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Dr. med. Marco Wintruff
Dr. med. Jan-Peer Rogmann
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(1) Che T, Roth BL. Molecular basis of opioid receptor signaling. Cell. 2023 Nov 22;186(24):5203-5219. doi: 10.1016/j.cell.2023.10.029. PMID: 37995655; PMCID: PMC10710086.
Zusammenfassung: Die Studie von Che und Roth (2023) untersucht die molekularen Mechanismen der Opioidrezeptor-Signalübertragung. Sie beleuchtet, wie Rezeptoren durch Agonisten aktiviert werden, Unterschiede in Signalwegen (G-Protein vs. β-Arrestin) und die Bedeutung von Bias-Signaling für die Entwicklung sichererer Opioide mit weniger Nebenwirkungen. Die Ergebnisse bieten Ansätze für neue, verbesserte Schmerzmittel.
(2) Valentino RJ, Volkow ND. Untangling the complexity of opioid receptor function. Neuropsychopharmacology. 2018 Dec;43(13):2514-2520. doi: 10.1038/s41386-018-0225-3. Epub 2018 Sep 24. PMID: 30250308; PMCID: PMC6224460.
Zusammenfassung: Die Arbeit von Valentino und Volkow (2018) beleuchtet die Komplexität der Funktion von Opioidrezeptoren und deren Rolle in der Schmerzmodulation sowie in Belohnungssystemen des Gehirns. Die Autoren heben hervor, wie verschiedene Opioidrezeptoren (μ, κ, δ) unterschiedliche, teils gegensätzliche Effekte auf Schmerz, Stimmung und Verhalten ausüben. Sie diskutieren die Herausforderungen bei der Entwicklung von Therapien, die Schmerz lindern, ohne Suchtgefahr oder Nebenwirkungen wie Atemdepression zu erhöhen. Der Artikel betont die Notwendigkeit eines integrativen Ansatzes, um sicherere und effektivere Opioidtherapien zu entwickeln.
(3) Trescot AM, Datta S, Lee M, Hansen H. Opioid pharmacology. Pain Physician. 2008 Mar;11(2 Suppl):S133-53. PMID: 18443637.
Zusammenfassung: Die Übersichtsarbeit von Trescot et al. (2008) bietet eine detaillierte Analyse der Pharmakologie von Opioiden. Sie beschreibt die Wirkmechanismen von Opioiden, ihre Bindung an spezifische Rezeptoren (μ, κ, δ) sowie deren Effekte auf Schmerzmodulation, Toleranzentwicklung und Nebenwirkungen. Es werden Unterschiede zwischen verschiedenen Opioiden, wie Morphin, Fentanyl und Methadon, hinsichtlich Potenz, Wirkdauer und Nebenwirkungsprofil hervorgehoben. Die Autoren betonen die Bedeutung eines individuellen Ansatzes in der Schmerztherapie und diskutieren Strategien zur Minimierung von Risiken wie Sucht, Toleranz und Atemdepression.
(4) Wang S. Historical Review: Opiate Addiction and Opioid Receptors. Cell Transplant. 2019 Mar;28(3):233-238. doi: 10.1177/0963689718811060. Epub 2018 Nov 13. PMID: 30419763; PMCID: PMC6425114.
Zusammenfassung: Der Artikel von Wang (2019) bietet eine historische Übersicht zur Entwicklung des Verständnisses von Opiatabhängigkeit und der Rolle von Opioidrezeptoren. Er zeichnet die Entdeckung von Opioidrezeptoren (μ, κ, δ) und deren Bedeutung für die Schmerztherapie und Suchterkrankungen nach. Der Artikel beleuchtet, wie die Forschung zu Rezeptor-Signalwegen zur Entwicklung moderner Opioidmedikamente führte, die auf spezifische Rezeptoren abzielen. Zudem wird die Bedeutung dieser Erkenntnisse für die Bekämpfung der Opiatabhängigkeit und die Entwicklung sichererer Schmerztherapien hervorgehoben.
(5) Riccardi A, Guarino M, Serra S, Spampinato MD, Vanni S, Shiffer D, Voza A, Fabbri A, De Iaco F; Study and Research Center of the Italian Society of Emergency Medicine. Narrative Review: Low-Dose Ketamine for Pain Management. J Clin Med. 2023 May 2;12(9):3256. doi: 10.3390/jcm12093256. PMID: 37176696; PMCID: PMC10179418.
Zusammenfassung: Die narrative Übersicht von Riccardi et al. (2023) untersucht den Einsatz von niedrig dosiertem Ketamin zur Schmerzbehandlung. Der Artikel beschreibt die analgetischen Eigenschaften von Ketamin, das als NMDA-Rezeptor-Antagonist wirkt, und hebt seine Wirksamkeit bei akuten und chronischen Schmerzen hervor, insbesondere wenn traditionelle Opioide unzureichend sind oder unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Die Autoren betonen die Vorteile von niedrig dosiertem Ketamin, darunter eine gute Schmerzlinderung ohne signifikante psychotrope Effekte, sowie dessen Sicherheit im Notfalleinsatz. Sie rufen zu weiterer Forschung auf, um Standarddosierungen und Protokolle für die klinische Praxis zu optimieren.
(6) Peltoniemi MA, Hagelberg NM, Olkkola KT, Saari TI. Ketamine: A Review of Clinical Pharmacokinetics and Pharmacodynamics in Anesthesia and Pain Therapy. Clin Pharmacokinet. 2016 Sep;55(9):1059-77. doi: 10.1007/s40262-016-0383-6. PMID: 27028535.
Zusammenfassung: Peltoniemi et al. (2016) bieten eine umfassende Übersicht zu den klinischen Pharmakokinetiken und Pharmakodynamiken von Ketamin in der Anästhesie und Schmerztherapie. Der Artikel beschreibt Ketamins einzigartige Eigenschaften als NMDA-Rezeptor-Antagonist und seine vielseitigen Anwendungen, von der Vollnarkose bis zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen. Die Autoren beleuchten die schnelle Verteilung und Metabolisierung von Ketamin, wobei seine Hauptmetaboliten, wie Norketamin, ebenfalls analgetische Wirkungen haben. Zudem wird auf die dosisabhängigen Nebenwirkungen wie Dissoziation eingegangen. Die Übersicht unterstreicht die Bedeutung von Ketamin als Alternative zu Opioiden und als Werkzeug in der multimodalen Schmerztherapie.
(7) Tian F, Lewis LD, Zhou DW, Balanza GA, Paulk AC, Zelmann R, Peled N, Soper D, Santa Cruz Mercado LA, Peterfreund RA, Aglio LS, Eskandar EN, Cosgrove GR, Williams ZM, Richardson RM, Brown EN, Akeju O, Cash SS, Purdon PL. Characterizing brain dynamics during ketamine-induced dissociation and subsequent interactions with propofol using human intracranial neurophysiology. Nat Commun. 2023 Mar 29;14(1):1748. doi: 10.1038/s41467-023-37463-3. PMID: 36991011; PMCID: PMC10060225.
Zusammenfassung: Die Studie von Tian et al. (2023) untersucht die Gehirndynamik während ketamininduzierter Dissoziation und deren Interaktionen mit Propofol mittels intrakranieller Neurophysiologie beim Menschen. Die Forscher analysierten ketaminbedingte Veränderungen in neuronalen Netzwerken und fanden heraus, dass Ketamin zu einer erhöhten kortikalen Aktivität führt, insbesondere in hochfrequenten Oszillationen, die mit der dissoziativen Wirkung korrelieren. Nach der Gabe von Propofol wurden diese Effekte abgeschwächt, was auf unterschiedliche Mechanismen der Bewusstseinsmodulation hindeutet. Die Ergebnisse bieten neue Einblicke in die neurophysiologischen Grundlagen von Ketamin und dessen Wechselwirkungen mit anderen Anästhetika und könnten die Optimierung von Narkose- und Therapiemethoden unterstützen.
(8) Thong ISK, Jensen MP, Miró J, Tan G. The validity of pain intensity measures: what do the NRS, VAS, VRS, and FPS-R measure? Scand J Pain. 2018 Jan 26;18(1):99-107. doi: 10.1515/sjpain-2018-0012. PMID: 29794282.
Zusammenfassung: Die Studie von Thong et al. (2018) untersucht die Gültigkeit verschiedener Schmerzintensitätsmessungen, darunter die Numerische Rating-Skala (NRS), die Visuelle Analogskala (VAS), die Verbale Rating-Skala (VRS) und die Faces Pain Scale – Revised (FPS-R). Die Autoren analysieren, was diese Skalen tatsächlich messen und wie sie in der klinischen Praxis verwendet werden. Sie kommen zu dem Schluss, dass alle Skalen valide und zuverlässige Instrumente zur Schmerzbewertung sind, jedoch unterschiedliche Aspekte der Schmerzempfindung erfassen. Während die NRS und VAS vor allem die Intensität messen, sind die VRS und FPS-R besser geeignet, um die Schmerzwahrnehmung für Patienten mit unterschiedlichen Kommunikationsfähigkeiten (z. B. Kinder oder Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen) zu erfassen.
(9) Ikeda S. The Reincarnation of Methoxyflurane. J Anesth Hist. 2020 Jun;6(2):79-83. doi: 10.1016/j.janh.2019.07.001. Epub 2019 Oct 15. PMID: 32593381.
Zusammenfassung: Ikeda (2020) beleuchtet die Wiederbelebung von Methoxyfluran als Analgetikum in der modernen Schmerzbehandlung, insbesondere im Rettungsdienst und in der Notfallmedizin. Ursprünglich in den 1960er Jahren als Anästhetikum verwendet, wurde Methoxyfluran aufgrund seiner nephrotoxischen Nebenwirkungen weitgehend aufgegeben. In den letzten Jahren hat jedoch die erneute Anwendung in niedrigen Dosen für die Schmerzbehandlung im präklinischen Setting, vor allem bei Notfallsanitätern, zunehmende Aufmerksamkeit erhalten. Ikeda diskutiert die Vorteile von Methoxyfluran, wie seine einfache Anwendung und schnelle Schmerzlinderung, und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Langzeitsicherheit, insbesondere hinsichtlich der Nierengesundheit.
(10) Jansen G, Deslandes M, Deicke M, Grannemann JJ, Hoyer A, Kalmbach M, Kobiella A, Plappert T, Strickmann B, Hinkelbein J. Enhancing prehospital analgesia - advantages and further indications of nalbuphin. Scand J Trauma Resusc Emerg Med. 2024 Jun 12;32(1):56. doi: 10.1186/s13049-024-01227-9. PMID: 38867316; PMCID: PMC11167738.
Zusammenfassung: Die Studie von Jansen et al. (2024) untersucht die Vorteile und weiteren Indikationen von Nalbuphin zur Schmerzbehandlung im Rettungsdienst. Nalbuphin, ein partieller Opioidagonist, zeigt im Vergleich zu anderen Schmerzmitteln wie Morphin oder Fentanyl eine günstigere Nebenwirkungsprofil, insbesondere in Bezug auf Atemdepression und Suchtpotenzial. Die Autoren betonen, dass Nalbuphin eine effektive Option für die präklinische Schmerzbehandlung darstellt, da es sowohl starke analgetische Wirkungen bietet als auch eine geringere Gefahr von Nebenwirkungen aufweist. Weitere Indikationen für den Einsatz von Nalbuphin, jenseits der Schmerztherapie, werden ebenfalls diskutiert, wobei eine breitere Anwendung im Notfall- und Rettungsdienst gefordert wird.
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(1) Böttge-Wolpers, C., Bialas, P., Gottschling, S., Juckenhoff, S., Konietzke, D., Madlinger, A., Welsch, P., Häuser, W. (2024). Nutzen und Schaden von Cannabisarzneimitteln aus Sicht von Patienten mit chronischen Schmerzen und ihren Ärzten: Eine Kohortenstudie in drei saarländischen Schmerzzentren. Der Schmerz, 38, 241-249. https://doi.org/10.1007/s00482-022-00868-0
(2) Crocq MA. History of cannabis and the endocannabinoid system. Dialogues Clin Neurosci. 2020 Sep;22(3):223-228. doi: 10.31887/DCNS.2020.22.3/mcrocq. PMID: 33162765; PMCID: PMC7605027.
Zusammenfassung: Der Artikel von Marc-Antoine Crocq gibt einen Überblick über die historische Nutzung von Cannabis, von antiken medizinischen Anwendungen bis zur modernen Erforschung des Endocannabinoid-Systems. Es wird erläutert, wie Cannabis weltweit medizinisch und kulturell genutzt wurde, bevor es im 20. Jahrhundert kriminalisiert wurde. Der Text betont die Entdeckung des Endocannabinoid-Systems, das essenziell für die Regulation von Prozessen wie Schmerz, Stimmung und Appetit ist, und hebt die wachsende Bedeutung in der modernen Medizin hervor.
(3) Schurman LD, Lu D, Kendall DA, Howlett AC, Lichtman AH. Molecular Mechanism and Cannabinoid Pharmacology. Handb Exp Pharmacol. 2020;258:323-353. doi: 10.1007/1642019298. PMID: 32236882; PMCID: PMC8637936.
Zusammenfassung: Der Artikel “Molecular Mechanism and Cannabinoid Pharmacology” von Schurman et al. (2020) bietet einen umfassenden Überblick über die molekularen Mechanismen und pharmakologischen Eigenschaften von Cannabinoiden. Er beschreibt, wie Cannabinoide an Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2) wirken und dabei verschiedene Signalwege in Zellen modulieren. Die Autoren gehen auf die Endocannabinoid-Systeme ein, die physiologische Prozesse wie Schmerz, Entzündungen, Appetit und Stimmung beeinflussen. Zudem beleuchtet der Artikel die pharmakologische Bedeutung von synthetischen Cannabinoiden und deren therapeutische Anwendungen, z. B. bei der Behandlung von Schmerzen, neurologischen Erkrankungen und anderen pathologischen Zuständen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Wechselwirkung zwischen Cannabinoiden und G-Protein-gekoppelten Rezeptoren sowie den Signaltransduktionswegen, die sie auslösen. Der Artikel unterstreicht auch Herausforderungen wie Nebenwirkungen und die Entwicklung von Toleranz.
(4) Zou S, Kumar U. Cannabinoid Receptors and the Endocannabinoid System: Signaling and Function in the Central Nervous System. Int J Mol Sci. 2018 Mar 13;19(3):833. doi: 10.3390/ijms19030833. PMID: 29533978; PMCID: PMC5877694.
Zusammenfassung: Die Arbeit von Zou und Kumar (2018) untersucht die Funktion der Cannabinoid-Rezeptoren und des Endocannabinoid-Systems im zentralen Nervensystem (ZNS). Cannabinoid-Rezeptoren, insbesondere CB1R und CB2R, sind entscheidend für die Vermittlung der Wirkungen von Cannabinoiden, den aktiven Substanzen aus Cannabis sativa. CB1R ist besonders im ZNS präsent und spielt eine wichtige Rolle bei neurologischen und neurodegenerativen Erkrankungen. Cannabinoide beeinflussen Signalwege und können therapeutisch bei Erkrankungen wie Angststörungen oder Epilepsie genutzt werden, obwohl psychoaktive Nebenwirkungen ihre Anwendung einschränken. Die Autoren betonen das Potenzial neuer Strategien, um diese Nebenwirkungen zu minimieren und therapeutische Effekte zu maximieren.
(5) Christopher A. Legare, Wesley M. Raup-Konsavage, Kent E. Vrana; Therapeutic Potential of Cannabis, Cannabidiol, and Cannabinoid-Based Pharmaceuticals. Pharmacology 4 March 2022; 107 (3-4): 131–149. https://doi.org/10.1159/000521683.
Zusammenfassung: Der Artikel von Legare et al. (2022) untersucht das therapeutische Potenzial von Cannabis, CBD und cannabinoidhaltigen Medikamenten. Anwendungen umfassen die Behandlung von chronischen Schmerzen, Epilepsie, Multipler Sklerose, Übelkeit bei Chemotherapie und psychischen Störungen wie PTSD. Während CBD antientzündlich wirkt, zeigt THC psychoaktive Effekte, was die Therapie limitiert. Die Autoren betonen den Bedarf an weiterer Forschung zu Langzeitwirkungen, Sicherheit und Dosierung.
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(1) Böttge-Wolpers, C., Bialas, P., Gottschling, S., Juckenhoff, S., Konietzke, D., Madlinger, A., Welsch, P., Häuser, W. (2024). Nutzen und Schaden von Cannabisarzneimitteln aus Sicht von Patienten mit chronischen Schmerzen und ihren Ärzten: Eine Kohortenstudie in drei saarländischen Schmerzzentren. Der Schmerz, 38, 241-249. https://doi.org/10.1007/s00482-022-00868-0
(2) Crocq MA. History of cannabis and the endocannabinoid system. Dialogues Clin Neurosci. 2020 Sep;22(3):223-228. doi: 10.31887/DCNS.2020.22.3/mcrocq. PMID: 33162765; PMCID: PMC7605027.
Zusammenfassung: Der Artikel von Marc-Antoine Crocq gibt einen Überblick über die historische Nutzung von Cannabis, von antiken medizinischen Anwendungen bis zur modernen Erforschung des Endocannabinoid-Systems. Es wird erläutert, wie Cannabis weltweit medizinisch und kulturell genutzt wurde, bevor es im 20. Jahrhundert kriminalisiert wurde. Der Text betont die Entdeckung des Endocannabinoid-Systems, das essenziell für die Regulation von Prozessen wie Schmerz, Stimmung und Appetit ist, und hebt die wachsende Bedeutung in der modernen Medizin hervor.
(3) Schurman LD, Lu D, Kendall DA, Howlett AC, Lichtman AH. Molecular Mechanism and Cannabinoid Pharmacology. Handb Exp Pharmacol. 2020;258:323-353. doi: 10.1007/1642019298. PMID: 32236882; PMCID: PMC8637936.
Zusammenfassung: Der Artikel “Molecular Mechanism and Cannabinoid Pharmacology” von Schurman et al. (2020) bietet einen umfassenden Überblick über die molekularen Mechanismen und pharmakologischen Eigenschaften von Cannabinoiden. Er beschreibt, wie Cannabinoide an Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2) wirken und dabei verschiedene Signalwege in Zellen modulieren. Die Autoren gehen auf die Endocannabinoid-Systeme ein, die physiologische Prozesse wie Schmerz, Entzündungen, Appetit und Stimmung beeinflussen. Zudem beleuchtet der Artikel die pharmakologische Bedeutung von synthetischen Cannabinoiden und deren therapeutische Anwendungen, z. B. bei der Behandlung von Schmerzen, neurologischen Erkrankungen und anderen pathologischen Zuständen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Wechselwirkung zwischen Cannabinoiden und G-Protein-gekoppelten Rezeptoren sowie den Signaltransduktionswegen, die sie auslösen. Der Artikel unterstreicht auch Herausforderungen wie Nebenwirkungen und die Entwicklung von Toleranz.
(4) Zou S, Kumar U. Cannabinoid Receptors and the Endocannabinoid System: Signaling and Function in the Central Nervous System. Int J Mol Sci. 2018 Mar 13;19(3):833. doi: 10.3390/ijms19030833. PMID: 29533978; PMCID: PMC5877694.
Zusammenfassung: Die Arbeit von Zou und Kumar (2018) untersucht die Funktion der Cannabinoid-Rezeptoren und des Endocannabinoid-Systems im zentralen Nervensystem (ZNS). Cannabinoid-Rezeptoren, insbesondere CB1R und CB2R, sind entscheidend für die Vermittlung der Wirkungen von Cannabinoiden, den aktiven Substanzen aus Cannabis sativa. CB1R ist besonders im ZNS präsent und spielt eine wichtige Rolle bei neurologischen und neurodegenerativen Erkrankungen. Cannabinoide beeinflussen Signalwege und können therapeutisch bei Erkrankungen wie Angststörungen oder Epilepsie genutzt werden, obwohl psychoaktive Nebenwirkungen ihre Anwendung einschränken. Die Autoren betonen das Potenzial neuer Strategien, um diese Nebenwirkungen zu minimieren und therapeutische Effekte zu maximieren.
(5) Christopher A. Legare, Wesley M. Raup-Konsavage, Kent E. Vrana; Therapeutic Potential of Cannabis, Cannabidiol, and Cannabinoid-Based Pharmaceuticals. Pharmacology 4 March 2022; 107 (3-4): 131–149. https://doi.org/10.1159/000521683.
Zusammenfassung: Der Artikel von Legare et al. (2022) untersucht das therapeutische Potenzial von Cannabis, CBD und cannabinoidhaltigen Medikamenten. Anwendungen umfassen die Behandlung von chronischen Schmerzen, Epilepsie, Multipler Sklerose, Übelkeit bei Chemotherapie und psychischen Störungen wie PTSD. Während CBD antientzündlich wirkt, zeigt THC psychoaktive Effekte, was die Therapie limitiert. Die Autoren betonen den Bedarf an weiterer Forschung zu Langzeitwirkungen, Sicherheit und Dosierung.
Alle Zusammenfassungen der oben genannten Artikel wurden von ChatGPT erstellt.
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(1) Kuner R, Kuner T. Cellular Circuits in the Brain and Their Modulation in Acute and Chronic Pain. Physiol Rev. 2021 Jan 1;101(1):213-258. doi: 10.1152/physrev.00040.2019. Epub 2020 Jun 11. PMID: 32525759.
Zusammenfassung: Der Artikel “Cellular Circuits in the Brain and Their Modulation in Acute and Chronic Pain” behandelt die neuronalen Schaltkreise und Bahnen im Gehirn, die sensorische, affektive und motivationale Aspekte von Schmerz vermitteln, sowie ihre Modulation durch verschiedene Neurotransmitter. Ein besonderer Fokus liegt auf der funktionalen Untersuchung von sub-neokortikalen Hirnschaltkreisen mithilfe von Optogenetik, Chemogenetik und bildgebenden Technologien in Nagetiermodellen. Ziel ist es, die Struktur-Funktions-Eigenschaften in nozizeptiven Schaltkreisen und höheren sub-neokortikalen modulatorischen Schaltkreisen zu verstehen, die an Aversion, Lernen, Belohnung und Stimmung beteiligt sind. Diese Erkenntnisse könnten zukünftige gezielte Therapien ermöglichen.
(2) Lindsay et al. „Brain circuits for pain and its treatment“, Sci Transl Med. 2021 Nov 10;13(619):eabj7360. PUBMED ID: 34757810
Zusammenfassung: Der Artikel „Brain circuits for pain and its treatment“ von Lindsay et al. untersucht die neuronalen Schaltkreise, die an der Schmerzverarbeitung beteiligt sind, und wie diese für die Entwicklung neuer Schmerztherapien genutzt werden können. Der Artikel beschreibt, wie Schmerz ein komplexes Erlebnis ist, das sensorische, emotionale und kognitive Komponenten umfasst. Besondere Aufmerksamkeit wird darauf gelegt, wie diese Schmerzschaltkreise bei chronischen Schmerzen verändert werden und wie moderne therapeutische Ansätze, wie etwa zielgerichtete Modulation dieser Schaltkreise, die Schmerzlinderung verbessern können.
(3) De Ridder D, Vanneste S, Smith M, Adhia D. Pain and the Triple Network Model. Front Neurol. 2022 Mar 7;13:757241. doi: 10.3389/fneur.2022.757241. PMID: 35321511; PMCID: PMC8934778.
Zusammenfassung: Der Artikel beschreibt, wie akuter Schmerz als unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung auftritt und wie chronischer Schmerz durch drei miteinander verbundene Netzwerke im Gehirn verarbeitet wird: das selbstrepräsentative Default Mode Network, das für die Verhaltensrelevanz kodierende Salience Network und das zielorientierte Central Executive Network. Diese Netzwerke interagieren und können bei chronischen Schmerzen zu funktionellen Beeinträchtigungen führen. Der Artikel schlägt vor, dass diese Erkenntnisse neue, personalisierte Behandlungsmethoden für Schmerz und damit verbundene Komorbiditäten ermöglichen könnten.
(4) De Ridder D, Adhia D, Vanneste S. The anatomy of pain and suffering in the brain and its clinical implications. Neurosci Biobehav Rev. 2021 Nov;130:125-146. doi: 10.1016/j.neubiorev.2021.08.013. Epub 2021 Aug 16. PMID: 34411559.
Zusammenfassung: Der Artikel untersucht die Zusammenhänge zwischen Schmerz und Leiden im Gehirn. Schmerz ist eine unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung, die mit tatsächlichen oder potenziellen Gewebeschäden verbunden ist. Chronischer Schmerz verursacht erhebliches menschliches Leiden. Der mediale Pfad im Gehirn ist mit dem Leiden verbunden, das mit dem Schmerzempfinden einhergeht.
(5) Gonzalez-Hermosillo DC, Gonzalez-Hermosillo LM, Villaseñor-Almaraz M, Ballesteros-Herrera D, Moreno-Jimenez S, Corona-Cedillo R, Velasco-Campos F, Carrillo-Ruiz JD, Roldan-Valadez E. Current concepts of pain pathways: a brief review of anatomy, physiology, and medical imaging. Curr Med Imaging. 2023 May 19. doi: 10.2174/1573405620666230519144112. Epub ahead of print. PMID: 37211855.
Zusammenfassung: In dieser Übersicht geht es um die Schmerzbahnen im Körper. Diese umfassen die Neuroanatomie und Neurophysiologie der Schmerzwahrnehmung sowie die Verwendung von fortschrittlichen neurobildgebenden Verfahren wie fMRI, PET und MEG zur besseren Erforschung der neuronalen Mechanismen hinter der Schmerzverarbeitung. Ziel ist es, effektivere Interventionen für chronische Schmerzen zu entwickeln.
(6) Yao D, Chen Y, Chen G. The role of pain modulation pathway and related brain regions in pain. Rev Neurosci. 2023 Jun 8;34(8):899-914. doi: 10.1515/revneuro-2023-0037. PMID: 37288945.
Zusammenfassung: Dieser Artikel untersucht den Schmerz als einen komplexen Prozess, der unangenehme sensorische und emotionale Erfahrungen umfasst. Zentrale Sensibilisierung spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen. Der “Schmerzmatrix”-Ansatz zeigt, dass verschiedene Gehirnregionen miteinander verbunden sind und nicht von einer einzigen Region gesteuert werden. Die Studie beleuchtet außerdem die Wechselwirkungen zwischen aufsteigenden und absteigenden Schmerzbahnen. Dieses Verständnis kann zu verbesserten Therapieansätzen für die Schmerzbehandlung führen.
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Zusammenfassung: Die Studie beschreibt, wie das Nervensystem eine Vielzahl von Reizen erfasst und verarbeitet, die bei hoher Intensität akute Schmerzen verursachen können. Bei anhaltender Verletzung kann die Anpassungsfähigkeit des Schmerzübertragungsweges zu einer verstärkten Schmerzempfindung und Überempfindlichkeit führen. Diese Plastizität ist manchmal schützend, kann aber bei langfristigen Veränderungen zu chronischen Schmerzen führen. Forschungen enthüllen die molekularen Mechanismen hinter der Schmerzwahrnehmung und -modulation.
Zusammenfassung: Die Studie hebt die Bedeutung der Schmerzwege und neurobildgebenden Methoden hervor, um Ärzten bei der Bewertung und Behandlung von chronischen Schmerzen zu helfen. Sie betont die Notwendigkeit eines besseren Verständnisses der Beziehung zwischen Schmerz und psychischer Gesundheit und der Entwicklung effektiverer Behandlungen für die psychologischen und emotionalen Aspekte chronischer Schmerzen. Zudem wird die Integration von Daten aus verschiedenen neurobildgebenden Verfahren für die Wirksamkeit neuer Schmerztherapien als wichtig erachtet.
Zusammenfassung: Die Übersicht beschreibt, wie schädliche Reize von Nocizeptoren erkannt und als Schmerzsignale über die Nervenbahnen zum Gehirn übertragen werden. TRP-Ionenkanäle, insbesondere sechs Kanäle aus drei Unterfamilien (TRPV1-4, TRPM8, TRPA1), spielen eine wichtige Rolle bei der Schmerzwahrnehmung und -entwicklung, insbesondere bei Schmerzen, die durch Entzündungen oder Neuropathie verstärkt werden. Die Forschung konzentriert sich darauf, TRP-Kanäle als Ziel für Schmerztherapien zu nutzen.
Zusammenfassung: Der Artikel untersucht, wie Schmerzsignale im Rückenmark verarbeitet werden und wie sich dies bei chronischen Schmerzen verändert. Er hebt die Bedeutung von erregenden und hemmenden Mechanismen im Rückenmark hervor, die die Schmerzwahrnehmung beeinflussen, und diskutiert die Anpassungen dieser Mechanismen bei chronischen Schmerzzuständen.
Zusammenfassung: Der Artikel befasst sich mit den Mechanismen der spinalen Schmerzverarbeitung bei Arthritis. Die Autoren diskutieren, wie sowohl das periphere als auch das zentrale Nervensystem eine anhaltende Übererregbarkeit entwickeln, bekannt als periphere und zentrale Sensibilisierung. Die Studie zeigt, dass spinale Gliazellenaktivierung und proinflammatorische Zytokine wie TNF, Interleukin-6 und Interleukin-1β ein funktionales spinales Netzwerk bilden, das für die spinale Sensibilisierung erforderlich ist. Die Neutralisierung dieser spinalen Zytokine durch intrathekale Eingriffe kann mechanische Hyperalgesie verringern. Diese Erkenntnisse könnten zu neuen Ansätzen für die Behandlung von Arthritisschmerzen führen.
Zusammenfassung: In diesem Artikel stellen die Autoren die Gate-Control-Theorie des Schmerzes vor, die eine neue Sichtweise auf die Schmerzmechanismen bietet. Diese Theorie schlägt vor, dass Schmerzsignale durch ein “Tor” im Rückenmark moduliert werden, bevor sie das Gehirn erreichen und Schmerzwahrnehmung auslösen. Die Theorie stellt eine Alternative zu den damals vorherrschenden Theorien dar, nämlich der Spezifitätstheorie, die besagt, dass Schmerz eine spezifische Modalität mit eigenen zentralen und peripheren Apparaten ist, und der Mustertheorie, die behauptet, dass Schmerzimpulsmuster durch intensive Stimulation nichtspezifischer Rezeptoren erzeugt werden.
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GarageBand, Version 10.4.10, Soundmediathek 1178, Titelmusik: „Collins Avenue Long“
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Dr. med. Marco Wintruff und
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Die Ärztekammer Hamburg hat die Veranstaltung (Podcast) mit 1 Punkt anerkannt (912404098).
Zusammenfassung: Die International Association for the Study of Pain (IASP) hat kürzlich ihre Definition von Schmerz überarbeitet – das erste Mal seit 1979. Die neue Definition beschreibt das Schmerzerlebnis als “eine unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung, die mit tatsächlichen oder potenziellen Gewebeschäden in Verbindung steht oder diesen ähnelt.” Diese Überarbeitung erfolgte nach einer umfassenden Prüfung durch ein multidisziplinäres Expertengremium und wurde einstimmig vom IASP-Rat angenommen.
Zusammenfassung: Mary Margo McCaffery war eine Pionierin in der Betreuung von Menschen mit Schmerzen. Sie verstarb 2018 im Alter von 79 Jahren in Kalifornien. Margo hatte einen Bachelor-Abschluss in Pflegewissenschaften und einen Master-Abschluss in Pflegewissenschaften. Sie arbeitete als Professorin für Pflege an der University of California in Los Angeles (UCLA) und wurde später selbstständig als Beraterin und Dozentin für die Pflege von Patienten mit Schmerzen. Margo ist bekannt für ihre Definition von Schmerz: „Schmerz ist das, was die erlebende Person sagt, dass es ist, und existiert immer dann, wenn sie sagt, dass es existiert.“ Diese Definition hat einen großen Einfluss auf das Schmerzmanagement gehabt. In einer Zeit, in der die Patientenversorgung oft auf Erfahrung und Meinungen basierte, setzte sie sich für evidenzbasierte Praxis ein und betonte die Bedeutung von Forschung in der klinischen Pflege. Margo McCafferys Beitrag hat das Verständnis und die Behandlung von Schmerzen nachhaltig verändert.
Zusammenfassung: Nociception ist ein Mechanismus, der dem zentralen Nervensystem ermöglicht, schädliche Reize zu erkennen und zu vermeiden. Es gibt verschiedene Arten von Schmerzempfindungen, darunter akuter Schmerz, nociceptiver Schmerz, chronischer Schmerz und neuropathischer Schmerz. Akute noxische Reize aktivieren Nociceptoren. Wenn der noxische Reiz lange genug anhält, kann akuter Schmerz zu entzündlichem Schmerz werden. Nociceptiver Schmerz entsteht durch Gewebeschäden, während neuropathischer Schmerz durch Erkrankungen oder direkte Schädigungen der sensorischen Nerven verursacht wird. Die Unterscheidung zwischen akutem und nociceptivem Schmerz von neuropathischem Schmerz trägt zum besseren Verständnis des breiteren Schmerzstudiums bei.
Zusammenfassung:Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2021 wurde gemeinsam an David Julius und Ardem Patapoutian verliehen. Sie wurden für ihre Entdeckungen der Rezeptoren für Temperatur und Berührung, nämlich TRPV1 und PIEZO1/2, ausgezeichnet. Diese bahnbrechenden Erkenntnisse haben unser Verständnis der Wahrnehmung von Temperatur und mechanischer Empfindlichkeit erheblich erweitert. Die Forschung der Preisträger hat wichtige translationalen Aspekte und Anwendungen im Bereich der Schmerztherapie beeinflusst.
Zusammenfassung:Diese Übersichtsarbeit konzentriert sich auf die zunehmenden Hinweise auf die Beteiligung und den Beitrag von TRP-Kanälen bei nozizeptivem Schmerz und der mit peripherer Entzündung oder Neuropathie verbundenen Schmerzüberempfindlichkeit. Darüber hinaus wird das erneute Interesse an der gezielten Beeinflussung von TRP-Kanälen zur Schmerzlinderung beleuchtet.
Zusammenfassung:Nociception ist ein physiologischer Prozess, der schädliche Signale erkennt und Schmerzwahrnehmung verursacht. In dieser Übersicht werden TRP-Ionenkanäle als molekulare Sensoren für chemische, thermische und mechanische schädliche Reize diskutiert. Dazu gehören TRPA1, TRPV1, TRPV3, TRPV4, TRPM2, TRPM3 und TRPM8. Bei der Entwicklung von Verbindungen zur Schmerz- und Juckreizmodulation muss darauf geachtet werden, physiologische Schutzmechanismen nicht zu beeinträchtigen. Eine sorgfältige Dosierung und Berücksichtigung von Designmerkmalen der medizinischen Chemie sind entscheidend.
Usain Bolt 100m - 9,58s: entspricht 34,388 km/h (Berlin, 2009).
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Dr. med. Marco Wintruff
Dr. med. Jan-Peer Rogmann
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Die Ärztekammer Hamburg hat die Veranstaltung (Podcast) mit 1 Punkt anerkannt (912404097).
_Zusammenfassung: _Chronische Schmerzen betreffen 10–20 % der deutschen Bevölkerung, was etwa 8–16 Millionen Menschen entspricht. Hauptursache sind Erkrankungen des Bewegungsapparates, insbesondere Rückenschmerzen. Fast die Hälfte der Patienten wartet über ein Jahr auf eine Diagnose, und 19 % empfinden ihre Schmerzbehandlung als unzureichend. Die Arbeitsfähigkeit ist bei mindestens 42 % der Betroffenen beeinträchtigt. Zudem wirken sich die Schmerzen negativ auf Beziehungen und das Privatleben aus. Hausärzte benötigen mehr Schulungen zur Behandlung von chronischen Schmerzen. Die volkswirtschaftlichen Kosten belaufen sich auf 20,5–28,7 Milliarden Euro.
_Zusammenfassung: _Chronische Schmerzen sind eine weitverbreitete Herausforderung. Etwa 17% der Deutschen leiden unter lang anhaltenden Schmerzen, was mehr als 12 Millionen Menschen betrifft. Die Ursachen sind vielfältig, und die Behandlung erfordert Geduld und eine ganzheitliche Herangehensweise. Neben Medikamenten spielen psychologische Schmerzbewältigung, Entspannungsübungen und gezielte Physiotherapie eine wichtige Rolle. Es ist entscheidend, die zugrunde liegenden Ursachen sorgfältig zu untersuchen, um effektive Therapieansätze zu finden.
Zusammenfassung: Schmerzen sind in Deutschland das häufigste Gesundheitsproblem. Laut dem Statista Global Consumer Survey gaben 65 Prozent der Befragten an, in den letzten zwölf Monaten Rücken-, Kopf- oder andere Schmerzen gehabt zu haben. Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen liegen an zweiter Stelle (42 Prozent), gefolgt von Erkältungssymptomen (38 Prozent) und psychischen Problemen (33 Prozent). Ein möglicher Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zeigt sich besonders bei laufenden Nasen, Husten und Halsschmerzen. Hautprobleme sind hingegen weniger verbreitet und haben sich nicht verändert.
Zusammenfassung: Die Schmerzmedizin steht vor großen Herausforderungen, da 23 Millionen Menschen in Deutschland unter chronischen Schmerzen leiden. Aktuell versorgen etwa 1.200 ambulant tätige Schmerzmediziner rund 3,4 Millionen schwerstgradig Schmerzkranke. Allerdings wären mindestens 10.000 Schmerzmediziner erforderlich, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) arbeitet intensiv an individuellen und sektorenübergreifenden Behandlungskonzepten, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt zu vermitteln und in die Praxis umzusetzen. Die Unterversorgung ist besorgniserregend, insbesondere in Städten mit über 50.000 Einwohnern fehlen Schmerzzentren. Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, sind interdisziplinäre Ansätze und bedürfnisorientierte Strukturen sowohl ambulant als auch stationär unverzichtbar.
Zusammenfassung: Chronische Schmerzen treten in Deutschland mit einer Prävalenz von 17% häufig auf und können durch neuroplastische Vorgänge, die Lernvorgängen ähneln, auch zu einer eigenständigen Erkrankung werden. Dabei spielen somatische, psychologische und soziale Faktoren in gleichberechtigter Verwobenheit eine bedeutsame Rolle. Eine sorgfältige Evaluation des Zusammenspiels dieser Faktoren und die korrekte Diagnose sind entscheidend für eine erfolgreiche Therapie. Statt von “Schmerztherapie” sollte eher von “Schmerzmedizin” gesprochen werden. Multimodale Ansätze, hohe Behandlungsdichte und viel Behandlungszeit sind idealerweise erfolgversprechend. Neben der Schmerzlinderung ist auch die Integration der Symptomatologie in das tägliche Leben ein wichtiger therapeutischer Aspekt. Neue Erkenntnisse über pathophysiologische Vorgänge, die mit chronischen Schmerzen assoziiert sind, haben zu einer differenzierten Auswahl medikamentöser und nicht-medikamentöser Strategien geführt, die individuelle Faktoren berücksichtigen. Zukünftige Therapieentscheidungen könnten sich an neu identifizierten Biomarkern orientieren.
Zusammengefasst: Rein rechnerisch war jeder Deutsche im Jahr 2021 knapp zehnmal beim Arzt. Dies entspricht einer nahezu verdoppelten Konsultationshäufigkeit im Vergleich zu 1991. Die ambulante Versorgung in Deutschland wird vor allem von niedergelassenen, freiberuflich tätigen Ärzten gewährleistet. 94 Prozent der deutschen Bevölkerung hatten 2021 Kontakt zu einem ambulanten Arzt. Die Bundesärztekammer verzeichnete zuletzt insgesamt 421.252 berufstätige Ärzte.
Zusammengefasst: In Deutschland gibt es insgesamt 187.441 Ärzte und Psychotherapeuten, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen. Diese arbeiten in 98.985 Praxen und behandeln jährlich 553 Millionen Patienten. Beeindruckend, oder? Außerdem haben niedergelassene Ärzte im Durchschnitt eine 53-Stunden-Woche, und es gibt 330.000 Medizinische Fachangestellte, die in ihren Praxen tätig sind. Wenn es um Notfallbehandlungen geht, werden 70 Prozent der ambulanten Notfallpatienten von niedergelassenen Ärzten versorgt. Und hier ist eine interessante Zahl: 83 Prozent der Patienten in Deutschland erhalten innerhalb eines Monats einen Termin bei einem Facharzt. Ärzte und Psychotherapeuten absolvieren in der Regel 12 Jahre Ausbildung, bevor sie sich als Hausarzt, Facharzt oder Psychotherapeut niederlassen dürfen. Fortbildung ist ebenfalls wichtig: Ein niedergelassener Arzt oder Psychotherapeut muss sich mindestens 37,5 Stunden pro Jahr fortbilden. Im Durchschnitt kostet die ambulante Versorgung in der Praxis 571 Euro pro Patient pro Jahr, während die stationäre Krankenhausversorgung 5.088 Euro pro Patient beträgt. Und schließlich, fast alle (98,3 Prozent) der Bevölkerung erreichen ihren nächstgelegenen Hausarzt in unter 15 Minuten. Das sind beeindruckende Zahlen, die einen Einblick in die Gesundheitsversorgung in Deutschland bieten!
Zusammenfassung: Die Zahl der Arztbesuche in Deutschland ist sehr hoch. Im Vergleich zu Schweden, wo Menschen im Durchschnitt weniger als dreimal im Jahr zum Arzt gehen, sind Deutsche viel häufiger in der Praxis anzutreffen. Hier sind die zehn häufigsten Krankheiten, für die Menschen in Deutschland ärztliche Hilfe suchen:
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