NZZ Akzent
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NZZ Akzent episodes

  • Er war Pablo Escobars Logistiker – nun ist er Rentner

    Unter Pablo Escobar und dem Medllin-Kartell wurde Kolumbien in den 1970er und 80er Jahren zum grössten Kokainlieferanten der Welt. Mit dafür verantwortlich war Carlos Lehder, der Logistiker. Als Erster erkannte er, dass Kokain in den USA die neue Freizeitdroge werden und Marihuana damit den Rang ablaufen würde. Er baute eine riesige Schmuggel-Lieferkette von Kolumbien in die USA auf.

    Doch sein Erfolg währte nicht ewig - und lange Zeit sah es so aus, als würde Lehder für seine Taten den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. Wieso es nicht dazu kam und wie er stattdessen heute als Rentner in seiner kolumbianischen Heimatstadt sein Dasein fristet, hat er unserem Korrespondenten Alexander Busch bei einem Treffen erzählt.

    Gast: Alexander Busch, NZZ-Korrespondent für Lateinamerika

    Host: Sarah Ziegler

    Redaktion: Alice Grosjean

    Das ganze Treffen mit Carlos Lehder kannst du in Alexanders Reportage in der NZZ nachlesen.

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    16 min
  • Kriegsangst in Estland: Wie lebt es sich mit Russland als Nachbar?

    Nicht erst seit der Vollinvasion Russlands in der Ukraine sind die Menschen in Estland wachsam: Der grosse Nachbar hat im kollektiven Gedächtnis des baltischen Landes tiefe Spuren hinterlassen. Wie lebt es sich damit und der Angst vor einem Überfall durch Russland? NZZ-Korrespondentin Linda Koponen hat Menschen getroffen, die schon längst darüber nachdenken, wohin sie ziehen könnten, bevor Russland angreift. Einer ist Eugene, ein Südafrikaner, der 2020 der Arbeit wegen nach Estland zog - und sich in das Land verliebte, weil es so viel sicherer war als seine Heimatland. Doch dieses Sicherheitsgefühl ist jetzt weg: "Wir werden wegziehen müssen, denn ich möchte nicht in einem kleinen Schutzraum sitzen und hoffen, dass alles gut wird."

    Auch Agne blickt mit Sorge auf den grossen Nachbar. Aber nicht nur wegen der aktuellen Lage, sondern weil sie aus der Geschichte Estlands immer auch sehr skeptisch auf die einstige Besatzungsmacht blickte. Dazu kommen handfeste ökonomische Sorgen, die viele Menschen in Estland umtreiben: "Die Menschen sind wütend, weil das Leben trotz immer höheren Steuern nicht besser wird."

    Gast: Linda Koponen; NZZ-Korrespondentin

    Host: Dominik Schottner
    Redaktion und Produktion: Alice Grosjean, Sarah Ziegler

    Lindas Porträts von Agne und Eugene könnt ihr hier nachlesen.

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    15 min
  • El Niño kommt – stärker als je zuvor?

    Das Wetterphänomen El Niño kehrt in diesem Jahr zurück und könnte nach aktuellen Prognosen außergewöhnlich stark ausfallen. Schon jetzt erwärmt sich der Pazifik vor Peru drastisch, mit spürbaren Folgen für Meerestiere und Menschen vor Ort. Doch welche weltweiten Auswirkungen sind in den kommenden Monaten zu erwarten?

    Wissenschaftsredaktor Sven Titz erklärt die Ursachen von El Niño, drohende Dürren in Asien sowie ungewöhnliche Regenfälle in Südamerika. Ausserdem klären wir in dieser folge von NZZ Akzent, was El Niño für die globale Nahrungsversorgung bedeutet und ob seine Stärke in einem klaren Zusammenhang mit dem Klimwandel steht.

    Gast: Sven Titz, NZZ-Wissenschaftsredaktor

    Host: Alice Grosjean

    Produktion: Lillybelle Eisele

    Svens Analyse zu El Niño findest du bei der NZZ.

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    14 min
  • Angst vor Trump? Warum Europa sein Gold nach Hause holt

    Die Aktion der niederländischen Notenbank hat international viel Aufsehen erregt. Über Monate hat sie insgesamt 78 Tonnen Gold aus den USA abgezogen und nach London verlegt. Und die Niederlande sind damit kein Einzelfall. Immer mehr Notenbanken ziehen ihre Goldreserven aus den USA ab. Eine reine Vorsichtsmassnahme für Finanzkrisen, oder bröckelt das Vertrauen in die Verlässlichkeit der USA?

    Gast: Matthias Benz, Wirtschaftsredaktor

    Host: Nadine Landert
    Redaktion: David Vogel

    Matthias' Artikel findest du hier

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    17 min
  • Helden statt Opfer: So berichtet China über die Flutkatastrophe im Himalaja

    Wer in diesen Tagen chinesisches Staatsfernsehen schaut, der erlebt wahre Helden. Menschen, die sich durch den chinesischen Teil des Katastrophengebiets kämpfen, um nach Opfern der Sturzflut zu suchen. In der Reportage des Senders CCTV sieht man, wie Rettungskräfte sich den Weg in ein abgeschnittenes Dorf erkämpfen. In orangen Leuchtanzügen klettern sie durch Geröll, erkunden die Gegend mit Drohnen und seilen sich sogar von Steilwänden ab.

    Die Verwüstung und die Rettungsarbeiten sind gut dokumentiert – nur nach betroffenen Menschen sucht man vergeblich: In der Berichterstattung kämen weder Opfer noch Angehörige vor: «Diese Stimmen sind quasi unsichtbar», sagt Ausland-Redaktorin Katrin Büchenbacher im Podcast. Die Kommunistische Partei wolle unbedingt verhindern, dass die Frage nach einer Mitverantwortung der Regierung gestellt werde.

    Host: Alice Grosjean

    Gast: Katrin Büchenbacher, Ausland-Redaktorin
    Redaktion: David Vogel
    Bild: Jiang Fan / Imago

    Die beschriebenen Videos aus chinesischen Medien:

    • Die Reportage von CCTV
    • Die Überquerungsaktion Szene am Fluss
    • Katrins Analyse in Textform könnt ihr bei der NZZ nachlesen.

      15 min
    • Nach Ceuta: Warum Marokkos Jugend unbedingt weg will

      Je nach Umfrage wollen bis zu 70% der jungen Marokkaner ihr Land verlassen. Einer von ihnen ist Karim, der gerne nach Deutschland will, um dort zu arbeiten. Um sich diesen Traum zu ermöglichen, lernt er seit einigen Jahren Deutsch in einer Schule in Casablanca. Er will legal in die EU auswandern. Für ihn kam es Ende Juli nicht in Frage, wie über 70.000 andere den Weg über die spanische Exklave Ceuta zu wählen.

      Anwar hat genau das versucht, kam aber schnell nach Marokko zurück. Er würde es auch immer wieder versuchen, denn Marokko bietet ihm keine Perspektiven, sagt er. NZZ-Reporter Michael Schilliger hat mehrere junge Männer und Frauen in Marokko getroffen, die weg wollen. Von seinen Begegnungen erzählt er in dieser Folge von "NZZ Akzent" und erklärt, welche Rolle die wirtschaftliche Lage des Landes in den Entscheidungen der jungen Menschen spielt.

      Gast: Michael Schilliger, NZZ-Reporter

      Host: Sarah Ziegler

      Foto: Imane Djamil

      In Michaels Reportage bei der NZZ kannst du viele weitere Menschen kennenlernen, die er dort getroffen hat.

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      13 min
    • Die AfD gewinnt in Sachsen-Anhalt: Ist das der Anfang vom Ende für Kanzler Merz?

      Sven Schulze, amtierender Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, wirkt sehr geknickt, als er am Abend vor seine Parteikollegen tritt. Kein Wunder, schliesslich hat seine Partei bei der Wahl am Sonntag die Hälfte ihrer Wählerstimmen verloren. Dennoch ist es ihm wichtig, in seiner Rede dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zu gratulieren; mit dem Vorwort: «Wir leben in einer Demokratie.»

      Ob diese Glückwünsche eine erste ausgestreckte Hand über eine Brandmauer hinweg sind, wie es für die einzelnen Parteien weitergeht und welche Auswirkungen die Wahl auf die gesamtdeutsche Politik hat, das analysiert Florian Eder, Chefredaktor der NZZ Deutschland, in dieser Folge von «NZZ Akzent».

      Gast: Florian Eder, Chefredaktor NZZ Deutschland

      Host: Dominik Schottner

      Produktion: Dominik Schotter, Sarah Ziegler

      Alle Analysen und Hintergründe zur Wahl findest du bei der NZZ.

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      Coypright Foto: Fabrizio Bensch / REUTERS

      21 min
    • «Das Leben im Libanon ist schizophren» – Nahost-Korrespondent Daniel Böhm

      Als Korrespondent für die NZZ berichtet Daniel Böhm über die arabischen Länder im Nahen Osten und in Nordafrika. Es ist eine Region im Krisenmodus, die komplexer nicht sein könnte. Obwohl er etwa die Hälfte seiner Arbeitszeit mit Lesen verbringe, sagt Böhm: «Es wäre vermessen zu behaupten, ich hätte den Nahen Osten verstanden.»

      Das sei nur schon im Libanon der Fall, ein Land etwa ein Viertel so gross wie die Schweiz. In Beirut fühle sich das Leben manchmal komplett normal an. Wenige Kilometer südwärts wohnen Menschen in zerbombten Dörfern und leben im Ausnahmezustand. Wie Daniel Böhm sich in diesen Realitäten zurechtfindet und wie er bei Reportagen in Krisengebieten vorgeht, erzählt er in dieser Podcastfolge.

      Gast: Daniel Böhm, Nahost-Korrespondent der NZZ

      Host: Alice Grosjean

      00:30 Krasse Kontraste im Libanon

      04:59 Wie man den Alltag in eienr Krisenregion organisiert
      08:29 Vorbereitung und Sicherheitsrisiken bei Reportagereisen
      15:53 Den Überblick behalten im Nahen Osten
      19:09 Gastfreundschaft, Kultur und gesellschaftliche Schranken
      22:45 Zwischen dem Nahen Osten und Europa

      Die NZZ-Akzent-Folge mit Daniel, nachdem er das erste Mal nach Syrien gereist war.

      NZZ-Akzent-Folge mit Daniel, der mit öffentlichen Bussen einmal durch den Libanon gereist ist.

      Die Repo aus Syrien, als Daniel und sein Kollege in eine Schiesserei gerieten.

      Daniels Reportage aus Ceuta in der NZZ.

      Noch mehr Texte von Daniel hier bei der NZZ.

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      26 min
    • Alkoholverbot? Wie Syrien trockengelegt wird

      In Syrien gibt es unter der neuen islamistischen Regierung von Ahmed al-Sharah offiziell kein Alkoholverbot. Trotzdem hat Gladees Moussa bereits aufgegeben. Die junge Christin führt mit ihren Eltern eine kleine Bar und verkauft dort seit einigen Wochen keinen Alkohol mehr. Es sei zu teuer. Vor allem aber habe sie Angst, Islamisten könnten ihre Bar stürmen.

      Der NZZ-Korrespondent Rewert Hoffer ist nach Syrien ins Tal der Christen gereist, um herauszufinden, wie sich der Alkoholkonsum unter der neuen syrischen Regierung verändert hat.

      Host: Nadine Landert

      Redaktion: Sarah Ziegler

      Weitere Geschichten von Rewert in der NZZ findest du hier.

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      17 min
    • Schüsse auf Technoparty in Aarau: Was über Tat und Täter bekannt ist

      Nach dem Amoklauf bei einem Technofestival in Aarau hat die Polizei nun zwar den mutmasslichen Täter gefasst. Doch der - ein 43 Jahre alter Schweizer - gibt den Ermittlern Rätsel auf. Die Tatwaffen besass er legal, trotz psychischer Probleme. Von einem Motiv für seine Tat ist bislang nichts bekannt. Nach der Tat, wegen der eine Frau aus Italien starb und sechs weitere verletzt wurde, gerät nun das Waffenrecht in der Schweiz wieder in den Blick.

      Gast: Samuel Tanner, NZZ-Redaktor

      Host: Dominik Schottner
      Redaktion: Alice Grosjean

      Den NZZ-Newsticker zu der Tat in Aarau findet ihr hier.

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      12 min

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