Die Frage des Tages

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By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & CultureNews
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Die Frage des Tages episodes

  • Sesede Terziyan und Taner Şahintürk zum Abschied von Shermin Langhoff
    Eine Ära geht nach knapp 13 Jahren zu Ende: Die Intendantin des Berliner Gorki Theaters geht und ihr Team mit ihr. Gemeinsam haben sie das postmigrantische Theater des Gorki geprägt, das Langhoff schon vorher im Ballhaus Naunynstraße begründet hatte. Sesede Terziyan und Taner Şahintürk haben u.a. In "Unser Deutschlandmärchen" Mutter und Sohn gespielt oder in "Berlin Karl-Marx-Platz" ein Liebespaar. Anlässlich des Abschiedsabends für Shermin Langhoff am kommenden Samstag spricht Massimo Maio mit Sesede Terziyan und Taner Şahintürk über ihren Blick auf das Gorki Theater und seine Bedeutung.
    16 min
  • Ist die offene Gesellschaft beim Thema Queerness wieder auf dem Rückzug?

    Vor 25 Jahren hat Klaus Wowereit mit seinem Satz "Ich bin schwul, und das ist auch gut so" ein politisches Signal gesetzt, das weit über Berlin hinauswirkte. Heute zeigt eine neue Studie, die das Marktforschungsinstitut IPSOS anlässlich des Pride Month erhoben hat: Die gesellschaftliche Zustimmung zu queeren Menschen nimmt weltweit offenbar ab.

    Auch in Deutschland gibt es einen Negativtrend. Nur 44 Prozent der Deutschen halten es demnach für richtig, dass queere Menschen ihre sexuelle Orientierung offen ausleben. Gleichzeitig hat auch die queerfeindliche Gewalt in Deutschland im vergangenen Jahr weiter zugenommen.

    Unsere Frage des Tages an Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmannstiftung, lautet: Ist die offene Gesellschaft beim Thema Queerness wieder auf dem Rückzug?

    5 min
  • Ist Kai Wegner der richtige Spitzenkandidat für Berlin?
    Die Berliner CDU will Kai Wegner heute offiziell zum Spitzenkandidaten für die Wahl am 20. September nominieren. Dabei lief das Wahljahr bisher politisch nicht gut für den Regierenden Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzenden.
    Es hat angefangen mit dem tagelangen Stromausfall nach einem Brandanschlag aufs Stromnetz. Wegner musste zugeben,Tennis gespielt zu haben, statt die betroffenen Stadtteile zu besuchen. Dann folgten der Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson wegen der Affäre um die Vergabe von Fördermitteln und zuletzt die Schlappe bei der nächtlichen Schließung des Görlitzer Parks. Den entsprechenden Senatsbeschluss hat das Berliner Verwaltungsgericht letzte Woche für rechtswidrig erklärt.
    Unsere Frage des Tages an den Autor und Journalisten Claudius Seidl lautet daher: Ist Kai Wegner der richtige Spitzenkandidat für Berlin?
    9 min
  • Sind verbindende Sportevents angesichts politisch polarisierter Zeiten möglich?
    Diese Woche Donnerstag startet die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer: die ersten Gruppenspiele in Stadien in Mexiko, Kanada und den USA. Im Vorfeld gab es viel Kritik an den Ticketpreisen, den Einreisebestimmungen der USA und an einer möglichen Vereinnahmung der WM durch den US-Präsidenten Donald Trump. Dazu die Zeitverschiebungen - die es schwer machen, die Fußballspiele in Europa zu verfolgen. Boykott-Forderungen tauchten auf - was aber ja auch schon bei der letzten Fußball-WM in Katar der Fall war. Die Fußball-WM mal wieder von Zweifeln begleitet und nicht von reiner Sportbegeisterung. Sind verbindende internationale Sportevents angesichts politisch polarisierter Zeiten überhaupt möglich? Unsere Frage des Tages an unseren Kommentator Anatol Stefanowitsch.
    6 min
  • Soll Deutschland seine Zahlungen an die Vereinten Nationen reduzieren?
    Deutschland gehört seit Jahren zu den größten Geldgebern der Vereinten Nationen. Nach der gescheiterten Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat wird nun über die deutschen Zahlungen diskutiert. Hessens Internationalminister Manfred Pentz von der CDU stieß die Debatte an: "Wenn wir künftig dort nicht den Einfluss haben, der uns zusteht, stellt sich die Frage: Warum sollten wir dann weiterhin so viel Geld in die UN investieren?". Außenminister Johann Wadephul bekräftigte: Deutschland werde in der Institution "mit Sicherheit" aktiv bleiben. Er verwies allerdings auch auf Haushaltszwänge und kündigte an, das Engagement im Einzelfall zu prüfen. Grüne und Linkspartei widersprachen deutlich: Internationale Verantwortung lasse sich nicht an Wahlerfolgen oder Sitzverteilungen messen. Soll Deutschland seine Zahlungen an die Vereinten Nationen reduzieren? Unsere Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann.
    5 min
  • Sollen deutsche Wirtschafts-vertreter das Wirtschaftsforum in St. Petersburg besuchen?

    Vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine reisen deutsche Wirtschaftsvertreter wieder offiziell zum Internationalen Wirtschaftsforum nach St. Petersburg. Die Organisatoren laden zum Dialog ein, die Teilnehmer wollen wirtschaftliche Interessen Deutschlands sichern und Brücken bauen für die Zeit nach einem Waffenstillstand. Tatsächlich sind weiterhin zahlreiche deutsche Unternehmen in Russland aktiv, während Handel und Investitionen infolge der Sanktionen stark zurückgegangen sind. Zugleich bleibt das Forum ein Prestigeprojekt des Kremls und findet unter der Schirmherrschaft von Präsident Wladimir Putin statt. Auch AfD-Politiker werden am Wirtschaftsforum teilnehmen. Unsere Frage des Tages lautet: Sollten deutsche Wirtschaftsvertreter das Wirtschaftsforum in St. Petersburg besuchen? Es kommentiert Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung.

    5 min
  • Sollten Beamte in die gesetzliche Rente einzahlen?
    Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat sich für die Einbeziehung von Beamtinnen und Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung ausgesprochen. "Wir brauchen ein gemeinsames System", sagt sie. "Wenn alle einzahlen, dann hätten wir mehr im Topf und der Staat muss nicht so viel zuzahlen." Bärbel Bas hat dafür viel Kritik erhalten. Fachleute warnen, dass die Rentenkasse dadurch nur kurzfristig entlastet werden würde. Die neuen Einzahler würden schließlich auch Ansprüche erwerben. Der Beamtenbund nennt die Forderungen der Ministerin "populistisch". Sollten Beamte in die gesetzliche Rente einzahlen? Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet die Schriftstellerin Nora Bossong.
    6 min
  • Wäre es richtig, auf eine BAFöG-Erhöhung zu verzichten?

    Studierende sollten eigentlich mehr BAFöG erhalten. Das hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag festgelegt. Doch nun hat Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) mitgeteilt, dass sie nicht mehr damit rechnet. Wenn bei Pflegeversicherung und Elterngeld gespart werde, sei es nicht nachvollziehbar an anderer Stelle zusätzliche Leistungen zu versprechen. Das Bafög sei keine "Vollkasko-Versicherung", sagte die Ministerin, und ein Nebenjob habe noch keinem geschadet. Damit geht sie auf Konfrontationskurs zur SPD, die an der bereits vereinbarten Bafög-Reform festhält. Studierende seien "die kleiner werdende Generation, die mit ihren Ideen unseren Wohlstand sichern soll", sagt die SPD-Forschungspolitikerin Lina Seitzl. In sie zu investieren bedeute "in die Zukunft unseres Landes zu investieren." Wäre es richtig, auf eine BAFöG-Erhöhung zu verzichten? - Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet der Historiker und Politikwissenschaftler Götz Aly.

    6 min
  • Peter Thiel von den Wiener Festwochen auszuladen – ist das eine vertane Chance?

    Peter Thiel – der umstrittene libertäre Tech-Milliardär und Vordenker einer postdemokratischen Rechten, der als Stratege und Geldgeber viel Einfluss auf die US-Politik hat – sollte sich Anfang Juni bei den Wiener Festwochen einer öffentlichen Diskussion stellen. Eingeladen hatte ihn Festwochen-Intendant Milo Rau, der als Regisseur für seine provokanten debattenpolitischen Projekte bekannt ist.

    Doch am Wochenende folgte die Ausladung von Peter Thiel. Die mediale Kritik im Vorfeld war groß, Festivalkünstler hatten Auftritte abgesagt, und auch Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler hatte von Milo Rau mehr Rückbesinnung auf die Kunst und weniger polarisierende Politik gefordert. Das externe Beratungsgremium hingegen, dem auch der Intendant der Berliner Festspiele, Matthias Pees, angehört, ist der Ansicht, dass diese Gesellschaft stark genug sein müsse, "um auch polemische, spaltende, unsolidarische, extremistische, undemokratische oder verfassungswidrige Stimmen zu ertragen, ihnen entgegenzutreten, sie aufzudecken und ihnen entgegenzuwirken".

    In unserer Frage des Tages auf radio3 fragen wir unseren Kommentator, den Journalisten und Publizisten Mohamed Amjahid: Peter Thiel von den Wiener Festwochen auszuladen – ist das eine vertane Chance?

    5 min
  • CSU-Kritik an Söder: Zählt Inhalt wieder mehr als Show?

    CSU-Chef Markus Söder sieht sich mit ungewohnter Kritik aus den eigenen Reihen konfrontiert. Ausgelöst hat sie ein Pfingstbrief von CSU-Vize Manfred Weber, der mehr Ernsthaftigkeit, mehr Gemeinsinn und weniger Zeitgeist-Politik fordert - und damit auch den Kurs der Parteiführung infrage stellt. Während Söder dazu bislang schweigt, sprechen Parteivertreter von einem "unglücklichen" Brief, andere sehen darin einen notwendigen Denkanstoß für die Zukunft der CSU. Der könnte auch für die Union Auswirkungen haben. Unsere Frage des Tages lautet: CSU-Kritik an Markus Söder - zählt Inhalt wieder mehr als Show? Es kommentiert die Journalistin und Autorin Jana Hensel.

    4 min

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Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 8 Uhr 10. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind u.a.: der Historiker Götz Aly, der Sprachwissenschaftler…