Digitalgespräch

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By Zentrum verantwortungsbewusste DigitalisierungSociety & CultureScienceTechnology
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Digitalgespräch episodes

  • Arena of IoT: ein Fußballstadion als digitales Reallabor
    Mit Oliver Bäcker von EintrachtTech

    Das sogenannte „Internet der Dinge“ sorgt dafür, dass in unserer Umgebung digitale Prozesse wie von selbst ablaufen. Vernetzte Geräte lösen reale Ereignisse aus, sammeln ganz unterschiedliche Daten, und kombiniert mit Sensoren, Mikrofon- und Kameratechnik stellen Sie Informationen in ungeahnter Menge bereit. Diese Vernetzung kann unsere Arbeit erleichtern, in jedem Fall verändern und auch ganz neue alltägliche Aufgaben entstehen lassen, schafft neue Möglichkeiten, stellt dabei aber auch eigene Bedingungen für unser Leben her: Sie transformiert Arbeitsplätze und Freizeitangebote, verändert unsere Mobilität, wie wir kommunizieren und – mal mehr, mal weniger subtil – worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Hier Neuerungen tatsächlich umzusetzen ist eine spannende und komplexe Aufgabe für die Praxis. Welche Möglichkeiten haben wir, Dinge auszuprobieren und auszuhandeln, und dabei gleichzeitig „echte“, einsatzreife Technologien zum Einsatz zu bringen? Das Stadion des Fußballvereins Eintracht Frankfurt soll seit einiger Zeit für das Rhein-Main-Gebiet als ein solches Experimentierfeld dienen. Eine große Sportstätte und das Management von Fußballereignissen als Labor der Digitalisierung – mit Respekt vor den Traditionen und Werten des Vereins und den Ansprüchen seiner Mitglieder und Fans. Wie das gelingen soll und welche Ideen, Projekte und Ziele dahinterstehen, ist Thema dieses Digitalgesprächs.

    Dr. Oliver Bäcker leitet das Digitalzentrum „Arena of IoT“ bei der EintrachtTech, der Digitaltochter des Fußballvereins Eintracht Frankfurt. Im Digitalgespräch gibt der Experte für Innovations- und Technologiemanagement Einblicke in konkrete Projekte und Entwicklungen, die im Stadion und darum herum entstehen. Bäcker beschreibt, welche Hintergründe der besondere Digital-Schwerpunkt der Eintracht hat, wie Werte und Interessen des Vereins in die Ausgestaltung konkreter Innovationen einfließen und wie Mitglieder und Fans dabei einbezogen werden. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring diskutiert Bäcker, welche Projekte besonders viel Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit erfahren, ob die sportliche Konkurrenz zwischen Fußballclubs sich auch auf digitale Innovationen ausweitet – und welche Bedeutung das Analoge weiterhin hat und auch behält.

    Link zur Webseite des Digitalzentrums Arena of IoT der EintrachtTech: https://klub.eintracht.de/eintrachttech/digitalzentrum-arena-of-iot

    43 min
  • Digitale Forensik
    Mit Felix Freiling von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    Daten auf einer vermeintlich zerstörten Festplatte auslesen, den Bordcomputer eines verunfallten PKW ausbauen, versteckte Dateien auf einem Smartphone finden – in der digitalen Gesellschaft brauchen Ermittler:innen zur Aufklärung von Straftaten oft Unterstützung von IT-Expert:innen. Für diese „Digitale Forensik“ gibt es spezielle Ausbildungen, die technisches Knowhow mit juristischen Kenntnissen vereinen. Doch verglichen mit den etablierten Praktiken besonnener Sicherung und kluger Auswertung von Spuren, für die die klassische Forensik auf der Erfahrung ganzer Generationen von Ermittler:innen und Wissenschaftler:innen aufbaut, ist die forensische Informatik eine sehr junge Disziplin, die sehr anpassungsfähig sein muss: Innovationen und neue Systeme bringen permanent neue Klassen digitaler Spuren mit sich – aber auch Herausforderungen für Forschung und Praxis der Digitalen Forensik, denn Forensiker:innen und auch Polizist:innen müssen für die Digitalität nachhaltig geschult werden.

    Felix Freiling ist Professor für IT-Sicherheitsinfrastrukturen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Mitglied im Direktorium des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt). Im Digitalgespräch erklärt der gefragte Experte, wie man richtig mit digitalen Asservaten umgeht und was man in der Ausbildung für Digitale Forensik noch lernt, erzählt von Beispielen aus der Praxis und macht deutlich, wo in unserem Alltag überall Daten anfallen, die im Falle eines Falls ausgewertet werden könnten. Er spricht darüber, welche Rolle Fälschbarkeit digitaler Spuren in der Realität spielt, ob KI bei den Ermittlungen unterstützt, wie gut Kriminelle ihre digitalen Spuren verwischen und wo das Wissen der forensischen Informatik noch nützlich ist. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring diskutiert Freiling, was die Allgegenwart digitaler Spuren für die Privatsphäre heißt, wie verantwortungsvolle Digitalisierung im Kleinen wie im Großen Kriminalität mitdenken kann – und was das digitale Äquivalent einer DNA-Spur sein könnte.

    Link zum Originalbeitrag: https://zevedi.de/digitalgespraech-045-felix-freiling/

    Weitere Informationen:

    Link zum Graduiertenkolleg „Cyberkriminalität und Forensische Informatik“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg: https://www.cybercrime.fau.de/

    50 min
  • Von Grundsatzdebatte bis Wahlkampf: Digital Kommunizieren in politischen Parteien
    Mit Isabelle Borucki von der Philipps-Universität Marburg

    Unsere Alltagskommunikation hat sich während der Corona-Pandemie radikal digitalisiert. Natürlich mussten sich darum auch politische Parteien und ihre Mitglieder neu organisieren: Ganze Parteitage fanden zeitweise virtuell statt, auch Debatten und Entscheidungsfindungen mussten mit digitalen Tools gelingen, die nun beibehalten werden und den persönlichen Austausch weiterhin ergänzen. Aber auch jenseits der Ausnahmesituation einer Pandemie experimentieren Parteien damit, im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erschließen. Man versucht auf Sozialen Medien Wählerinnen und Wähler zu erreichen, vor allem aber auch das Innenleben der Partei durch Digitalität zu verbessern. Wie die politischen Parteien in Deutschland ihre eigene digitale Transformation angehen, welche Schwerpunkte sie dabei setzen und was ihre jeweiligen Voraussetzungen sind, das unterscheidet sich freilich stark: Mitgliederzahlen, Budget und auch unterschiedliche politische Leitbilder spielen dabei eine Rolle.

    Isabelle Borucki ist Professorin für politikwissenschaftliche Methoden und Demokratie im digitalen Wandel an der Philipps-Universität Marburg und erforscht insbesondere die digitale Transformation politischer Organisationen. Im Digitalgespräch beschreibt die Expertin ihre Beobachtungen aus Studien und Befragungen, die Einblicke in aktuelle Digitalisierungsprozesse politischer Parteien geben. Sie erklärt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Parteien und ordnet sie mit Blick auf deren jeweilige Eigenheiten und Rahmenbedingungen ein. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring diskutiert Borucki, wie Digitalisierung die Teilhabe an parteipolitischer Arbeit erleichtern aber auch erschweren kann, wie Mitglieder und etablierte Strukturen auf Digitalisierungsprozesse reagieren, vor welche Herausforderungen Social Media die PR-Abteilungen von Parteien stellt – und wie sich Parteien bisher zu den technischen Möglichkeiten für digitalen Wahlkampf verhalten.

    Link zum Originalbeitrag: https://zevedi.de/digitalgespraech-044-isabelle-borucki/

    Weitere Informationen:

    Link zur Webseite des Projekts “Campaign Watch” der NRW School of Governance: https://www.campaign-watch.de

    Link zur Webseite von Isabelle Borucki: https://isabelleborucki.de/

    39 min
  • Digitalität und der demokratische Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
    Mit Florian Hager vom Hessischen Rundfunk

    Fernsehen und Radio haben im Zeitalter des Internets ihre Monopolstellung als Massenmedien verloren. Ihre wichtige Rolle für die Demokratie und ihre verfassungsmäßigen Aufgaben haben die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten dabei aber behalten: Hauptsächlich von den Rundfunkgebühren der Bürger:innen finanziert, sollen sie mit einem hochwertigen und vielfältigen Programm informieren, unterhalten, Meinungsvielfalt und unterschiedliche Lebenswirklichkeiten abbilden und für möglichst viele Menschen relevant sein. Längst finden sie darum auch in den Sozialen Medien und auf Online-Plattformen statt, mit aufwendig an spezielle Zielgruppen und deren Nutzungsgewohnheiten angepassten Inhalten. Die öffentliche Funktion erschöpft sich aber nicht in Programmgestaltung, Relevanz, Aktualität und Reichweite: Auch die Archivierung von Gesendetem als historischer Dokumente des Zeitgeschehens gehört zu dieser Verantwortung, genauso wie Bereitstellung und Instandhaltung von Medien-Infrastruktur. Letztere wird ja nicht nur von den Sendeanstalten selbst genutzt, sondern auch von privaten Medienschaffenden – und hat eine zentrale Bedeutung für den Katastrophenschutz. Dass Internet und Digitalisierung hier an vielen Stellen für Transformationsdruck sorgen, ist klar. Was gelingt dabei gut, was ist noch zu tun – und was steht auf dem Spiel?

    Florian Hager ist Intendant des Hessischen Rundfunks, einer der neun Landesrundfunkanstalten der ARD. Im Digitalgespräch schildert er, vor welchen Herausforderungen der Sender steht, welche drängenden Fragen und Baustellen ihn beschäftigen, und wie eine zeitgemäße Programmgestaltung gelingen kann. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring diskutiert Hager, was der Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen angesichts der Digitalität bedeutet, wo Weichenstellungen auch den Einsatz von Politik und Gesellschaft fordern – und welche Rolle Sendemaste und UKW-Radios im Jahr 2023 noch spielen.

    Link zum Originalbeitrag: https://zevedi.de/digitalgespraech-043-florian-hager/

    Weitere Informationen:

    Link zum hr-Gesetz auf den Seiten des Hessischen Rundfunks: https://www.hr.de/unternehmen/rechtliche-grundlagen/das-hr-gesetz-v1,hr-gesetz-100.html

    Link zur Webseite des Deutschen Rundfunkarchivs:

    https://www.dra.de/de/

    46 min
  • Digitalisierte Landwirtschaft – das Beispiel Obstbau
    Mit Christine Rösch vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

    Link zu Christine Röschs Profil am ITAS: https://www.itas.kit.edu/kollegium_roesch_christine.php

    Link zum Projekt DESIRA, das im Podcast besprochen wird: https://desira2020.agr.unipi.it/
    Link zu Informationen zur EU-Strategie Farm2Fork: https://food.ec.europa.eu/horizontal-topics/farm-fork-strategy_en

    43 min
  • Tageszeitungen: Wie verändern sie sich im digitalen Wandel?
    Mit Carsten Knop von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

    Link zu "Befunde aus dem Reuters Institute Digital News Survey 2021: Aktuelle Entwicklungen bei der Nachrichtennutzung in Deutschland" des Leibniz-Instituts für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut: https://www.hans-bredow-institut.de/uploads/media/default/cms/media/q1mweh9_2111_Hoelig_Behre.pdf

    49 min

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Das Digitalgespräch ist ein Podcast von ZEVEDI, dem Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung. Er wendet sich an Menschen, die aus erster Hand wissen wollen, was sich im Feld der Digitalität konkret tut und vor welchen Herausforderungen Wissenschaft und Politik dabei stehen. Im Digitalgespräch kommen Expert:innen zu Wort, die ihr Wissen zu aktuellen Arbeitsgebieten, Projekten und Forschungsperspektiven mit den Gastgeberinnen – Marlene Görger und Petra Gehring – teilen. Der Scheinwerfer fällt dabei auf komplexe Handlungsfelder und sorgt so dafür, dass sich der Nebel großer Schlagworte lichtet. Teils geht es um Themen, die unter Fachleuten gerade heiß diskutiert werden, teils ist von Dingen zu hören, die womöglich erst in Zukunft in das Sichtfeld der breiteren Öffentlichkeit gelangen.

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