Chlorgesänge

Chlorgesänge

By Ute Zill, Martina SchreySportsSwimming
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Chlorgesänge episodes

  • Folge 10: Warum der Schweinehund kein Fisch ist

    Schwimmen ist großartig. In kaum einer anderen Situation fühlt man sich so gut - vor allem danach! Aber auch der Gedanke ans Schwimmen ist extrem elektrisierend. Voller Freude wird die Tasche gepackt, mitunter schon am Abend vorher, der Tag geplant, damit der Besuch im Schwimmbad auch wirklich reinpasst, nachgeschaut ob auch Kleingeld für Fön und Schrank bereit liegt - und dann kommt der Moment, in dem man eigentlich los muss. Und irgendwie zwickt es in der Schulter. Oder für die Arbeit muss noch was gemacht werden. Der Geschirrspüler ausgeräumt. Draußen sieht es auf einmal unangenehm nach Regen aus. Und juckt es nicht auch in der Nase? Kurzum: Das, worauf man sich noch wenige Stunden vorher total gefreut hat, wird plötzlich eine ganz schwierige Angelegenheit. Schon der Gedanke, dass man sich da ja umziehen muss ... die Dusche immer so nass ist ... und dann zieht es da ja immer ... kurz und krumm: Der Schweinehund hat zugeschlagen. Und gewonnen. Er ist eben kein Fisch. Sondern liegt lieber auf dem Sofa. Schlimm!

    33 min
  • Folge 9: Warum wir Bretter und Nudeln brauchen
    „Amalie geht mit nem Gummikavalier“, heißt es in einem Schlager der 1920er Jahre - und auch heute noch kann jeder vierte Erwachsene in Deutschland nicht schwimmen. Schwimmflügel oder Schwimmreifen bringen ihnen das auch garantiert nicht bei. Denn die sind so ziemlich das letzte Hilfsmittel, um schwimmen zu lernen, egal ob groß oder klein. Viel besser sind da Nudeln oder Kissen, die für Auftrieb und eine gewisse Sicherheit sorgen. Aber auch Könner kommen ohne Hilfsmittel nicht aus: Bretter, Pullbuoys und Paddles unterstützen beim gezielten Training und im Wasser kommt manchmal sogar ein Fallschirm zum Einsatz! Widerstandshosen sind keine Erfindung von Utes Vater (hätten es aber sein können) und Martina liebäugelt mit einem neuen Gadget: Dem Powerbreather. Beide allerdings würden ohne ihre Schwimmbrille nie mehr ins Wasser gehen - dabei gibt es die erst seit den 1960er Jahren.
    38 min
  • Folge 8: Warum „oben ohne“ KEIN Problem ist!

    In Berlin sorgte es für Schlagzeilen - Anfang März räumten die Berliner Bäderbetriebe ein, dass ihre Badeordnung auch Frauen das Schwimmen nur mit Badehose erlaubt. Erreicht hatte das die Berlinerin Lotte Mies. Ende Dezember war sie in Kaulsdorf noch der Schwimmhalle verwiesen worden, weil sie oben ohne schwimmen wollte. Dagegen legte sie Beschwerde ein - und bekam Recht. Der Fall sorgte für Aufsehen: Lotte Mies erhielt viel Zuspruch - aber auch Drohungen. Sie verdiene es, vergewaltigt zu werden. Oder gar ermordet.

    Uns hat das sehr entsetzt. Deshalb hier eine ganz aktuelle Folge: Über die Initiative „Gleiche Brust für alle“. Darüber, dass es in anderen deutschen Städten längst selbstverständlich ist, in öffentlichen Bädern oben ohne schwimmen zu dürfen. Über das Grundgesetz. Und die erotische Anziehungskraft von männlichen Brustwarzen. Nicht zu vergessen, eine der deutschesten aller Kulturen: den Nudismus! Der war nämlich schon vor über 100 Jahren sehr beliebt.


    29 min
  • Folge 7: Warum es am Beckenrand so schön ist

    Nicht jeder geht ins Schwimmbad, um zu schwimmen. Manche wollen auch einfach nur ihre tollen Muskeln zeigen. Oder am Beckenrand eine neue Partnerin kennenlernen. Dort kann man dann auch Menschen beobachten, die ihre persönlichen Schwimmrekorde aufstellen. Oder sich abstoßen und einfach mitmachen. Mitunter gibt es auch Leute, die einen großen Teil ihres Lebens am Beckenrand verbringen - weil sie nach ihrer Jugend keine Lust oder keine Zeit mehr haben, um zu schwimmen. Es dann aber wieder entdecken. Weil sie fit werden wollen. Oder abnehmen. Oder mit Freundinnen quatschen. Im Wasser ist fast alles erlaubt: Die Windmühlentechnik - der Korken - und gern auch ein bisschen Show.                 

    32 min
  • Folge 6: Warum wir Badeanzug tragen

    Ja, trainieren ist wichtig, um gut zu schwimmen. Fast genauso wichtig aber ist, was wir dabei anhaben. In den 2000er Jahren kamen Ganzkörperanzüge im Wettkampf zum Einsatz, die Zeiten ermöglichten, die danach nie wieder erreicht wurden. Denn mittlerweile sind diese Anzüge verboten. Und das nicht nur, weil man mindestens 20 Minuten brauchte, um sie überhaupt anzuziehen! Aber auch beim Training kommt es auf die richtige Bekleidung an. Egal, ob Muscleback, Crossback oder Superfly  - UNSERE Badeanzüge müssen gekreuzte Bänder auf dem Rücken haben! Tiefer Rücken geht gar nicht - das ist ja schließlich kein Abendkleid! Trotzdem will man sich auch beim Schwimmen gut angezogen fühlen - die einen stehen auf farbige Einsätze an den Seiten, die anderen auf durchgehend schwarz. Und dann gibt es natürlich auch noch Bikinis oder Tankinis oder Badehosen oder ... im Schwimmbad sind längst nicht alle gleich. Allerdings: Seit Neuestem dürfen in allen Berliner Bädern Männer UND Frauen oben ohne schwimmen.  Und nicht nur Burkinis sondern auch Neoprenanzüge sind erlaubt. Um die anzuziehen, braucht es keine 20 Minuten. Manchmal kriegt man sie aber nur mit Hilfe wieder aus!

    39 min
  • Folge 5: Warum wir schwimmen, wie wir schwimmen

    Brustschwimmen lernen wir in Deutschland meist als Erstes. Deswegen können es auch so viele. Wobei: Brustschwimmen ist nicht gleich Brustschwimmen. Die einen halten den Kopf dabei die ganze Zeit hoch, damit ja das Gesicht nicht nass wird. Andere tauchen bei jedem Zug mit Wonne ein - und prustend wieder auf. Brustschwimmen kann man auf und unter Wasser, abgeguckt haben wir uns das wohl von den Fröschen. Allerdings: Brustschwimmen ist neben Delphin die anstrengendste Sportart - und sie ist sehr, sehr deutsch. Denn fast überall sonst auf der Welt lernen die Kinder zuerst Rücken- oder Kraulschwimmen. Was dem natürlichen Verhalten von Menschen im Wasser viel eher entspricht. Ist Brustschwimmen wirklich so gesund? Und warum kann man kraulend viel längere Strecken zurücklegen, obwohl man viel weniger Luft kriegt? So oder so: Brust- und Kraulschwimmer:innen trennen Welten. Daran können auch Delphine nichts ändern.

    37 min
  • Folge 4: Warum Männer anders sind. Und Frauen auch.
    Frauen schwimmen gern zu zweit oder zu dritt nebeneinander - und reden. Für viele Männer ein Graus. Sie wollen Strecke machen - und auf keinen Fall jemanden vorlassen! Egal, in welchem Bad. Nervig. Aber irgendwie auch lustig. Ist Selbstüberschätzung der Grund für so viel Kraftmeierei? Oder die pure Ignoranz? Zum Beispiel, wenn es einen gemächlichen Rückenschwimmer (männlich!) mal wieder auf die Sportlerbahn verschlägt - zu besichtigen nahezu jeden Tag in jedem Bad Berlins. Und wahrscheinlich woanders auch. Frauen dagegen sind ja von Natur aus langsamer - oder etwa nicht? Auf jeden Fall haben sie mehr Auftrieb im Wasser - und behaupten gern, dass sie schöner schwimmen! Aber auch im Wettkampf gibt es Unterschiede. Frauen durften nicht, als Männer längst Rekorde aufstellten. Diskriminiert werden im Schwimmsport aber nicht nur Frauen - auch Männer dürfen nicht alles!
    37 min
  • Folge 3: Warum wir immer müssen müssen

    Immer das gleiche - nach dem Schwimmen müssen wir. Spätestens danach. Woran liegt das bloß? Läuft das ganze Wasser beim Schwimmen in uns rein - und muss dann dringend wieder raus? Sind wir porös? Nicht ganz dicht? Nein - das Elend hat einen Namen und es trifft jeden und jede: Der Gauer Henry Reflex. Und wenn er zuschlägt, wird´s dringend. Und dann - schnell pinkeln unter der Dusche? Oder sogar - wenn es richtig pressiert - im Becken? Was wohl los wäre, wenn das alle machen! In Folge 3 haben wir die Antworten auf all diese Fragen, die wir viel zu selten zu stellen wagen.

    Kurzer Spoiler - wenn Euch Eure Eltern früher drohten: „… das Wasser verfärbt sich wenn Du rein machst!“ Alles schwarze Pädagogik. Das stimmt nicht. Was allerdings stimmt - im Wasser „müssen" wir viel schneller als an Land. Und in manchen Berliner Bädern ist die Toilettensituation für diese Not geradezu ideal!

    41 min
  • Folge 2: Warum wir schwimmen

    Mal ehrlich – mitunter ist es ganz schön anstrengend: Schwimmsachen mitnehmen, ausziehen, anziehen, feucht, kalt und nass ist es auch und doch … dabei und danach gibt es nichts Besseres! Denn es geht nicht nur darum, sich über Wasser zu halten - es macht einfach riesigen Spaß. Doch hinter allem, man glaubt es nicht, steckt ein Plan - nicht etwa nur zu überleben. Nein, der Goldene Plan:  Jeder und jede soll schwimmen lernen. Was Deutschland in den 1960er Jahren für sich entdeckte, wussten allerdings schon die alten Griechen. Laut Platon muss ein Mensch lesen, schreiben und schwimmen können. Sonst geht er unter.

    41 min
  • Folge 1: Warum wir in Berlin ins Schwimmen kamen

    Am Anfang war da erstmal nur die vergünstigte Jahreskarte der Berliner Bäderbetriebe. Und die Erkenntnis: Wow - Berlin hat über 60 öffentliche Bäder! Aus dem vorletzen Jahrhundert genauso wie Volksschwimmhallen aus der DDR, Kombibäder und edle Hallen aus der Weimarer Republik. Schnell stand fest: Die durchschwimmen wir alle! Und zwar in einem Jahr. Gesagt, getan. Und dann wurde daraus schnell eine Challenge. Nicht gleich auf Leben und Tod,  aber … wir sind ganz schön abgetaucht!

    36 min

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Wir sind Schwimmerinnen. Wir waren beide mal im Schwimmverein, aber das ist lange her. Bis vor kurzem schwammen wir so wie die meisten – ab und zu, wenn es gerade passt. Doch dann entdeckten wir die…