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Der Skandal um die rechtswidrige Vergabe von Fördergeldern für die Antisemitismusbekämpfung hat sich lang abgezeichnet, doch dann ging alles ganz schnell. Kurz nachdem der Landesrechnungshof die Regelverstöße mit scharfen Worten kritisierte, ist Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson zurückgetreten. Nun wird händeringend eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gesucht - als Favorit gilt der ehemalige Justizsenator Thomas Heilmann. Er wird möglicherweise nur kurz im Amt bleiben, weil in Berlin in fünf Monaten neu gewählt wird. Ist es trotzdem wichtig, den Posten schnell zu besetzen? Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet der Autor und Journalist Claudius Seidl.
Beim traditionellen Korrespondentendinner des Weißen Hauses am Samstagabend sollte US-Präsident Trump gefeiert werden, der zum ersten Mal seit elf Jahren wieder am Galadinner teilnahm. Stattdessen fielen Schüsse. Der mutmaßliche Schütze wurde vom Secret Service schnell überwältigt. Nach Angaben der Ermittler hatte er es auf US-Regierungsmitglieder abgesehen - "höchstwahrscheinlich einschließlich des Präsidenten", wie Justizminister Todd Blanche gegenüber dem Sender NBC hinzugefügt hat. Bei einer Pressekonferenz hat sich Trump nachdenklich gezeigt und die US-Amerikaner dazu aufgerufen, ihre Differenzen beizulegen und sich zusammenzuschließen - obwohl er sonst gern gegen Rivalen austeilt. Zuletzt hatte Trump auch in eigenen Lagern an Beliebtheit verloren. In unserer "Frage des Tages" fragen wir unseren Kommentator, den Sprachwissenschaftler und Publizisten Anatol Stefanowitsch: Spielt Trump der Angriff beim White-House-Dinner in die Karten?
Bundeskanzler Friedrich Merz hat für neuen Streit in der Rentendebatte gesorgt. Die gesetzliche Rente könne künftig "allenfalls noch die Basisabsicherung" im Alter sein, sagte der CDU-Vorsitzende bei einem Auftritt vor dem Bankenverband. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf kündigte daraufhin "erbitterten Widerstand" an, falls die CDU die gesetzliche Rente auf eine "Basisrente" kürzen wolle.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wies die Kritik scharf zurück und sagte dem "Spiegel", die Sozialdemokraten müssten lernen, den Realitäten ins Auge zu blicken. Seit Jahren sei klar, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen werde. Unsere Frage des Tages an die Schriftstellerin Nora Bossong lautet: Verschließt die SPD in der Rentenpolitik die Augen vor der Realität?
Die Protestgruppe "Neue Generation", ein Nachfolgeprojekt der "Letzten Generation", hat für diese Woche mehrere Aktionen in Berlin angekündigt. Geplant sind nach eigenen Angaben "kreative, sportliche und künstlerische Protestformen" mit dem Ziel, die Demokratie zu stärken. Bereits in der vergangenen Woche sorgte die Gruppe für Aufmerksamkeit, als sich eine Aktivistin im Münzkabinett - als Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) verkleidet - an eine Glasvitrine klebte. Unsere Frage des Tages an den Journalisten Mohamed Amjahid lautet: Braucht eine Demokratie kreative Protestformen?
Der Bundestag hat gestern zum ersten Mal über das Entlastungspaket der schwarz-roten Koalition debattiert. Sie will - erstmal befristet für zwei Monate - die Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel senken, damit die hohen Spritpreise runtergehen. Laut einer aktuellen Studie würde das aber vor allem Gutverdiener entlasten, da sie in der Regel mehr Kraftstoff verbrauchen. Die Koalition will Arbeitgebern außerdem ermöglichen, ihren Angestellten eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie in Höhe von 1000 Euro zu zahlen. Aus Sicht der Arbeitgeber verschiebt die Politik damit die Verantwortung für Entlastungen auf die Unternehmen. Unsere Frage des Tages an die Journalistin und Autorin Jana Hensel lautet: Kommt das Entlastungspaket den Menschen zugute, die eine Entlastung am dringendsten brauchen?
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