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  • #94 Zu Gast beim Ärztenachrichtendienst - Die eine Frage, die du dir stellen musst
    Interview mit Marco Münster - Über Auswandern, Arbeitskultur, MEBEKO und die Frage: Was willst du wirklich?

    DIE 4 WICHTIGSTEN ASPEKTE:

    1. Was unterschätzt wird: Integration ist anstrengend

    2. Die größte Unterschätzung: Auswandern ins Ausland.
      "Die Schweizer sprechen Deutsch" → Viele denken automatisch: Gleiches System, gleiche Kultur, keine Probleme.
      Falsch.
      Neue Sprache (Dialekt). Neue Kommunikation. Neue Nachbarn. Neue Schule für Kinder. Job für Partner. Neue Hierarchien.
      Die größte Enttäuschung: Dass Integration so anstrengend ist.

    3. Schweizer Arbeitskultur: Diplomatie & Konsens

    4. Drei Unterschiede zur deutschen Arbeitskultur:
      Schweizer Diplomatie: Konsens im Team wird über alles gestellt. Konfliktvermeidung ist die Kultur.
      Feedback kommt subtil: Wenn ein Schweizer sagt "Da müssen wir nochmal überlegen", hast du schon zu viel gesagt. Du merkst es als Deutscher nicht.
      Qualität über Quantität: Man schaut sehr genau hin: Fachlich UND menschlich. "Hauptsache der Dienst ist besetzt" gibt es in der Schweiz nicht.

    5. MEBEKO & Ambulante Tätigkeit

    6. Der gravierendste Fehler: MEBEKO-Anerkennung ZUERST machen, DANN überlegen ob die Schweiz passt.
      Kostet 2.000 €. Versenktes Geld, wenn du merkst: Passt nicht.
      Ambulante Tätigkeit: Stark eingeschränkt. Viele Fachärzte müssen erst 3 Jahre in der Schweiz (in Weiterbildungseinrichtung) arbeiten, bevor sie ambulant abrechnen dürfen.
      Kantone entscheiden unterschiedlich.

    7. Die eine Frage: Was willst du wirklich?

    8. Marco Münster fragt am Ende: "Wenn Sie einem unzufriedenen Arzt nur EINEN Satz mitgeben dürfen – was sollte er sich fragen?"

      Martins Antwort:

      "Was willst du?"

      Eine Übung: Stell dir vor, du bist am letzten Tag deines Lebens. Du drehst dich um und schaust auf dein heutiges Ich.

      Erzählst du dann mit Stolz, dass du in die Schweiz gegangen bist?
      Oder ging es um was ganz anderes?
      Probleme in der Familie?
      Nicht ausgelebte Hobbys?
      Dinge, die du auch da hättest ändern können, wo du jetzt bist?
      Lauf ich vor etwas weg?
      Diese ehrliche Frage führt erst mal zu keinem Ergebnis. Aber sie ist der Anfang.

      WEITERE THEMEN IM INTERVIEW:

      • Warum Ärzte in die Schweiz gehen (nicht nur Geld!)
      • Lebenshaltungskosten (Kinderbetreuung: 1.500-2.000 CHF/Kind/Monat)
      • Arbeitszeiten (50h-Woche auf Papier, aber bessere Realität als in Deutschland)
      • Kulturelles Onboarding: Der kritischste Teil
      • DAS WICHTIGSTE ZITAT

        "Was willst du? Und das fällt vielen sehr schwer. Stell dir vor, du bist am letzten Tag deines Lebens. Erzählst du dann mit Stolz, dass du in die Schweiz gegangen bist? Oder lauf ich vor etwas weg?"

        DEIN NÄCHSTER SCHRITT

        Wenn du überlegst auszuwandern:
        Stell dir zuerst die Frage: Was willst du wirklich?
        Nicht: Wo will ich arbeiten?
        Sondern: Was ist mir wichtig im Leben?
        Wenn du Unterstützung brauchst:
        👉 Auswanderleitfaden: www.docsgoswiss.ch

        ÜBER DEN Ärztenachrichtendienst

        Eines der renommiertesten Infoportale für Ärzte und Ärztinnen im deutschsprachigen Raum.
        Marco Münster: Stellvertretender Chefredakteur

        42 min
      • #93 Zu Gast bei Katrin Moser - Die 3 größten Fehler beim Bewerben in der Schweiz
        Ich war zu Gast im Karriereweg Podcast - über Bewerbungen, Schweizer Arbeitsmarkt und was Ärzte oft unterschätzen

        DIE 3 WICHTIGSTEN LEARNINGS aus dem Interview mit Katrin Moser.

        1. Die Schweiz wird unterschätzt

        2. Der größte Fehler: "Die Schweiz ist wie Deutschland, nur mit anderen Bergen."
          Nein. Die Schweiz ist ein anderes System. Andere Kultur. Anderer Arbeitsmarkt.
          Wer seine deutschen Bewerbungsvorstellungen 1:1 überträgt, ist nicht mehr kompatibel mit den Erwartungen Schweizer Arbeitgeber.
          Der Kopf muss den Switch vollziehen: Ich komme in ein neues System.

        3. Der Ton macht die Musik

        4. Deutsche Direktheit kommt in der Schweiz oft nicht gut an.
          Beispiel: Bewerber für Co-Chefarzt-Stelle sagte im ersten Gespräch: "Wenn ich diese Stelle bekomme, schaffen wir das Amt des Co-Chefarztes ab. Ich dulde niemanden neben mir."
          → Absolutes No-Go. Gespräch beendet.
          Die Schweizer haben eine klare Intention: Sie importieren ausländisches Gut mit dem wirtschaftlichen Gedanken, dass du Geld verdienen sollst.
          Sie können sich erlauben auszuwählen: Fachlich UND menschlich muss es passen.

        5. Zeit nehmen mit Patienten

        6. Deutsche Ärzte takten oft 50-100 Patienten pro Tag.
          In der Schweiz: 20-30 Patienten.
          Nach 3-6 Monaten häufen sich Beschwerden von Patienten: "Der Arzt nimmt sich nicht genug Zeit."
          Die Erwartung in der Schweiz: 20-30 Minuten pro Patient investieren.
          Nicht schnell, schnell ein Rezept ausstellen und nach Hause schicken.

          3 WEITERE THEMEN:

          MEBEKO-Anerkennung:

          Einige Arbeitgeber: "MEBEKO muss vorliegen, sonst kein Gespräch." Grund: Schlechte Erfahrungen mit Ärzten, die nur Gehaltsverhandlung in Deutschland führen wollten.

          Familie & Schweizer Schulsystem:

          Französisch als erste Fremdsprache ab klein. Deutsche Kinder kommen oft nicht klar. Probezeit im Gymnasium: Französisch muss innert 6 Monaten auf Matura-Niveau sein.

          Zurück nach Deutschland:

          Ungefähr Pari-Pari: Genauso viele gehen zurück wie kommen. Gründe meist privat (Familie, Eltern, Kinder). Selten: Beruflich gescheitert.

          IHR WICHTIGSTES ZITAT

          "Der fundamentale Fehler beginnt, bevor ich meine Bewerbung abschicke: Der Kopf muss den Switch vollziehen. Ich komme in ein neues System. Wenn mir mein Kopf suggeriert 'Die Schweiz ist gleich wie Deutschland', übertrage ich automatisch meine Bewerbungsvorstellungen. Und damit bin ich nicht mehr kompatibel."

          DEIN NÄCHSTER SCHRITT

          Wenn du dich in der Schweiz bewerben willst:

          Verstehe das System

          Passe deine Bewerbung an (nicht 1:1 aus Deutschland übernehmen)
          Sei nicht zu fordernd, sondern offen und zuhörend

          Wenn du Unterstützung brauchst:

          👉 Auswanderleitfaden: www.docsgoswiss.ch

          ÜBER KATRIN MOSER

          Expertin für Karriere und Bewerbungen.
          Aus der HR-Welt, hat in einem Schweizer Unispital gearbeitet.
          Podcast: Karriereweg
          Website

          41 min
        7. #92 3 Jahre hausärztlicher Vertretungsarzt in der Schweiz - Dr. Piotr Heckel erzählt
          Warum er ging, was er mitnahm - und warum er trotzdem zurück nach Deutschland ist

          IN DIESER FOLGE ERFÄHRST DU

          Wie Piotr zur Schweiz kam:

          • LinkedIn-Headhunter → SOS Ärzte Zürich
          • 2016: iPhones, Apps, digitale Doku ("Deutschland meilenweit hinterher")
          • Strukturiert, digitalisiert, kollegial
          • Wie das praktisch lief:

            • Weiterbildung in Nürnberg + Pendeln nach Zürich
            • Wochenenden/Feiertage arbeiten → später 24h-Schichten
            • Wechselschicht-System: 5-7 Tage frei am Stück
            • Was SOS Ärzte ist:

              • Liberalisierter Hausbesuchsdienst in der Schweiz
              • Vergleichbar mit Kassenärztlichem Bereitschaftsdienst in Deutschland
              • CEO + CMO machten selbst Schichten
              • Warum er zurück nach Deutschland ging:

                • NICHT wegen der Schweiz → Familie (Kinder kamen)
                • Pendeln mit Kindern: zu viel Belastung
                • "Beruflich weinendes Auge, privat richtige Entscheidung"
                • Die wichtigste Lektion: Schweizer Kommunikation

                  • "Wollen wir das so machen?" = "Mach das so" (keine Diskussion erwünscht)
                  • "Wir müssen sprechen" = Abmahnung
                  • Konfrontative Diskussion negativ konnotiert → zwischen den Zeilen lesen lernen
                  • Sein Rat:

                    • Schweiz ≠ Deutschland → Hochdeutsch ist erste Fremdsprache
                    • Kommunikationskultur komplett anders
                    • Arbeite an dir, lerne zwischen den Zeilen zu lesen
                    • SEIN WICHTIGSTES ZITAT

                      "Die Schweizer haben mich nie spüren lassen, dass ich anecke. Offen gesagt: Die würden das auch nie tun. Die sind so diplomatisch und freundlich. Wenn man Feedback bekommt, muss man zwischen den Zeilen lesen. Oder man hat die Kündigung schon auf dem Tisch."

                      Wenn du dauerhaft wechseln willst:

                      • Lerne die Kommunikationskultur
                      • Sei dir bewusst: Es ist NICHT Deutschland
                      • Arbeite an deiner Konfliktkommunikation
                      • Wenn du Unterstützung brauchst:

                        👉 15-Min-Check-Call

                        👉 Newsletter: www.docsgoswiss.ch

                        38 min
                      • #91 Psychologische Sicherheit - Wie du erkennst, ob ein Team zu dir passt
                        Mit Özlem Ögredici: Welche Fragen du vor Jobzusage stellen musst

                        IN DIESER FOLGE ERFÄHRST DU, was psychologische Sicherheit bedeutet:

                        • Darf ich hier offen sprechen?
                        • Darf ich Fehler machen, ohne bestraft zu werden?
                        • Werde ich gesehen – oder funktioniere ich nur?
                        • Habe ich ein Mitspracherecht bei Entscheidungen?
                        • Warnzeichen BEVOR du unterschreibst:

                          • Website zeigt nur Obstkorb, Parkplätze, KiBiZ → Show statt Kultur
                          • Kein Einarbeitungskonzept ("Läuft einen Tag mit dem Vorgänger")
                          • Chef diffamiert Teammitglieder in Teamsitzungen
                          • Keine Varianz erlaubt, nur Informationsweitergabe nach oben/unten
                          • Stille, subtiler Druck, nichts sagen dürfen
                          • Warnzeichen IM Team:

                            • Anschreien, Ignorieren, Diffamieren
                            • Unausgesprochene Probleme (Urlaubsvergabe, Dienste)
                            • Kein mentaler Support nach schlimmen Erlebnissen
                            • Fehler werden bestraft statt besprochen
                            • Fragen, die du stellen DARFST:

                              • Wie wird mit Kritik umgegangen?
                              • Gibt es Mentorensysteme für Einarbeitung?
                              • Wie läuft die Einarbeitung – fachlich und kulturell?
                              • Gibt es Frauenbeauftragte / Anlaufstellen bei Problemen?
                              • Wie unterstützt ihr mich als Ausländer? (Bankkonto, Versicherung, Wohnung)
                              • Wie funktioniert Teilzeit? (Wenn du Familie hast)
                              • Özlems klare Ansage:

                                "Man kann alles fragen. Es ist die Art und Weise, wie man fragt."

                                Bewerbungsgespräch ist keine Show. Arbeitgeber will wissen, ob es fachlich UND menschlich passt.
                                Du darfst Fragen stellen – lieber jetzt als in der Probezeit.

                                Was passiert, wenn psychologische Sicherheit fehlt:

                                • Gesundheitliche Folgen: Burnout, Dissoziation, Depression
                                • Wirtschaftliche Folgen: Fehler im OP, Patientensicherheit leidet
                                • Mitarbeiter verlassen nach 2-3 Jahren → 90.000 CHF Kosten pro Verlust
                                • 80% kündigen wegen der Führung
                                • Der Schweizer Kontext:

                                  • Schweizer haben grundlegende Wertschätzungskultur
                                  • Tonalität anpassen: Hochdeutsch klingt wie Befehlston
                                  • Süddeutsche haben es leichter
                                  • Viele deutsche Ärzte ändern ihre Tonalität in 6 Monaten
                                  • Was gute Arbeitgeber tun:

                                    • Persönliche Begrüßung vom Chefarzt
                                    • 2-3 Tage strukturierte Einführung
                                    • Unterstützung bei Bankkonto, Versicherung, Wohnung
                                    • Mentorensystem für Einarbeitung
                                    • Klare Ansprechpartner bei Problemen
                                    • IHR WICHTIGSTES ZITAT

                                      "Man kann alles fragen. Es ist die Art und Weise, wie man fragt. Und lieber jetzt diese Fragen stellen, als nach drei Monaten zu merken: Das war nicht, was ich wollte."

                                      DEIN NÄCHSTER SCHRITT

                                      Wenn du dich gerade bewirbst:

                                      1. Stell die Fragen aus dieser Episode. Im Bewerbungsgespräch. In der Hospitation.
                                      2. Sprich mit Teammitgliedern. Nicht nur mit dem Chef.
                                      3. Schau, wie sie reagieren. Das verrät dir mehr als jede Website.
                                      4. **Wenn du Unterstützung brauchst:

                                        👉 15-Min-Check-Call

                                        👉 Auswanderleitfaden: www.docsgoswiss.ch

                                        **

                                        Wenn du als Führungskraft ausländische Kollegen unterstützen willst:

                                        Melde dich bei mir. Ich kann extern helfen – Bankkonto, Versicherung, Ankommen in der Schweiz.

                                        ÜBER ÖZLEM ÖGREDICI

                                        Aus dem Gesundheitswesen, BWL + Wirtschaftspsychologie studiert.
                                        Berät heute Gesundheitseinrichtungen und Führungskräfte zu psychologischer Sicherheit.

                                        30 min
                                      5. #90 Ich war Gast beim DocRevive Kongress - Interview mit Diana Runge
                                        Was ich beim DocRevive Kongress über Auswandern, Veränderung und Zuhören gesagt habe.

                                        Warum ist DocsGoSwiss mehr als eine Stellenvermittlung?

                                        Nicht nur "Hier ist ein Job, viel Spaß". Sondern: Ist die Schweiz überhaupt der richtige Schritt? Für dich beruflich. Für deine Familie. Für die nächsten 3-5 Jahre oder für immer?

                                        Der Mythos Schweiz vs. Realität:

                                        Käse, Milchberge, Reichtum, dreimal so viel Gehalt? Die Schweiz erfüllt nicht alle Erwartungen. Sie hat eine klare Migrationspolitik: Fachkräfte werden gesucht, die das Land nicht selbst hat. Aber die Schweiz wird sich nicht für dich ändern.

                                        Die 3 Schritte meiner Beratung:

                                        • Vor der Entscheidung: Ist die Schweiz realistisch? Haushaltskalkulation, Kinderbetreuung, Erwartungen abgleichen.
                                        • Die Stellensuche: Anerkennung, Bewerbung, Verhandlung - kulturell angepasst.
                                        • Nach Vertragsunterschrift: Bis zu 12 Monate Begleitung beim Ankommen. Erster Arbeitstag, Nachbarn, Überforderung sortieren.
                                        • Kulturelle Unterschiede:

                                          Die Schweiz ist nicht "Deutschland mit anderen Bergen". Es ist ein anderes Sozialsystem, anderes Gesundheitssystem, andere Erwartungen. Auch mit dem besten Job musst du dich in der Freizeit wohlfühlen.
                                          Was ein zukunftsfähiges Spital braucht:

                                          Der Wert: Wir dienen den Menschen. Nicht dem Geld.

                                          Die Kompetenz: Zuhören. Dem Patienten. Den Kollegen. Dem Vorgesetzten. Nicht kämpfen um Macht, sondern verstehen, was der andere will.

                                          "Auswandern ist immer ein Risiko. Aber ist da eine profunde Basis, dass man sagt: Okay, das, was ich mir vorstelle - beruflich und privat - kann man erreichen?"

                                          Wenn du überlegst, in die Schweiz zu gehen:

                                          Trag dich in den Newsletter ein
                                          und hol dir den Auswanderleitfaden (kostenfrei)

                                          Bis der Vertrag unterschrieben ist, kannst du immer sagen: Es passt nicht.

                                          Aber: Sitz es nicht aus. Irgendwann kommt der Knall - und dann ist es meist die eigene Gesundheit.

                                          ÜBER DEN DOCREVIVE KONGRESS

                                          Europäischer Online Kongress DocRevive
                                          16.-19. März 2026
                                          27 Experten. Kostenfrei.

                                          Themen: Gesund führen. Patientenvertrauen stärken. Digital souverän handeln.

                                          Organisiert von Diana Runge.
                                          Jetzt noch anmelden

                                          17 min
                                        • #89 Spanien statt Schweiz - Warum eine Anästhesistin anders entschieden hat
                                          Was du von jemandem lernen kannst, der sich gegen die Schweiz entschieden hat

                                          Margaretes Weg:

                                          Von Polen nach Deutschland (12 Jahre Facharztausbildung Anästhesie).

                                          Anerkennung für Schweiz UND Spanien geholt.
                                          Spontane Entscheidung am Flughafen: Spanien.

                                          Warum Spanien statt Schweiz:

                                          • Arbeitsalltag 10-14 Uhr.
                                          • Lebensqualität wichtiger als Karriere.
                                          • "In Deutschland hatte ich keinen Ausgleich mehr."
                                          • Die entscheidenden Fragen:

                                            • Wie sollen die nächsten 30 Jahre aussehen?
                                            • Welches Arbeitsmodell passt zu meinem Privatleben?
                                            • Kann ich mir das finanziell leisten?
                                            • Was du lernen kannst:

                                              Margarete konnte alleine und spontan entscheiden.
                                              Mit Familie ist es komplexer - aber die Fragen bleiben dieselben.
                                              Bei schwierigen Fragen: Ich begleite dich.

                                              "Man sollte sich fragen: Wie leben die Kollegen? Entspricht das meinen Vorstellungen? Die ersten 10 Jahre vergehen schnell - aber die nächsten 30 Jahre sind viel mehr."

                                              Mehr Klarheit für deine Auswanderung gibt es mit Martins kostenlosem Auswander-Leitfaden bei der Newsletter-Anmeldung auf docsgoswiss.ch

                                              36 min
                                            • #88 Warum ich jetzt 15-Minuten-Calls anbiete (und was ich dabei lerne)
                                              Ehrlich zu dir sein - auch wenn es bedeutet, dass du kein Kunde wirst.

                                              In dieser Episode erfährst du, warum der 15-Minuten-Call entstand:

                                              • Viele Ärzte sind unsicher: Ist die Schweiz überhaupt das Richtige? Passt es zur Familie? Reicht mein Ausbildungsstand?
                                              • Bisherige Formate (30-Tage-Mentoring, 1-Stunde-Anamnese) sind großartig - aber manchmal noch zu viel Investment für die Grundfrage
                                              • Der Call bietet dir: Erste ehrliche Einschätzung, ohne dass du etwas kaufen oder bezahlen musst
                                              • Was Martin aus den ersten Calls lernt:

                                                • Die Leute erscheinen zum Termin (großartig!)
                                                • Je mehr du dich schon informiert hast (Newsletter, Podcast), desto produktiver wird das Gespräch
                                                • Manchmal geht's gar nicht um die Schweiz - sondern um Veränderung in Deutschland. Auch da hilft Martin über sein Netzwerk
                                                • Warum Martin kein klassischer Stellenvermittler ist:

                                                  • Er kauft keine E-Mail-Listen
                                                  • Er überredet niemanden
                                                  • Er redet die Schweiz nicht schön
                                                  • Sein Ansatz: Dich ansprechen, wenn du den Wunsch hast - nicht vorher

                                                    Die größten Erkenntnisse:

                                                    • Als Selbstständiger lernt man ständig: Ausprobieren, schauen was funktioniert, anpassen
                                                    • Manchmal bedeutet das auch: "Hat nicht geklappt, Angebot gibt's so nicht mehr"
                                                    • Aber eines bleibt: Ehrlichkeit. Auch wenn das Bauchgefühl sagt "Die Schweiz passt gerade nicht für dich"
                                                    • Sein Appell an dich:

                                                      • Als Arzt oder Ärztin offen sein, Dinge auszuprobieren
                                                      • Nicht nur in der Theorie leben, sondern Dinge testen
                                                      • Durch Tun lernen - nicht nur durch Fortbildungen
                                                      • DIE ENTSCHEIDENDEN FRAGEN

                                                        • Ist die Schweiz für mich realistisch - mit meinen Rahmenbedingungen?
                                                        • Will ich überhaupt den Schritt gehen?
                                                        • Was brauche ich jetzt: Erste Orientierung oder vertiefende Beratung?
                                                        • "Wenn mein Bauchgefühl sagt 'Die Schweiz passt gerade nicht für dich', dann sage ich das. Auch wenn es bedeutet, dass du kein Kunde wirst."

                                                          DEIN NÄCHSTER SCHRITT

                                                          Wenn du unsicher bist, ob die Schweiz für dich passt:
                                                          Buche dir einen kostenlosen 15-Minuten-Check-Call.

                                                          10 min
                                                        • #87 Stehen bleiben, bevor du auswanderst - Dr. Benjamin Tscheuschner über Wandel
                                                          Warum der erste Schritt nicht Auswandern ist - sondern Innehalten.

                                                          Dr. Benjamin Tscheuschner ist Allgemeinmediziner, Psychotherapeut und Praxisinhaber in Althütte. Statt 6 Patienten pro Stunde (deutscher Schnitt) behandelt er 4. Er hat Ärzte eingestellt, arbeitet ab 10 Uhr, macht Podcasts und schreibt ein Buch. Sein Motto: "Ich öffne Räume für Bewusstsein, Menschlichkeit und Begegnung."

                                                          Im Gespräch mit Martin teilt er, warum Veränderung kein Sprint ist - sondern ein Marathon. Und warum Auswandern nicht immer die Lösung ist.

                                                          In dieser Folge erfährst du:

                                                          • Warum er sich für eine eigene Praxis entschieden hat (und es nicht bereut)
                                                          • Was er anders macht als andere Hausärzte (und was es gekostet hat)
                                                          • Die 3 Schritte zu echter Veränderung (bevor du ans Auswandern denkst)
                                                          • Warum "Flucht" der falsche Grund ist, um auszuwandern
                                                          • Seine wichtigsten Tipps für Ärzte, die überlegen: Schweiz oder nicht?
                                                          • Die 3 Schritte zu Veränderung:

                                                            1. Stehen bleiben - Raum zwischen Reiz und Reaktion schaffen

                                                            "Einfach mal entschleunigt durch den Alltag gehen. Nach einem Patientengespräch eine Minute durchatmen und fragen: Wie hat das auf mich gewirkt? Was hat das mit mir gemacht? Wie wohl habe ich mich als Arzt dabei gefühlt?"

                                                            Der erste Schritt ist NICHT Nein sagen. Sondern wahrnehmen, was gerade passiert.

                                                            2. Nein sagen - Pausen schaffen

                                                            "Ich bin nicht der Typ, der 30 Sprechstunden in der Woche machen kann. Ich habe sehr feine Antennen. Das strengt mich an. Ich brauche weniger Patienten. Das ist meine persönliche Struktur."

                                                            Erst wenn du weißt, was dich anstrengt, kannst du Nein sagen - und Raum schaffen.

                                                            3. Veränderung angehen - aber als Marathon, nicht als Sprint

                                                            "Wenn man Veränderung möchte und dabei glücklich werden möchte, dann ist es kein 100-Meter-Sprint. Es ist Schritt für Schritt. Das Ankommen an dem Punkt, wo man sich wohlfühlt, ist es wert - aber es ist kein Sprint."

                                                            Veränderung braucht Zeit. Auch bei ihm: Phasen, wo er nicht wusste, wie er Gehälter zahlt. Phasen der Kritik. Aber heute: Ärzte eingestellt, weniger Stunden, mehr Erfüllung.

                                                            Seine Erfahrungen in der Praxis:

                                                            • Anfang: 70-80 Stunden/Woche gearbeitet
                                                            • Fehler gemacht: fast keine Gehälter zahlen können, finanzielle Risiken
                                                            • Heute: 4 Patienten/Stunde statt 6, zwei Ärzte eingestellt, ab 10 Uhr arbeiten
                                                            • "Es gab Phasen, wo ich auf dem Balkon stand und dachte: Was machst du hier eigentlich?"
                                                            • Seine Tipps für Ärzte, die auswandern wollen:

                                                              • "Flucht ist der falsche Grund"
                                                              • "Wenn die Bedingungen hier scheiße sind und ich will einfach nur weg - da muss man sich die Frage stellen: Macht es Sinn? Denn häufig nehmen wir uns selber mit. Wir selber sind kein geringer Faktor."
                                                              • Die entscheidenden Fragen:

                                                                • Bin ich jemand, der gerne in den Bergen lebt?
                                                                • Mag ich die Kultur der Schweizer?
                                                                • Fühle ich mich im Urlaub dort wohl?
                                                                • Pass ich als Person stimmig in dieses Umfeld?
                                                                • "Menschen am Sterbebett sagen nicht: Ich hätte gerne mehr Geld verdient. Sie fragen: Wie viel Zeit habe ich mit Freunden verbracht? Mit meiner Familie? In welchem Umfeld habe ich gelebt?"

                                                                  Die Geldfrage ist sekundär:

                                                                  "Wenn ich mich an dem richtigen Platz fühle, interessiert es mich nicht, ob ich 40 oder 50 Stunden arbeite. Weil ich das Gefühl habe: Ich bin da am richtigen Platz und mir macht das Spaß."

                                                                  Sein wichtigstes Zitat:

                                                                  "Der erste Schritt ist, Veränderung zu wollen. Aber nicht zu sagen: Ich reiß das Ruder komplett rum. Sondern: Ich nehme wahr, was gerade passiert. Ich schaffe Raum. Und dann - Schritt für Schritt - finde ich meinen Weg."

                                                                  Was er über Personal sagt:

                                                                  "Am Anfang habe ich nach Qualifikationen ausgesucht. Davon bin ich weggekommen. Ich suche nach Persönlichkeit. Qualifikation kann man lernen. Aber wenn jemand nicht von der Persönlichkeit passt, bringen alle Qualifikationen nichts."

                                                                  Mehr Klarheit für deine Auswanderung gibt es mit Martins kostenlosem Auswander-Leitfaden bei der Newsletter-Anmeldung auf docsgoswiss.ch

                                                                  45 min
                                                                • #86 Scheinwelten, Glaubenssätze & 8.000 LinkedIn-Kontakte löschen - Martin im Interview
                                                                  Martin Werner als Gast: Über falsche Glaubenssätze, schnelles Scheitern und warum Newsletter besser sind als Social Media

                                                                  Eine besondere Episode: Martin Werner ist diesmal nicht Host, sondern Gast bei Esther Vynograd (Inside Medizinberatung). Das Gespräch entwickelt sich in zwei Richtungen: Teil 1 über Auswandern in die Schweiz. Teil 2 über Martins Business-Journey, Fehler, Learnings und radikale Kursänderungen.

                                                                  In dieser Folge erfährst du:

                                                                  TEIL 1: Auswandern in die Schweiz

                                                                  • Warum Martin DocsGoSwiss gegründet hat (Corona, eigene Erfahrung, Frustration)
                                                                  • Falsche Erwartungen an die Schweiz (nicht alle Probleme verschwinden)
                                                                  • Was die Schweiz wirklich besser macht (4 Patienten/Stunde statt 6-8)
                                                                  • TEIL 2: Business, Glaubenssätze & radikale Entscheidungen (DER KERN)

                                                                    • Warum er 1.000+ LinkedIn-Kontakte gelöscht hat
                                                                    • Seine größten Fehler in 4 Jahren Selbstständigkeit
                                                                    • Glaubenssätze aus der Schulzeit (und warum sie schaden)
                                                                    • Die wichtigsten Learnings:

                                                                      1. "Alles, was du in der Schule gelernt hast, mach genau anders rum"
                                                                      2. "Das Wissen, was wir vermeintlich gelernt haben, sind Glaubenssätze. In der Schule haben wir gelernt: Keine Fehler machen, nicht mit anderen zusammenarbeiten, perfekt sein. Das ist alles totaler Blödsinn, wenn du selbstständig bist."

                                                                        Seine Erkenntnis: Schnell ausprobieren > Perfekt planen. Fehler machen > Fehler vermeiden. Kooperieren > Einzelkämpfer.

                                                                        1. "Ich hatte 8.000 LinkedIn-Kontakte - und habe 1.000+ gelöscht"
                                                                        2. "Ich war frustriert. Da waren Menschen, die überhaupt nichts von mir wollten. Virtuell Kaffee trinken, aber keine echte Verbindung. Ich habe dann angefangen: Wer ist überhaupt Arzt? Wer passt zu mir? Und habe radikal gelöscht."

                                                                          Das Ergebnis: Weniger Kontakte, MEHR Reichweite. MEHR echte Anfragen.

                                                                          1. "Schnell ausprobieren > Perfekt planen"

                                                                          2. "Ich habe den neuen Newsletter mit einem einfachen Tool gemacht. Nicht 5 Wochen geplant, sondern schnell umgesetzt. Klar, vielleicht ist es Option B oder C - aber es funktioniert. Und ich habe 100 Kunden gewonnen, während andere noch an ihrer 10.000€-Website basteln."

                                                                          3. "In Marokko kam der Wendepunkt"

                                                                          4. "Ich hatte Anfragen von Ärzten, denen es nur ums Geld ging. 3x, 4x Gehalt. Aber keine echten Kunden. Ich war frustriert. Meine Gesundheit litt. Und ich dachte: Martin, du hast dich nicht selbstständig gemacht, um im selben Hamsterrad zu sein wie vorher."

                                                                            Seine Reaktion: Radikal umgesteuert. Keine Termine mehr am Wochenende. Nur noch Kunden, die wirklich Veränderung wollen. Bauchgefühl > Umsatz.

                                                                            1. "Das Schweizer Fernsehen kam genau zum richtigen Zeitpunkt"
                                                                            2. "Zwei Tage, nachdem ich entschieden hatte, alles anders zu machen, kam der Anruf. Schweizer Fernsehen. Ob ich nicht ins Fernsehen möchte. Aus dem Nichts. Ich war in Marokko, schlechtes Internet, alles im Umbruch. Aber es passte."

                                                                              Seine Erkenntnis: Wenn du klar bist, kommt das Richtige von allein.

                                                                              Seine Projekte für 2026:

                                                                              • 30-Tage-Mentoring (statt 14 Tage - Kundenfeedback!)
                                                                              • Verhandlungscoaching für Ärzte in der Schweiz
                                                                              • Mehr Newsletter, weniger Social Media
                                                                              • Sein wichtigstes Zitat:

                                                                                "Wenn du Ärzte erreichen willst, musst du sie menschlich treffen. Du musst verstehen, was sie wollen. Und du musst erklären können, warum du das liefern kannst. Das kann die hässlichste Website der Welt sein - wenn du den Text hast und die glaubhafte Botschaft, werden die Leute das anschauen."

                                                                                Mehr Klarheit für deine Auswanderung gibt es mit Martins kostenlosem Auswander-Leitfaden bei der Newsletter-Anmeldung auf www.docsgoswiss.ch

                                                                                1 hr 7 min
                                                                              • #85 10 Jahre Schweiz, dann zurück nach Deutschland - Serdar Bilir über beide Welten
                                                                                Von Hamburg in die Schweiz und zurück - Ein Allgemeinmediziner über 10 Jahre zwischen zwei Systemen

                                                                                Serdar Bilir ist Allgemeinmediziner und ein echter "Pendler zwischen den Welten". 2013 verließ er Deutschland - frustriert vom System, stranguliert von Bürokratie. 10 Jahre lebte und arbeitete er in der Schweiz, davon 8 Jahre mit eigener Praxis. Dann kam Corona, Post-Covid, und die Rückkehr nach Deutschland. Im Gespräch teilt er ehrlich beide Seiten.

                                                                                In dieser Folge erfährst du:

                                                                                • Warum er Deutschland 2013 verlassen hat (und warum die Gemeinschaftspraxis keine Lösung war)
                                                                                • Was Schweizerdeutsch mit Schwäbisch zu tun hat (und warum er trotzdem scheiterte)
                                                                                • Warum Administration in der Schweiz besser funktioniert
                                                                                • Die 3 wichtigsten Learnings:

                                                                                  1. Sprache: Verstehen ist wichtiger als Sprechen

                                                                                  "Ich bin in Stuttgart aufgewachsen, ich bin ein Schwabe. Das Hörverständnis hatte ich. Die Schweizer können alle Hochdeutsch - aber wirchten's nicht."

                                                                                  Ein Patient sagte ihm später: "Sie verstehen uns ja ganz gut, aber versuchen sie bitte nicht, Schwitzerdütsch zu sprechen. Kommt nicht an, das hören wir sofort raus."

                                                                                  2. Finanzielle Absicherung: Das 3-Säulen-System verstehen (oder scheitern)

                                                                                  "Ich war ja blöd - ich habe nur die erste Säule gemacht, die AHV. Die zweite Säule (Pensionskasse) habe ich nicht gemacht. Die dritte Säule auch nicht. Ich hatte überhaupt keinen Finanzberater. Da war der Schwabe in mir - ich war geizig."

                                                                                  Sein Rat heute: "Gleich von Anfang an einen unabhängigen Finanzberater nehmen. Tausend, zweitausend Franken investieren. Das hätte ich machen sollen."

                                                                                  3. Deutschland vs. Schweiz: Sauberkeit, Sicherheit, System

                                                                                  "Was uns in der Schweiz gefallen hat: Die Sauberkeit, die Ordnung. Meine Frau konnte abends beruhigt in Zürich in den Zug steigen und nach Luzern fahren. Das Sicherheitsgefühl ist in der Schweiz sehr, sehr hoch."

                                                                                  Aber: "In der Schweiz sagt man: Hab bitte einen Unfall, dann bist du über die Unfallversicherung abgesichert. Werde bloß nicht krank oder invalid - das ist sehr, sehr schlecht abgesichert."

                                                                                  Was er über die Schweiz sagt:

                                                                                  • Administration: "Alles klappt wie am Schnürchen. Unheimliche Freundlichkeit"
                                                                                  • Schulen: "Viel, viel besser. Der Schlüssel Lehrer pro Schüler war ganz anders"
                                                                                  • Dispensierrecht: "Du kannst eine Praxisapotheke haben. Gute Einnahmequelle + guter Service"
                                                                                  • Ausländerfeindlichkeit: "Der Schweizer ist sehr diskret, höflich - auch zu dem, den er nicht mag. Aber niemals offen beleidigend"
                                                                                  • Mehr Klarheit für deine Auswanderung gibt es mit Martins kostenlosem Leitfaden bei der Newsletter-Anmeldung auf [docsgoswiss.ch](https://www.docsgoswiss.ch/)

                                                                                    1 hr 7 min

                                                                                  About DocsGoSwiss

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