Sommerzeit ist Urlaubszeit – und für Jan war das dieses Jahr ein kleines Abenteuer: mit dem besten Freund nach Schweden, gestartet vom Basiscamp von Kanuking.de, dann mehrere Tage mit dem Kanu auf einem 70 Kilometer langen See. Übernachten im Freien, Fische fangen, keine Straßen, keine Autos. Tagsüber Flugmodus, einmal am Tag kurz Kontakt zur Familie.
Der Anlass für das Experiment kam aus einem SWR-Podcast, in dem ein Psychiater die Empfehlung ausspricht, sich von Zeit zu Zeit auf eine einsame Hütte zurückzuziehen: nichts mitnehmen, höchstens ein leeres Buch und einen Stift. Jan hat genau das ausprobiert – und war überrascht von dem, was dabei herauskam. Oder eher: was nicht herauskam.
Björn kennt den Effekt aus einer anderen Richtung. Bei ihm ist es jede Reise: Erst ein paar Tage bewusst nichts tun, dann kommen die frischen Ideen von ganz allein – für den Urlaub, aber vor allem für Coaching und Business. Und noch etwas fällt ihm auf, wenn er weit weg ist: Er merkt dann besonders klar, was ihn zu Hause eigentlich stört.
Björn und Jan sprechen darüber, warum es weniger auf die Entfernung ankommt als darauf, dass eine Umgebung anders ist als gewohnt. Warum Offsites außerhalb des Firmengebäudes messbar bessere Workshops ergeben. Warum wir in vertrauten Räumen auch in vertrauten Mustern und Rollen stecken bleiben. Und warum manche Seiten von uns anscheinend nur im fremden Kontext Platz haben.
THEMEN DER FOLGE
• Jans Kanutour in Schweden – mehrere Tage See, Wildnis und Funkstille
• Das Experiment: nichts mitnehmen, nichts vornehmen, zur Ruhe kommen
• Was passiert, wenn nichts hochkommt? Ruhe als Ergebnis statt als Vorstufe
• Björns Muster: Erst nichts tun, dann kommt der Motivationsschub
• Warum fremde Umgebungen zeigen, was einen im Alltag eigentlich stört
• Entscheidungen, die daraus folgen: Welche Kontakte und Kundenbeziehungen will ich ausbauen, welche nicht?
• Offsites und Workshops: warum Firmengebäude die schlechtesten Orte für neue Gedanken sind
• "Möglichst weit weg" heißt eigentlich: möglichst anders als gewohnt
• Umgebung, Emotion und Rolle – warum wir an bestimmten Orten immer dieselben Muster abspielen
• Menschen im anderen Kontext erleben – und plötzlich ganz anders wahrnehmen
• Freizeitparks, Tauchen und Feuerwerk: Kanäle, die man sich nur an bestimmten Orten erlaubt
• Das Bild vom Wasserfall: Warum man mitten im Rauschen die Schönheit nicht sieht
• Andere Kulturen, andere Lebensentwürfe – und was das mit den eigenen Zielen macht
• Der Kecak-Feuertanz auf Bali und die Frage: Bist Du überhaupt bereit, Dich einzulassen?
DREI ERKENNTNISSE ZUM MITNEHMEN
1. Nicht die Distanz macht den Unterschied, sondern die Andersartigkeit. Der Campingplatz zwei Orte weiter kann denselben Effekt haben wie Schweden – wenn er anders ist als Dein Alltag.
2. Neue Umgebung allein reicht nicht. Es braucht Raum für die eigenen Gedanken – und die Bereitschaft, sich einzulassen, auch wenn es mal unbequem, zu warm oder zu eng ist.
3. Der eigentliche Wert liegt in der Rückkehr. Neue Perspektiven, verschobene Ziele, klarere Entscheidungen – das entfaltet sich erst, wenn Du es in den Alltag mitnimmst und tatsächlich etwas damit machst.
ZITATE AUS DER FOLGE
"Ich meine damit nicht mal so sehr die Distanz, sondern möglichst anders als gewohnt." – Björn
"Du kannst die Schönheit eines Wasserfalls nicht erkennen, wenn Du mitten im Wasserfall stehst." – Jan
"Man muss offen dafür sein, dass Dinge anders sind und dass sie nicht dem eigenen Komfortlevel entsprechen. Und dann kommen neue Eindrücke und Gedanken und Emotionen eigentlich ganz von alleine." – Björn
ERWÄHNT IN DER FOLGE
• Kanuking.de – Basiscamp in Schweden, Startpunkt von Jans Kanutour
• SWR-Podcast "40 plus – die Podcast-Therapie"
• Kecak-Feuertanz auf Bali
ÜBER DEN PODCAST
Coach & Coach – eine Reise durch die Welt des Coachings. Der Coaching-Podcast mit Björn Bobach und Jan Gustav Franke.
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Björn Bobach: https://bobach-coaching.de
Jan Gustav Franke: https//jangustavfranke.de