Dimensionen
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Dimensionen episodes

  • 160 Jahre "Generelle Morphologie der Organismen"

    Was Ernst Haeckels Klassiker uns heute noch sagt

    Mit seiner 1866 erschienenen "Generellen Morphologie der Organismen" machte der Zoologe und Philosoph Ernst Haeckel Darwins Evolutionstheorie im deutschsprachigen Raum bekannt. Der talentierte Zeichner erstellte Stammbäume des Lebens, systematisierte die belebte Natur nach Form und Gestalt und prägte den Begriff "Ökologie". Einflussreich für spätere Forschergenerationen wurde seine Auffassung von der Vernetzung aller Organismen. Spuren seines Denkens finden sich in der modernen Biologie und Genetik. Andere Ideen, wie jene zur Embryonenentwicklung, haben sich als falsch oder ungenau erwiesen oder werden heute kritisch gesehen, vor allem Haekels sozialdarwinistische Überlegungen. Das Erbe des Naturforschers lässt sich im "Phyletischen Museum" in Jena erkunden, wo er 1919 gestorben ist. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 14. 09. 2026.

    Gestaltung: Ilse Huber

    25 min
  • Entwicklungsland Laos

    Im OPEN SPACE zu Gast: Ildiko Hamos vom World Food Programme der Vereinten Nationen

    Laos ist eines der letzten Länder der Welt mit Hammer und Sichel auf Flaggen im Straßenbild. Das langgestreckte Binnenland zwischen Thailand, China, Vietnam und Kambodscha wird seit 1975 von der kommunistischen Einheitspartei regiert. Eine hohe Inflation lässt die Kaufkraft schwinden. Mangelernährung in den Dörfern soll durch Infrastrukturmaßnahmen reduziert werden. Ildiko Hamos arbeitet seit zehn Jahren für das World Food Programme der Vereinten Nationen in Laos. Die in Wien geborene, studierte Sprachwissenschaftlerin lebt mit ihrer Familie in der Hauptstadt Vientiane. Sie hat viele Hilfsprojekte in den Dörfern des gesamten Landes begleitet. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 10. 09. 2026.

    Moderation: Lothar Bodingbauer

    25 min
  • Parasomnien: Wenn der Schlaf verrücktspielt

    Ein LKW-Fahrer, der nachts mit seinem tonnenschweren Fahrzeug über die Autobahn brettert und sich danach an nichts erinnern kann; ebenso wie der Mann, der im Schlaf sexuell übergriffig wird oder die Frau, die im Bett unbewusst wilde Tanzbewegungen macht: All das sind Beispiele für so genannte Parasomnien, für ungewöhnliche und unerwünschte Verhaltensweisen oder Erlebnisse, die während des Schlafs auftreten können - häufiger bei Kindern bis zur Pubertät, aber auch bei einem geringen Prozentsatz von Erwachsenen. Das bekannteste, wenn auch bei weitem nicht einzige Beispiel für diese Art von Störung ist das Schlafwandeln. Bisweilen können Parasomnien auch Symptome für Krankheiten aufweisen. (Wh. v. 17. 03. 2026) - Eine Eigenproduktion des ORF, ausgestrahlt am 09. 09. 2026.

    Gestaltung: Sabrina Adlbrecht

    25 min
  • Die Balkanroute: Wie Europa sesshaft wurde

    Die Sesshaftwerdung des Menschen begann im Nahen Osten und breitete sich von dort über Anatolien auf die Balkanhalbinsel aus. Ein archäologischer Fund in Südserbien öffnet ein Fenster in die Welt der ersten sesshaften Europäer: die Überreste einer neolithischen Siedlung erzählen, wie Ackerbau, Viehzucht und erste Dörfer vor 8.000 Jahren entstanden - und wie diese Lebensweise über den Balkan nach Mitteleuropa kam. Die Funde verraten einiges über das Zusammenleben und die soziale Struktur in den ersten Dörfern Europas. Auch Funde der charakteristischen Linearbandkeramik, die später ganz Mitteleuropa prägte, wurden hier ausgegraben. Sie konnte sich über das Flusssystem Axios-Vardar-Morava verbreiten, einer der wichtigsten Verkehrsachsen zwischen Ägäis und Donau. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 08. 09. 2026.

    Gestaltung: Lucia Steinwender

    25 min
  • Der Regenbogen am Sternenhimmel

    Was Farben über das Universum erzählen

    Blau leuchtende Sterne, rote Planeten, bunte Galaxien: Farben prägen unser Bild vom Weltall. Im Licht von Sternen, Planeten und Galaxien stecken nahezu alle Informationen, die sich aus der Ferne über sie gewinnen lassen. Die Spektralanalyse, also die Zerlegung des Lichts in seine Wellenlängen bzw. Farben, ist dabei das wichtigste Werkzeug der Astronomie. Damit lässt sich ermitteln, woraus Sterne bestehen, wie schnell sich das Universum ausdehnt oder welche Elemente in den Atmosphären ferner Planeten vorkommen. Das spielt vor allem bei der Erforschung von Exoplaneten und möglichen Spuren außerirdischer Lebensformen eine zentrale Rolle. Danach wird auch am Institut für Astrophysik der Universität Wien gesucht. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 07. 09. 2026.

    Gestaltung: Robin Aydinonat

    25 min
  • Zikaden: Eine übersehene Vielfalt

    Wer an Zikaden denkt, hat meist den lauten Sommergesang aus Italien, Kroatien oder Griechenland im Ohr. Doch die meisten Arten sind viel kleiner und bleiben unbemerkt, auch in Österreich. Hierzulande sind derzeit 688 Zikadenarten nachgewiesen. Der Biologe und Zikadenforscher Gernot Kunz von der Universität Graz beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit dieser wenig beachteten Tiergruppe. In einem südsteirischen Weingarten zeigt er, wie Zikaden gefangen und bestimmt werden und wie deutlich sie auf unterschiedliche Bewirtschaftung reagieren können. Beim nächtlichen Lichtfang wird eine erstaunliche Vielfalt an Farben, Formen und Lebensweisen sichtbar. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 03. 09. 2026.

    Gestaltung: Kathrin Horvath

    25 min
  • Neugestaltung in Nürnberg

    Wie aus dem "Reichsparteitagsgelände" ein Begegnungsort werden soll

    Nach der Machtübernahme 1933 in Deutschland beschlossen die Nazis, Nürnberg zur "Stadt der Reichsparteitage" zu machen. Diese wurden von der NSDAP jährlich bis 1938 hier veranstaltet. Albert Speer sollte dafür ein gigantisches Gebäudeensemble auf einer Fläche von elf Quadratkilometern errichten. Aufgrund des Kriegsausbruchs wurde aber nur ein kleiner Teil realisiert. Der diente nach dem Krieg schon der Erinnerungskultur. Nun wird dort aber im großen Stil umgestaltet. Das Zeppelinfeld mit seiner Tribüne soll bis 2030 zu einem Lern- und Begegnungsort, die Kongresshalle in den nächsten drei Jahren zu einem Kulturort ausgebaut werden. Eine neue Dauerausstellung informiert mit aktuellen Forschungsergebnissen über die Nutzung des Geländes während des Kriegs. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 02. 09. 2026.

    Gestaltung: Stefan May

    25 min
  • Der Schraubenwurm: Rückkehr eines Menschenfressers

    1858 entdeckt ein französischer Marinearzt in einer Strafkolonie eine Fliege, deren Larven sich in lebendes Fleisch der Gefangenen bohren - er bezeichnet sie als hominivorax, "menschenfressend". Bei Nutztieren sorgt diese Plage über Jahrzehnte für gigantische wirtschaftliche Schäden. Mitte des 20. Jahrhunderts wird der Schraubenwurm erst in Nordamerika, später in Mexiko und anderen Ländern Mittelamerika ausgerottet. Doch seit 2023 ist der Parasit plötzlich wieder da und verbreitet sich mit einer Geschwindigkeit, die biologisch unmöglich scheint: schneller als die Fliege, die ihn überträgt. Die Suche nach der Ursache führt unter anderem zu illegalen Viehschmugglern in den unberührten Wälder Mittelamerikas. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 01. 09, 2026.

    Gestaltung: Laura Salm-Reifferscheidt

    25 min
  • Wie Kaiser Franz Joseph die erste Maori-Zeitung mitbegründete

    Im Dezember 1858 lief die österreichische Fregatte SMS Novara im Rahmen ihrer Weltumsegelung in Auckland ein. Als sie ein Jahr später wieder auslief, hatten sich Wiremu Toetoe und Te Hemara Rerehau - beide vom Stamm der Ngati Apakura - der Expedition angeschlossen. In Wien angekommen arbeiteten die Männer in der Druckerei von Kaiser Franz Joseph. Als die beiden nach Neuseeland zurückkehren sollten, schenkte Erzherzog Maximilian den beiden zum Abschied eine eigene Druckerpresse. Sie wurde für den Druck der der ersten, vollständig von Maori produzierten Zeitung verwendet. Die Zeitung spielte eine wesentliche Rolle im "Kingitanga", der Königsbewegung. Deren Ziel: ein gemeinsamer König für alle Maori, Auflehnung gegen die britische Kolonialregierung in Neuseeland. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 31. 08. 2026.

    Gestaltung: Anna Tratter

    25 min
  • Donau-Erkundung II

    Unterwegs im bedrohten Flussdelta

    Die Mündung der Donau ins Schwarze Meer ist nach jener der Wolga das zweitgrößte Flussdelta Europas. Hauptsächlich liegt es in Rumänien, ein kleiner Teil gehört zur Ukraine. Rund 5000 Quadratkilometer kaum berührter Natur sind heute ein riesiges Biosphärenreservat. Doch es ist bedroht: Einerseits durch den klimabedingten Anstieg des Meeresspiegels und die dadurch drohende Versalzung, andererseits fehlt ausreichender Sedimenteintrag aufgrund der wie Riegel wirkenden Wasserkraftwerke entlang der Donau. Das führt zu einem Zurückweichen der Meeresufer. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 26. 08. 2026.

    Gestaltung: Stefan May

    25 min

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