Clever Girls – rebellisch, feministisch, wegweisend

Clever Girls – rebellisch, feministisch, wegweisend

By Rundfunk Berlin-BrandenburgSociety & Culture
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Clever Girls – rebellisch, feministisch, wegweisend episodes

  • Empfehlung: Die Alltagsfeministinnen
    Alexandra war jahrelang alleinerziehend, während der Vater ihres Kindes Karriere gemacht hat. Für diese unbezahlten Stunden in Haushalt und Kinderbetreuung fordert die Mutter über 100.000 Euro von ihrem Ex. In dieser Folge geht es um den unterschätzten Wert von Care Arbeit, die immer noch überproportional von Frauen übernommen wird. Wieviel ist Sorgearbeit wert? Wie könnt ihr diese Zeit für euch in Geld umrechnen? Warum zählt in Wirtschaft und Gesellschaft nur Erwerbsarbeit und nicht Hausarbeit? Welche Folgen hat die Arbeitsteilung in der Familie für eure Partnerschaft – und eure Rente? Ein Podcast mit Sonja Koppitz und Johanna Fröhlich Zapata. Ab dem 6. September – jeden Dienstag eine neue Folge. www.rbbkultur.de/alltagsfeministinnen
    35 min
  • Eva Strittmatter, die meistgelesene Lyrikerin der deutschen Sprache
    Eva Strittmatter ist bis heute die meistgelesene Lyrikerin der deutschen Sprache. Ihre Gedichtbände wie "Ich mach ein Lied aus Stille" oder "Mondschnee liegt auf den Wiesen" erreichten in der DDR Auflagen von mehr als zwei Millionen und wurden in 17 Sprachen übersetzt. Privat lebte Eva Strittmatter mit dem Dichter Erwin Strittmatter ab 1954 auf den Schulzenhof bei Gransee. Wie sehr sie dort auch gelitten hat - in der Abgeschiedenheit, zerrissen zwischen Kindern und untreuem Künstlerehemann - das vertraut sie ihren Gedichten an.
    Susanne Utsch spiricht mit der Journalistin und Eva Strittmatter-Biografin Dr. Irmtraud Gutschke und mit der Lyrikerin Ulrike Almut Sandig, die schon als Kind Gedichte von Eva Strittmatter gelesen hat.
    FrauenOrt: Eva-Strittmatter-Garten, Ecke Wittstocker Allee/ Neuruppiner Allee, 16816 Neuruppin http://www.frauenorte-brandenburg.de/index.php?article_id=103
    Bücher:
    Irmtraud Gutschke: "Eva Strittmatter: Leib und Leben"
    Ulrike Almut Sandig: "Monster wie wir"
    Ulrike Almut Sandig: "ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt"
    44 min
  • Erna Kretschmann - Naturschützerin der ersten Stunde
    1991, nur 2 Jahre nach dem Mauerfall, setzte sich die schwarze Eule auf gelbem Grund auch im Westen als Zeichen für Naturschutzgebiete durch. Ein Triumpf für Erna Kretschmann und ihren Mann. Der hatte dieses Naturschutzsymbol schon in den 50er Jahren entwickelt. Zusammen mit ihm kämpft Erna Kretschmann seit dem Ende des zweiten Weltkriegs für den Schutz von Fauna und Flora in der DDR. Sie halten Vorträge, schreiben Artikel, klären in Schulungen auf, verbünden sich mit Gleichgesinnten und schaffen Naturlehrpfade im ganzen Land. Mit ihrem Ehemann Kurt teilt Erna Kretschmann die Haltung, dass die Natur kein Rohstoff ist, der für wirtschaftliche Zwecke genutzt und verbraucht werden darf, sondern zuallererst eine Kostbarkeit, die eines besonderen Schutzes bedarf. Mit dieser Einsicht war sie ihrer Zeit weit voraus. Heute würde sich Erna Kretschmann vermutlich Greta Thunberg und ihren Zielen anschließen.
    Zu Gast im Studio: Kerstin Götter, Geschäftsführerin Haus der Naturpflege e.V und Christiane Schröder, Landesgeschäftsführerin NABU Brandenburg
    45 min
  • ETFs statt Sparbuch - Frauen und der Gender Investment Gap
    Am 10. März war "Equal Pay Day" – der Tag, der auf die Lohnlücke zwischen Männer und Frauen hinweisen soll, die derzeit bei 19 Prozent liegt. Das Fatale ist: Frauen verdienen nicht nur weniger, sie machen auch weniger aus ihrem Geld. Im Vergleich zu Männern investieren Frauen seltener z.B. in Aktien. Das führt dazu, dass Frauen im Alter nicht nur weniger Rente, sondern auch weniger Rücklagen haben. Diesen "Gender Investment Gap" erforscht Prof. Alexandra Niessen-Ruenzi an der Universität Mannheim.
    Mit ihrem Buch "Selbst investiert die Frau" will die Finanzjournalistin Christiane von Hardenberg Frauen Mut machen, ihre Finanzen in die Hand zu nehmen. Beide Expertinnen sind zu Gast in unserer Sonderausgabe von Clever Girls.
    Buch
    Christiane von Hardenberg: "Selbst investiert die Frau", Rowohlt Taschenbuch, 304 Seiten, 16,00 Euro
    Studie zum "Gender Pension Gap" von Prof. Alexandra Niessen-Ruenzi: https://rbburl.de/2km
    42 min
  • Emilie Winkelmann – Deutschlands erste Architektin
    Holz, Steine, Zement, Leisten und Balken - in dem Baufachgeschäft ihres Großvaters lernte die junge Emilie alle Materialien für den Hausbau kennen und lieben. Hier beschloß sie Architektin zu werden. Dabei durften Mädchen damals noch gar nicht studieren. Mit einem Trick schaffte sie es an die Hochschule, sie schrieb sich einfach nur als E. Winkelmann ein. Bis zur Examensprüfung ging das gut, dann flog der „Schwindel“ auf und sie musste die Universität ohne Abschluss verlassen. Doch sie hatte auch so genug gelernt und machte sich mit einem Architekturbüro selbstständig. Etliche Bauten der ersten deutschen Architektin sind bis heute erhalten, manche stehen sogar unter Denkmalschutz.
    Zu Gast bei Julia Riedhammer im Podcast sind: Elke Duda, Architektin, WOMEN IN ARCHITECTURE BERLIN 2021 www.WIA-Berlin.de und die Architekturexpertin Sigrid Hoff.
    43 min
  • Kunst ist Kampf - Annemirl Bauer ...
    Ihre Künstlerkarriere beginnt in Berlin, wo Annemirl Bauer vor allem Frauen und Kinder in den Mittelpunkt ihres Werkes stellt. "Über das Weibliche möchte ich sprechen", so schreibt sie später, "weil ich in einer männlichen Welt lebe, wo das weibliche Sein so gut wie nicht sichtbar ist." Annemirl Bauers "Madonna vom Prenzlauer Berg" sitzt in einer verwahrlosten Großstadtkulisse. Als Gegenentwurf lockt drumherum eine ländliche Idylle. So einen Rückzugsort findet Annemirl Bauer im brandenburgischen Niederwerbig. Die Flucht nach dort ist auch ein Rückzug aus der politischen Realität der DDR, gegen die sie immer wieder protestiert, wie z.B. 1984 mit einer Eingabe, in der sie die Berliner Mauer als überflüssig bezeichnet. Und sie positioniert sich vehement in ihrer Kunst wie ganz persönlich gegen die Einführung der Wehrpflicht für Frauen. Sie stirbt im August 1989 – kurz vor dem Mauerfall - im Alter von nur 50 Jahren.
    Franziska Walser im Gespräch mit der Kunsthistorikerin Susanne Altmann und mit der Künstlerin Antje Scholz, Mitglied des Brandenburgischen Künstlerinnenvereins ENDMORÄNE.
    50 min
  • Nicht zerbrechlich - die Glashüttenbesitzerin Johanna Louise Pirl
    Mit nur 40 Jahren wird Johanna Pirl zur Witwe. Ihr Ehemann hinterlässt ihr eine Glashütte. Ihr weiteres Leben scheint vorgezeichnet: das Unternehmen verkaufen und einen neuen Mann finden. Aber Johanna Pirl scherte sich nicht um die Konventionen ihrer Zeit. Sie behielt die Fabrik, baute die Glashütte aus, gründete sogar eine neue Ortschaft. Bald verkaufte sie ihre Produkte bis nach Großbritannien. Und auch für ein unverwechselbares Image sorgte die gewiefte Unternehmerin! Stets in Weiß gekleidet, wurde sie in der rein männlichen Geschäftswelt des 18. Jahrhunderts selbst zur Marke.
    Im Gespräch: Bärbel Backwitz, Stadtführerin Neuglobsow Dr. Silke Kamp, Historikerin
    44 min
  • Die Filmfrauen von Babelsberg
    Die Babelsberger Filmstudios sind ein Ort, an dem seit über hundert Jahren Filmmythen entstehen: UFA-Klassiker wie "Metropolis" und "Der Blaue Engel" oder DEFA-Erfolge wie "Die Legende von Paul und Paula". Wir wollen mit dieser Episode an die Filmfrauen von Babelsberg erinnern z.B. an die Schauspielerinnen Asta Nielssen, Henny Porten oder Jutta Hoffman. Aber auch hinter der Kamera prägten die Babelsberger Frauen das Filmgeschäft. Sie waren von Anfang an dabei - als Regisseurinnen, Produzentinnen oder Drehbuchautorinnen.
    Manuela Reichart spricht mit den Filmhistorikerinnen Daniela Sannwald und Cornelia Klauß über die Anfänge der UFA und die Jahre der DEFA in Babelsberg.
    Buchtipps:
    Die Frauen von Babelsberg: Lebensbilder aus 100 Jahren Filmgeschichte Daniela Sannwald, Christina Tilmann (Hg.) Verlag: Edition Ebersbach 128 Seiten 19,80 Euro Nur noch antiquarisch erhältlich! || Sie: Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme Cornelia Klauß, Ralf Schenk (Hg.) Verlag: BERTZ + FISCHER 416 Seiten, 59 Fotos (plus 2 DVDs mit 18 ausgewählten Filmen) 29,00 Euro
    35 min
  • Vergessene Schriftstellerin - Caroline de la Motte Fouqué
    Nach einer gescheiterten Ehe baut sich Caroline de la Motte Fouquet auf Gut Nennhausen ein neues Leben auf. Inspiriert von ihrem zweiten Mann, Friedrich de la Motte Fouqué, beginnt sie zu schreiben. Bis zu ihrem Tod 1831 erscheinen 20 Romane und 60 Erzählungen, dazu Kulturwissenschaftliche Essays und Beiträge über die weibliche Erziehung. Caroline de la Motte Fouqué ist zu ihrer Lebenszeit eine der bekanntesten Schriftstellerinnen und kann - eine Seltenheit damals - von ihrem Beruf leben.
    Ort: Schloss Nennhausen, Fouquéplatz 4, 14715 Nennhausen <
    Unsere Studiogäste: Dr. Barbara Gribnitz, Kleist-Museum Frankfurt/Oder Dr. Valeska Henze, Autorin und Ex-Vorsitzende der BücherFrauen
    Bücher
    "Geschichte der Moden, vom Jahre 1785 bis 1829" Herausgegeben von Dorothea Böck. Berlin: Union-Verlag 1987 (antiquarisch noch erhältlich) || Über das Kleist-Museum erhältlich: "Zwischen Romantik und Mode(rne). Caroline de la Motte Fouqué. Ein Lesebuch" Herausgegeben von Thomas Neumann und Barbara Gribnitz. Norderstedt 2010 BoD – Books on Demand || "Schauerromantik und Emanzipation. Caroline de la Motte Fouqué. Erzählungen" Herausgegeben von Thomas Neumann. ||"Kein menschliches Bemühn… Caroline de la Motte Fouqué und ihre Verleger" Herausgegeben von Thomas Neumann in Zusammenarbeit mit Tobias Witt und dem Kleist-Museum. Norderstedt 2014 Books on Demand || Horst Häker: "Friedrich de la Motte Fouqué und Nennhausen" Frankfurt (Oder) 1995 (Frankfurter Buntbücher 14) || Barbara Gribnitz: "Caroline de la Motte Fouqué, geb. von Briest, auf Nennhausen" Frankfurt (Oder) 2010 (Frankfurter Buntbücher 48) || Über Books on Demand erhältlich: Werke und Schriften. Herausgegeben von Thomas Neumann Norderstedt 2004 ff.
    36 min
  • Ein Masterplan für die Hauptstadt der Obdachlosigkeit
    Mit einem Masterplan will die Berliner Sozialsenatorin Elke Breitenbach bis 2030 die Obdachlosigkeit in Berlin bekämpfen. Dazu gehörten u.a. eine Wohnraumvermittlung für Betroffene (Housing First) und eine bezirksübergreifende Bündelung von Hilfsangeboten. Wir sprechen mit ihr darüber, ob diese Pläne auch den besonderen Bedürfnissen von Frauen und Familien gerecht werden. Die sind in den letzten Jahren häufiger als früher von Obdachlosigkeit betroffen - das beobachtet auch Regina Brunner, die beim „Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte“ Hilfen für Frauen und Familien koordiniert.
    Unsere Studiogäste: Elke Breitenbach (DIE LINKE), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Berlin Regina Brunner, Leiterin Ambulante Wohnhilfen, Diakonisches Werk Berlin
    Spendenmöglichkeiten für Oddachlose u.a. auf der Website der Kältehilfe Berlin: https://www.kaeltehilfe-berlin.de/spenden
    Dokumentation der 4. Berlin Strategiekonferenz zur Wohnunglosenhilfe: https://www.berlin.de/sen/soziales/besondere-lebenssituationen/wohnungslose/strategiekonferenzen/4-konferenz/
    Ergebnisse der "Nacht der Solidarität" (Obdachlosenzählung und Befragung): https://www.berlin.de/nacht-der-solidaritaet/ergebnisse/
    Inhalte vom rbb: https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/09/berlin-wohnungslose-obdachlose-hilfen-pandemie-corona-karuna-diakonie-senat.html
    https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/serien/nachtsicht/nachtsicht-obdachlosigkeit-corona.html
    35 min

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Berühmte Brandenburgerinnen – Einmal pro Woche stellen wir hier Brandenburgerinnen vor, die das Zeug zum Role Model haben. Spannende - aber weitgehend vergessene - feministische Vorbilder wie: