Sea Baby - was niedlich klingt, ist in Wahrheit Teil eines bedeutenden, mitunter tödlichen Wandels der Kriegsführung auf See: Denn "Sea Baby" ist der Name einer ukrainischen Seedrohne, die mit fast 1000 Kilogramm Sprengstoff beladen werden kann. Selbst grosse Tanker können damit nachhaltig beschädigt, wenn nicht gar versenkt werden. Und das zu einem vergleichsweise geringen Preis und. vor allem ohne Menschenleben auf Spiel zu setzen. Neben der Ukraine setzen auch viele andere Länder auf die Entwicklung von Über- und Unterseedrohnen: Die USA, Russland, der Iran und Nato-Mitgliedsländer wie Deutschland investieren Millionen in den Bereich. Auch, weil die Seedrohnen nicht nur bei Angriff und Verteidigung zum Einsatz kommen, sondern auch der Aufklärung dienen oder Schiffbrüchige retten können. So verändert sich stetig der Krieg zur See: weg vom Kampf millliardenschwerer Fregatten, Zerstörer und U-Boote hin zur vernetzten, bald vielleicht auch KI-gestützten Auseinandersetzung kleiner, unbemannter Boote. Wer in dem Wandel die Nase vorne hat, erzählte in dieser Folge NZZ-Sicherheitsredaktor Marco Seliger.