Jamila-Cate Tran, Malte Rauschenbach und Ben Waldmann über effiziente KI-Chips, neue Therapien nach Nierentransplantationen und Dunkle Materie
Wie entsteht wissenschaftliche Neugier? Was treibt junge Menschen an, sich mit den größten Fragen unserer Zeit zu beschäftigen? Und was kann Deutschland von ihnen lernen? In dieser besonderen Folge von DeepTech Unlocked, dem 1E9-Podcast mit Thomas Lange und Thorsten Lambertus, sind drei der beeindruckendsten Nachwuchsforschenden Deutschlands zu Gast: Jamila-Cate Tran, Malte Rauschenbach und Ben Waldmann, die zu den diesjährigen die Jugend-forscht-Bundessiegern gehören.
Ihre Forschungsgebiete könnten unterschiedlicher kaum sein: Jamila-Cate Tran untersucht neue Therapieansätze für Nierentransplantierte, Malte Rauschenbach entwickelt automatisiert spezialisierte KI-Hardware für energieeffiziente Anwendungen und Ben Waldmann erforscht die Rolle der Dunklen Materie bei der Entstehung der ersten Sterne im Universum.
Doch diese Episode ist weit mehr als eine Vorstellung außergewöhnlicher Forschungsprojekte. Thomas Lange und Thorsten Lambertus sprechen mit ihren Gästen darüber, wie aus Interesse echte Forschung wird, warum Rückschläge zum wissenschaftlichen Arbeiten dazugehören, welche Rolle Mentoren und Forschungseinrichtungen spielen und weshalb junge Talente oft schon sehr früh lernen müssen, sich Wissen selbst zu erschließen.
Gemeinsam diskutieren sie außerdem, was einen guten Forscher wirklich ausmacht, wie Schule und Gesellschaft wissenschaftliche Neugier fördern können und warum Deutschland mehr tun muss, um außergewöhnliche Talente langfristig zu begleiten. Herausgekommen ist ein Gespräch über Wissenschaft, Innovation und die nächste Generation von Forschenden – und darüber, warum gerade sie Anlass zu großem Optimismus gibt.
Ganz konkret erfährst du:
wie Jamila-Cate Tran mit medizinischer Datenanalyse neue Erkenntnisse für Nierentransplantierte gewonnen hatwie Malte Rauschenbach KI-Modelle automatisch in spezialisierte Hardware übersetztweshalb Ben Waldmann neue Modelle zur Entstehung der ersten Sterne entwickelt hatwas alle drei motiviert, sich schon in jungen Jahren mit Spitzenforschung zu beschäftigenwarum Neugier wichtiger ist als das Auswendiglernen von Wissenwie man mit Rückschlägen, Sackgassen und Unsicherheit in der Forschung umgehtwelche Bedeutung Mentoren, Forschungseinrichtungen und Wettbewerbe wie Jugend forscht habenwie Schule wissenschaftliche Neugier besser fördern könntewas Deutschland tun muss, um junge Spitzenforschende langfristig zu halten und zu fördernwarum die nächste Generation Anlass für echten Zukunftsoptimismus gibtJamila-Cate Tran (Hannover)
Bundessiegerin im Fachgebiet Biologie. In ihrer preisgekrönten Arbeit untersuchte sie anhand internationaler Patientendaten, ob SGLT-2-Hemmer auch Nichtdiabetikerinnen und Nichtdiabetikern nach einer Nierentransplantation helfen können. Die Ergebnisse deuten auf deutlich weniger schwere Nierenereignisse und eine geringere Sterblichkeit hin. Zusätzlich erhielt sie einen Sonderpreis der Europäischen Kommission sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Malte Rauschenbach (Poing)
Bundessieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Er entwickelte ein System, das beliebige KI-Modelle automatisch in spezialisierte Hardware übersetzt und dadurch maßgeschneiderte, besonders energieeffiziente KI-Chips ermöglicht. Die Jury würdigte insbesondere seine durchdachte Compiler-Infrastruktur und die Verbindung von Hardware und Software.
Ben Waldmann (Elsterberg)
Bundessieger im Fachgebiet Physik. Er entwickelte mit HaloGenesis ein eigenes Simulationsmodell zur Rolle von Axion-Sternen bei der Entstehung der ersten Sterne im frühen Universum. Für seine Arbeit erhielt er außerdem einen Forschungsaufenthalt am CERN sowie einen Sonderpreis für Arbeiten zur Quantenverschränkung.
Hier findet ihr eine Broschüre mit Infos zu allen Preisträgerinnen und Preisträgern 2026.
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