Schon Mitte November – das Jahr 2023 geht in den Endspurt. Bei uns geht es heute auch schon vorweihnachtlich zu: wir wollen uns einer typisch italienischen „Süßigkeit“ widmen, nämlich dem „süßen Brot“ oder, wie die meisten wohl sagen würden: Panettone.
Es gibt verschiedene Mythen, die zur Entstehung des Panettone geführt haben sollen. Einer Geschichte zufolge ist der Panettone „durch ein Versehen“ entstanden. Ich aber, als „alte Romantikerin“, liebe diese Geschichte, die sich in Mailand zugetragen haben soll: “Toni”, ein armer Bäcker aus Mailand, hatte sich in die Tochter seines Meisters verliebt und wollte unbedingt ihr Herz gewinnen. Um dies zu erreichen, erfand er ein Brot, das mit den besten Zutaten, die er finden konnte, verfeinert war: Butter, Rosinen, Zitronen- und Orangenschalen. Das Brot wurde ein sofortiger Hit in Mailand und wurde bald als “Pan de Toni” oder “Tonis Brot” bekannt. Einige sagen, dass dieses Brot schließlich zu dem wurde, was wir heute als Panettone kennen.
Die erste dokumentierte Erwähnung des Panettones stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Es wurde festgestellt, dass der Panettone bereits in dieser Zeit bei festlichen Anlässen und besonders zu Weihnachten in Mailand verzehrt wurde. Ein Mailänder Domkapitel aus dem Jahr 1729 vermerkte zum Beispiel den Panettone als Teil des Festmahls während der Weihnachtszeit. Im 19. Jahrhundert erlebte der Panettone eine Renaissance und wurde immer populärer, nicht nur in Mailand, sondern in ganz Italien.