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In dieser Episode spreche ich mit der Kuratorin, Autorin und Kritikerin Maren Lübbke-Tidow über ihren vielseitigen Werdegang – vom Studium der Kunstgeschichte und Politikwissenschaft in Marburg und Wien über ihre Arbeit bei Camera Austria bis hin zu ihrer aktuellen Rolle als künstlerische Leiterin des European Month of Photography EMOP in Berlin. Sie erzählt, wie das Schreiben über Kunst und Fotografie ihr geholfen hat, ihre eigene Stimme zu finden und welche Entwicklungen ihre Arbeit prägen. Wir beleuchten die Bedeutung von Kontexten in der Fotografie, die Herausforderungen des Kuratierens in einer globalen Kunstlandschaft und die Verbindung von Text und Fotografie in aktuellen Diskursen. Und wie steht es um das Deutsche Fotoinstitut?
Maren Lübbke-Tidow ist eine in Berlin ansässige Autorin, Kritikerin und Kuratorin mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Fotografie. Von 1997 bis 2016 war sie als Redakteurin und Kuratorin eng mit Camera Austria in Graz verbunden, wo sie von 2011 bis 2014 als Chefredakteurin und Kuratorin tätig war. Seit 2021 leitet sie den European Month of Photography (EMOP) in Berlin. Ihr kuratorisches Selbstverständnis basiert auf einem intensiven Dialog mit Fotografinnen und bildenden Künstler*innen. Neben ihrer Arbeit als Kuratorin und Autorin unterrichtet sie seit über zehn Jahren an verschiedenen Universitäten, darunter die Universität der Künste Berlin und die Schule Friedl Kubelka in Wien. Lübbke-Tidow ist zudem Teil des Projekts Lighting the Archive, das sich mit Archivierungsformen in der Fotografie beschäftigt.
Coverfoto: Privat.
Was in der Episode vorkommt:
https://marenluebbketidow.com/
EMOP Berlin
Camera Austria
Lighting the Archive
Jeff Wall
Berit Schneidereit
Hans Hansen
Luise Marchand
Mehr unter:
Werbepartner dieser Episode ist das Clemens Sels Museum in Neuss.
https://clemens-sels-museum-neuss.de/ausstellungen/foto-kunst-foto
Katharina Klapdor Ben Salem erzählt von ihrem Werdegang von der Universität Münster bis zu ihrer aktuellen Rolle als Leiterin des Deutschen Jugendfotopreises und des Deutschen Multimediapreises beim Kinder- und Jugendfilmzentrum. Sie beschreibt, wie sie durch das Studium der Kulturanthropologie und ihren ersten Job in die Kulturarbeit rutschte, aber stets offen für alle künstlerischen Sparten blieb. Auch der vermeintlich einfache Zugang zum fotografischen Bild ist ein großes Thema, das zu komplexen Fragestellungen führt. In ihrer Rolle als Leiterin des Deutschen Jugendfotopreises setzt sie sich dafür ein, dass Kunst und Kultur inklusiv sind und Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder Bildung erreichen. Wir sprechen über die Herausforderungen, diversere Teams aufzubauen und wie Fotografie als Dokumentationsmedium in der Kulturanthropologie eine Rolle spielt. Und wir reden auch über Grafitti (ja, wirklich), Netzwerke und auch über KI.
Die Ausstellung des Jugendfotopreises 2024 läuft noch bis 06. Oktober im NRW Forum Düsseldorf.
Katharina Klapdor Ben-Salem ist Kulturanthropologin mit einem tiefen Verständnis für Fotografie und Bildungsarbeit. Sie hat einen Master of Arts in Kulturanthropologie von der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und leitet seit 2023 den Deutschen Jugendfotopreis und den Deutschen Multimediapreis. Darüber hinaus ist sie stellvertretende Vorsitzende der Sektion Bildung der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) und Mitglied der AG Visuelle Kompetenzen im Deutschen Fotorat.Katharina Klapdor Ben-Salem ist Kulturanthropologin mit einem tiefen Verständnis für Fotografie und Bildungsarbeit. Sie hat einen Master of Arts in Kulturanthropologie von der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und leitet seit 2023 den Deutschen Jugendfotopreis und den Deutschen Multimediapreis. Darüber hinaus ist sie stellvertretende Vorsitzende der Sektion Bildung der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) und Mitglied der AG Visuelle Kompetenzen im Deutschen Fotorat.
Seit 2018 ist sie auch ehrenamtlich als Projektleitung bei And She Was Like: BÄM! tätig.
Coverfoto: https://nadineschwickart.com
Shownotes
https://www.jugendfotopreis.de
https://katharinaklapdor.com/
https://www.dgph.de/sektionen/bildung
https://andshewaslikebam.de
Die genannte Künstlerin Cihan Çakmak http://www.cihancakmak.com/
dieMotive auf Instagram
https://www.instagram.com/diemotive.de
https://www.diemotive.de
Der offene Veranstaltungskalender von dieMotive:
https://diemotive.de/kalender/
zum selber eintragen:https://diemotive.de/veranstaltung-eintragen/
Und hier kann man diesen Podcast und alles was damit zusammenhängt unterstützen:https://diemotive.de/spenden/
In der Episode mit Adrian Sauer tauschten wir Gedanken über seinen Weg vom Studium bis zur Hochschule aus, wobei der Einfluss von Timm Rautert eine große Rolle spielte. Adrian gewährte Einblicke in seine Arbeit, die Anfänge in der Dunkelkammer und wir diskutierten intensiv über das Denken über Bilder sowie das Verhältnis von Rationalität und Emotion in Fotografie und Gesellschaft. Unser Gespräch erstreckt sich auch über die Bedeutung der Technologie und das Verhältnis zwischen privaten und professionell erstellten Bildern. Zudem sprachen wir über die Stärken der Fotografie im Vergleich zu künstlich generierten Bildern.
Adrian Sauer ist ein zeitgenössischer deutscher Künstler und Fotograf. Er studierte von 1997 bis 2003 an der HGB Leipzig, seit 1999 unter der Anleitung von Timm Rautert. Von 2004 bis 2007 war er in der Produzentengalerie Amerika in Berlin tätig. Seitdem hat er sich einen Namen als Künstler gemacht und ist derzeit Professor für Fotografie und generative Bildsysteme am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Bielefeld, wo er Gottfried Jäger nachfolgte.
Foto: Patrick Pollmeier
https://www.paddelproduction.de/
https://www.adriansauer.de/
und auch die Webseite des FB Gestaltung der Hochschule Bielefeld
https://www.hsbi.de/gestaltung
https://www.ooekultur.at/exhibition-detail/adrian-sauer
Ein Gespräch mit dem Fotobuch-Nerd aller Fotobuch-Nerds: Markus Schaden. Über Führungen mit Kegelclubs, die Anfänge der Fotobuchmanie, seine Erfahrungen und Erlebnisse. Und über das Projekt The PhotoBookMuseum. Und über alles sowieso.
Nur: Markus hat so viel zu erzählen, dass ein Gespräch zu einer Sammlung wunderbarer Anekdoten und Geschichten wird. Selten habe ich mich so gerne zurückgelehnt und zugehört. Fast jede mögliche Frage wurde von Markus vorweggenommen. Sehr locker und unwiderstehlich unterhaltsam. Danke.
Markus Schaden ist Buchhändler, Verleger, freier Kurator in Köln sowie Gründer und Leiter des The PhotoBookMuseum. Er war 2004/2005 Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Photographie, Jurymitglied bei Fotofestivals in Mannheim, New York, Arles, Paris, Krakau und Los Angeles und hat mit dem PhotoBookMuseum den Photobook Dummy Award vom Kassel Photobook Festival übernommen und weitergeführt. Das Museum dient als Plattform für Sammlungen, Ausstellungen und Events und ist der Erforschung und Vermittlung zeitgenössischer Fotobuchkultur gewidmet. Als Museum des 21. Jahrhunderts versteht es sich als lebendiger, sozialer Ort, der einem breiten Publikum offensteht.
Bisher ohne festes Haus nutzt es innovative mobile Vermittlungs- und Ausstellungsstrategien und lädt fernab des musealen Mainstreams international zur Partizipation ein. Das PhotoBookMuseum ist bisher weltweit das einzige Museum, das sich ausschließlich dem Medium Fotobuch widmet.
Foto: Hartmut Bühler
Startseite
https://www.thephotobookmuseum.com/de/
http://www.schaden.com/
Das Fotobuchquartett
https://youtube.com/playlist?list=PLmxJHCLYo36EGEii9hzuUzS-enYNWhyAK&feature=shared
Wurde kurz genannt:
https://la-chambre-claire.fr/
A photographers place in New York ist leider schon lange geschlossen und der Besitzer Harvey Zucker leider im Jahr 2015 verstorben.
Rebecca Wilton leitet seit November 2023 das Fotografie-Programm im Distanz Verlag.
Sie studierte Fotografie bei Timm Rautert an der HGB Leipzig und arbeitete von 2011 bis 2015 als Redakteurin bei Camera Austria.
Von ihrem frühen Wunsch, Kamerafrau zu werden, über ihren Weg in die Fotografie und an die Hochschule bis hin zum Projekt „Lighting the Archive“. Wir spannen einen großen Bogen, in dem auch das Fotoinstitut eine große Rolle spielt. Wir enden bei ihrer aktuellen Arbeit im Distanz Verlag und auch dem Katalog zu der Ausstellung SIZE MATTERS im Kunstpalast.
Es ist ein langes Gespräch geworden, in dessen Verlauf mir eine falsche Erinnerung gekommen ist. In dem Teil, in dem es um die iPads auf Rebeccas Instagram Account geht, war es mehr ein Wunsch als eine Tatsache, dass ich alle Bilder geliked habe. Ich habe damit angefangen, es aber nie zu Ende gebracht.
Und wer genau hinhört, wird merken, woher die Gedanken zum digitalen Archiv des Fotoinstituts im letzten Newsletter gekommen sind.
Foto: Timo Grimberg
https://www.distanz.de
https://www.hgb-leipzig.de/
https://lightingthearchive.org
Heike Ollertz ist Geschäftsführerin des Verbandes Freelens und war bis Anfang 2023 Dekanin an der University of Europe for Applied Sciences, wo sie seit 2014 als Professorin Fotografie lehrte. Natürlich spricht sie auch darüber, warum sie von der Professur an die Spitze eines Fotoverbandes gewechselt ist. Die gesellschaftliche Relevanz und die Kraft der journalistischen Fotografie in der massenhaften Verbreitung von Bildern spielen im Gespräch ebenso eine Rolle wie der Sinn und Zweck von Verbänden wie Freelens und deren Arbeit mit und für die Mitglieder. Dass es zwischendurch auch um KI-generierte Bilder ging, war sicher nicht geplant, machte das Gespräch aber umso interessanter.
Foto: Axel Martens
Was in dieser Episode alles vorkam?
https://freelens.com/
https://freelens.com/galerie/aktuelle-ausstellung/
https://www.ue-germany.com/de/studiengaenge/art-und-design
https://www.letteverein.berlin/
https://deutscher-fotorat.de/
Eine Podcast-Episode mit Lucia Halder, Kuratorin am Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln. Unser Gespräch beginnt mit dem ebenso spannenden wie heiklen Thema des Umgangs mit ethnologischen Fotografien, der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung beim Betrachten von Fotografie und den damit entstehenden Herausforderungen. Dabei spielt die Kontextualisierung von der Aufnahme bis zur Betrachtung dieser Fotografien eine große Rolle. Am Ende der Episode gibt Lucia noch einen Einblick in ihr Engagement in der DGPh und wir diskutieren noch das nicht minder relevante Thema der ökologischen Verantwortung von Museen und Institutionen.
Foto: Marina Weigl
Weiterführende Links und Shownotes
Die erwähnte Ausstellung von Akram Zaatari in Düsseldorf.
https://www.kunstsammlung.de/de/exhibitions-archive/akram-zaatari-against-photography-eine-kommentierte-geschichte-der-arab-image-foundation
First Pages, aus der Ausstellungsreihe „Counter Images | Gegenbilder“
https://museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum/FIRST-PAGES
Mit Studierenden aus Hannover und Dortmund.
Kiri Dalena im Goethe Institut Manila
Ariella Azoulays „Civil contract of photography“
Infos zu dem DGPh-Thema „Fotografie & Nachhaltigkeit“
Das erwähnte (aber nicht genannte) Zitat von Susan Sontag ihrem Essayband Über Fotografie:
„Die Kamera ist eine Art Paß, der moralische Grenzen und gesellschaftliche Hemmungen aufhebt und den Fotografen von jeder Verantwortung gegenüber den Fotografierten entbindet. Der springende Punkt beim Fotografieren ist, daß man sich nicht in ihr Leben einmischt, sondern es nur besichtigt. Der Fotograf ist ein Supertourist — eine übersteigerte Spielart des Anthropologen — , der Eingeborene besucht und Nachrichten von ihrem exotischen Treiben und ihrer sonderbaren Aufmachung mit nach Hause bringt.“
Frauke Schnoor ist Bildchefin bei Zeit Campus, betreibt seit Anfang 2023 den Newsletter „Dots per Inch“, ist Jurymitglied bei Gute Aussichten und hat außerdem als Art Buyerin in einer Werbeagentur gearbeitet. Dass sie auch Kulturwissenschaften studiert hat, ist Grund genug, über ihren Weg von der wissenschaftlichen Theorie in die Praxis der Bildredaktion zu sprechen.
Und nicht nur das, auch eine Ausbildung zur Bildredakteurin an der Ostkreuzschule steht auf ihrem Lebenslauf. Natürlich sprechen wir über ihr Verständnis von Fotografie genauso wie über den Nutzen von Fotografie im angewandten/werblichen Bereich. Auch der Altersunterschied zwischen Redaktion, Zielgruppe und FotografInnen ist ein Gesprächspunkt. Am Ende der Folge kommen wir auf das große Thema der KI-generierten Bilder zu sprechen. Natürlich auch, weil dies ein Schwerpunkt des Dots per Inch Newsletters ist.
Foto: Henning Kretschmer
Frauke arbeitet bei https://www.zeit.de/campus/index und betreibt https://dotsperinch.substack.com/
Was in der Episode so vorkam?
https://www.tate.org.uk/whats-on/tate-modern/contemporary-african-photography-a-world-in-common
http://alicemoitie.com/
https://www.mercedes-benz.com/de/exklusiv/me-magazin/alice-moitie-coole-idee/
https://www.sevdaalbers.com
Julia Bunnemann hat als Kuratorin schon einiges erreicht, allerdings ist sie in Deutschland kaum sichtbar aufgrund ihres Jobs in Brighton. Seit 2018 arbeitet sie als Kuratorin für Photoworks. Im Interview sprechen wir über ihren Werdegang von der Triennale Hamburg nach England und was ihren Job und Photoworks im Besonderen auszeichnet. Dass auch Indien, Walter Benjamin und meine mangelhafte Vorbereitung eine Rolle spielen, erwähne ich hier nur am Rande. Das Festival in Brighton ist jedenfalls ganz oben auf meiner Liste. https://photoworks.org.uk https://www.raw-photofestival.de/de/ausstellungen/risk/
Mit Teona Gogichaishvili spreche ich über ihre Liebe zur Fotografie, ihre Herkunft und den Weg in die Fotografie. Auch weshalb sie aus vielen Teilen besteht und es so schwierig ist sich auf eine Sache festzulegen. Sie sagt selber, dass sie aus den Teilen Kunst, Fotografie und Literatur besteht, wobei sie auch Mutter ist und diese Rolle sie ebenfalls sehr geformt hat.
Wie wichtig es ist, reflektiert mit der eigenen Arbeit umzugehen und weshalb auch Portfolio Reviews für die künstlerische Laufbahn von großem Wert sein können erklärt Teona auf ihre sehr angenehme und sympathische Art. Ihr liegt die Förderung junger Menschen sehr am Herzen.
Teona ist seit 2011 Mitorganisatorin und Kuratorin der KOLGA TBILISI PHOTO WEEK, hat Fotografie in Köln und an der FH Bielefeld studiert und leitet seit 2017 den Fachbereich für Kunst an der Musik- und Kunstschule der Stadt Remscheid.
Sie ist seit vielen Jahren als Portfolio Reviewerin beim Houston Fotofest, Hamburg Portfolio Review, Rencontres Arles, Visa pour l’image/Perpignan und vielen anderen unterwegs.
Auch der Fotograf Gregor Sailer bekommt seine verdienten 8min.
Zusammenfassend: Mensch bleiben!
https://www.instagram.com/teona.gogichaishvili
https://kolga.ge/
https://www.teonaphoto.com
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