dieMotive – Podcast zur Kultur der Fotografie

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dieMotive – Podcast zur Kultur der Fotografie episodes

  • Fokus – Edward Steichen

    Edward Steichens The Pond, Moonrise, auch bekannt als The Pond, Moonlight, zeigt einen Wald und einen Teich bei Nacht. Der Mond steht tief zwischen den Bäumen, sein Licht spiegelt sich auf dem dunklen Wasser. Das Bild entstand 1904 in Mamaroneck, New York, und wurde 2006 für 2,928 Millionen US Dollar versteigert. Damals war es die teuerste Fotografie, die je bei einer Auktion verkauft wurde.

    Steichen begann als Maler und Lithograf. Mit manueller Bearbeitung, aufgetragener Farbe und einem Platinabzug verwandelte er eine nächtliche Landschaft in eine dichte, subjektive Bildwelt.

    Shownotes

    The Pond – Moonlight (Moonrise)

    The Flatiron

    The Family of Man, Steichen Collections CNA

     

    Ein Fashiofoto von Edward Steichen von 1937

     

     

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    Redaktion und Produktion: Alexander Hagmann

    7 min
  • Fokus – Julia Margaret Cameron

    In dieser Episode geht es um Julia Margaret Cameron, eine der wichtigsten Fotografinnen des 19. Jahrhunderts. Sie begann 1863 im Alter von 48 Jahren zu fotografieren, nachdem sie eine Kamera geschenkt bekommen hatte. Auf ihrem Anwesen Dimbola Lodge auf der Isle of Wight richtete sie ein Atelier in einem ehemaligen Kohlenschuppen ein. Dort porträtierte sie Familienmitglieder, Hausangestellte, Kinder, Freundinnen, Freunde und zahlreiche prominente Zeitgenossen.

     

    Cameron ignorierte dabei viele Regeln der damaligen Porträtfotografie. Statt gleichmäßigem Licht, präziser Schärfe und kontrollierter Pose suchte sie nach Stimmung, Charakter und innerer Spannung. Ihre Bilder entstanden mit dem Nasskollodiumverfahren auf Glasplatten. Die Platten mussten kurz vor der Aufnahme vorbereitet und noch feucht belichtet werden. Lange Belichtungszeiten machten Bewegung fast unvermeidlich. Unschärfen, Kratzer und Flecken akzeptierte Cameron jedoch nicht als Mängel. Sie nutzte sie als Teil ihrer Bildsprache.

     

     

    ShownotesDas Bild von Alfred, Lord Tennyson

     

    Ein anderes Bild von Alfred, Lord Tennyson

     

    Ein Bild eines Kindes als Engel

    Ein weiteres Portrait von Cameron

    Sir John Herschel

     

    Das Portrait von Charles Darwin

     

     

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    Redaktion und Produktion: Alexander Hagmann

    7 min
  • Fokus – William Eggleston

    William Egglestons The Red Ceiling von 1973 zeigt eine rote Zimmerdecke, eine nackte Glühbirne, weiße Kabel und den Rand eines Posters. Ein unspektakuläres Motiv, das zu einem Schlüsselbild der modernen Fotografie wurde. Die Aufnahme entstand vermutlich im Gästehaus von Egglestons Freund T. C. Boring in Greenwood, Mississippi.

    In dieser Episode geht es um die Radikalität dieses Bildes und um Egglestons Umgang mit Farbe. Gedruckt im aufwendigen Dye Transfer Verfahren, wirkt das Rot nicht dekorativ, sondern körperlich und beunruhigend. Farbe wird zur Struktur des Bildes und verändert die Wahrnehmung eines gewöhnlichen Raums.

     

     

     

    Shownotes

     

    Untitled, Greenwood, Mississippi (Red Ceiling)

     

    Das Cover des Albums von Radio City

     

    Untitled [Memphis] (Das Dreirad)

     

    William Eggleston’s Guide

     

     

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    Redaktion und Produktion: Alexander Hagmann

    9 min
  • Fokus – Cindy Sherman

    In dieser Folge geht es um Cindy Shermans "Serie Untitled Film Stills". Zwischen 1977 und 1980 schuf die Künstlerin 69(70) Schwarzweißfotografien, in denen sie selbst in immer neue Rollen schlüpft. Sie erscheint als Angestellte in der Großstadt, als Hausfrau, als Wartende, als Intellektuelle oder als Fremde. Sherman ist auf allen Bildern zu sehen, doch die Arbeiten sind keine Selbstporträts im üblichen Sinn. Ihr Körper dient nicht dazu, eine private Persönlichkeit offenzulegen. Er wird zur Projektionsfläche für Rollen und Bildklischees.

     

    Shownotes

     

    Untitled Film Still #21

     

    Hier kann man ein paar Bilder der gesamten Serie sehen

     

    Die Selfies, die Cindy Sherman nicht als solche sieht.

     

    https://www.nytimes.com/interactive/2018/10/05/magazine/instagram-cindy-sherman-ugly-beauty.html

     

    Die History Portraits

     

    Ein Bild aus der Clown Serie

     

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    Redaktion und Produktion: Alexander Hagmann

    8 min
  • Fokus – Diane Arbus

    Diese Folge widmet sich Diane Arbus und ihrer besonderen Art zu sehen. Ausgangspunkt ist das Foto Child with Toy Hand Grenade in Central Park, N.Y.C., 1962. Sie beobachtete, wartete und wählte aus zwölf Aufnahmen genau das Bild aus, in dem Haltung, Mimik und Geste eine unruhige Spannung erzeugen.

    Auch ihr Foto Identical Twins, Roselle, New Jersey, 1967 führt zu einer ähnlichen Frage. Arbus interessiert sich nicht einfach für das Außergewöhnliche. Sie findet das Unheimliche und Unabgeschlossene mitten im Gewöhnlichen.

    Die Episode zeichnet Arbus’ Weg von der Modefotografie zu einer der prägenden Positionen der amerikanischen Fotografie nach. Sie fragt auch nach der Ambivalenz ihres Werks: Wann wird fotografische Aufmerksamkeit zu einem Ausstellen? Und was passiert, wenn wir Menschen auf Bildern unbedingt deuten, einordnen und erklären wollen? Diane Arbus zeigt Menschen als Gegenüber. Sie bleiben sichtbar, fremd und letztlich nicht vollständig lesbar.

     

     

    Shownotes

     

    Child with a toy hand grenade in Central Park, N.Y.C., 1962

     

    Der gesamte Kontakbogen

     

    Zwillinge

     

     

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    Redaktion und Produktion: Alexander Hagmann

    10 min
  • Fokus – Rinko Kawauchi

    Diese Episode widmet sich der japanischen Fotografin Rinko Kawauchi und ihrer Serie Ametsuchi. Kawauchi richtet den Blick auf Zusammenhänge. Licht, Wasser, Rauch und Erde stehen nicht für sich. Sie erscheinen als Teil eines Kreislaufs. Ametsuchi, japanisch für Himmel und Erde, beschreibt genau diese Verbindung. Fotografiert wurden unter anderem kontrollierte Grasbrände am Aso-Vulkan. Das Feuer zerstört nicht nur. Es schafft die Voraussetzung für neues Wachstum. Die Bilder entziehen sich einer schnellen Erklärung. Kawauchi zeigt keine spektakulären Momente. Sie öffnet einen Zustand von Aufmerksamkeit. Ihre Fotografie bewegt sich zwischen Nähe und Vergänglichkeit. Diese Episode nähert sich Kawauchis Bildwelt nicht über Analyse, sondern über Erfahrung. Eine Einladung, Fotografie als Wahrnehmung zu verstehen.

     

    ShownotesDas beschriebene Bild

    Die ganze Serie Ametsuchi

    Rinko Kawauchi Webseite

    Weitere Arbeiten von Rinko Kawauchi bei ihrer Galerie

     

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    Redaktion und Produktion: Alexander Hagmann

    6 min
  • Fokus – Carrie Mae Weems

    In dieser Episode geht es um Carrie Mae Weems und ihre Kitchen Table Series von 1990, einen Werkzyklus, in dem Intimität und Politik untrennbar zusammengehören. Weems zeigt Beziehungen, Rollenbilder, Nähe, Einsamkeit und Macht nicht als private Nebensachen, sondern als Orte, an denen gesellschaftliche Strukturen sichtbar werden. Ausgehend von diesem Schlüsselwerk öffnet die Folge den Blick auf ihr gesamtes Schaffen: auf Fragen von Race, Class, Gender, Erinnerung und Repräsentation. Es geht um Bilder, die nie nur Personen zeigen, sondern immer auch die Ordnung, in der diese Personen gesehen werden.

     

    Shownotes

     

    Bilder der Kitchen Table Series

    Das beschriebene Bild

     

    Ein weiteres Bild der Serie

     

    Und noch eins

     

     

    Die ganze Seriehttps://www.nga.gov/artworks/209288-kitchen-table-series

     

    Ausstellung Reflections for now. Mit der Serie The Push, The Call, The Scream, The Dream

    01

     

    02

     

    03

     

    Link zur Galerie von Carrie Mae Weems

    Link zu Carrie Mae Weems

     

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    Redaktion und Produktion: Alexander Hagmann

    8 min
  • Fokus – Sarah Moon

    Was zeigt ein Modefoto eigentlich: ein Kleid, einen Körper, einen Stil oder etwas viel Flüchtigeres? In dieser Episode geht es um Sarah Moon und ihr Bild Fashion 9, Yohji Yamamoto, 1996, ein Foto, das sich der Klarheit bewusst entzieht.Ausgehend von diesem Bild nähert sich die Episode Sarah Moons Bildsprache: ihrer Unschärfe, dem instabilen analogen Material, der Weigerung, Mode glatt und eindeutig zu zeigen. Es geht um ihre Biografie, ihre Arbeit für Cacharel und den Pirelli-Kalender, um ihre Nähe zu Yohji Yamamoto und um die Frage, warum ihre Bilder bis heute nicht altern wie viele andere Modefotografien. Sarah Moon fotografiert keine Oberflächen. Sie fotografiert den Moment, in dem etwas gerade beginnt zu verschwinden. Genau darin liegt die eigentümliche Schönheit ihrer Bilder.

     

     

    Fashion 9, Yohji Yamamoto

     

    Der Pirelli Kalender von 1972

    La robe à pois, 1996

     

    Taube

     

     

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    Redaktion und Produktion: Alexander Hagmann

    8 min
  • Fokus – Dorothea Lange

    Dorothea Lange wuchs in New York auf, eröffnete ein Porträtstudio in San Francisco und wandte sich mit Beginn der Weltwirtschaftskrise dauerhaft der sozialen Dokumentation zu. Ab 1935 arbeitete sie für die Farm Security Administration der US-Regierung und fotografierte Wanderarbeiter, Migranten und die verarmte Landbevölkerung Amerikas.

    Ihr Bild „Migrant Mother" aus dem Jahr 1936 wurde zur Ikone der Great Depression. Es zeigt Florence Thompson, eine erschöpfte Wanderarbeiterin mit ihren Kindern in einem Arbeitercamp in Nipomo, Kalifornien. Das Foto entstand innerhalb weniger Minuten und ging um die Welt.

    Langes Stärke lag in ihrer Nähe zu den Menschen. Sie suchte das Gespräch, baute Vertrauen auf und zeigte nicht nur Elend, sondern auch Würde und Widerstandskraft. Ihre Arbeit hatte direkte politische Wirkung und gilt bis heute als Maßstab für engagierte Dokumentarfotografie.

     

    Shownotes

    Das Originalbild

    Veröffentlichtes Bild mit Daumen

    Eines der Bilder mit Sicht auf das Lager

    Alle 7 Bilder

    Bilder der zwangsinhaftierten japanischstämmigen Bevölkerung

     

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    7 min
  • Fokus – Harold Edgerton

    Harold Edgerton war Ingenieur, Forscher und Fotograf zugleich. Und genau in dieser Verbindung liegt seine besondere Bedeutung für die Fotografie. Mit seinen weiterentwickelten stroboskopischen Verfahren machte er Bewegungen und Vorgänge sichtbar, die dem menschlichen Auge normalerweise entgehen. Seine Bilder zeigen nicht nur spektakuläre Momente, sondern auch, wie eng Technik, Erkenntnis und Form zusammenhängen können. Ausgehend von Milk Drop Coronet von 1957 geht es in dieser Folge um Edgertons Arbeit zwischen Wissenschaft und Bildproduktion, um die Zerlegung von Bewegung, um Hochgeschwindigkeitsfotografie und um die Frage, weshalb ausgerechnet ein technisch erzeugtes Experiment zu einem der bekanntesten Fotos des 20. Jahrhunderts wurde. Edgertons Arbeiten stehen dabei auch im Verhältnis zu Étienne-Jules Marey: ähnlich im Interesse an Bewegung, aber anders in Methode, Präzision und fotografischem Ergebnis.

     

    Shownotes

    Milk Drop Coronet Rot

    https://www.artic.edu/artworks/120885/milk-drop-coronet

     

    Milk Drop Coronet SW

    https://www.metmuseum.org/art/collection/search/281916

     

    https://assets.mitmuseum.mit.edu/iiifimg3/78064661/full/!800,800/0/default.jpg?response-content-disposition=attachment%3B%20filename%3D78064661.jpg

     

    Der Worthington Jet

    https://www.researchgate.net/figure/Snapshots-of-the-Worthington-jet-outside-the-cavity-The-simulation-was-conducted-for_fig7_382641240

     

    Bewegungsabläufehttps://www.nga.gov/artists/16506-harold-edgerton

     

    Harold Edgerton und der Stroboskopblitz

    https://en.wikipedia.org/wiki/Harold_Edgerton#/media/File:Doc_Edgerton_1963.jpg

     

     

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    Redaktion und Produktion: Alexander Hagmann

    10 min

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Der Podcast zur Kultur der Fotografie. In jeder Folge unterhält sich Alexander Hagmann mit wichtigen Personen aus der Fotografieszene. Dazu gehören Kurator*innen, Autor*innen, Kritiker*innen, Lehrende, Fotoredakteur*innen, Galerist*innen und viele mehr. Bei einer weiterhin steigenden Anzahl an produzierten Fotografien wird die Rolle der Verwertung, Nutzung, Distribution und Veröffentlichung der Fotografie immer größere Relevanz erhalten. Also werden auch die Personen, die diese Entscheidungen treffen, immer wichtiger. Zeit mit ihnen zu sprechen.

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