Die Frage des Tages

Die Frage des Tages

By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & CultureNews
Download on the App Store

Die Frage des Tages episodes

  • Ist es wichtig, dass Berlin schnell einen neuen Kultursenator bekommt?

    Der Skandal um die rechtswidrige Vergabe von Fördergeldern für die Antisemitismusbekämpfung hat sich lang abgezeichnet, doch dann ging alles ganz schnell. Kurz nachdem der Landesrechnungshof die Regelverstöße mit scharfen Worten kritisierte, ist Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson zurückgetreten. Nun wird händeringend eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gesucht - als Favorit gilt der ehemalige Justizsenator Thomas Heilmann. Er wird möglicherweise nur kurz im Amt bleiben, weil in Berlin in fünf Monaten neu gewählt wird. Ist es trotzdem wichtig, den Posten schnell zu besetzen? Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet der Autor und Journalist Claudius Seidl.

    7 min
  • Spielt Trump der Angriff beim White-House-Dinner in die Karten?

    Beim traditionellen Korrespondentendinner des Weißen Hauses am Samstagabend sollte US-Präsident Trump gefeiert werden, der zum ersten Mal seit elf Jahren wieder am Galadinner teilnahm. Stattdessen fielen Schüsse. Der mutmaßliche Schütze wurde vom Secret Service schnell überwältigt. Nach Angaben der Ermittler hatte er es auf US-Regierungsmitglieder abgesehen - "höchstwahrscheinlich einschließlich des Präsidenten", wie Justizminister Todd Blanche gegenüber dem Sender NBC hinzugefügt hat. Bei einer Pressekonferenz hat sich Trump nachdenklich gezeigt und die US-Amerikaner dazu aufgerufen, ihre Differenzen beizulegen und sich zusammenzuschließen - obwohl er sonst gern gegen Rivalen austeilt. Zuletzt hatte Trump auch in eigenen Lagern an Beliebtheit verloren. In unserer "Frage des Tages" fragen wir unseren Kommentator, den Sprachwissenschaftler und Publizisten Anatol Stefanowitsch: Spielt Trump der Angriff beim White-House-Dinner in die Karten?

    5 min
  • Soll die EU die Biennale weiter fördern, wenn Russland ausstellt?
    Die Kunstbiennale von Venedig gerät politisch unter Druck: Die EU hat wegen der geplanten Wiedereröffnung des russischen Pavillons angekündigt, Zuschüsse zu streichen. Erstmals seit Beginn der russischen Vollinvasion gegen die Ukraine hatte Russland in Abstimmung mit der Biennale-Stiftung erklärt, in diesem Jahr wieder an der Ausstellung für zeitgenössische Kunst teilzunehmen. Der Pavillon soll mit Arbeiten einheimischer Künstler bespielt werden. Die Biennale beginnt am 9. Mai. EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas nennt das Vorhaben „moralisch falsch“ und verweist auf die Zerstörung ukrainischer Kulturstätten durch russische Angriffe. Auch aus mehreren EU-Staaten und der Ukraine selbst kommt scharfe Kritik. Unsere Frage des Tages an den Politikwissenschaftler Claus Leggewie lautet: Soll die EU die Kunstbiennale in Venedig weiter fördern, wenn Russland ausstellt?
    6 min
  • Verschließt die SPD in der Rentenpolitik die Augen vor der Realität?

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat für neuen Streit in der Rentendebatte gesorgt. Die gesetzliche Rente könne künftig "allenfalls noch die Basisabsicherung" im Alter sein, sagte der CDU-Vorsitzende bei einem Auftritt vor dem Bankenverband. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf kündigte daraufhin "erbitterten Widerstand" an, falls die CDU die gesetzliche Rente auf eine "Basisrente" kürzen wolle.

    CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wies die Kritik scharf zurück und sagte dem "Spiegel", die Sozialdemokraten müssten lernen, den Realitäten ins Auge zu blicken. Seit Jahren sei klar, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen werde. Unsere Frage des Tages an die Schriftstellerin Nora Bossong lautet: Verschließt die SPD in der Rentenpolitik die Augen vor der Realität?

    6 min
  • Soll die Altersgrenze für Reservisten auf 70 Jahre angehoben werden?
    Um die NATO-Ziele zu erfüllen, braucht die Bundeswehr mehr Soldatinnen und Soldaten. Darum soll die Reserve wachsen: von derzeit 60.000 auf 200.000 . Vor allem jetzt Wehrdienstleistende soll das betreffen. Der neue Präsident des Reservistenverbands, Bastian Ernst, fordert aktuell aber auch die Erhöhung der Altersgrenze für Reservisten: von 65 auf 70 Jahre. Verteidigungsminister Boris Pistorius stellt heute seine Strategie für eine stärkere der Reserve der Bundeswehr vor. Unsere Frage des Tages heute also an den Historiker Götz Aly: Soll die Altersgrenze für Reservisten auf 70 Jahre angehoben werden?
    5 min
  • Versorgungslage: Wiegt uns die Bundesregierung in falscher Sicherheit?
    Durch den Iran-Krieg ist nicht nur Öl teurer geworden, auch Lieferketten sind gestört. Viele Staaten bereiten sich auf verschiedene Krisenszenarien vor. Großbritannien z.B. rechnet für den Fall, dass die Straße von Hormus mehr als zwei Monate gesperrt bleibt, mit Problemen bei der CO2-Versorgung. Das wiederum hätte Auswirkungen auf die britische Lebensmittelproduktion - u.a. könnte ausgerechnet zur Fußball-WM das Bier knapp werden. In Deutschland sind solche Warnungen nicht zu hören. Im Gegenteil: Bundeskanzler Friedrich Merz betont, die Versorgung in Deutschland sei trotz angespannter Marktlage gesichert. Unsere Frage des Tages lautet daher: Wiegt uns die Bundesregierung mit Blick auf die Versorgungslage in falscher Sicherheit? Es antwortet Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmannstiftung.
    5 min
  • Braucht eine Demokratie kreative Protestformen?

    Die Protestgruppe "Neue Generation", ein Nachfolgeprojekt der "Letzten Generation", hat für diese Woche mehrere Aktionen in Berlin angekündigt. Geplant sind nach eigenen Angaben "kreative, sportliche und künstlerische Protestformen" mit dem Ziel, die Demokratie zu stärken. Bereits in der vergangenen Woche sorgte die Gruppe für Aufmerksamkeit, als sich eine Aktivistin im Münzkabinett - als Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) verkleidet - an eine Glasvitrine klebte. Unsere Frage des Tages an den Journalisten Mohamed Amjahid lautet: Braucht eine Demokratie kreative Protestformen?

    5 min
  • Kommt das Entlastungspaket Menschen zugute, die sie am dringendsten brauchen?

    Der Bundestag hat gestern zum ersten Mal über das Entlastungspaket der schwarz-roten Koalition debattiert. Sie will - erstmal befristet für zwei Monate - die Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel senken, damit die hohen Spritpreise runtergehen. Laut einer aktuellen Studie würde das aber vor allem Gutverdiener entlasten, da sie in der Regel mehr Kraftstoff verbrauchen. Die Koalition will Arbeitgebern außerdem ermöglichen, ihren Angestellten eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie in Höhe von 1000 Euro zu zahlen. Aus Sicht der Arbeitgeber verschiebt die Politik damit die Verantwortung für Entlastungen auf die Unternehmen. Unsere Frage des Tages an die Journalistin und Autorin Jana Hensel lautet: Kommt das Entlastungspaket den Menschen zugute, die eine Entlastung am dringendsten brauchen?

    5 min
  • Wird die Gesundheitsreform also auf dem Rücken der Versicherten ausgetragen?
    Das Sparpaket, mit dem Gesundheitsministerin Nina Warken die gesetzlichen Krankenkassen um 20 Milliarden Euro entlasten will, bekommt massiven Gegenwind. Warken plant unter anderem, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern einzuschränken. Sie soll nur noch in Ausnahmefällen, z.B. für Eltern von Kindern unter 7 Jahren oder von Kindern mit Behinderungen, kostenfrei sein. Patienten sollen außerdem mehr Geld zu Medikamenten dazubezahlen und Leistungen wie das Hautkrebsscreening stehen auf dem Prüfstand. Kritiker, zu denen neben Patientenvertretern, Krankenkassen und der Opposition auch SPD und CSU gehören, bemängeln, die geplante Reform sei nicht gerecht und hätte Schlagseite zulasten der Versicherten.
    Wird die Gesundheitsreform also auf dem Rücken der Versicherten ausgetragen? Das ist unsere Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann.
    5 min
  • Hat die internationale Gemeinschaft das Leid im Sudan zu lange ignoriert?
    In Berlin findet heute auf Einladung des Auswärtigen Amtes die dritte Internationale Sudankonferenz statt. Nach drei Jahren Krieg ist die humanitäre Lage dort katastrophal. Es herrscht die schwerste Hungersnot seit Jahrzehnten, mehr als 33 Millionen Menschen sind nach Informationen des Deutschen Roten Kreuzes auf humanitäre Hilfe angewiesen, über 13 Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht, viele davon im eigenen Land. Es mangelt an allem, was zum Leben notwendig ist: an Lebensmitteln, sauberem Wasser, Notunterkünften oder medizinischer Versorgung. Trotz dieser dramatischen Lage ist der Sudan bisher weniger im Fokus als die Kriege in Nahost und der Ukraine.
    Hat die internationale Gemeinschaft das Leid im Sudan zu lange ignoriert? Das ist unsere Frage des Tages an den Filmemacher Andres Veiel.
    6 min

About Die Frage des Tages

From the publisher's feed

Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 8 Uhr 10. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind u.a.: der Historiker Götz Aly, der Sprachwissenschaftler…