Clio auf die Ohren

Clio auf die Ohren

By Andreas FringsEducationHistory
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Clio auf die Ohren episodes

  • Plastikgeschichten Teil 2: Sicherheit und Risiko: Kunststoffschwemme in der modernen Medizin

    Zu den größten Produzenten von Plastikmüll weltweit gehört: die moderne Medizin. Doch das wird nur in Expertenkreisen thematisiert, denn egal wie übel Plastikmüll sein mag, auf die moderne Medizin wollen wir – aus guten Gründen – nicht mehr verzichten.

    Im zweiten Podcast einer dreiteiligen plastikhistorischen Reihe werfen wir einen Blick auf die spannende, aber auch kontroverse Beziehung zwischen Plastik und moderner Medizin. Wir hinterfragen, wie Plastik zu einem unverzichtbaren Material im Gesundheitswesen wurde und welche Rolle es dabei spielt, Risiken zu minimieren – sowohl für Patient*innen als auch für medizinisches Personal. Gleichzeitig beleuchten wir die Schattenseiten: den enormen ökologischen Fußabdruck, den Plastik hinterlässt, und die gesundheitlichen Risiken, die von Kunststoffen ausgehen können.

    Gemeinsam mit Expert:innen, mit der Neonatologin Frau Prof. Dr. Med. Eva Mildenberger und dem Medizinhistoriker Prof. Dr. Med. Michael Sachs, untersuchen wir, ob die Medizin von heute ohne Plastik denkbar wäre und welche Innovationen die Abhängigkeit von Plastik in der Zukunft verringern könnten. Dieser Podcast wurde von Aline Melissa Ollivier, Marvin Gauch und Johannes Frederik Lilienfein entwickelt, aufgezeichnet und produziert.

    Literaturtipps:

    • Gill, Paul: Die Geschichte der Medizin in 50 Objekten. Bern 2017. 
    • Plague doctors and PPE: Today's gear has nothing on the medical garb of the Renaissance, URL: https://www.cbc.ca/news/canada/newfoundland-labrador/renaissance-ppe-plague-doctors-1.5687152 (08.01.2025).
    • Hodges, Sarah: Hospitals as factories of medical garbage, in: Anthropology and Medicine, 24 (2017) 3, S. 319-333.
    • Lantos, Peter R.: Plastics in Medical Applications, in: Journal of Biomaterials Applications 2 (1987) 3, S. 358-371. 
    • Li, Kevin: Medicine, Health, and Plastics: A Conundrum, in: Sustainability and Climate Change 15 (2022) 2, S. 92-97.
    • Maitz, M.F.: Applications of synthetic polymers in clinical medicine. In: Biosurface and Biotribology 1 (2015), S. 161-176.
    • North, Emily J./ Halden, Rolf U.: Plastics and environmental health: the road ahead, in: Reviews on Environmental Health 28 (2013) 1, S. 1-8.
    • Prinz, Benjamin: How blood met plastics, plant and animal extracts: Material encounters between medicine and industry in the twentieth century, in: Studies in History and Philosophy of Science 92 (2022), S. 45-55. 
    • Rivera, A.M./ Strauss, K.W./ van Zundert, A./ Mortier, E.: The history of peripheral intravenous catheters: How little plastic tubes revolutionized medicine, in: Acta Anaesthesiologica Belgica 56 (2005), S. 271-282. 
    • Rizan, Chantelle/ Mortimer, Frances/ Stancliffe, Rachel/ Bhutta, Mahmood F.: Plastics in healthcare: time for a re-evaluation, in: Journal of the Royal Society of Medicine 113 (2020) 2, S. 49-53. 
    • Sivaram, Swaminathan/ Roy, Aditi/ Ray, Swapan K.: The Paradox of Plastics in Healthcare and Health, in: Thomas, Alexander u.a. (Hg.): Climate Change and the Health Sector: Healing the world. Milton Park, Abingdon, Oxon 2021, S. 215-223.
    • Rustagi, N./ Pradhan, SK/ Singh, R.: Public Health impact of plastics: An overview. In: Indian Journal of Occupational and Environmental Medicine 15 (2011) 3, S. 100-103.
    50 min
  • Plastikgeschichten Teil 1: Feminismus und Plastik?! - Von Tupper zu Barbie

    Plastik und Kunststoff sind nicht genderneutral – auch wenn es zunächst so wirkt. Oder würdet Ihr „Männer“ eher mit Plastik oder eher mit „Holz“, „Stahl“ und anderen Stoffen verbinden? Wie ist es mit „Natürlichkeit“ und „Künstlichkeit“ von Plastik?

    Im ersten Podcast einer dreiteiligen plastikhistorischen Reihe beleuchten wir die faszinierende Verbindung zwischen Plastik und Geschlechterrollen. Wir reisen zurück in die 1950er und 1960er Jahre, als das „Plastikzeitalter“ begann, und untersuchen die gesellschaftlichen und kulturellen Auswirkungen von genderspezifischen Produkten wie Tupperware und Barbie. Gemeinsam mit Expert:innen wie Dr. Jan Logemann und Nadia Shehadeh hinterfragen wir, wie diese ikonischen Plastikprodukte weibliche Rollenbilder geprägt, aber auch Möglichkeiten für mehr Selbstbestimmung eröffnet haben. Von Tupperpartys über Barbiepuppen bis hin zu aktuellen Trends diskutieren wir, wie diese Konsumartikel sowohl feministische Fortschritte als auch problematische Stereotype verkörpern. 

    Mit diesem Podcast laden wir unsere Hörerinnen ein, über den Einfluss von Konsumkultur auf Geschlechterrollen und Emanzipation nachzudenken. Dieser Podcast wurde von Rafaela Kontós, Joshua Porth und Till Loh entwickelt, aufgezeichnet und produziert.

    Literaturtipps:

    • Clark, Alison: Tupperware. The promise of plastic in 1950s. Washington [u.a.] 1999. 
    • Debouzy, Marianne: La poupée Barbie. In: Clio. Femmes, Genre, Histoire , 4 (1996). S. 239-256. 
    • Forman-Brunell, Miriam: Barbie in "LIFE". The Life of Barbie. In: * The Journal of the History of Childhood and Youth 2 (2009), S. 303-311. 
    • Gerber, Robin: Barbie and Ruth. The story of the world's most famous doll and the woman who created her. New York 2009. 
    • Lanhgreiter, Nikola: Party-Verkauf. Über modernes Hausieren am Beispiel von Tupperware. In: L'HOMME. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft 17, 2 (2006), S. 119-133. 
    • Williams, L. Susan/ Bemiller, Michelle: Women at Work. Tupperware, Passion Parties, and Beyond. Boulder, London 2011.
    59 min
  • Zwischen Anthropozän und Wirtschaftswunder: Wie wir uns die 1950er Jahre erzählen

    In geistes- und sozialwissenschaftlichen Debattenbeiträgen wird das Konzept des „Anthropozän“ seit mindestens zehn Jahren munter gefeiert. Dabei war es ursprünglich ein geologisches Konzept. Seine Geburtshelfer, Paul Crutzen und Will Steffen, konnten zeigen, dass es sinnvoll sein dürfte, sich aus einer solchen geologischen Perspektive auf ein Anthropozän-Verständnis zu einigen, das den Beginn der „Menschenzeit“ in die 1950er Jahre datiert. Denn ab dann beginnt die menschliche Aktivität, planetare Prozesse auf nie dagewesene Weise aus dem Gleichgewicht zu bringen. Doch genau dieser Zeitraum gilt geschichtskulturell gerade nicht als Ausgangspunkt katastrophaler Verwerfungen; viel eher verbindet man diese Zeit mit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, und damit setzt auch das Wirtschaftswunder ein. Steffen nennt diese Zeit nun die „Große Beschleunigung“ – und das ist nicht positiv gemeint.

    Offenbar gibt es ganz unterschiedliche Perspektiven auf diese Nachkriegszeit, und vielleicht lohnt es sich, sie gegeneinanderzustellen und auf ihre Tragfähigkeit abzuklopfen. Genau dies hat Thomas Klisch getan – und dafür auch mit Sebastian Bartsch und Gabriele Dürbeck gesprochen. 

    Literaturtipps:

    • Barsch, S./ Bartosch, R./ Dannecker, W.: Vom Anthropozän erzählen – narrative Könnerschaft und Zukunftsverstehen. Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 23 (2024),S. 78–92.
    • Dürbeck, Gabriele: Narrative des Anthropozän. Systematisierung eines interdisziplinären
      Diskurses. In: Kulturwissenschaftliche Zeitschrift 3 (2018), S. 1-20. URL:
      https://doi.org/10.2478/kwg-2018-0001.  
    • Ellis, Erle: Anthropozän. Das Zeitalter des Menschen. Eine Einführung. München 2020.
    • Haraway, Donna Jeanne: Anthropocene, Capitalocene, Plantationocene, Chthulucene.
      Making Kin. In: Environmental Humanities 6 (2015), S. 159-165. URL:
      https://doi.org/10.1215/22011919-3615934.  
    • McNeill, J. R./Peter Engelke: The Great Acceleration: An Environmental History of the
      Anthropocene since 1945. Philadelphia 2014. URL:
      https://doi.org/10.4159/9780674970731.  
    • Nitsche, M./ Hübner, A./ Barsch, S.: Die Zeit(en) des Anthropozäns in gesellschaftswissenschaftlichen Lehrplänen. Potenziale und Grenzen. In: zeitschrift für didaktik der gesellschaftswissenschaften 2 (2023), S. 45–62.
    • Westermann, Andrea/Höhler, Sabine: Writing History in the Anthropocene. Scaling,
      Accountability, and Accumulation. In: Geschichte und Gesellschaft 46 (2020), S. 579-605.
      URL: https://doi.org/10.13109/gege.2020.46.4.579.  
    • https://endlich-wachstum.de/
    • https://teachersforfuture.org/
    • https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/
    39 min
  • Ein Vulkan und ein Bürgerkrieg – das Großfürstentum Moskau um 1600

    Zu den entscheidenden Wendepunkten der vormodernen russländischen Geschichte gehört die "Smuta", auch "die Zeit der Wirren" genannt. Damit meinen wir die Zeitspanne zwischen dem Ende der alten Rjurikidendynastie im Großfürstentum Moskau nach dem Tod Fjodors I., dem Sohn Ivans des Schrecklichen. Das war 1598. Vielleicht sollten wir da auch schon vom Zarentum Russland sprechen, denn Ivan der Schreckliche selbst, oder auf Russisch eher der Grausame, der Strenge, hatte sich 1547 zum Zaren krönen lassen. 1598 starb seine Dynastie mit seinem Sohn Fjodor aus; und erst 1613 gelang es, mit der Familie der Romanow eine neue, als legitim wahrgenommene Dynastie zu etablieren. Dazwischen beanspruchten mindestens fünf Menschen die legitime Herrschaft. Es gab Hungersnöte, vor allem ab 1601 – die klimatisch vielleicht härtesten Jahre der russländischen Geschichte, soweit wir sie kennen. Es gab ausländische Interventionen, etwa einen polnischen und einen schwedischen militärischen Einmarsch. Es gab mehrere falsche Zarensöhne, also Männer, die behaupteten, sie seien in Wahrheit der Sohn Ivans, der 1582 zur Welt gekommen und 1591 in Uglitsch an einem Unfall verstorben war.

    Was hatten diese wirren Jahre mit einem Vulkanausbruch in Südamerika zu tun? Darum geht es in diesem Podcast, in dem Isabel Jarczyk mit Christoph Helo, Jan Kusber und Andreas Frings spricht. Dies ist der zweite Podcast der dritten Staffel von "Clio auf die Ohren" mit dem TItel "History for Future", in der es um klima- und umwelthistorische Geschichten geht.

    Literaturtipps:

    • Chester Dunning, The Preconditions of Modern Russia's first Civil War, in: Russian History 25. 1998, S. 119–131.
    • Vladimir Klimenko, Sommerlicher Frost, ungeheure Hungersnöte und eine warme Arktis. Extreme klimatische Verhältnisse in Moskowien an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert, in: Dittmar Dahlmann u. Diana Ordubadi (Hg.), Die autokratische Herrschaft im Moskauer Reich in der ‚Zeit der Wirren‘ 1598-1613, Göttingen 2019, S. 57–76.
    • Geoffrey Parker, History and Climate. The Crisis of the 1590s Reconsidered, in: Claus Leggewie u. Franz Mauelshagen (Hg.), Climate Change and Cultural Transition in Europe (= Climate and Culture Ser), Boston 2018, S. 119–155.
    • Maureen Perrie, The Time of Troubles (1603-1613), in: dies. (Hg.), The Cambridge history of Russia. Band 1: From early Rus' to 1689 (= Vol. 1), Cambridge 2006, S. 409–434.
    • Kenneth L. Verosub u. Jake Lippman, Global Impacts of the 1600 Eruption of Peru's Huaynaputina Volcano, in: Eos Trans. AGU 89. 2008, S. 141.
    59 min
  • Der Rhein im Lauf der Zeit: Zur regionalen Klimageschichte der Lebensader im Südwesten

    Noch im Winter 1962/63 fror der Rhein auf weiten Teilen zwischen Mainz und Emmerich zu und sorgte über Wochen für einen totalen Stillstand der Binnenschifffahrt. Die heutigen Winter vermögen kaum noch den Rhein oder andere, langsamer fließende Gewässer, zufrieren zu lassen. Nun sorgen Dürresommer und Wassermangel dafür, dass die Schifffahrt auf dem Rhein mit existenziellen Problemen zu kämpfen hat. Wie sich die Menschen, die an und auf dem Rhein leben, an die neuen Gegebenheiten anpassen und welche Auswirkungen der Klimawandel für Natur und Tierwelt im Südwesten hat, greift dieser erste Podcast der dritten Staffel von "Clio auf die Ohren" auf. 

    In dieser dritten Staffel mit dem TItel "History for Future" geht es um klima- und umwelthistorische Geschichten. Zur Zeitgeschichte des Rheins interviewt Paul Martin Lorenz zum einen Robert Egeling  vom NABU-Rheinauen-Zentrum in Bingen und zum anderen Andreas Fink vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

    Literaturtipps:
    Zu diesen Fragen gibt es noch keine überzeugende zeithistorische, umweltgeschichtliche Forschung.

    40 min
  • Jüdische Einwanderung zweiter Wahl? Deutschjüdische Migration nach Israel, Stereotype und Repräsentation

    Dass Israel allen Jüdinnen und Juden weltweit die Einreise und die israelische Staatsbürgerschaft ermöglicht, geht auf die Geschichte der Verfolgung der Vernichtung europäischer Juden durch den deutschen Nationalsozialismus zurück, zugleich aber auch auf eine Geschichte jüdischer Einwanderungen nach Palästina, die vor die Staatsgründung Israels 1948 zurückreichen und in mehreren Wellen, sog. "Alijahs", erfolgten. In der Einwanderung deutschsprachiger Jüdinnen und Juden vor allem in den 1930er Jahren, den sog. "Jeckes", kommen beide Aspekte zusammen, deren Geschichte von Rebecca Sarah Schlaadt, Alica Schirmer und Felix Marcel Hackhausen in diesem Podcast rekonstruiert wird. Und auch in anderer Hinsicht ist die Einwanderung der "Jeckes" interessant: Wir stoßen etwa auf ambivalente Stereotype, von denen wir einige auch aus bundesdeutschen Debattenlagen kennen. Die Sammlung und Musealisierung dieser Einwanderung ist auch keine "Erfolgsgeschichte", sie ist kompliziert und lohnt das genauere Hinschauen - und Hinhören.

    Literaturtipps:

    • Armbruster, Jörg: Willkommen im Gelobten Land? Deutschstämmige Juden in Israel. Hamburg2 2017.
    • Feilchenfeld, Werner/Michaelis, Dolf/Pinner, Ludwig: Haavara-Transfer nach Palästina und Einwanderung deutscher Juden 1933-1939 (Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo Baeck Instituts, 26). Tübingen, 1972.
    • Herzig, Arno: 1933-1945: Verdrängung und Vernichtung. URL: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/7687/1933-1945-verdraengung-… [letzter Zugriff am 21.07.2022].
    • Hillenbrand, Klaus: Fremde im neuen Land. Deutsche Juden in Palästina und ihr Blick auf Deutschland nach 1945. Frankfurt, 2015.
    • Meier, Axel: Das Haavara-Transfer-Abkommen. URL: https://www.bpb.de/themen/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg/die-woh… [letzter Zugriff am 21.07.2022].
    • Erel, Shlomo (Hg.): Jeckes erzählen. Aus dem Leben deutschsprachiger Einwanderer nach Israel. Wien 2. Aufl. 2004.
      Feinberg, Anath: Jeckes. In: Diner, Dan (Hg.): Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur (EJGK). Band 3: He–Lu. Stuttgart/Weimar 2012, S. 180–183.
    • Siegemund, Anja (Hg.): Deutsche und zentraleuropäische Juden in Palästina und Israel. Kulturtransfers, Lebenswelten, Identitäten – Beispiele aus Haifa. Berlin 2016.
    30 min
  • Braucht Deutschland ein Einwanderungsmuseum? Die deutsche Einwanderungsgesellschaft und ihre Darstellung in Ausstellungen und Museen

    Ist die deutsche Gesellschaft eine Einwanderungsgesellschaft? Oder eine von Zuwanderung geprägte Gesellschaft? Diese politisierende und emotionalisierende Frage hat ganz unterschiedliche gesellschaftliche Diskussionen ausgelöst. Bis heute gibt es trotz zahlreicher Sonderausstellungen kein nationales deutsches Einwanderungsmuseum - anders als etwa in den USA oder in Frankreich. Eine Initiative in Köln, die auf das Engagement migrantischer Gruppen zurückgeht (DOMiD: Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland), wird inzwischen aus öffentlichen Mitteln gefördert, um das zu ändern und in Köln (Stadtteil Kalk) ein "Haus der Einwanderungsgesellschaft" aufzubauen; inzwischen hat sich die Initiative für den Museumsnamen „SELMA“ entschieden. In diesem Podcast rekonstruieren Simon Paul Kohnert, Antonia Görgen und Michael Albert Klein die mäandrierenden Wege und Knackpunkte der bundesdeutschen Auseinandersetzung mit der eigenen Einwanderungsgeschichte mit einem Fokus auf deren Sammlung und Musealisierung.

    Literaturtipps:

    • Beier-de Haan, Rosmarie (Hg.) (2005): Zuwanderungsland Deutschland. Migrationen 1500 - 2005. Ausstellungshalle von I. M. Pei, 22. Oktober 2005 bis 12. Februar 2006, Deutsches Historisches Museum, Berlin. Deutsches Historisches Museum. Wolfratshausen: Ed. Minerva.
    • Böse, Martina: „Ich entscheide mich dafür, MigrantInnen zu sagen“. Zur Vermittlung von „Gegenerzählungen“ und Repräsentationspolitik in der Ausstellung „gastarbajteri – 40 Jahre Arbeitsmigration“. In: Jaschke, Beatrice/Martinez-Turek, Charlotte/Sternfeld, Nora (Hg.): Wer spricht? Autorität und Autorschaft in Ausstellungen. Wien: Turia + Kant, S. 120–151.
    • DOMiD e.V. – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland: Virtuelles Migrationsmuseum. Unter Mitarbeit von Dr. Ali Kemal Gün, Jens Grimmelijkhuizen, Ahmet Seze. Köln. Online verfügbar unter https://virtuelles-migrationsmuseum.org/.
    • Eryılmaz, Aytaç (2004): Deutschland braucht ein Migrationsmuseum. Plädoyer für einen Paradigmenwechsel in der Kulturpolitik. In: Motte, Jan/Ohliger, Rainer (Hg.): Geschichte und Gedächtnis in der Einwanderungsgesellschaft. Migration zwischen historischer Rekonstruktion und Erinnerungspolitik. Essen: Klartext-Verl., S. 305–319.
    • Eryilmaz, Aytaç (2012): Migrationsgeschichte und die nationalstaatliche Perspektive in Archiven und Museen. In: Thomas Hübel und Regina Wonisch (Hg.): Museum und Migration. Konzepte - Kontexte - Kontroversen. Bielefeld: transcript (Schriften zum Kultur- und Museumsmanagement), S. 33–48.
    • Eryılmaz, Aytaç/Rapp, Martin (2005): Geteilte Erinnerungen. In: Kölnischer Kunstverein u.a. (Hg.): Projekt Migration. Köln: DuMont, 578-585.
    • Fix, Maria; Gramlich, Eva; Mahn, Anne (Hg.) (2021): Arbeit & Migration. Geschichten von hier. Katalog zur Großen Landesausstellung 2021 Baden-Württemberg. TECHNOSEUM. Darmstadt: wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
    • Gogos, Manuel (Hg.) (2021): Das Gedächtnis der Migrationsgesellschaft. DOMiD - Ein Verein schreibt Geschichte(n). 1st ed. Bielefeld: transcript Verlag (Edition Museum, 51). Online verfügbar unter https://elibrary.utb.de/doi/book/10.5555/9783839454237.
    • Gosewinkel, Dieter (2005): Wer ist Deutscher? Deutsche Staatsangehörigkeit im 19. und 20. Jahrhundert. In: Rosmarie Beier-de Haan (Hg.): Zuwanderungsland Deutschland. Migrationen 1500 - 2005. Ausstellungshalle von I. M. Pei, 22. Oktober 2005 bis 12. Februar 2006, Deutsches Historisches Museum, Berlin. Wolfratshausen: Ed. Minerva, S. 90–105.
    • Kogoj, Cornelia; Ongan, Gamze (2012): Die Ausstellung Gastarbajteri – 40 Jahre Arbeitsmigration. In: Thomas Hübel und Regina Wonisch (Hg.): Museum und Migration. Konzepte - Kontexte - Kontroversen. Bielefeld: transcript (Schriften zum Kultur- und Museumsmanagement), S. 89–114.
    • Kölnischer Kunstverein u.a. (Hg.) (2005): Projekt Migration. Köln: DuMont.
    • Koschnick, Nana (2018): Migration sammeln. Wege und Möglichkeiten der musealen Dokumentation von Migration am Beispiel des Münchner Stadtmuseums. Unter Mitarbeit von Johannes Moser. München: Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität.
    • Porsché, Yannik (2018): Public representations of immigrants in museums. Exhibition and exposure in France and Germany. Cham: Palgrave Macmillan (Postdisciplinary studies in discourse).
    • Schönwälder, Karen (2005): Migration und Ausländerpolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Öffentliche Debatten und politische Entscheidungen. In: Rosmarie Beier-de Haan (Hg.): Zuwanderungsland Deutschland. Migrationen 1500 - 2005. Ausstellungshalle von I. M. Pei, 22. Oktober 2005 bis 12. Februar 2006, Deutsches Historisches Museum, Berlin. Wolfratshausen: Ed. Minerva, S. 106–119.
    46 min
  • Einwanderungsmuseen – Wozu eigentlich? Beispiele aus den USA und Frankreich

    Die 2. Staffel von Clio auf die Ohren unter dem Label "Migrationen und Mobilität im 20. Jahrhundert" geht weiter! In den nächsten drei Folgen geht es darum, wie Einwanderungsgeschichten gesammelt und ausgestellt und damit zum Bestandteil von Geschichte werden. Ellis Island, Lower East Side Tenement Museum, Cité de l'histoire de l'immigration: In diesem Podcast widmen sich Annika Jäggi, Hannah Antoni und Leonie Sophie Renz einer vergleichenden Perspektive auf die drei international vielleicht bekanntesten Einwanderungsmuseen (zwei davon in New York, eines in Paris). Was wird dort gezeigt, wer trägt dafür die Verantwortung? Wie wurde der Ort für die Ausstellung gewählt? Mit diesen Fragen fächern sie das Tableau an Entscheidungen auf, die hinter einem solchen Einwanderungsmuseum stehen.

     

    Literaturtipps:

    • Baur, Joachim (2005): Standpunkte und Standorte. „Points of Departure“ in drei New Yorker Immigrationsmuseen. In: Henrike Hampe (Hg.): Migration und Museum. Neue Ansätze in der Museumspraxis. 16. Tagung der Arbeitsgruppe Sachkulturforschung und Museum in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, Ulm 7.-9.10.2004. Münster: LIT Verlag Münster.
    • Baur, Joachim (2006): Commemorating Immigration in the Immigrant Society. Narratives of Transformation at Ellis Island and the Lower East Side Tenement Museum. Unter Mitarbeit von Mareike König und Rainer Ohliger. In: Mareike König und Rainer Ohliger (Hg.): Enlarging European Memory. Migration movements in historical perspective, Bd. 62: Thorbecke, Ostfildern (Beihefte der Francia: Forschungen zur westeuropäischen Geschichte, 62), S. 137–146. Online verfügbar unter https://perspectivia.net/receive/ploneimport_mods_00009680.
    • Baur, Joachim (2007): Zur Vorstellung der Grenze. Beobachtungen aus nordamerikanischen Migrationsmuseen. In: Markus Gottwald, Matthias Klemm und Birgit Schulte (Hg.): KreisLäufe. Kapillaren der Weltkultur. Münster: LIT Verlag Münster, S. 91–103.
    • Baur, Joachim (2009): Die Musealisierung der Migration. Einwanderungsmuseen und die Inszenierung der multikulturellen Nation. Bielefeld: transcript (Kultur- und Museumsmanagement). Online verfügbar unter http://dx.doi.org/10.14361/9783839412640.
    • Baur, Joachim (2011): Zur Repräsentation der Migration. Fokus Ellis Island. In: neues museum. die österreichische museumszeitschrift (3), S. 18–24.
    • Baur, Joachim (2012): Von Mythen, Masken und Migranten. Acht Ansichten aus Ellis Island. In: Thomas Hübel und Regina Wonisch (Hg.): Museum und Migration. Konzepte - Kontexte - Kontroversen. Bielefeld: transcript (Schriften zum Kultur- und Museumsmanagement), S. 167–192.
    • Djedouani, Nabil (2019): Rock Against Police, le film. La résidence « frontières » du GREC au Musée de l’histoire de l’immigration. In: hommesmigrations (1327), S. 161–166. DOI: 10.4000/hommesmigrations.10368.
    • Giuriceo, Judy (1999): Ellis Island Immigration Museum. In: News of Museums of History/Les Nouvelles des Musées d'Histoire (23), 14–18.
    • Green, Nancy L. (2007): A French Ellis Island? Museums, Memory and History in France and the United States. In: History Workshop Journal 63 (1), S. 239–253.
    • Grognet, Fabrice: How to Reconcile the Irreconcilable. The place of ethnology in the Museum of the Cité nationale de l’histoire de l’immigration. In: Padmini Sebastian (Hg.): Mobilizing communities and sharing stories. The role of the immigration museum in one of the most culturally diverse cities in the world. Museum international, LIX(59), 1-2 / 233-234, S. 48–55.
    • Jarrassé, Dominique: The Former Palace of the Colonies. The burden of heritage. In: Padmini Sebastian (Hg.): Mobilizing communities and sharing stories. The role of the immigration museum in one of the most culturally diverse cities in the world. Museum international, LIX(59), 1-2 / 233-234, S. 56–65.
    • Meza Torres, Andrea (2011): Die Cité nationale de l’histoire de l’immigration. Zwischen Präsentationspraxen und politischen Interventionen. In: neues museum. die österreichische museumszeitschrift (3), S. 26–30.
    • Meza Torres, Andrea (2012): Die Cité nationale de l’histoire de l’immigration und die ›Immigranten‹ im Kontext der Kolonialgeschichte. Interaktionen und politische Interventionen. In: Thomas Hübel und Regina Wonisch (Hg.): Museum und Migration. Konzepte - Kontexte - Kontroversen. Bielefeld: transcript (Schriften zum Kultur- und Museumsmanagement), S. 193–222.
    • Meza Torres, Andrea (2015): The museumization of migration in Paris and Berlin. Berlin, Humboldt Universität zu Berlin, Diss., 2014. Humboldt Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät I, Berlin.
    • Minju Bae (2020): Unraveling “Under One Roof”. The Tenement Museum and Its Discontents. Labor: Studies in Working-Class History of the Americas. In: Duke University Press (17), Artikel 1, S. 75–90. Online verfügbar unter https://muse.jhu.edu/article/749065.
    • Ostow, Robin (2017): Occupying the Immigration Museum. The Sans Papiers of Paris at the site of their national representation. In: Global mobilities. Refugees, exiles, and immigrants in museums and archives. Unter Mitarbeit von Amy K. Levin. London, New York: Routledge.
    • Pardue, Diana (2004): Ellis Island Immigration Museum. In: Museum International 56 (3), S. 22–28. Online verfügbar unter https://www.academia.edu/7686156/Ellis_Island_Immigration_Museum.
    • Parker, Robert A.: The Ellis Island Immigration Museum (1991). In: Communication Arts, 32/2, S. 82–93.
    • R. E. Fulton, Erin Reid, Jackie Wait, Daniel Walter, Andy Urban: "We Are Workers in a Workplace Who Have Rights". Unionization, COVID-19, and the Place of Labor at the Lower East Side Tenement Museum. In: The Public Historian 05.2021 (43), Artikel 2, S. 81–102. Online verfügbar unter https://muse.jhu.edu/article/809553.
    • Scarabicchi, Caterina (2019): Curating, Displaying, Silencing? Postcolonial and Migrant Identities at the Musée National de l’Histoire de l’Immigration in Paris. Online verfügbar unter https://www.roots-routes.org/curating-displaying-silencing-postcolonial-and-migrant-identities-at-the-musee-national-de-lhistoire-de-limmigration-paris-by-caterina-scarabicchi/, zuletzt aktualisiert am 15.05.2019, zuletzt geprüft am 25.04.2022.
    • Sherman, Daniel J. (2016): The Perils of Patrimoine. Art, History, and Narrative in the Immigration History Museum, Paris. In: Oxford University Press (39), Artikel 3, S. 457–480. Online verfügbar unter https://www.jstor.org/stable/44654006.
    • Stevens, Mary (2007): Re-Membering the Nation. The Project for a Cité Nationale de l’Histoire de l’Immigration. University Collage London.
    • Stevens, Mary (2008): Immigrants into Citizens. Ideology and Nation-Building in the Cité National de l’Histoire de l’Immigration. In: Museological Review 13, S. 57–73.
    • Ural, Nur Yasemin (2015): Die Nation erzählen. »Cité nationale de l’histoire de l’immigration«. In: WerkstattGeschichte 70, S. 103–106.
    • Wallace, Michael (1991): The Ellis Island Immigration Museum. In: Journal of American History 78 (3), S. 1023–1032.
    25 min
  • Mobilität und Stereotyp: Sinti und Roma in der deutschen und südosteuropäischen Wahrnehmung

    Die Wagen so bunt, die Pferdchen so zottig, sie zogen die Wagen so schwer? Stereotype über Mobilität, über "fahrendes Volk", über ständiges Wandern und ein Leben in Wohnwagen begleiten deutsche und südosteuropäische Sinti und Roma seit Langem. Diese stereotypen Beschreibungen kennen viele sicher auch aus dem Familien- oder Bekanntenkreis. Doch wie konnte sich das Bild der nomadenhaften Lebensweise bis heute so hartnäckig halten? Wie ist es entstanden? Wie hängen in diesem Stereotyp Mobilität und das ebenfalls hartnäckige Vorurteil halblegaler oder illegaler Erwerbswege zusammen? Und vor allem: Was macht das mit den Menschen, die so beschrieben werden? Über diese und weitere Fragen unterhalten wir uns in diesem Podcast mit Hans-Christian Maner vom Arbeitsbereich Osteuropäische Geschichte im Historischen Seminar der JGU Mainz. 

    Literaturtipps

    • Christian Belzer: „Hier würde man uns nichts antun.“ Motive, Hoffnungen und Perspektiven von slowakischen Roma*-Flüchtlingen in Deutschland nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. In: Überdacht 5 (2023), S. 98-114. 
    • Klaus-Michael Bogdal: Europa erfindet die Zigeuner. Eine Geschichte von Faszination und Verachtung. Berlin 2011.
    • Udo Engbring-Romang: Wiesbaden – Auschwitz. Zur Verfolgung der Sinti in Wiesbaden. Darmstadt 1997.
    • Gundula Fienbork /Brigitte Mihók /Stephan Müller: Die Roma. Hoffen auf ein Leben ohne Angst. Roma aus Osteuropa berichten. Reinbek bei Hamburg 1992.
    • Karola Fings: Sinti und Roma. Geschichte einer Minderheit.  München ²2019.
    • Herbert Heuß: Die Verfolgung der Sinti in Mainz und Rheinhessen. 1933 – 1945. Landau 1996.
    • Marian Luca: Zwischen Verfolgung und Selbstbehauptung. Die Minderheit der Roma in Rumänien im 20. und 21. Jahrhundert. In: Hans-Christian Maner, Rainer Ullrich (Hg.): Ethnische Minderheiten in Rumänien im 20. und 21. Jahrhundert. Mainz 2024, 115-140.
    • Norbert Mappes-Niediek: Arme Roma, böse Zigeuner. Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt. Berlin 2012.
    • Oliver von Mengersen (Hg.): Sinti und Roma. Eine deutsche Minderheit zwischen Diskriminierung und Emanzipation. Bonn 2015.
    • Tobias Neuburger: Von Armutszuwanderern und Notreisenden. Antiziganismus in der Migrationsgesellschaft. In: Im Zwiespalt. Gaismair-Jahrbuch 2018 (2017), S. 139–147.
    • Ulrich Friedrich Opfermann: „Fahrendes Volk“. Binnenmigration in und aus dem alemannischen Raum im 19. und 20. Jahrhundert. In: Menschen in Bewegung. Lebenswelten im ländlichen Raum. Historische Erkundungen in Mittel- und Südbaden 4 (2019), S. 189–235.
    • Silvio Peritore /Frank Reuter (Hgg.): Inszenierung des Fremden. Fotografische Darstellung von Sinti und Roma im Kontext der historischen Bildforschung. Heidelberg 2011.
    • Katrin Reemtsma: Sinti und Roma. Geschichte, Kultur, Gegenwart. München 1996.
    • Romani Rose (Hg.): "Den Rauch hatten wir täglich vor Augen". Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma. Heidelberg 1999.
    • Romani Rose: Bürgerrechte für Sinti und Roma. Das Buch zum Rassismus in Deutschland, Heidelberg 1987.
    • Romani Rose: - Podcast "Jung & Naiv": Folge 699, Romani Rose (Zentralrat Deutscher Sinti & Roma), 4. April 2024.
    • Peter Sandner: Frankfurt - Auschwitz. Die nationalsozialistische Verfolgung der Sinti und Roma in Frankfurt am Main. Frankfurt 2002.
    56 min
  • Flüchtlinge und Vertriebene in Rheinland-Pfalz

    Dass nach dem Zweiten Weltkrieg viele Flüchtlinge und Vertriebene in den deutschen Besatzungszonen ankamen, ist sicher bekannt; dass eine Besatzungszone jedoch zurückhaltender war, sicher weniger: Die französische Besatzungszone im späteren Rheinland-Pfalz nahm anfangs nur wenige Menschen auf. Erst gegen Ende der 1940er Jahre änderte sich dies. Leider ist die Forschung in diesem Bereich bisher auch nicht sehr ausgeprägt. Wie sah denn die rheinland-pfälzische "Willkommenskultur" aus (gab es sie überhaupt)? Welche Rolle spielten etwa Stereotype über Menschen aus osteuropäischen Herkunftsregionen? Welche Quellen stehen uns heute überhaupt noch zur Verfügung, und wie gehen wir beispielsweise methodisch mit den Potentialen der Oral History um? Welche Rolle spielte ganz konkret das Aufnahmelager Osthofen? Über diese und weitere Fragen unterhalten wir uns in diesem Podcast mit Sarah Scholl-Schneider von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.

    Literaturtipps:

    • Beer, Matthias: Flucht und Vertreibung der Deutschen. Voraussetzungen und Folgen. München 2011.
    • Kißener, Michael: Kleine Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz 1945-2005. Wege zur Integration eines „Nachkriegsbundeslandes“. Karlsruhe 2006 (Regionalgeschichte - fundiert und kompakt).
    • Kossert, Andreas: Flucht. Eine Menschheitsgeschichte. München 2020.
    • Messerschmidt, Rolf: Erinnerungskultur und gelungene Eingliederung – ein unlösbares Spannungsverhältnis? Regionalhistorische Integrationsbilanzen für Hessen und Rheinland-Pfalz. In: Krauss, Marita (Hrsg.): Integrationen. Vertriebene in den deutschen Ländern nach 1945. Göttingen 2008, S. 48-69. 
    • Müller, Rudolf: Die Aufnahme und Integration von Vertriebenen und Flüchtlingen nach 1945 im Landkreis Trier und im Kreis Saarburg. In: Landeskundliche Vierteljahresblätter 57 (2011), S.85-93. 
    • Panagiotidis, Jannis: Postsowjetische Migration in Deutschland. Eine Einführung. Mit einem Vorwort von Sergey Lagodinsky. Weinheim/Basel 2021 (erhältlich auch über die bpb: https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/506477/postsowjetische-migration-in-deutschland/).
    • Pohl, Karin: Tagungsbericht: Integrationen. Vertriebene in den deutschen Ländern nach 1945, In: H-Soz-Kult, 26.09.2006, URL: www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-119984 (zuletzt abgerufen am 11.09.2024). 
    • Scholz, Stephan; Röger, Maren; Niven, Bill (Hrsg.): Die Erinnerung an Flucht und Vertreibung. Ein Handbuch der Medien und Praktiken. Paderborn 2015.
    • Sommer, Michael A.: Flüchtlinge und Vertriebene in Rheinland-Pfalz. Aufnahme, Unterbringung und Eingliederung. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz, Bd.15). Mainz 1990.

    Stein, Wolfgang Hans: Vertriebene, Flüchtlinge und andere Zonenfremde in Rheinland-Pfalz. In: Heyen, Franz-Josef (Hrsg.): Rheinland-Pfalz entsteht. Beiträge zu den Anfängen des Landes Rheinland-Pfalz in Koblenz 1945-1951 (Veröffentlichungen der Kommission des Landestages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz, Bd. 5) Boppard am Rhein 1984, S. 235-259.

    1 hr 8 min

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„Clio auf die Ohren“ ist der Podcast des Historischen Seminars an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Wir arbeiten aus der geschichtswissenschaftlichen Forschung und Lehre heraus. Manchmal…