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Ein halbes Jahr, bevor der Bundestag im Juni 2024 den Beschluss zur Einführung des Nationalen Veteranentages gefasst hat, ist das Veteranenbüro der Bundeswehr in Berlin eröffnet worden: Es ist die zentrale Anlaufstelle für die Veteranen der Bundeswehr, zu denen alle zählen, die seit der Gründung der Streitkräfte der Bundesrepublik im November 1955 gedient haben. Oberstleutnant Michael Krause und seine Stellvertreterin, Oberstleutnant Sylvia Mehl, sind seit der Gründung des Büros in ganz Deutschland und auch im europäischen Ausland unterwegs, um für die Anliegen der Veteranen der Bundeswehr zu werben.
In unserem Podcast „Die Lage“ erzählen sie von den Erlebnissen der ersten eineinhalb Jahre ihrer Arbeit und den Vorbereitungen der mehr als 150 Veranstaltungen zum 1. Veteranentag.
Drei Jahre Ermittlungsarbeit, 111 Zeugen, die vernommen worden sind und am Ende ein 1.400 Seiten dicker Abschlussbericht, der im Wahlkampfgetöse nach dem Auseinanderbrechen der Ampel-Koalition weniger Aufmerksamkeit hatte, als er unter normalen Umständen gehabt hätte: Der Untersuchungsausschuss Afghanistan, der vor allem die Umstände der Rettungsmission nach dem Abzug der Bundeswehr im Sommer 2021 untersucht hat, kommt zu dem Urteil, dass es erhebliche Abstimmungs- und Kommunikationspannen zwischen den Ministerien gegeben hat. 20 Jahre war die Bundeswehr im Kampfeinsatz am Hindukusch. Es war der verlustreichste Krieg in der Geschichte der Truppe. 59 Gefallene, zahlreiche Verwundete und hunderte Traumatisierte. Der stellvertretende Bundesvorsitzende, Oberstleutnant i.G. Marcel Bohnert erzählt in unserem Podcast die Lage von seinem Einsatz als Kompaniechef in Afghanistan, davon, wie er kampfbereite und mutige Kameraden erlebt hat und Soldaten, die alles gegeben haben. „Der Truppe ist nichts vorzuwerfen. Sie trägt keine Schuld am Scheitern der Mission“, sagt Bohnert in unserem Podcast „Die Lage“.
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
Sicher durch Social-Media navigieren – „dabei sollen die Social-Media Guidelines helfen“, sagt der stellvertretende Bundesvorsitzende Oberstleutnant i.G. Marcel Bohnert im Podcast.
Vor kurzem hat der DBwV seine Social-Media Guidelines veröffentlicht. Die sollen den Nutzerinnen und Nutzern als Richtlinie fürs Verhalten in den sozialen Medien dienen. Außerdem sollen die Guidelines dazu einladen, auf Social-Media aktiv zu sein und den Verband zu repräsentieren. „Die Guidelines gelten grundsätzlich für alle Verbandsmitglieder und auch für alle Unterstützerinnen und Unterstützer. Aber auch für Mandatsträger, hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Soldatinnen und Soldaten oder zivile Bundeswehrangehörige", sagt Bohnert. Aber Achtung: „Für aktive Soldatinnen und Soldaten bleiben die Guidelines der Bundeswehr maßgeblich.“
Hier geht es zu den Guidelines: https://www.dbwv.de/social-media
Weitere Informationen zum Deutschen BundeswehrVerband unter www.dbwv.de.
Sie sei wie eine stählerne Klinge, gewesen, federnd und nicht zu zerbrechen sagte einst Fritz-Dietlof von der Schulenburg, einer der Verschwörer des 20. Juli 1944 über die Mitstreiterin Annedore Leber.
Vielen ist der Name „Julius Leber“ bekannt – nach ihm wurde die Julius-Leber-Kaserne benannt, die größte Kaserne in der Bundeshauptstadt. „Doch nur wenigen ist Annedore Leber bekannt, die mit Julius Leber verheiratet war“, sagt Flottillenärztin Jessica Ritter. Sie setzt sich dafür ein, dass auch der Name von Annedore Leber im Kasernennamen genannt wird. „Sie kämpften beide, Seite an Seite, gegen den Nationalsozialismus. Annedore Leber war nicht nur eine Mitwisserin“, sagt Ritter.
In der Julius-Leber-Kaserne gibt es bereits einige Stellen, die an Annedore Leber erinnern: So wurde ein Zimmer nach ihr benannt, in dem auch Fotos von ihr und ihrem Mann zu sehen sind. Auch die Briefe, in denen Annedore Leber um die Freilassung ihres Mannes bat, sind in der Kaserne zu sehen.
Nach dem Tod von Julius Leber wurden Annedore Leber und die zwei gemeinsamen Kinder in Sippenhaft genommen, nach einigen Wochen aber wieder frei gelassen. Auch nach der Zeit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten blieb Annedore Leber weiterhin politisch aktiv: Bereits im Oktober 1945 wurde sie zur Leiterin des Frauensekretariats und in den Zentralausschuss der SPD gewählt. Sie war unter anderem Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.
Für ihr Anliegen hat Flottillenärztin Ritter bereits einige Mitstreiterinnen und Mitstreiter gefunden. Mehr dazu in unserem Podcast „Die Lage“.
Weitere Informationen und Bilder zu diesem Podcast finden Sie auf unserer Website unter: https://www.dbwv.de/mitgliedschaft-service/podcast-des-dbwv/beitrag/sie-ist-wie-eine-staehlerne-klinge-diese-frau-federnd-und-nicht-zu-zerbrechen
Hauptmann Marc Hinzmann kam am 18. August 2021 in die afghanische Hauptstadt Kabul, kaum vorbereitet auf seine Mission, die über Leben in Freiheit oder Not für viele Afghanen entscheiden sollte. Es war die Endphase des Einsatzes der Alliierten und somit der Bundeswehr am Hindukusch. Seit Januar 2002 war die Bundeswehr im Rahmen der Mission ISAF und später Resolute Support im Land des Terrors, wo die USA Osama bin Laden, den Drahtzieher der Anschläge des 11. September 2001 vermuteten. Gefunden und liquidiert hat man ihn allerdings erst im Mai 2011 im Nachbarstaat Pakistan.
Nach fast 20 Jahren hatte der Rückzug der Alliierten und damit auch der Bundeswehr begonnen, im Juni 2021 noch geordnet. Im August 2021 aber kehrte die Bundeswehr mit Spezialkräften zurück, um bei der Evakuierung zu unterstützen, denn die gefürchteten islamistischen Kämpfer der Taliban hatten Afghanistan innerhalb weniger Wochen überrollt und die komplette Kontrolle übernommen. Davon waren nicht nur die Deutschen überrascht. Man hatte gehofft, dass die afghanische Armee, die man jahrelang trainiert hatte, die Situation im Griff habe.
Die Ereignisse werden in einem Untersuchungsausschuss des Bundestages und einer Enquete-Kommission aufgearbeitet. Marc Hinzmann leistete seinen Dienst ab 18. August 2021 an einer so genannten Schleuse, an der zu entscheiden war, wen die Bundeswehr mit den letzten Flügen mitnimmt – und wen nicht. „Ich habe alles aufgeschrieben, was damals passiert ist. „Am Flughafen erstreckte sich ein Meer von Menschen“, erinnert er sich in unserem Podcast „Die Lage“.
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
Brandamtfrau Doreen Engel ist eher zufällig zur Feuerwehr der Bundeswehr gekommen. Heute ist sie Brandamtfrau und Zugführerin im Marinearsenal der Warnowerft in Warnemünde. Engel hat die neue Feuerwache mit aufgebaut.
25 Feuerfrauen und -Männer arbeiten mit ihr auf der Wache. „Meine Aufgabe ist es, den Wachalltag zu strukturieren, die Abläufe zu organisieren und koordinieren“, sagt Engel. Im Einsatzfall ist sie dann als Zugführerin tätig.
Die Feuerwehr sei als Berufsfeld sehr spannend. „Gerade bei der Bundeswehr ist die Feuerwehr sehr vielfältig“, findet Brandamtfrau Engel. Zwei Frauen arbeiten auf der Feuerwache – für Doreen Engel nichts Besonderes. „Wir sind ein Team. Da ist es egal, wer Anweisungen gibt.“
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
Claudia Knöllinger hat Erfahrungen mit dem Tod, die man als Mensch eigentlich nicht erleben will: Als Kind wachte sie aus der Vollnarkose auf. Als junge Frau verlor sie nach einer Schwangerschaftsvergiftung ihr erstes Kind und fast das eigene Leben. Das Sterben ihres krebskranken Vaters hat sie eng begleitet. Claudia Knöllinger wurde Truppenpsychologin und widmete sich traumatisierten Soldatinnen und Soldaten, arbeitet heute in ihrer Praxis und als Betriebspsychologin für zivile Beschäftigte der Bundeswehr. Über diese Erfahrungen, vor allem aber über den Umgang von Menschen aus verschiedenen Religionen und Kulturen mit dem Tod, hat sie ein Buch geschrieben: „Du bist nicht allein mit der Angst vor dem Tod“, in dem sie für mehr Leichtigkeit mit einem schweren Thema appelliert. Im Podcast „Die Lage“ erzählt sie über eigenes Erleben und die Erfahrungen anderer.
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
3.000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr waren während der vergangenen zweieinhalb Jahre in der Slowakei Teil der enhanced Vigilance Activities Battlegroup Slowakia. Flugabwehrsysteme Patriot der Luftwaffe waren die ersten, die wenige Wochen nach dem Überfall der russischen Armee am 24. Februar 2022 auf dem Truppenübungsplatz Lešť in den Karpaten angekommen sind, um die NATO-Partner in der Slowakei vor russischen Luftangriffen zu schützen. Das Heer war im Lauf der Mission mit Kampfpanzern Leopard 2 und Schützenpanzern Puma dabei. „Der Puma hat seine Feuertaufe in einer Auslandsmission mit Bravour bestanden“, sagt Oberstleutnant Dennis Bockholt, Kommandeur des Versorgungsbataillons 141 aus Niedersachsen. Er war der letzte Kontingentführer und hat mit seinen Soldatinnen und Soldaten das deutsche Feldlager wieder abgebaut und den Transport von Waffensystemen und Material in die Heimat organisiert. Die deutsche Flagge ist am 7. September eingeholt worden. Eine Geschichte aus einem Land, dessen Bewohner die Bundeswehr vermissen werden, denn der Krieg in der Ukraine ist nur 270 Kilometer entfernt.
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
Axel Bojanowski, geboren in Hamburg, studierte Geowissenschaften mit den Schwerpunkten Paläoklimatologie, Geophysik und Meereskunde in Heidelberg, Kiel und London.
In unserem Podcast „Die Lage“, erklärt der Wissenschaftler und Journalist, warum es gut ist, von mehreren Seiten auf das heißeste Thema unserer Zeit zu blicken.
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
Feldwebel Anna-Maria Wagner hat viel erreicht in ihrem Leben. Die 28-Jährige ist Sportsoldatin und ein erfolgreicher Judoka. Zwei Weltmeistertitel und zwei bronzene Medaillen bei den olympischen Spielen 2021 in Tokio krönen ihre Karriere bis heute. Bei den Spielen in Tokio hat sie erlebt, wovon viele Olympioniken träumen: Sie war gemeinsam mit dem Basketballer Dennis Schröder Fahnenträgerin bei der Eröffnung der Spiele von Paris vor wenigen Wochen. Auch wenn es dieses Mal nicht für eine Medaille gereicht hat: „Das Erlebnis, die deutsche Flagge tragen zu dürfen, war eine große Ehre.“ Die Kirsche auf der Torte, wie sie selbst sagt. In unserem Podcast „Die Lage“ erzählt sie, wie sie zum Judo kam und warum Judo mehr ist als ein Sport. „Es ist eine Philosophie, die auch der Persönlichkeitsentwicklung dient. „Siegen durch Nachgeben“, wird Judo aus dem japanischen übersetzt, es geht um Helfen und Verstehen, Fortschritt und Wohlergehen. Klar ist auch: Man muss sein Leben dem Sport unterordnen, wenn man viel erreichen will.
Weitere Informationen unter www.dbwv.de
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