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Köln. Generalmajor Robert Sieger leitet als Präsident seit April 2024 das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw). Sein Auftrag: Die Zielgröße der Truppe auf 203.000 Soldatinnen und Soldaten bis zum Jahr 2030 zu schaffen und vor allem den Aufbau einer schlagkräftigen Reserve zu gewährleisten. Dabei könnte der „Neue Wehrdienst“ helfen, den Minister Boris Pistorius (SPD) im Juni vorgestellt hat.
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
Die Auswirkungen des Klimawandels zwingen Menschen in betroffenen Gebieten zur Flucht – Stürme, Dürren oder Überflutungen können Migrationsbewegungen auslösen, auch wenn die Menschen zunächst vorzugsweise in ihrem Heimatland bleiben.
Über die Zusammenhänge von Klima und Migration, über den Flüchtlingsbegriff und über Kimagerechtigkeit haben wir in unserem Podcast mit Dr. Kira Vinke von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) gesprochen. Für die Klima-Expertin ist klar: Jetzt ist der Zeitpunkt, um in den Klimaschutz zu investieren. Denn später wird die Rechnung deutlich höher ausfalllen.
Das Interview mit Dr. Vinke gibt es auch in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins "Die Bundeswehr" (August 2024).
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
Vor 80 Jahren, am 20. Juli 1944, versuchte Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit einer Bombe den Tyrannen Adolf Hitler zu töten. Es war das letzte Attentat auf Hitler. Danach sollte das verbrecherische Nazi-Regime gestürzt werden. Stauffenberg wurde nach dem Scheitern des Staatsstreiches hingerichtet. Hans Speidel, General an der Westfront und Mitwisser der Pläne der Männer des 20. Juli, wurde vier Wochen später angezeigt und verhaftet. Mit viel Glück überlebte er den Rachefeldzug der Nazis, dem tausende Frauen und Männer des Widerstandes zum Opfer fielen. Im Gespräch mit seinem Sohn, Brigadegeneral a.D. Hans Helmut Speidel, der von 1957 bis 1998 in der Bundeswehr diente, erleben Sie im Podcast „Die Lage“ eine spannende Zeitreise in die Zeit von 1944 bis heute. „Mein Vater und auch meine Mutter waren extrem vorsichtig. Er schrieb während des Krieges Tagebuch, jeden Tag ein kleines bisschen. Selbst die Tagebücher versteckte meine Mutter, nachdem mein Vater festgenommen wurde“, sagt Hans Speidels Sohn, den wir in Potsdam zum Gespräch treffen konnten. Auch unter Folter sei sein Vater standhaft geblieben und habe nichts verraten. Auch nach seiner Rückkehr aus der Haft der Nazis nach Kriegsende, sprach Hans Speidel nie über seine Erlebnisse im Deutschen Widerstand. „Mein Vater tat so, als wäre nichts gewesen“, erinnert sich sein Sohn.
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Das Bühnenstück, „Die Ermittlung“, 1965 uraufgeführt, war nach den Frankfurter Auschwitz-Prozessen ein Weckruf für die junge Bundesrepublik. Man solle zu den Verbrechen, die in deutschem Namen zwischen 1933 und 1945 begangen worden sind, stehen und den Massenmord an den Europäischen Juden, den sechs Millionen Menschen zum Opfer fielen, als gemeinsame Geschichte annehmen: Das war die Botschaft aus den Jahren 1963 bis 1965, als während des ersten Auschwitz-Prozesses gegen 22 Angeklagte verhandelt wurde, die Teil der Vernichtungs-Maschine im polnischen Auschwitz während des Zweiten Weltkrieges gewesen waren. Drei Richter und sechs Geschworene, vier Staatsanwälte, drei Nebenklagevertreter und 19 Verteidiger waren neben den Angeklagten im Saal: Der größte Strafprozess der Nachkriegszeit in Deutschland.
Der Filmemacher Alexander van Dülmen bringt „Die Ermittlung“, ein Oratorium in elf Gesängen, das vor 59 Jahren von Peter Weiss nach den Frankfurter Auschwitz-Prozessen geschrieben worden ist, als Produzent auf die Leinwand. Am 25. Juli ist Premiere. Der DBwV unterstützt das Projekt. Im Gespräch in unserem Podcast „Die Lage“ erklärt van Dülmen, warum der Film in diesen Zeiten wichtig ist: „Der österreichische Schauspieler Karl Markovics spielt einen Zeugen. Nachdem er den Film gesehen hat, schrieb er dem Regisseur und mir eine E-Mail mit dem Inhalt: Der Film ist eine Zumutung. Er meint damit, dass man sich diesen Film zumuten muss. Bernhard Schütz spielt einen Verteidiger und er sagte hinterher, der Film sei eine Beschwörung der Toten.“
Dr. Markus Reisner (46), ist Oberst des österreichischen Bundesheeres und erklärt seit dem Überfall der russischen Armee auf die Ukraine kenntnisreich und detailliert, was an den Fronten dort passiert. Es war eine strategische Entscheidung der österreichischen Streitkräfte, nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine, kenntnisreiche Offiziere wie Oberst Dr. Markus Reisner konsequent in den Medien einzusetzen, um die Bevölkerung für die Lage zu sensibilisieren.
In Österreich gilt die Wehrpflicht und die Rekruten dienen gerne, sichern die Grenze und lernen in modernsten Studiengängen, wie der Krieg der Zukunft geführt werden muss.
Der Offizier, der das Institut 1 für die Offiziersgrundausbildung an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt leitet, war in Afghanistan, Mali, Bosnien-Herzegowina, Bosnien, dem Tschad und der Zentralafrikanischen Republik im Einsatz. Reisner spricht russisch, hat in russischen Militärarchiven geforscht und benennt deutlich, was die Ukraine braucht, was den Frontstaat an der NATO-Ostflanke schwächt und warum die Chancen für die Ukraine, den Krieg gegen Russland zu gewinnen, nicht besonders optimistisch zu bewerten.
Oberst Reisner lobt den Heldenmut der Ukrainischen Streitkräfte und schätzt die Einsatzbereitschaft und das Engagement der Kameraden der Bundeswehr, warnt aber auch davor, mit der Hilfe für die Ukraine nachzulassen: „Russland ist kriegstüchtig, hat auf Kriegswirtschaft umgestellt und motivierte Soldaten, die bereit sind, für ihr Land zu kämpfen.“
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
Hauptfeldwebel Robert Möller (42) war schon als Jugendlicher in seiner brandenburgischen Heimat daran gewöhnt, dass Alkohol zum Alltag gehört: Wodka war sein Elixier und das 23 Jahre lang. Bis der Zeitsoldat eines Tages mit 1.9 Promille im Blut mit seinem Wagen vor einen Baum raste. Danach folgten Entgiftung und Entzug, Therapie und ein langer Weg zurück ins Leben als trockener Alkoholiker. Robert Möller war im Auslandseinsatz im Kosovo, heute ist er – nach der Wiedereinstellung in die Bundeswehr – Ausbildungs- und Lehrfeldwebel an der Pionierschule in Ingolstadt. Möller hat nicht nur seine eigene Sucht besiegt, er will auch anderen Kameradinnen und Kameraden auf dem Weg dahin helfen und hat für seine Präventionsarbeit Vorträge und Trainings entwickelt. Im Podcast „Die Lage“ erklärt er, was auf diesem Weg wichtig ist. „Sucht ist allgegenwärtig und der geschickte Trinker kann sie auch lange verbergen. Deshalb ist Aufklärung so wichtig, bevor das Leben mit der Sucht außer Kontrolle gerät“, sagt er.
In der Werratal-Kaserne im südthüringischen Bad Salzungen haben Oberstabsfeldwebel und Mandatsträger Jörg Kowalski (52) und seine Truppe ihrer sowieso schon eindrücklichen Spendenbilanz nochmal extra auf die Sprünge geholfen: mit einem selbstgezimmerten Leergut-Automaten, dem sogenannten Pfand-o-mat.
Weitere Informationen unter: www.DBwV.de
In Sachen Veteranen-Politik ist schon einiges passiert, sagt Oberstleutant i.G. Marcel Bohnert, stellvertretender Bundesvorsitzender des DBwV. Diese Woche steht ganz unter dem Thema Veteranen: Der Deutsche BundeswehrVerband richtet den ersten deutschen Veteranenkongress aus. „Damit sollen Beteiligte der Veteranen-Bewegung zusammen kommen und wir wollen auch ein Signal an die Bundesregierung senden“, sagt Bohnert.
Mit den Invictus Games im Sommer 2023 in Düsseldorf sei das Veteranen-Thema auch in der Politik angekommen. „Auch die Eröffnung des Veteranen-Büros war ein wichtiger Schritt", so Bohnert. „Das Büro war eine unserer Forderungen. Außerdem fordern wir einen Veteranentag, zu dem es bereits einen Antrag der Ampelregierung und der Union gibt. Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr den ersten Veteranentag in Deutschland erleben dürfen.“
Weitere Infos und die Forderungen des Verbandes zum Thema Veteranen gibt es hier.
Es waren ungemütliche Festtage für viele Menschen in Deutschland – zumindest für jene, die vom Hochwasser der vergangenen Wochen betroffen waren. Nach starken Niederschlägen vor dem Jahreswechsel waren vor allem in Teilen Niedersachsens und Sachsen-Anhalts Gewässer über die Ufer getreten, vielerorts waren die aufgeweichten Deiche gefährdet.
Gut, dass die Bundeswehr zur Stelle ist, wenn sie gebraucht wird: Einige Landkreise haben die Streitkräfte um Amtshilfe gebeten, um die zivilen Helfer von Feuerwehr und THW zu unterstützen. Nach dem trockenen Wetter der vergangenen Tage entspannt sich glücklicherweise die Lage, aktuell sind aber noch zahlreiche Kameradinnen und Kameraden im Einsatz. So auch Hauptmann Mathias, Angehöriger des Versorgungsbataillons 131 in Bad Frankenhausen. Im Podcast schildert er uns seine Eindrücke vom Hochwassereinsatz.
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
Matthias Heimer hat als Militärseelsorger und als Militärgeneraldekan leidenschaftlich für die Angelegenheiten Gottes in der Truppe gekämpft. Jetzt ist der 66-jährige im verdienten Ruhestand. Im Interview spricht er über seine Überzeugung, dass Glauben im Zweifel ein Anker sein kann.
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
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