Der SPOBIS Podcast - über Sport, das Business und die Menschen, die es prägen

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  • #028 Deniz Aytekin: Wie ich Entscheidungen treffe und Menschen führe
    Was Führungskräfte von Schiedsrichtern lernen können

    SPOBIS Podcast „Sports, Careers & Pioneers“ mit Deniz Aytekin

    Er läuft bei einem Bundesliga-Spiel rund 12 Kilometer und trifft in Sekundenbruchteilen unter den Augen von Spielern, Trainern und tausenden von Zuschauern Entscheidungen, die über Sieg oder Niederlage, Abstieg oder Aufstieg oder sogar Millionen Euro entscheiden können. „Wenn der Torhüter abschlägt, dann gucke ich nicht auf den Ball, sondern beobachte die Spieler und bin in Gedanken schon ein bis zwei Sekunden in der Zukunft, dann spielen sich Automatismen ab. Welche Szenarien können passieren? A, B oder C? Eine von vielen Eigenschaften, die Deniz Aytekin als Buchautor und Redner an Führungskräfte vermittelt.
    Im Gespräch wird deutlich, mit welcher Leidenschaft und Freude er dem Fußball verbunden ist, wieviel Spaß er am Umgang mit den Menschen auf dem Platz hat.
    „Mir ist der Umgang auf Augenhöhe wichtig, natürlich muss ich knallharte Entscheidungen treffen, aber wenn ich den Spielern oder Trainern erkläre, warum ich so entschieden habe, dann trifft das meist auch auf Verständnis.
    Mit 44 Jahren hat er die Erfahrung und sich den Respekt verdient. Der Weg dahin war nicht immer einfach, Aytekin hat hart an sich gearbeitet. Immer Sommer hat er seine internationale Karriere an den Nagel gehängt, pfeift weiterhin national und hat für sich entschieden: Es gibt auch noch ein Leben neben dem Fußball.
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    48 min
  • #027 DFL-Geschäftsführerin Donata Hopfen: Raus aus dem Krisenmodus
    Der Anspruch ist erst mal, das sehr hohe Niveau zu halten

    SPOBIS Podcast „Sports, Business & Players“ mit Donata Hopfen

    „Wir haben in der Bundesliga mit 50+1 ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Es kann nicht im Sinne der Sache sein, wenn in der englischen Liga Clubs teilweise ausverkauft werden. Will man aber wachsen und mithalten, dann ist das ein Spagat zwischen Fanverbundenheit, der Tradition und wirtschaftlichen Ansprüchen. Die Aufgabe ist nicht einfach, denn wir können nicht einfach Dinge kopieren, wie sie andere machen, sondern müssen unseren eigenen Weg finden”, sagt Donata Hopfen.
    Wie so ein Weg aussehen könnte und welche Handlungsoptionen es gibt, bleibt zumindest nach außen im Trüben. Hopfen wirbt für Verständnis. Auch weil das Medienecho auf ihre Aussagen stets einen deutlichen Nachhall haben. Die Erfahrung hat sie mit ihrer Aussage zu Play-offs in der Bundesliga unmittelbar nach ihrem Amtsantritt machen müssen. Inzwischen hat sich Hopfen sortiert, organisiert und priorisiert Dinge. Sie weiß, dass es um Lösungen und Ergebnisse geht. Die Baustellen, die sie angehen muss, sind bekannt. Hopfen erlebt, wie unterschiedlich die Ansprüche und Bedürfnisse der 36 Clubs sind. Ihr geht es um eine strategische Neuaufstellung, mehr Internationalisierung, Digitalisierung und neue Wachstumsmöglichkeiten der Bundesliga. „Der Anspruch ist erst mal, das sehr hohe Niveau zu halten. Die kurzfristig größere Herausforderung ist sicherlich die internationale Vermarktung. Da müssen wir bessere Rahmenbedingungen schaffen, um mehr rauszuholen.” Auch hier hindern etwa langfristig abgeschlossene Medienverträge das Handeln der DFL. Es braucht Zeit bis neue Strukturen fassen, Strategien verstanden und umgesetzt werden.
    Im SPOBIS Podcast „Sports, Business & Players“ spürt man, dass Donata Hopfen eigentlich viel mehr sagen möchte, als sie es tut. Doch sie will weder Fans noch Clubs oder mögliche Investoren vor den Kopf stoßen.
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    31 min
  • #026 DFB-Präsident Bernd Neuendorf: „Es geht darum, Vertrauen zurückzugewinnen“
    „Es geht um Fußball, von den Amateurvereinen bis hin zur Nationalmannschaft"

    „In meiner Zeit als Staatssekretär in NRW im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport hatte ich jeden Tag mit Menschen zu tun, deren Positionen extrem weit auseinander lagen, diese Erfahrungen helfen mir bei meiner neuen Aufgabe“, so Bernd Neuendorf. Erfahrungen als Sportfunktionär hat er bereits als Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein gesammelt, war zudem ab 2019 Mitglied des DFB-Vorstands. Als Präsident des DFB ist er bewusst angetreten, um dem Verband eine neue Stoßrichtung zu geben. Sein Vorgänger hatte das auch versucht, scheiterte allerdings an Filz, alten Seilschaften und Lobbyismus.

    Das ein Neuanfang her muss, ist inzwischen bei allen angekommen und deshalb wird auch Neuendorf nicht müde zu betonen, wie wichtig die Wiederherstellung von Vertrauen im DFB ist. Von „zurückerobern“ spricht der studierte Soziologe und Politikwissenschaftler. Die neuen Strukturen im DFB und die Zusammenarbeit mit der DFL helfen da ungemein. „Das Verhältnis zwischen Verband und den Profis war ja immer eine Sollbruchstelle und hat viel für Streitereien gesorgt.“ Es kann ja auch nur besser werden möchte man meinen. Neuendorf ist glaubwürdig, kein Phrasendrescher, er kennt die Basis und hat das Große und Ganze im DFB im Auge: Fußball der Frauen, die Sorgen der Amateurclubs, die anstehende WM und die damit verbundenen Bedenken: alles Themen auf seiner Agenda.
    Im SPOBIS Podcast „Sports, Business & Players“ gibt Bernd Neuendorf einen Einblick über seine Arbeit als Präsident des größten nationalen Sport-Fachverbandes der Welt.
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    30 min
  • #025 Streamingdienst-Gründer Christian Seifert: Wir treten nicht als Charity-Veranstaltung an
    „Man wird in Zukunft härter für das Wachstum arbeiten müssen”

    „Ich bin der Überzeugung, dass man künftig nur noch drei Formen von Content live produzieren muss. Das sind Aktienkurse, Breaking News, und Sport. Alles andere können sie on demand konsumieren”, sagt Christian Seifert und begründet so auch, warum die Streaming-Plattform Dyn erfolgreich sein kann. Das Buhlen um Fußballrechte überlässt Seifert noch anderen. Der Fokus liegt auf anderen Sportarten. „Aus unserer Marktforschung sehen wir, es ist völlig egal in welcher Sportart, die nationale Liga ist der Anker für einen Fan. Deshalb ist für uns der erste Dominostein immer die nationale Liga.” Mit reichweitenstarken Partnern wie Axel Springer oder auch ARD und ZDF will Seifert diese Sportarten stärker in die Mitte der Gesellschaft tragen. Damit aber die Medien über Sportarten berichten können, brauchen sie Bilder und Content, denn ohne diesen können sie nicht berichten, dann fehlt es an Awareness und wenn die fehlt, gibt es auch keine Reichweite für die Ligen und die Clubs. Für Seifert sind das die entscheidenden Dominosteine für den Erfolg. Daran wird bei Dyn mit Hochdruck gearbeitet.

    Im SPOBIS Podcast „Sports, Business & Players“ spricht der Manager auch über die Wachstumsmöglichkeiten im Werbe- und Sponsoring Markt. „Die Grenzen des Wachstums sind noch nicht erreicht, in einigen Bereichen liegen sie jedoch näher, als man denken würde. Man wird in Zukunft härter für das Wachstum arbeiten müssen, und zwar alle entlang der Wertschöpfungskette: Ligen, Clubs, Medien und Werbeindustrie.“ Wo Christian Seifert die Potentiale sieht?

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    32 min
  • #024 Christian Nerlinger: „Ich weiß, wie fantastisch sich Erfolg anfühlt”
    30 Jahre im Fußball-Business - Spieler, Sportdirektor, Spielerberater

    Die 1990-er Jahre waren spannenden Zeit beim FC Bayern. Der Beiname FC Hollywood war geboren. Im Profikader stand Christian Nerlinger erstmals 1993 mit der Rückennummer 6. Er hat sich seinen Stammplatz im Starensemble der Münchner erkämpft und behauptet. Seine Mitspieler hießen Klinsmann, Matthäus, Scholl, Basler, Kahn. Es war die Elite des deutschen Fußballs auch internationale Top-Stars wie Bixente Lizarazu oder Jean-PierrePapin waren im Kader. Als Spieler hat er mit Trainer-Legenden wie Beckenbauer, Ribbeck, Rehhagel und Trapattoni zusammengearbeitet. „Das waren alles herausragende Persönlichkeiten. Beckenbauer hatte unglaubliches Charisma, Rehhagel immer die passenden Lebensweisheiten parat. Trapattoni habe ich unglaublich geschätzt. Jeden Dienstag und Donnerstag hat er sich individuell um mich gekümmert, gezeigt, wie wichtig die kleinen Details sind.“ Nerlinger sammelt Titel, wird Nationalspieler, geht zum BVB und erlebt, dass Verletzungen einen Menschen verändern können. Nach drei Jahren und der schottischen Meisterschaft kehrt er von den Glasgow Rangern zurück und beendet 2005 seine aktive Karriere in Kaiserslautern. „Für meine Zeit im Ausland bin ich dankbar, das war vielmehr als Fußball. Mir sind so viel Wärme und Wertschätzung entgegengebracht worden. Es war für mich ein Meilenstein.“ Es sollen noch einige folgen. Im SPOBIS Podcast erzählt Nerlinger, wie er das Erbe von Uli Hoeneß angetreten hat, welches Verhältnis die beiden noch heute verbindet und wie er als Spielerberater heute seine Erfahrungen ins Business einbringt. Warum für ihn Demut, Vertrauen und Kompetenz wichtige Säulen des Erfolgs sind. Ein Podcast voller Anekdoten, Menschlichkeit und Offenheit.

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    47 min
  • #023 Christan Sewing: Über langfristige Partnerschaften und Wachstumschancen in der Krise
    Der Deutsche Bank CEO zu Gast im SPOBIS Podcast

    Vom Auszubildenen bis an die Spitze der Deutschen Bank mit Stationen in Singapur, Toronto, London, Tokio und Frankfurt am Main. Christian Sewing weiß aus über 30 Jahren Bankgeschäft, dass Geduld, Ehrgeiz, Wille und Widerstandskraft nötig sind, um erfolgreich zu sein und weiter wachsen zu können.

    Im SPOBIS Podcast mit Marco Klewenhagen spricht der CEO der Deutschen Bank über das Engagement bei Eintracht Frankfurt. „Die Art der langfristigen Planung, der Kontinuität und die Arbeit des Managements, das den Verein über Jahre strukturiert hat, hat mir extrem gut gefallen. Das ist eine echte Partnerschaft.“
    Sewing gerät ins Schwärmen, wenn er von den Erfolgen der Eintracht spricht, nennt die Strahlkraft des Vereins, die auch die Bank heller leuchten lässt. Er betont, dass die Deutsche Bank aufgrund der Wirtschaftsstruktur immer international bleiben muss, aber die Heimat in Frankfurt ist und deshalb auch das Namensrecht am Stadion zur Partnerschaft gehört. Die Deutsche Bank hilft der Eintracht bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und Produkte. So gibt es beispielsweise ein digitales Bezahlsystem für alle Besucher des Stadions.
    Wenn man den Vorstand der Deutschen Bank schon am Mikro hat, darf die Frage nach einer Öffnung der Bundesliga für Investoren, nicht fehlen. Die Deutsche Bank hatte sich bei der Mandatsvergabe gegen internationale Mitbewerber durchgesetzt und schon andere Ligen auf diesem Weg beraten. Jetzt begleitet die Bank die DFL in diesem Prozess. Seine Antwort fällt diplomatisch aus, aber sich grundsätzlich über Wachstumsmöglichkeiten Gedanken zu machen und zu gucken, wie sich andere Ligen refinanzieren, ist nicht verkehrt und die Offenheit der DFL für diesen Schritt ist richtig, wenn die Bundesliga wachsen will.
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    29 min
  • #022 Ralf Reichert: So wurde eSport zum Milliarden-Geschäft
    Von einer Vision zum Unicorn

    „Zu gründen ist eine der größten Entscheidungen, die man machen kann. Du musst bereit sein zu leiden”, sagt Ralf Reichert, Gründer der ESL. Anfang des Jahres kam es zum Megadeal in der Gaming-Branche. Für gut eine Milliarde Dollar übernimmt die Savvy Gaming Group einen Pionier des eSports, die ESL. Begonnen hatte alles vor mehr als 20 Jahren. Für Reichert war schon Ende der 1990er Jahre klar, Videospiele sind auch Zuschauersport. Die Vision einer Wettkampfplattform mit angeschlossener Community war geboren.

    Auch das Gaming ein Sport sein kann, war für ihn selbstverständlich. Der Gedanke “Community first”, den Spielern und Fans ein Zuhause zu geben, stand und steht an erster Stelle. Als Erfolgsfaktoren nennt Reichert, relevante Inhalte, gutes Content- und Influencer Marketing, aber vor allem maximale Authentizität in allen Bereichen.
    War die virtuelle Bundesliga vor Jahren noch eine Marketing-Maßnahme, ist sie heute fester Bestandteil der Bundesliga. So verwundert es nicht, dass sich Reichert den eSport der simulierten Sportarten auch als olympische Disziplinen vorstellen kann.
    Im SPOBIS Podcast „Sports, Careers & Pioneers“ spricht der Visionär über den Wandel und die Entwicklung im eSport, wie er an den Verkauf mit dem Investor aus Saudi-Arabien rangegangen ist und warum transparente Kommunikation dabei so wichtig war. Auch wenn sich Ralf Reichert mit 47 Jahren wohl zur Ruhe setzen könnte, ist er noch lange nicht fertig. Sein Motto: „Bleib neugierig, der Job ändert sich, die Herausforderungen ebenso und wer sich nicht weiterbildet und am Ball bleibt, bleibt auf der Strecke.”
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    55 min
  • #021 Fredi Bobic: So stelle ich einen Kader zusammen!
    In der Transferperiode sind 50-100 Anrufe und Nachrichten am Tag keine Seltenheit.

    Von Frankfurt zur Hertha: „Ich habe Bock auf schwierige Challenges” sagt Freddie Bobic über sich selbst., “so bin ich wohl gestrickt”. Dass die vergangene Saison so schwierig wurde, damit hatte Fredi Bobic nicht gerechnet. „Jede Trainerentlassung ist eine Niederlage”, gibt Bobic zu und war froh, dass er nach Felix Magath Zeit hatte, nach dem „Richtigen” zu suchen. Bobic mag keine Kompromisse. Das gilt für all seine Entscheidungen. „Du musst sie treffen, und wenn mal eine falsche oder unbequeme dabei ist, dann ist das auch okay.”

    Im SPOBIS Podcast „Sports, Business & PLayers“ erklärt der Sportvorstand, wie er eine Kaderplanung angeht, wer daran beteiligt sein sollte und warum es manchmal so schwierig ist, die Medien aus dem Spiel zu halten. „Die schönsten Transfers sind die, die im Stillen ablaufen. Wenn die Medien Wind von etwas bekommen oder Gerüchte gestreut werden, gehen die Preise auch hoch, und je größer der Kreis von Mitwissern ist, desto schwieriger ist es.” Bobic war in der letzten Transferperiode fleißig, 31 (!) Bewegungen hat es gegeben. Am Tag bekam er in der heißen Phase 50-100 Anrufe, SMS oder Whats App Nachrichten von Beratern oder Agenturen. „Das ist viel Quantität, wenig Qualität, aber manchmal gibt es auch Überraschungen. Ich höre mir alles an und lese mir alles durch, das ist schon eine ganze Menge.”

    Es geht um Wunsch und Wirklichkeit. Wie funktioniert eine Kaderplanung? Dabei stellt Bobic auch fest: „Das Niveau an Spielern auf dem Markt, an denen die normalen Clubs interessiert sein könnten, ist eher mau. Man braucht schon kreative Ideen, wenn man erfolgreich sein möchte.”

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    37 min
  • #020 Karla Borger: „Den Athleten und Athletinnen muss endlich zugehört werden!“
    Die 33-Jährige Beachvolleyballspielerin hat noch einges vor!

    Mit 13 Jahren hat sie ihre Sportlerkarriere begonnen, heute ist Karla Borger eine der erfolgreichsten Beachvolleyballerinnen. Mit 33 Jahren hat sie aber noch lange nicht fertig. „Es brennt mir unter den Nägeln, die Olympischen Spiele 2024 in Paris, das wäre schon cool!“

    Während ihrer Laufbahn hat sie auch lernen müssen, dass der Körper Pausen braucht und sie auf ihre Gesundheit achten muss. Ihre Zeit möchte sie nicht mit unnützen Dingen verbringen. Verständlich, denn neben den Spielen, den Reisen, dem Training, ihrem Engagement als Präsidentin von Athleten Deutschland, gibt es ja auch noch einen Freund und eine Karriere nach der Karriere. „Was ich danach mache, weiß ich noch nicht, aber ich werde meinen Weg schon gehen, ich habe keine Angst,“ sagt sie selbstbewusst. Und so war Karla wohl schon immer, hat sich für andere eingesetzt, ihre Hilfe angeboten und ein offenes Ohr gehabt. Auch deshalb ist sie Präsidentin von Athleten Deutschland. Der Verein wurde im Jahr 2017 gegründet, um den deutschen Athleten und Athletinnen ein echtes Mitspracherecht zu ermöglichen und setzt sich für grundlegende Veränderungen im deutschen und internationalen Sportsystem ein. „Mir fehlt teilweise die Akzeptanz für unsere Sportarten, die tatsächlichen Ziele des deutschen Spitzensports müssen definiert werden.“ Karla Borger hat eine starke Meinung und sie nutzt die Gelegenheiten sie auch kundzutun.

    Im SPOBIS Podcast „Sports, Careers & Pioneers“ erzählt die überzeugte Veganerin, warum sie auf Reisen ihr eigens Kissen mitnimmt und wie sie mit dem Dilemma der Doha Beach Pro Tour Finals im kommenden Jahr umgehen wird. Zum einen winkt bei Erfolg dickes Preisgeld, auf der anderen Seite steckt sie in einem Gewissenskonflikt.

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    50 min
  • #019 Matthias Brügelmann: „Die WM in Katar kann eine Chance sein, wenn...“
    Sport-Chefredakteur der Bild- & Welt-Gruppe über Fußball und gesellschaftliche Verantwortung

    Weltmeisterschaft Spanien 82: Deutschland steht im Halbfinale gegen Frankreich und gewinnt im Elfmeterschießen. Als Nacht von Sevilla geht das Spiel in die Annalen ein. Matthias Brügelmann ist neun Jahre alt, als er dieses Spiel sieht, für ihn ist es heute die Mutter aller Fußballspiele. Damals stand fest: Ich werde entweder Fußballprofi oder Sportkommentator. Fußballprofi wurde er nicht, aber er ist seit 27 Jahren im Business, aktuell Sport-Chefredakteur der Bild- und Weltgruppe. Beim Springer-Verlag laufen die Vorbereitungen auf die Fußballweltmeisterschaft der Männer 2022 in Katar auf Hochtouren. Aus diesem Grund spricht Marco Klewenhagen mit Matthias Brügelmann im SPOBIS Podcast „Sports, Business & Players“ über das Thema: Wie sollten Sportmedien über die Fußball-WM in Katar berichten.

    „Würden wir alle über die Bedingungen in Katar sprechen, wenn dort keine WM wäre? Sicherlich nicht. Die Aufmerksamkeit ist jetzt da, wir dürfen nur nicht darauf hereinfallen, wenn der Gastgeber anfängt Dinge zu verschleiern“, erklärt Brügelmann und sagt auch, dass ein Boykott der WM keine Option sei. Ein 14-köpfiges Redaktionsteam wird vor Ort sein, um Print, Digital und Bewegtbild abzudecken. Zum einen wird über das berichtet, was sportlich passiert. Aus Berlin wird es verschiedene Formate mit Marcel Reif und Lothar Matthäus geben. Außerdem werden Reportagen produziert, die die Missstände oder auch die Menschenrechtsverletzungen in Katar thematisieren. „Man muss sich nicht schämen, wenn man sich ein WM-Spiel ansieht, solange man die anderen Dinge nicht ausblendet. Lasst uns hinschauen, wo die Missstände sind und groß darüber berichten, aber lasst uns auch über das Fußballspiel als solches berichten und die Themen behandeln, die das Spiel aufgeworfen hat“, gibt Brügelmann als Strategie aus. Am Ende wird sich zeigen, wie die Fans über die WM mit ihrer Fernbedienung abstimmen. „Solange die Verbände diese enormen Anforderungen an die Austragungsländer haben, wird sich nicht viel ändern“, weiß Brügelmann und würde sich einen Schritt rückwärts wünschen, damit wieder mehrere Länder die Chance haben, sich um eine Fußball- WM zu bewerben.

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    29 min

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Im SPOBIS Podcast „Sports, Business & Players“ - 30 Minuten, 1 Thema auf den Punkt, spricht der ausgewiesene Sportbusiness-Experte Marco Klewenhagen mit den großen Playern der Branche. Er vertritt seine Meinung, diskutiert mutig, argumentiert entschlossen – norddeutsch direkt, aber immer respektvoll und auf Augenhöhe mit seinem Gast.

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