - der Sommer ist lang genug, um überall mal durchzuschwimmen. Auch die meisten Strandbäder bieten ab Mai bereits wieder Sand, Sonne und (Cocktail-)Schirme - von den einen sehnlichst erwartet, die anderen sind mit den Bädern vollends zufrieden und tauschen zwar Kacheln gern mal gegen ein Edelstahlbecken - aber nicht gegen sumpfige Seen und braune Flüsse 😉.
    Wir schwelgen ein wenig in Erinnerungen ans letzte Jahr, als wir die meisten Bäder zum ersten Mal erlebten: Das über die Grenzen Berlins hinaus verschriene Sommerbad Neukölln, was durchaus liebliche Seiten hat - oder das Sommerbad Pankow, wo das Wasser zwar bereits in der Sonne glitzert, vor Ende Mai aber leider noch nicht warm genug ist. Nicht zu vergessen: Das freundliche Kombibad Spandau Süd, was in dieser Saison leider geschlossen bleiben muss. Und so könnten wir ewig weiterschwelgen, über solarbetrieben Stütztemperaturen oder die Höhe von Sprungtürmen. Allerdings: Die Freibadsaison hat auch eine Kehrseite: Die ersten Schwimmhallen werden bereits Ende April geschlossen.
    31 min
  • Folge 13: Schwimmen im Denkmal

    Das lichtdurchflutete Stadtbad Mitte ist wohl eins der beeindruckendstes Bäder Berlins. Als wir das erste Mal dort waren, kamen wir vor Staunen kaum zum Schwimmen. Drei Etagen Fenster auf jeder Seite, die Decke aus Glasbausteinen - und mittendrin ein 50-Meter-Becken! 1930 galt es als modernstes Bad Europas, voller Licht, Luft und Sonne. Aber dieses Architekturwunder ist längst nicht das älteste Bad Berlins. Das ist das Stadtbad Charlottenburg - Alte Halle. Das größte Bad Europas - natürlich - war bei seiner Eröffnung 1938 die Schwimmhalle an der Finckensteinallee. Hier ertüchtigten sich bis in die 1990er Jahre vor allem Soldaten - erst die SS-Leibstandarte von Adolf Hitler, später die Amerikaner. Mittlerweile ist das Bad liebevoll instand gesetzt, saniert und offen für alle - doch wer hier vor der Sanierung mal war, weiß, was Schwimmbad-Superlative ist!

    Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts war die Blütezeit der Schwimmbad-Architektur. Anders als die heutigen Kombi- und Typbauten stecken sie voller liebevoller und verschwenderischer Details, die man heute nur staunend genießen kann. Das Stadtbad Neukölln beeindruckt mit Säulen und Wandelgängen nach dem Vorbild einer antiken Therme. In den damals entstandenen Bädern ging es nicht nur ums Schwimmen: Die meisten Berliner konnten Anfang des 20. Jahrhunderts in ihren Wohnungen weder baden noch duschen. Also sollten alle Berliner eine Bade- und Waschmöglichkeit in der Nähe haben. In Spandau Nord allerdings - was von außen eher aussieht wie ein gründerzeitliches Finanzamt - sollten sich die zukünftigen preußischen Turnlehrer fit machen. Wer sich heute dort regelmäßig die Knie aufschrappt - das Becken ist an der einen Seite nur 60 Zentimeter tief - kann sich das allerdings kaum noch vorstellen.

    39 min
  • Folge 12: Schwimmen um zu überleben

    Schwimmen ist nicht nur ein großer Spaß - mitunter muss man schwimmen können, um zu überleben. So wie Peter Döbler, der 45 Kilometer in der Ostsee von Kühlungsborn nach Fehmarn schwamm, um aus der DDR zu fliehen. Er war einer von über 5000 DDR-Bürgern, die nach dem Mauerbau einen Fluchtversuch über die Ostsee wagten. Für 174 endete die Flucht tödlich. Für viele Flüchtlinge ist auch heute noch das Meer der einzige Weg, sich in Sicherheit zu bringen. Die beiden jungen syrischen Schwimmerinnen Yusra und Sara Mardini machten auf sich aufmerksam, weil sie ein Schlauchboot mit 20 Menschen an Bord auf dem Weg von der Türkei nach Griechenland dreieinhalb Kilometer bis an die Küste von Lesbos zogen, der Motor war ausgefallen. Die Geschichte wurde sogar auf Netflix verfilmt. Aber: Während Yusra heute UNHCR-Botschafterin ist und zweimal an den Olympischen Spielen teilnahm, drohen ihrer Schwester Sara über 20 Jahre Haft: Sie war von Berlin nach Lesbos zurückgekehrt, um dort Flüchtlinge sicher ans Ufer zu holen. Mehr als 26.000 Menschen sind seit 2014 im Mittelmeer ertrunken. Sara Mardini sagt: "Solidarität ist kein Verbrechen" - man könne nicht wegschauen, wenn Menschen Hilfe brauchen.

    32 min
  • Folge 11: Schwimmbad, See oder Meer?

    An dieser Frage scheiden sich die Geister: Lieber im Schwimmbad schwimmen - oder ist es im See oder im Meer nicht viel schöner? Leidenschaftliche Seeschwimmer verspotten Schwimmende in Bädern oft als "Kachelzähler". Die wiederum schätzen dort die Klarheit und die Sicherheit, die sie in offenen Gewässern nicht wahrnehmen. Manche Bäder-Fans leiden sogar unter einer regelrechten Thalassophobie - sie lieben zwar das Wasser, haben aber mitunter panische Angst vor unbekannten Tiefen und vor dem, was darin herumschwimmt. Und das ist nicht etwa reine Hysterie, sondern einer der Urängste des Menschen. Wer davon nicht betroffen ist, sollte trotzdem nicht blauäugig in jeden See springen - es empfiehlt sich, sich vorher schlau zu machen, ob es da wirklich sicher ist. Bei Ute und Martina ist jedenfalls klar, für was ihr Herz schlägt - auch wenn sie nicht immer einer Meinung sind!

    33 min

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Wir sind Schwimmerinnen. Wir waren beide mal im Schwimmverein, aber das ist lange her. Bis vor kurzem schwammen wir so wie die meisten – ab und zu, wenn es gerade passt. Doch dann entdeckten wir die…