Die Frage des Tages

Die Frage des Tages

By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & CultureNews
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Die Frage des Tages episodes

  • Sollte die Union Bundeskanzler Friedrich Merz durch Hendrik Wüst ersetzen?
    Nur 13 Prozent der Menschen in Deutschland sind zufrieden mit der Bundesregierung - auch Friedrich Merz wird immer unbeliebter. Im aktuellen DeutschlandTrend kommt er nur noch auf 16 Prozent Zustimmung. Kein amtierender Bundeskanzler hat je ein schlechteres Zeugnis erhalten. Es mehren sich die Diskussionen, ob es ein anderer nicht besser könnte. Der "Stern" hat berichtet, sogar im Berliner Regierungsviertel werde das
    Szenario eines Kanzlertauschs diskutiert. Häufig fällt der Name Hendrik Wüst. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident gilt als Mann der Mitte und regiert erfolgreich mit einer schwarz-grünen Koalition. Mit ihm als Kanzler könnten CDU und CSU, die in aktuellen Umfragen fünf Prozentpunkte hinter der AfD liegen, möglicherweise aufholen. Unsere Frage des Tages lautet daher: Sollte die Union Bundeskanzler Friedrich Merz durch Hendrik Wüst ersetzen?
    5 min
  • Ist es gerecht, wenn Kinderlose mehr für die Pflegeversicherung bezahlen?

    In der Pflegeversicherung droht ein Milliardendefizit. Bundesgesundheitsministerin Warken soll nun planen, den Zuschlag für Kinderlose um 0,1 Prozent anzuheben. Das berichtet das Redaktions-Netzwerk Deutschland und beruft sich auf Koalitionskreise. Das Ministerium hat die Meldung noch nicht bestätigt, doch wenn es wirklich zu dieser Erhöhung kommt, würden Versicherte ohne Kinder ab einem Alter von 23 Jahren einen Beitragssatz von 4,3 Prozent zahlen. Bei Versicherten mit Kindern bliebe es dagegen bei den bisherigen Sätzen von 3,6 Prozent (bei einem Kind), 3,35 Prozent (bei zwei ) und 3,1 Prozent (bei drei Kindern). Ist es gerecht, wenn Kinderlose mehr für die Pflegeversicherung bezahlen? - Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung.

    4 min
  • Soll das Tempelhofer Feld bebaut werden?

    Berlins Regierender Bürgermeister Wegner will mehr Wohnungen bauen lassen - jetzt auch auf dem Tempelhofer Feld. Er lasse Pläne zur Bebauung eines Drittels der Fläche finanziell prüfen, sagte er am Freitag bei einem Treffen mit den Initiatoren des Projekts "Zuhause am Tempelhofer Feld". Die Gruppe unter der Leitung des bekannten Architekten Hans Kollhoff schlägt vor, dass am Rand des Felds 21.400 neue Wohnungen entstehen sollen. Wegner sagte, sie die Pläne seien ein "neuer, großartiger Vorschlag aus der Zivilgesellschaft". Dagegen spräche allerdings der Volksentscheid für von 2014. Er besagt, dass die gesamte Fläche frei von Eingriffen bleiben soll. Unsere Frage des Tages an den Autor und Journalisten Claudius Seidl: Soll das Tempelhofer Feld bebaut werden?

    8 min
  • Wäre die Rente ab 70 zumutbar?
    Wie lange müssen wir künftig arbeiten, bis wir in Rente gehen dürfen? Vielleicht bis 70 - so zumindest suggerierte ein Bericht der BILD, der einen angeblichen Diskussionsstand der schwarz-roten Rentenkommission durchgestochen hat. Laut diesem Bericht empfiehlt die Rentenkommission, das Renteneintrittsalter ab Anfang der 2060er Jahre von bald 67 stufenweise auf 70 Jahre anzuheben. Mehrere Kommissionsmitglieder haben umgehend dementiert, dass eine solche Entscheidung schon gefallen sei. Die Kommission wird ihre finalen Empfehlungen erst Ende Juni vorlegen. Dennoch: Für Teile der CDU und Ökonomen wie den Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, ist eine längere Lebensarbeitszeit unvermeidbar. Wir fragen unseren Kommentator, den Sprachwissenschaftler und Publizisten Anatol Stefanowitsch, in unserer Frage des Tages: Wäre die Rente ab 70 zumutbar?
    6 min
  • Hat kulturelle Vielfalt politisch an Bedeutung verloren?

    "Zusammenhalt in Vielfalt" – unter diesem Motto ruft die Initiative kulturelle Integration heute erstmals zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Rund um den UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt sollen Konzerte, Diskussionen, Begegnungen und Kulturveranstaltungen ein Zeichen setzen – für Offenheit, Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hinter der Initiative steht ein Bündnis aus Politik, Medien, Religionsgemeinschaften, Kommunen und Zivilgesellschaft.

    Doch der Aktionstag fällt in eine Zeit, in der sich der politische Ton verändert hat. Debatten über Migration, Sicherheit und gesellschaftliche Belastungsgrenzen bestimmen die Agenda und spalten die Gesellschaft. Unsere Frage des Tages an die Schriftstellerin Nora Bossong lautet: Hat kulturelle Vielfalt politisch an Bedeutung verloren?

    6 min
  • Ist die Klimapolitik der Bundesregierung gescheitert?
    Seit gestern fördert die Bundesregierung E-Autos erneut mit einer Kaufprämie. Ein Baustein des neuen Klimaschutzprogramms für 2026. Ein anderer: Windenergie soll schneller ausgebaut werden. Der Expertenrat für Klimafragen findet das aber nicht ausreichend, glaubt nicht, dass die Regierung die gesetzlich festgelegten Klimaziele für 2030 noch erreicht. Er fordert eine politische Gesamtstrategie. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geht in die komplett andere Richtung: fordert mehr Rücksicht auf Wettbewerbsfähigkeit sowie Versorgungssicherheit. Notfalls auch mit fossiler Energie. Die Frage des Tages darum an den Autor und Filmemacher Andres Veiel: Ist die Klimapolitik der Bundesregierung gescheitert?
    6 min
  • Wäre der Verzicht auf eine Erhöhung der Abgeordnetendiäten ein gutes Signal?

    Aus Sicht der Bevölkerung ist die Sache klar: In Zeiten, in denen überall gespart werden muss und Sozialleistungen gekürzt werden, sollten auch die Diäten der Bundestagsabgeordneten nicht erhöht werden. In einer YouGov-Erhebung im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa sprachen sich 85 Prozent der Befragten für einen Verzicht auf die Anhebung aus. Nur sieben Prozent waren dagegen.

    CDU und CSU wollten die automatische Diätenerhöhung eigentlich beibehalten. Die Bezahlung als Abgeordneter müsse so sein, dass es attraktiv bleibe, sich zu engagieren, hatte Unionsfraktionschef Jens Spahn Anfang Mai erklärt. Doch jetzt scheint die Union umzuschwenken. SPD, Linke und Grüne wollten ohnehin auf die Anhebung verzichten. Wäre der Verzicht auf eine Erhöhung der Abgeordnetendiäten ein gutes Signal?

    Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet der Historiker und Politikwissenschaftler Götz Aly.

    5 min
  • Besserer Gewaltschutz - Können Frauen in Deutschland langsam aufatmen?

    Reformen sind notwendig, treffen aber selten auf einhellige Zustimmung. Das könnte diesmal anders aussehen: Bundesjustizministerin Hubig (SPD) plant, Frauen, die sich von gewalttätigen Ehemännern trennen wollen, besser zu schützen. So soll zum Beispiel für sie das verpflichtende Trennungsjahr wegfallen. Außerdem sollen sie den Ort für ein Gerichtsverfahren frei wählen können. So solle verhindert werden, dass Opfer von ihren Ex-Partnern aufgespürt werden könnten, sagt Hubig.

    Außerdem spricht sie sich für die Umsetzung der vom Europaparlament beschlossenen Resolution "Nur ja heißt ja" aus. Die besagt, dass ohne ausdrückliches Einverständnis sexuelle Handlungen als Vergewaltigung gelten sollen. Dabei hat sie nicht nur die Unterstützung der Koalition, sondern auch die Grünen hinter sich.

    Unsere Frage des Tages an den Journalisten Mohamed Amjahid lautet: Können Frauen in Deutschland angesichts der Maßnahmen beim Gewaltschutz langsam aufatmen?

    6 min
  • Ist Özdemirs Wahl ein Signal für gesellschaftlichen Wandel in Deutschland?
    Am Mittwoch wurde der Grünen-Politiker Cem Özdemir zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Seine Wahl stellt ein politisches und gesellschaftliches Novum in Deutschland dar und besitzt hohe symbolische Bedeutung für Menschen mit türkischen und anderen migrantischen Wurzeln. Der selbsternannte "anatolische Schwabe" setzte sich bereits im ersten Wahlgang durch - und das in einem traditionell konservativ geprägten Bundesland. Unsere "Frage des Tages" an die Journalistin und Autorin Jana Hensel lautet: Ist Özdemirs Wahl ein Signal für einen gesellschaftlichen Wandel in Deutschland?
    4 min
  • Gehört das Europageschäft von TikTok in europäische Hände?
    Kulturstaatsminister Weimer hat erneut gefordert, dass die chinesische Videoplattform TikTok ihr Europageschäft an einen europäischen Eigentümer verkauft. Bei einem Treffen der EU-Kulturminister in Brüssel wiederholte er gestern seine Idee (vom Februar), dem Beispiel der USA zu folgen und das Europageschäft von TikTok in die Hände eines europäischen Medienkonsortiums zu legen. Als Begründung nannte er den Jugendschutz. TikTok sammle die Daten der europäischen Jugend in einem unvorstellbaren Ausmaß. Niemand in Europa wisse aber, was mit diesen Daten genau passiert.
    Auf Druck der US-Regierung, die mit einem Komplettverbot gedroht hatte, hat TikTok sein US-Geschäft auf ein Joint Venture mit einer US-Mehrheitsbeteiligung übertragen. Wir fragen unseren Kommentator, den Filmemacher Andres Veiel, ob das ein Vorbild für Europa sein kann. Unsere Frage des Tages an ihn lautet: Gehört das Europageschäft von TikTok in europäische Hände?
    7 min

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