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Nach der Belcanto-Zugabe läuft unsere Primadonnen-Volkshochschule nun beim Thema Barockopern zu Hochform auf: Was sind Da-Capo-Arien? Warum werden so oft die Geschichten griechischer und römischer Held*innen undHerscher*innen erzählt? Wer waren die Popstars der Barockzeit? Und warum verstecken sich Opernhelden so gerne hinter Blumenmetaphern? Antworten mit Musikbeispielen (und ein paar Technik-Glitches, wir arbeiten dran) gibt’s in dieser Zugabe, nach der es wieder heißt: der Vorhang zu und keine Fragen offen.
Musikbeispiele:
Cleopatra (Arias from Giulio Cesare), Nathalie Dessay, Emanuelle Haim, Concert d'Astrée, 2011
Schubert: Ave Maria, Alessandro Moreschi: The Last Castrato
Porpora: Alto Giove, Farinelli – Il Castrato, Derek Lee Ragin / Ewa Małas-Godlewska
Porpora: Alto Giove, Farinelli, Cecilia Bartoli
In dieser Oper jagt ein musikalischer Höhepunkt den nächsten: Georg Friedrich Händels "Giulio Cesare in Egitto" von 1724 gehört zu den Meisterwerken der Barockoper. Sie erzählt eine Geschichte, die uns bekannt vorkommt, nachzulesen unter anderem bei Shakespeare und Asterix: Julius Cäsar begegnet Cleopatra, Macht und Liebe verflechten sich untrennbar. Vorm Happy End gibt's auch Leid und Intrigen. Die Primadonnen schwelgen im Wohlklang und schauen an die Deutsche Oper Berlin und zu den Salzburger Festspielen (wobei das nur zwei von vielen Orten sind, an denen das Werk gerade zu hören ist). Und kommen zu dem Schluss: mehr Händel wagen!
Hier gibt es den Trailer zu Salzburg, hier den zur Produktion an der Deutschen Oper Berlin.
Unsere Referenzaufnahme ist der Mitschnitt aus Glyndeburne.
Sarah Connolly – Giulio Cesare
Danielle de Niese – Cleopatra
Alexander Ashworth – Curio
Patricia Bardon – Cornelia
Rachid Ben Abdeslam – Nireno
Christophe Dumaux – Tolomeo
Angelika Kirchschlager – Sesto
Christopher Maltman – Achilla
Nadja Zwiener – On-stage violin
The Glyndebourne Chorus
Orchestra of the Age of Enlightenment
Dirigent: William Christie
Regie: David McVicar
Die Primadonnen nehmen euch mit auf die Insel! Zahlreiche Opern spielen auf Eilanden, manche wüst wie Naxos, andere ein Königreich wie Kreta (Georg Friedrich Händels "Arianna in Creta", Wolfgang Amadeus Mozarts "Idomeneo, re di Creta" oder besetzt von fremden Herrschern wie Sizilien (Giuseppe Verdis "Les vêpres siciliennes") und Hawaii (Paul Abrahams "Die Blume von Hawaii"). Oder sie sind künstlich erschaffen, aber eigentlich ein Symbol für menschliche Abgründe wie in Franz Schrekers "Die Gezeichneten". Danach sind die Primadonnen erst mal reif für die Urlaubs-Insel. Und ihr?
Zitierte Musikbeispiele:
Gibt es nur den einen Einzigen? Oder lässt man sich besser auf viele ein? Die Primadonnen diskutieren über Liebeskonzepte in „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal. Überraschung: Ariadne und Zerbinetta sind in Liebesdingen gar nicht so weit voneinander entfernt, wie es zunächst scheint! Richtig in die Perückenhaare kriegen sich Die Primadonnen angesichts der Inszenierung von Hans Neuenfels an der Staatsoper Unter den Linden Berlin: Geniestreich oder eine Ansammlung von Missverständnissen? Selbst bei den Sänger*innen werden sie sich nicht einig. Ungewöhnlich persönlich wird’s auch und am Ende stellt sich die Frage: Seid ihr eher Team Ariadne oder Team Zerbinetta?
Hier gibt es den Trailer zur Aufführung und eine Playlistzur Folge.
Premiere an der Staatsoper Unter den Linden Berlin am 14. Juni 2015. Besuchte Aufführung am 17.04.2026
Musikalische Leitung: Eun Sun Kim
Inszenierung: Hans Neuenfels
Szenische Einstudierung, Spielleitung: Caroline Staunton
Bühne: Katrin Lea Tag
Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer
Licht: Stefan Bolliger
Primadonna, Ariadne: Camilla Nylund
Zerbinetta: Serena Sáenz
Tenor, Bacchus: Marco Jentzsch
Der Komponist: Rebecka Wallroth
Ein Musiklehrer: Roman Trekel
Der Haushofmeister: Max Urlacher
Harlekin: Jaka Mihelač
Scaramuccio: Álvaro Diana
Truffaldin: Manuel Winckhler
Brighella: Junho Hwang
Najade: Sonja Herranen
Dryade: Sandra Laagus
Echo: Serafina Starke
Ein Offizier: Patrick Vogel
Ein Perückenmacher: Hanseong Yun
Lakai: David Oštrek
Ein Tanzmeister: Michael Laurenz
Puppenspieler: JARNOTH
Staatskapelle Berlin
Zitierte Musikbeispiele:
Alle Musikbeispiele aus der Aufnahme von Kurt Masur (Dirigent), mit dem Gewandhausorchester Leipzig. RudolfAsmus (Haushofmeister), Dietrich Fischer-Dieskau (Musiklehrer), Julia Varady (Komponist), Jessye Norman (Primadonna/Ariadne), Paul Frey (Tenor/Bacchus), Wolfgang Millgramm (Offizier), Martin Finke (Tanzmeister und Scaramuccio), Egbert Junghanns (Perückenmacher), Rolf Wollrad (Lakai), Edita Gruberová (Zerbinetta), Olaf Bär (Harlekin), Gerd Wolf (Truffaldin), Andreas Conrad (Brighella), Eva Lind (Najade), Marianne Rørholm (Dryade), Julie Kaufmann (Echo).
Warum gibt's eigentlich so viele Opern, die im Orient spielen? In unserer Zugabe zur "L'Italiana in Algeri" sammeln wir Gründe und stellen von den hunderten Werken "alla turca" vier kurz vor: Georg Friedrich Händels "Tamerlano", Wolfgang Amadeus Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", Pablo Lunas "Benamor" und John Coriglianos "The Ghosts of Versailles". Dabei schauen wir uns den Orientbezug genauer an: Sind die Opern klischeehaft? Rassistisch? Oder erzählen sie vielleicht in erster Linie etwas über das europäische Selbstbild?
Wer wirklich nicht genug bekommen kann, findet mehr in den Büchern, die auch die Folge inspiriert haben:
Und wie immer gibt es eine Playlist zur Folge.
Zitierte Musikbeispiele:
Algier oder Mexico City? Egal, Hauptsache Italien! Die Primadonnen schauen sich Gioachino Rossinis frühes Meisterwerk „L’Italiana in Algeri“ an der Deutschen Oper Berlin an. Rolando Villazón siedelt diese opera buffa (komische Oper) im goldenen Zeitalter des lucha libre, der mexikanischen Version des Catchens, an und lässt es ordentlich krachen. Das Publikum der Premiere brach in Begeisterungsstürme aus. Ob sich die Primadonnen auch von der Titelheldin Isabella um den Finger wickeln ließen? Hatten am Ende vielleicht doch die Männer die Nase vorn? Wie steht es um Orientalismus in der Oper? Und ist Catchen nicht das bessere Theater? Wie immer geht es Schlag auf Schlag.
Hier gibt es den Trailer zur Aufführung und eine Playlist zur Folge.
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 08. März 2026
Musikalische Leitung: Alessandro De Marchi
Inszenierung: Rolando Villazón
Bühnebild: Harald Thor
Kostüme: Brigitte Reiffenstuel
Licht: Stefan Bolliger
Choreografie: Ramses Sigl
Wrestling-Einstudierung: Ahmed Chaer
Chöre: Jeremy Bines
Chor der Deutschen Oper Berlin
Dramaturgie: Konstantin Parnian
Mustafà: Tommaso Barea
Elvira: Hye-Young Moon
Zulma: Lucy Baker
Haly: Benjamin Dickerson
Lindoro: Jonah Hoskins
Isabella: Nadezhda Karyazina
Taddeo: Misha Kiria
Wrestler: El Comandante Rambo & Pascal Spalter
Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin
Tänzer*innen des Opernballett der Deutschen Oper Berlin
Zitierte Musikbeispiele
Die Primadonnen machen einen Abstecher ins Kloster und treffen dort jede Menge musikalischer Nonnen. Aus einem Zeitraum von fast 1000 Jahren. Wir lernen dabei viel über Schwesternschaft, weibliches Begehren, aber auch etwas über sozialen Ausschluss. Manuel Pollinger gesellt sich als Ehrenprimadonna hinzu und schwärmt von Florentina Holzinger. Und selbst wenn sich am Ende des Regenbogens vielleicht kein Traum erfüllt, so bleibt kein Auge trocken. Vor Lachen und vor Weinen.
Wie immer gibt es die ganze Musik auf der Playlist zur Folge. Mehr über Manuel kann man auf seiner Homepage (www.manuelpollinger.com) erfahren.
Zitierte Musikbeispiele
Wie weit ist man bereit zu gehen, um für seine Überzeugungen einzustehen? Die Nonnen in Francis Poulencs Oper „Dialogues des Carmélites“ von 1957 finden: bis in den Tod. Jedenfalls wenn die Alternative ist, mitten im Terrorregime der Jakobiner während der französischen Revolution alles aufzugeben, woran sie glauben: Die Kirche. Ihr Gelübde. Gott.
Die Primadonnen besuchen die Produktion der Semperoper Dresden (Regie: Jetske Mijnssen, Musikalische Leitung: Marie Jacquot). Sie erzählen, warum die „Dialogues“ zu ihren Lieblingsopern gehören, streiten sich über den Schluss der Inszenierung und überlegen, was diese Oper mit der aktuellen Wehrpflichtdebatte gemein hat.
Hier gibt es den Trailer der Semperoper und hier die Playlist zur Folge auf Spotify.
MusikalischeLeitung: Marie Jacquot
Inszenierung: Jetske Mijnssen
Bühnenbild: Ben Baur
Kostüme: Gideon Davey
Choreografie: Lillian Stillwell
Licht: Franck Evin
Choreinstudierung: Jan Hoffmann
Dramaturgie: Kathrin Brunner, Dorothee Harpain
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden
Le Marquis de la Force: Michael Kraus
Blanche, seine Tochter: Marjukka Tepponen bzw. Tara Erraught
Le Chevalier, sein Sohn: Julien Dran
Madame de Croissy: Evelyn Herlitzius
Madame Lidoine: Sinéad Campbell Wallace
Mère Marie: Julie Boulianne
Sœur Constance: Rosalia Cid
Mère Jeanne: Michal Doron
Sœur Mathilde: Nicole Chirka
Beichtvater: Simeon Esper
Erster Kommissar: Jürgen Müller
Zweiter Kommissar: Vladyslav Buialskyi
Kerkermeister: Martin-Jan Nijhof
Offizier: Anton Beliaev
Thierry: Yu He
Zitierte Musikbeispiele
Opern sind immer Teamarbeit – aber manchmal sind die Teams besonders familiär. Wir klären in unserer aktuellen Zugabe, welche Familienkonstellationen zur Entstehung von "Innocence", "Hänsel und Gretel", "Die Zauberföte" und anderen geführt haben. Nicht jede Zusammenarbeit blieb friedlich. Aber alle ergaben erstaunliche Musik.
Wie immer gibt es die ganze Musik auf der Playlist zur Folge.
Auch in dieser Spielzeit widmen sich die Primadonnen einer Komponistin: Kaija Saariaho. Wir erzählen, was wir an ihrer letzten Oper “Innocence” von 2021 über die Folgen eines Schul-Amoklaufs so schätzen und berichten von gleich zwei Inszenierungen: der der Uraufführung 2021 in Aix-en-Provence (Regie: Simone Stone, ML: Susanna Mälkki) und der aktuell in Nürnberg laufenden (Regie: Jens-Daniel Herzog, ML: Roland Böer). Es geht um Schuld, Mehrsprachigkeit, Volksmusik in einer Opernpartitur – und die Frage: Wie hättest du reagiert?
- Innocence: Aix en Provence (2021)
- L'Amour de loin: Finnish National Opera
- Saariaho – Hush
- Interview Kaija Saariaho und Aleksi Barrière mit Kirill Gerstein
- Homepage Miika Hyytiäinen
Besetzung: Aix-en-Provence (2021); Nürnberg (Dezember 2025)
Regisseur: Simon Stone; Jens-Daniel Herzog
Bühnenbild: Chloe Lamford; Mathis Neidhardt
Kostüme: Mel Page; Sibylle Gädeke
Licht: James Farncombe; Fabio Antoci
Dirigent: Susanna Mälkki; Roland Böer
Orchester: London Symphony Orchestra; Staatsphilharmonie Nürnberg
Chor: Estonian Philharmonic Chamber Choir; Chor des Staatstheater Nürnberg
Kellnerin (Tereza): Magdalena Kožená; Almerija Delic
Schwiegermutter (Patricia): Sandrine Piau; Chloë Morgan
Schwiegervater (Henrik): Tuomas Pursio; Jochen Kupfer
Braut (Stela): Lilian Farahani; Julia Grüter
Bräutigam (Tuomas): Markus Nykänen; Martin Platz
Priester: Jukka Rasilainen; Philipp Kranjc
Lehererin (Cecilia): Lucy Shelton; Fredrika Brillembourg
Schülerin 1 (Marketa): Vilma Jää; Erika Hammarberg
Schülerin 2 (Lilly): Beate Mordal; Caroline Ottocan
Schülerin 3 (Iris): Julie Hega; Lou Denès
Schüler 4 (Anton): Simon Kluth; Manuel Ried
Schüler 5 (Jeronimo): Camilo Delgado Díaz; Emanoel Velozo
Schülerin 6 (Alexia): Marina Dumont; Martha Sotiriou
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