Die Frage des Tages

Die Frage des Tages

By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & CultureNews
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Die Frage des Tages episodes

  • Wird der Eurovision Song Contest seiner verbindenen Idee noch gerecht?

    "United by music" – verbunden durch Musik – das ist in diesem Jahr das Motto des 70. Eurovision Song Contest, der ab heute bis zum kommenden Sonntag in Wien ausgetragen wird. Die Idee, mit Musik über Grenzen hinweg Verständigung zu ermöglichen, war von Anfang an eine der Ideen, die hinter dem ESC standen.

    Doch schon lange wird der Wettbewerb von politischen Spannungen begleitet. Proteste, Boykottaufrufe und hitzige Debatten über die Teilnahme Israels lenken die Aufmerksamkeit in diesem Jahr weg von der Bühne und hin zu geopolitischen Konflikten. Und führt zu unserer Frage des Tages an den Journalisten Claudius Seidl: Wird der European Song Contest seiner verbindenden Idee noch gerecht?

    7 min
  • Hat uns die Corona-Pandemie überängstlich gemacht und übermäßig sensibilisiert?

    Gestern erreichte das sogenannte "Hantavirus-Schiff" die Küste Teneriffas. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wurden Passagiere und Besatzung in ihre Heimatländer zurückgebracht. Obwohl die WHO betont, dass das Hantavirus nicht mit COVID-19 vergleichbar ist, die Verunsicherung ist da. Während Passagiere der "Hondius" Stigmatisierung befürchten, sorgen sich viele Bewohner Teneriffas doch vor einer möglichen Ansteckung. Unsere "Frage des Tages" an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch lautet: Hat uns die Corona-Pandemie überängstlich gemacht und übermäßig sensibilisiert?

    5 min
  • Hat die SPD in den Koalitionen mit der CDU ihr Profil verloren?
    Ein Jahr nach dem Start der schwarz-roten Bundesregierung steht auch die SPD unter Druck. Weitere Reformen stehen an, neue Konflikte über Haushalt, Renten- und Steuerpolitik zeichnen sich ab. Während die SPD kleine und mittlere Einkommen entlasten will, drängt Kanzler Friedrich Merz die SPD auf mehr Kompromissbereitschaft. Gleichzeitig diskutiert die Partei im Bund sowie in den Ländern über Erneuerung, soziale Glaubwürdigkeit und ihre politische Eigenständigkeit. Die Debatte dürfte auch auf dem Berliner Parteitag der SPD eine Rolle spielen, der heute beginnt. Unsere Frage des Tages lautet: Hat die SPD in den Koalitionen mit der CDU ihr Profil verloren? Es kommentiert die Journalistin Nicole Diekmann.
    5 min
  • Wird Papst Leo XIV. seinem Anspruch als Brückenbauer gerecht?

    Vor einem Jahr stieg aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle der ersehnte weiße Rauch auf: Das Konklave wählte den US-Amerikaner Robert Francis Prevost zum neuen Oberhaupt der katholischen Kirche. In seiner ersten Friedensbotschaft rief Papst Leo XIV. alle Völker und Menschen dazu auf, miteinander in den Dialog zu treten und Brücken zu bauen. Als vermeintlicher Kompromisskandidat zwischen Reformern und Traditionalisten sollte er die Kirche einen – und zugleich in einer zerrissenen Welt vermitteln. Doch das ist seit Beginn des Irankriegs noch schwieriger geworden. US-Präsident Donald Trump greift den Papst sogar regelmäßig für seine Haltung an. Auch der Besuch von Außenminister Marco Rubio heute im Vatikan steht im Schatten politischer Konflikte. Unsere Frage des Tages lautet: Wird Papst Leo XIV. seinem Anspruch als Brückenbauer gerecht? Es kommentiert die Schriftstellerin und Katholikin Nora Bossong.

    6 min
  • Fehlt Berlin eine Vision in der Verkehrspolitik?
    Alles beim Alten auf Berliner Straßen und Schienen, so lautet das Ergebnis des jüngsten Berlin Trends. Knapp die Hälfte der befragten wahlberechtigten Berlinerinnen und Berliner sehen seit dem Regierungsbeginn von CDU und SPD keine grundlegende Veränderung in der Verkehrspolitik. In manchen Bezirken wie in Steglitz-Zehlendorf geht der Trend derzeit eher Richtung Auto: Dort soll erstmals ein Radweg zurückgebaut und die Straße wieder zweispurig für Autos freigegeben werden. Auch die Initiative „Berlin autofrei“ hat es schwer, sie dürfte ihr Ziel von rund 174.000 Unterschriften bis zum Fristende diese Woche verfehlen. Die Ziele des Berliner Mobilitätsgesetzes gelten jedoch weiterhin als verbindlicher Rahmen: Klimaschutz, Verkehrssicherheit, Mobilität für alle und eine gerechte Flächenaufteilung.
    Unsere Frage des Tages an den Journalisten Mohamed Amjahid lautet: Fehlt Berlin eine Vision in der Verkehrspolitik?
    6 min
  • Ist Lokaljournalismus heute noch wichtig?

    Heute ist der Tag des Lokaljournalismus. Falls Sie davon noch nie gehört haben - wundern Sie sich nicht! Er findet erst zum zweiten Mal statt – auf Initiative von 30 regionalen Zeitungsverlagen. Und das nicht ohne Grund. Seit Jahren geht die Zahl der unabhängigen Lokalzeitungen zurück. Der wirtschaftliche Druck ist groß – vor allem durch kostenlose Angebote aus dem Internet und den Erfolg von Social Media.

    Es gibt allerdings auch einen Gegentrend. Der rbb z.B. hat im vorigen Jahr seine lokale Berichterstattung ausgebaut. Unsere Frage des Tages lautet daher: Ist Lokaljournalismus heute noch wichtig? Es antwortet der Historiker und Politikwissenschaftler Götz Aly.

    5 min
  • Kunstbiennale in Venedig: Sollte der Biennale-Chef zurücktreten?

    Die Kunstbiennale in Venedig sorgt bereits für Schlagzeilen, bevor sie überhaupt begonnen hat. Eigentlich wird im Rahmen der Kunstbiennale der Goldene Löwe vergeben. Zuletzt erhielt Archie Moore diese Auszeichnung für seine Installation im australischen Pavillon. Doch dieses Jahr fällt diese Auszeichnung aus, denn letzte Woche ist die gesamte Jury zurückgetreten. Der Grund: Biennale-Chef Pietrangelo Buttafuoco hatte auch Länder eingeladen, deren Staatsoberhäupter aktuell beim Internationalen Strafgerichtshof angezeigt sind. Dazu gehören Israel und Russland. Russland nimmt damit dieses Jahr zum ersten Mal seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine im Jahr 2022 wieder an der Kunstbiennale teil. Die Kritik wird lauter: Die EU-Kommission will die Fördergelder streichen und Italiens Kulturminister Alessandro Giuli warf dem Biennale-Präsidenten vor, „Opfer einer pazifistischen Fantasie” geworden zu sein. Inzwischen wird sogar darüber spekuliert, den Biennale-Chef ganz abzulösen. Unsere Frage des Tages an Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung: Sollte der Biennale-Chef lieber zurücktreten?

    6 min
  • MultiTrack -> New Take KR-Mitschnitt vom 30-04-2026 um 16-00-00
    Als "Donnerknall" hat Oliver Reese - Intendant des Berliner Ensemble - die Berufung Stefan Evers als Kultursenator bezeichnet. Und diese Meinung vertreten viele aus der Kultuszene, aber auch in der Opposition. Denn als Finanzminister war Evers für die erheblichen Kürzungen an der Kultur verantwortlich.
    Stefans Evers verspricht wiederum Ruhe und Stabilität für die Kulturverwaltung und hat angekündigt, den Kurs seiner Vorgängerin Wedl-Wilson fortführen. Der Finanzsenator als Kultursenator - kann das gut gehen: Was meinen Sie, Andres Veiel?
    5 min
  • Ist die geplante Zuckerabgabe eine Bevormundung?

    Die Idee einer Zuckerabgabe wird in Deutschland seit Jahren kontrovers diskutiert. Was vor einigen Wochen aus den Reihen der CDU noch als "grüne Bevormundungspolitik" kritisiert wurde, hat das Bundeskabinett gestern nun doch auf den Weg gebracht. Ab 2028 soll eine Abgabe von einigen Cent auf stark gezuckerte Softdrinks eingeführt werden. Die Mehreinnahmen sind zweckgebunden und sollen den gesetzlichen Krankenkassen zugute kommen. Während die einen den Schritt wegen der negativen gesundheitlichen Folgen von Limo & Co. für längst überfällig halten, kritisieren andere ihn als staatliche Einmischung. Unsere Frage des Tages geht heute an die Journalistin Nicole Diekmann und lautet: Ist die geplante Zuckerabgabe eine Bevormundung der Verbraucher?

    5 min
  • Ist die Lastenverteilung bei der Gesundheitsreform fair?
    Die Kosten für die Gesundheitsversorgung steigen seit Jahren, daher ist sich die Bundesregierung einig, dass die gesetzliche Krankenversicherung umfassend reformiert werden muss. Nur über das "wie" haben die Koalitionspartner noch bis zuletzt gerungen. Streit gibt es vor allem über die gerechte Verteilung der Reformkosten. Im neuen Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken fallen die Einschnitte offenbar nicht ganz so tief aus, wie ursprünglich geplant. So konnte die SPD durchsetzen, dass es keine generelle Kürzung des Krankengelds geben soll. Bei der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern gibt es zwar weiterhin Einschränkungen, aber nicht in dem Maße wie ursprünglich geplant. Heute sollen die Sparpläne vom Kabinett beschlossen werden. Unsere heutige Frage des Tages an den Filmemacher Andres Veiel lautet: Werden die Lasten der Gesundheitsreform jetzt fair verteilt?
    5 min

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Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 8 Uhr 10. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind u.a.: der Historiker Götz Aly, der Sprachwissenschaftler…