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Paddeln im internationalsten Fluss der Welt
Kein Fluss durchfließt so viele Länder wie die Donau: zehn europäische Nationen berührt sie. Einmal im Jahr rückt das verbindende Element sichtbar in den Mittelpunkt: Im Rahmen der "Tour International Danubien" paddeln Sportler aus ganz Europa die Donau hinunter. Dabei geht es um weit mehr als Wassersport: 1956 gegründet, sollte die TID in der Zeit des Kalten Krieges grenzüberschreitende Freundschaften stärken - ein Anliegen, das angesichts des Kriegs in einem Donauland, der Ukraine, wieder besonders aktuell ist. Dieses Jahr findet die 69. Tour statt. Doch die Internationalität der Donau bringt auch Herausforderungen. Wie schützt man ein Gewässer, das sich über so viele Staaten erstreckt? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 25. 08. 2026.
Gestaltung: Lucia Steinwender
Gewalttäter sind mehrheitlich Männer, vor allem innerfamiliär und bei Tötungsdelikten. Auch unter Kindern und Jugendlichen nehmen die Anzeigen von Gewalttaten zu. Psychotherapeut:innen bieten spezialisierte Programme an, darunter die Anti-Aggressionstherapie, um Täter und potenzielle Opfer vor neuerlichen Gewaltausbrüchen zu schützen. Im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe ist Anti-Aggressionstraining ein zentrales Instrument. Seine Wirksamkeit hängt maßgeblich davon ab, wie einsichtig und veränderungsbereit ein Täter ist. Beklagt werden die unzureichende Finanzierung der Angebote und die langen Wartezeiten bei gerichtlich angeordneten Maßnahmen zur Gewaltprävention. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 24. 08. 2026.
Gestaltung: Sabrina Adlbrecht
Zwei Wochen im Monat depressiv, zwei Wochen beschwerdefrei. Das Muster wiederholt sich, Monat für Monat, und doch vergehen oft Jahre bis zur Diagnose. Drei bis acht Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden an PMDS, einer prämenstruellen dysphorischen Störung. Die Beschwerden treten in der zweiten Zyklushälfte auf und verschwinden mit Beginn der Menstruation. Depressionen, Angst, Gereiztheit und Wutausbrüche gehören zu den Symptomen, in schweren Fällen auch Suizidgedanken. Die Hormonschwankungen im Menstruationszyklus sind dabei normal. Was aber anders ist, ist die Reaktion des Gehirns darauf: Es reagiert empfindlicher. Wie genau es dazu kommt, wird noch erforscht. Betroffenen kann mit Lebensstilanpassung, Verhaltenstherapie, Antidepressiva und bestimmten Formen der Pille geholfen werden. Was bei wem hilft, ist individuell unterschiedlich. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 20. 08. 2026.
Gestaltung: Susanne Endres
Wo Österreichs Hochgebirgsökologie begann
Fast 12 Jahre (1928-1939) verbrachte der Grazer Alpinist und Kartograph Erwin Hein in den bolivianischen, chilenischen und peruanischen Anden. Als Teilnehmer der großen Andenexpeditionen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins erklomm er zahlreiche 6000er in Bolivien und Peru. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team erforschte Hein viele Jahre lang Gletscher, Berge und Flüsse, beschäftigte sich mit den Auswirkungen der kosmischen Strahlung in extremen Höhenlagen auf die indigenen Bevölkerungen und zeichnete klimatische Bedingungen in den Anden auf. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt unter der Leitung des Historikers und Lateinamerika-Experten Christian Cwik vom Institut für Geschichte der Universität Klagenfurt beschäftigt sich mit Resultaten dieser historischen Andenexpeditionen. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 18.08.2026
Gestaltung: Rosemarie Burgstaller
KI-Chatbots werden für manche Menschen zu Vertrauten, Freunden oder sogar Partnern. Apps wie Replika oder Character AI versprechen Nähe, Aufmerksamkeit und Gespräche rund um die Uhr. Gleichzeitig zeigt die Forschung, dass emotionale Bindungen zu künstlichen Gesprächspartnern erstaunlich intensiv werden können. Was macht diese Beziehungen so attraktiv? Welche Chancen und Risiken bergen sich darin? Und wie verändert sich unser Verständnis von Nähe, wenn Maschinen immer menschlicher wirken? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 18. 08. 2026.
Gestaltung: Florian Jauk
"Verbesserte Spiele". Der Titel der erstmals im Mai 2026 durchgeführten Multisportveranstaltung war zwar Programm, hielt aber nicht, was er versprach: Athletinnen und Athleten konnten unter ärztlicher Aufsicht verbotene Substanzen zur Leistungssteigerung einnehmen. Gebrochen wurde dann aber nur ein einziger Weltrekord, im Schwimmen. Doping führt also nicht automatisch zu besseren Leistungen im Spitzensport. Dafür bleibt das erhöhte Gesundheitsrisiko für die Teilnehmer:innen bestehen. Zu welchem Zweck werden solche Spiele also veranstaltet? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 17. 08. 2026.
Gestaltung: Daphne Hruby
Wachstum zwischen Schöpfung und Zerstörung
Der Preis für Wirtschaftswissenschaften im Gedenken an Alfred Nobel ging 2025 an drei Forscher für ihre grundlegenden Arbeiten zum nachhaltigen und innovationsgetriebenen Wirtschaftswachstum. Sie knüpften an die Theorie eines österreichischen Ökonomen an: Joseph Schumpeter, der den Begriff der "schöpferischen Zerstörung" geprägt hatte. Die Ausgezeichneten konnten in Folge zeigen, wie technologische Innovationen einerseits Produkte und Dienstleistungen verbessern, andererseits aber auch zerstörerisch wirken können - indem Neues Vorhandenes ersetzt. (Wh. v. 2025). - Eine Eigenproduktion des ORF gesendet in Ö1 am 13. 08. 2026.
Gestaltung: Armin Stadler
Die Entwicklung metallorganischer Gerüste
Ein Gramm eines neuartigen Materials, dessen innere Hohlräume die Oberfläche des viel zitierten Fußballfeldes haben. Manchmal sogar mehr. Das sind die Strukturen, die die diesjährigen Chemienobelpreisträger erfunden haben. Damit könnten Wasser aus der Wüstenluft gewonnen, Kohlendioxid aus der Atmosphäre gebunden, giftige Gase eingefangen oder chemische Reaktionen katalysiert werden. (Wh. v. 2025) - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 12. 08. 2026.
Gestaltung: Birgit Dalheimer
Ein "Quantum" Trost: Vom Quantensprung zum Quantencomputer
Der Physik-Nobelpreis 2025 ging an drei Forscher für die Entdeckung von Quanteneffekten wie etwa das "makroskopische Tunneln". Klingt abstrakt, hat aber sehr fassbare Auswirkungen: Zum einen ist der erwähnte Tunneleffekt dafür verantwortlich, dass es in der Natur überhaupt Radioaktivität gibt, den sogenannten Alpha-Zerfall. Zum anderen sind die entdeckten Phänomene mittlerweile in die Alltagstechnik eingewachsen. Zur Anwendung kommen sie in PCs und Smartphones. (Wh. v. 2025). - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 11. 08. 2026.
Gestaltung: Robert Czepel
Die Spielregeln der Immuntoleranz
Ein funktionierendes Immunsystem schützt den Körper vor pathogenen Keimen und eliminiert entartete Zellen, bevor daraus Krebs entstehen kann. Ist die Abwehr gestört, kann sich diese aber auch gegen körpereigene Strukturen richten, wie es bei Autoimmunerkrankungen der Fall ist. Die Immunabwehr in Balance zu halten, dafür sind so genannte regulatorische T-Zellen von großer Bedeutung. Sie passen auf, dass Immunreaktionen nicht überschießen, die Abwehr insgesamt aber schlagkräftig bleibt. Dieser Mechanismus bildet den Kern der Forschungen, für die 2025 der Nobelpreis für Medizin oder Physiologie verliehen wurde.
Auftakt der Sommerserie über die vier aktuellen wissenschaftlichen Nobelpreise. (Wh. v. 2025) - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 10. 08. 2026.
Gestaltung: Sabrina Adlbrecht
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