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  • Endokrine Disruptoren – Pestizide in unseren Lebensmitteln
    Seit Beginn der 1990er Jahre stehen sie nicht nur in großem Interesse der Forschung, sondern haben bereits auf politischer und somit gesetzlicher Ebene Einzug gefunden. Sie sind vielfach verbreitet, in Supermärkten, Drogerien, Apotheken sowie in unserer gesamten Umwelt; selbst bewusste Konsumenten sind in der Regel nicht vollständig vor diesen Chemikalien gefeit. Die Rede ist von Substanzen in Lebensmittel(verpackungen), in alltäglichen Gebrauchsgegenständen und unserem Umfeld, die in unser hormonelles Organ- sowie Stoffwechselgeschehen eingreifen und dieses schädigen können: Endokrine Disruptoren. Ein Fachbegriff, der dem ein oder anderen aus Medienartikeln bzw. der Politik vertraut ist. Wir wollen uns im Folgenden genauer ansehen, wie endokrine Disruptoren genau definiert werden und wo wir diese finden. Wir gehen der Frage nach, ob der regelmäßige Kontakt mit diesen Stoffen tatsächlich schwerwiegende gesundheitliche Probleme erzeugt. Außerdem werfen wir einen Blick auf die politische Sachlage und wie wir in unserem Alltag damit am besten umgehen können.

    Was sind endokrine Disruptoren?
    Bei den sogenannten endokrinen Disruptoren handelt es sich um hormonell schädigende Substanzen bzw. chemische Stoffe, die in die Funktion unseres endokrinen Systems eingreifen und gesundheitlich nachteilige Effekte mit sich bringen. Endokrin bedeutet so viel wie „unser Hormonsystem betreffend“ (VCI, 2017). Die WHO integriert in ihrer Definition neben den verändernden, gesundheitlich schädlichen Wirkungen unseres Hormonsystems auch die Gesundheit unserer Nachkommen oder jene aus (Teil-)Populationen.
    Ein chemischer Stoff, der als endokriner Disruptor klassifiziert wird, hat drei Kriterien zu entsprechen:

    * eine schädigende Wirkung auf die menschliche Gesundheit,
    * eine endokrine Wirkungsweise und
    * muss ein kausaler Zusammenhang zwischen der schädigenden und der endokrinen Wirkung bestehen (Brivio et Apostola, 2016).

    Biochemische Wirkmechanismen

    Um die Intensität der Gefahr dieser Substanzen analysieren zu können, ist das Wissen über den biochemischen Wirkmechanismus dahinter unabdingbar. Der Eingriff in unser hormonelles Geschehen kann einerseits durch den direkten Weg der Interaktion mit einem Hormonrezeptor in unserem Organismus von statten gehen. Daraus resultiert entweder eine Stimulation oder eine Hemmung des zellulären Signalweges. Andererseits kann die endogene Hormonkonzentration durch Steigerung oder Hemmung der Produktion, des Abbaus oder seiner Verfügbarkeit indirekt gesteuert werden (Combarnous, 2017).
    Die endokrin schädigenden Substanzen können zudem Einfluss auf unsere DNA ausüben und somit über epigenetische Mechanismen die Hormonproduktion und -wirkung steuern. Bei der Epigenetik handelt es sich um eine vererbbare Veränderung der Genfunktion hinsichtlich ihrer Proteinbiosynthese, bei der aber keine Sequenzveränderung am DNA-Strang stattfindet. Insbesondere die weibliche Reproduktionsfähigkeit kann potentiell davon betroffen sein, wobei alle drei bekannten biochemischen Mechanismen der Epigenetik zum Zuge kommen:

    * DNA-Methylierung,
    * Histon-Modifikation und
    * die Genregulierung mit nicht-codierender RNA (Uzumcu et al., 2012).

    Hormonwirksame Disruptoren: Beispiele
    Bei dieser Thematik ist es wichtig, zwischen den sogenannten hormon- bzw. endokrin aktiven Stoffen und den endokrinen Disruptoren zu unterscheiden. Erstere haben zwar auch das Potential, in unser hormonelles System einzugreifen, üben jedoch keine schädigende Wirkung aus. Beispiele hierfür sind Pflanzenhormone, wie die Phytoöstrogene in der Sojabohne oder synthetische Chemikalien (VCI, 2017).
    Endokrine Disruptoren finden wir in Form von Stoffen oder Abbauprodukten der Industrie und der Landwirtschaft, aber auch in alltäglichen Gebrauchsgegenständen,
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  • Hypercobalaminämie – Mögliche Vitamin B12 Nebenwirkungen
    Vitamin B12 – ein wasserlösliches Vitamin, das insbesondere unter vegan lebenden Personen in Zusammenhang mit Mangelzuständen in aller Munde ist. Verständlich, zumal eine Unterversorgung zu verheerenden, irreversiblen Schäden des Nervensystems und der Blutbildung führen kann. Die Bedeutung seiner Anwesenheit bzw. Nicht-Anwesenheit in der rein pflanzlichen Ernährung ist definitiv hervorzuheben; allerdings wird kaum über mögliche Vitamin B12 Nebenwirkungen gesprochen, denn eine Überversorgung mit Cobalamin ist auch möglich, dafür gibt es beispielsweise pathologische Ursachen. Aber nicht nur durch Erkrankungen bedingt kann uns das essenzielle Vitamin potenziell zum Verhängnis werden. Vor allem hochdosierte Präparate sowie parenterale Gaben können unerwünschte oder gar gefährliche Vitamin B12 Nebenwirkungen hervorrufen. Welche das sind und wie die Problematik überhaupt zustande kommen kann: Wir sind dem Thema näher auf den Grund gegangen.

    Hypercobalaminämie: Definition

    Als Hypercobalaminämie wird die Überversorgung mit Vitamin B12 (Cobalamin) bezeichnet; definiert wird dieses pathologische Erscheinungsbild mit einem Blutwert von > 950 pg/ml bzw. > 701 pmol/l (Andrès et al., 2013). Der gesunde Referenzbereich liegt übrigens bei 191-663 pg/ml und korreliert eng mit der oralen Cobalaminzufuhr, weshalb sich der alleinige Vitamin B12-Wert aus dem Blut nicht als adäquater Parameter für eine Mangeldiagnostik eignet (Herrmann et Obeid, 2014).
    Eine Überversorgung mit Vitamin B12 über die Nahrung ist kaum möglich und auch nicht bekannt, da das dazu benötigte Transportprotein IF (Intrinsic Factor) sowie die Absorption über die Darmschleimhaut zwei wesentliche Barrieren darstellen. D.h. selbst wenn die Ernährung reich an Cobalamin ist, nimmt der Organismus keine überschüssigen Mengen in den Blutkreislauf auf. Zudem hängt die Bioverfügbarkeit des konsumierten Vitamin B12 von der jeweils zugeführte Menge ab (Domke et al., 2004). Unser täglicher Bedarf liegt bei 4 µg (DGE, 2018).
    Vitamin B12 finden wir in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs, in Milch(produkten), Eiern sowie Fleisch und insbesondere in Innereien. Die klassischen Zufuhrquellen für Veganer sind Nahrungsergänzungspräparate, in der Regel in Form von Methyl- oder Cyanocobalamin sowie in oral einzunehmenden Darreichungsformen, wie (Lutsch)Tabletten oder Tropfen. Eine weitere Möglichkeit der Vitamin B12-Gabe, welche insbesondere bei einem klinisch manifesten Mangel verabreicht wird, ist die parenterale Form bzw. Vitamin B12-Spritzen. Dabei gelangt das Cobalamin direkt in die Blutbahn und umgeht die enterale Absorption mit Hilfe des Intrinsic Factors. Vor allem bei dieser Vitamin B12-Quelle kann es zu unerwünschter Symptomatik aufgrund einer Überdosierung kommen.
    Symptome
    Hypercobalaminämie ist in seiner klinischen Symptomatik noch nicht vollständig erforscht; allerdings konnte gezeigt werden, dass hohe Vitamin B12-Blutwerte die diagnostischen Merkmale eines Cobalaminmangels hervorrufen können, was an der Bindung zu den unterschiedlichen Transportproteinen liege. Es wurde eine vermehrte Adhärenz an die „inaktiven“ Formen TC I und III beobachtet, zwei Transportproteine, welche lediglich die Bindung von freiem Vitamin B12 sichern. TC II ist dagegen für die Aufnahme in die Körperzellen, insbesondere ins hepatisches Gewebe, verantwortlich; überschüssiges Cobalamin im Blut zeigte eine kaum nachweisbare Bindung an TC II (Andrès et al., 2013). Als mögliche Ursache wird eine autoimmun-bedingte Bildung von Antikörpern, d.h. Abwehrstoffen, gegenüber diesem relevanten Bindungsprotein TC II angesehen (Takahashi et al., 2013).
    Wird das Vitamin aufgrund eines Mangels in Form einer Spritzenkur verabreicht und gelangt in hoher Konzentration direkt in die Blutbahn, ist eine immunologische Reaktion mit Hautreaktionen möglich.
    Ursachen
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  • Wechseljahre – Ernährung kann einen Einfluss haben
    Der weibliche Lebensverlauf geht gegen Ende des 40. Lebensjahres in eine neue Phase über, die sich durch typische Symptome, wie beispielsweise Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder auch Schlafstörungen bemerkbar macht. Ein hormoneller Transformationsprozess ist die Ursache, mit dem auch gleichzeitig der Gesundheitsschutz für ausgewählte Erkrankungen abnimmt. Frauen kommen in diesem Lebensabschnitt in das sogenannte Klimakterium bzw. die Wechseljahre. Ernährung sowie der eigene Lebensstil haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Wohlbefinden in dieser Zeit; nicht zuletzt aufgrund der eigenen Krankheitsprävention ist es sinnvoll, ein paar Faktoren zu beachten. Doch was genau passiert mit Frauen bei ihrem Eintritt in die Wechseljahre? Ernährung beeinflusst den Stoffwechsel und kann besonders in dieser Lebensphase entweder Gesundheit oder Krankheit begünstigen, aber wie genau? Welche Erkrankungen können durch die hormonelle Veränderung entstehen und gibt es Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel mit hilfreicher Wirkung? Werfen wir einen genauen Blick auf all diese Fragen.

    Wechseljahre: Was geschieht?
    Von den Wechseljahren, auch als Klimakterium bezeichnet, wird gesprochen, wenn eine Frau durch die Abnahme des Östrogenspiegels und somit dem Nachlassen der Eierstockfunktion ihre Monatsblutung und zugleich ihre Fruchtbarkeit verliert. Grund hierfür ist die Tatsache, dass der Vorrat an Eizellen, in denen die weiblichen Hormone (Östrogene, Gestagene) gebildet werden, von Natur aus begrenzt ist und ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr nachgebildet werden kann.
    Deutsche Frauen sind beim Eintritt in die Menopause im Durchschnitt 51 Jahre; Menopause bedeutet so viel wie die letzte natürliche Regelblutung, auf die 12 Monate keine weitere natürlich auftretende Periode mehr folgt. Bei der sogenannten Postmenopause spricht man von dem Zeitraum nach der letzten Periode (Menopause) (VDD, 2008).
    In dieser besonderen Phase beginnt ein teils veränderungsreicher, neuer Lebensabschnitt für die meisten betroffenen Frauen. Von den hormonellen Veränderungen sind sowohl der Körper als auch der Geist, die psychische und emotionale Verfassung, betroffen. Außerdem ist es eine Lebensphase, die in vielen Fällen neben den biologischen auch soziale Veränderungen, wie beispielsweise das Aufziehen der eigenen Kinder, die Geburt von Enkelkindern, der Tod der Eltern und Veränderungen im Eheleben mit sich bringen. Somit stehen viele Frauen nicht nur mit sich und ihrem Körper, sondern gleichermaßen mit ihrem Umfeld in einem großen Veränderungsprozess (Ehsanpour et al., 2007). Diese Lebensphase ist ebenso eine Chance zur Neugestaltung des Alltags und für einen bewussten Umgang, in erster Linie mit sich selbst.
    Klassische Anzeichen

    Das Klimakterium wird durch typische Symptome gekennzeichnet, welche sich auf Stoffwechsel- und psychovegetativer Ebene bemerkbar machen. Klassische Beispiele sind das Auftreten von Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Schweißausbrüchen, Reizbarkeit, Nervosität und trockene Haut sowie Schleimhäute. Allerdings ist die Ausprägung der entsprechenden Symptomatik individuell sehr unterschiedlich, ebenso der jeweilige Umgang und Verarbeitungsgrad.
    Man kann das Durchlaufen der Wechseljahre mit anderen Lebensphasen einer Frau, beispielsweise mit der Pubertät oder Schwangerschaft, vergleichen. All diese Zeiträume im Leben einer Frau sind auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen (Groenevald et Hofmann, 2011).
    Gesundheitliche Risiken?
    Mit dem Rückgang der Östrogenproduktion verlieren die Frauen neben der Fruchtbarkeit gleichzeitig einen gewissen Gesundheitsschutz.
    Die Körperzusammensetzung verändert sich hinsichtlich einer Zunahme der Fettmasse mit gleichzeitiger Abnahme der Muskelmasse, was mit einem erniedrigten Energieverbrauch einhergeht. Der Prozess findet natürlicherweise bei jedem Menschen statt und ein leicht...
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  • Vegane Sporternährung – Mythos oder Erfolgsrezept?
    Vegane Sporternährung – Eine Ernährungsweise im Wandel: Top-Athleten, wie Arnold Wiegand, Brendan Brazier, Gerlinde Kaltenbrunner oder Matt Frazier, haben das Vorurteil des kraftlosen Veganers schon eindeutig entkräftet. Sie machen teilweise genau die Tatsache des „Pflanzentreibstoffs“ für ihre hohe Leistungsfähigkeit verantwortlich. Patrik Baboumian hat uns dann spätestens auch noch gezeigt, dass man als Veganer Muskeln aufbauen kann. Ganz klar: Sport und Ernährung sind genauso unzertrennbar wie Yin und Yang. Ohne Mampf, kein Dampf!
    Allerdings sollte die vegane Sporternährung gut geplant sein, um sich die entsprechenden Vorteile zu Nutzen zu machen. Worauf es als Ausdauer- bzw. Kraft-, als Hobby- bzw. Leistungssportler ankommt? Sind Supplemente und Protein-Shakes wirklich sinnvoll? Genau diesen Fragen gehen wir im heutigen Artikel nach. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Folgen von zwanghaftem Sporteifer, gekoppelt an krankhaftes Ernährungsverhalten. Denn in unserer leistungsorientierten Gesellschaft und gerade im Profisport kann die subjektive Körperwahrnehmung oftmals dem Realitätsbild nicht mehr entsprechen und zu psychosomatischen Krankheitsbildern führen.
    Vegane Ernährung und Sport: Mythos oder Erfolgsrezept?

    Sportliche Höchstleistungen und reine Pflanzenkost, passt das zusammen? In vielen unserer Köpfe hat sich die Vorstellung verankert, Fleisch sei ein Stück Lebenskraft. Fleisch gebe Kraft, Stärke und stehe für Männlichkeit. Aber diese Theorie haben bereits zahlreiche Athleten widerlegt und auch die Wissenschaft zeigt uns die drei wesentlichen Vorteile der veganen Sporternährung auf:

    * Als Veganer lebt man nachgewiesenermaßen auf leichterem Fuß. Der Body-Mass-Index, d.h. die Relation von Körpergewicht zu Körpergröße, liegt im Durchschnitt bei vegan lebenden Personen unter dem von Vegetariern und Mischköstlern (Davey et al., 2003; Le et Sabaté, 2014). Und auch beim Sport ist es mit Ausnahme von Bodybuilding und Powerlifting durchaus erwünscht, kein überflüssiges Gewicht mit sich zu tragen.
    * Der zweite Vorteil widerlegt die allseits bekannte Meinung, dass die vegane Ernährung wegen des Sojaverzehrs den Hormonhaushalt aus seinem Gleichgewicht bringe. Das Gegenteil ist der Fall: die Östrogenspiegel liegen unter reiner Pflanzenkost in gesundem bzw. niedrigerem Bereich als durch den Verzehr tierischer Produkte. Beispielsweise wird durch Milchkonsum Östrogen zugeführt und gleichzeitig nimmt die körpereigene Testosteronkonzentration ab (Maruyama et al., 2010). Aber auch der hohe Ballaststoffverzehr von Veganern geht automatisch mit einer höheren Östrogenausscheidung einher (Goldin et al., 1982).
    * Drittens besitzen vegane Sportler eine schnellere Regenerationsphase. Sport verursacht oxidativen Stress in unseren Zellen, d.h. sie müssen sich nach dem Training wiederaufbauen und erneuern. Dabei helfen uns die sekundären Pflanzenstoffe, vor allem Antioxidantien; wie der Name schon sagt, werden diese wertvollen Schutzstoffe nur von Pflanzen gebildet, was für vollwertige Veganer im Sport von großem Nutzen ist (Trapp et al., 2010).

    Energie und Nährstoffbedarf: was und wieviel soll ich essen?

    Durch die körperliche Aktivität steigt automatisch unser Energiebedarf, was sich natürlicherweise an unserem stärkeren Hungersignal erkenntlich macht. Das lässt sich auch auf biochemischer Ebene vereinfacht herunterbrechen: mehr Energieproduktion in unseren Zellen bedeutet, dass mehr Brennstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Proteine) verstoffwechselt und somit über die Nahrung zugeführt werden müssen. Außerdem verschiebt sich durch regelmäßigen Sport das Verhältnis zwischen Fett- und Muskelmasse zugunsten letzterer. Dadurch steigt der Grundumsatz und somit unser Energiebedarf. Aber wieviel sollte es denn genau sein?
    Wir Menschen sind so individuell wie unser eigener Fingerabdruck; d.h.
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  • 10 einfache Tipps für den Umstieg auf vegane Ernährung
    Das neue Jahr steht vor der Tür und mit ihm die guten Vorsätze. Gewicht abnehmen, gesünder Essen, mehr Sport treiben und weniger Alkohol sind die absoluten Klassiker, aber auch der Umstieg auf vegane Ernährung. Vielleicht beschäftigst du dich aber auch gerade mit Nachhaltigkeit, Tierethik und ganzheitlicher Gesundheit? Du würdest dich gern an einen veganen Lebensstil herantasten und fragst dich, wie du das am besten umsetzt? Eine gute Vorbereitung ist hilfreich, gerade in einer Gesellschaft, die sich derzeit zu fast 90 % von der traditionellen Mischkost ernährt (DGE, 2016). Allerdings wird die vegane Idee nicht nur in Deutschland populärer, auch europaweit können sich immer mehr Menschen für eine pflanzenbasierte Ernährung begeistern; ein Lebensstil, der uns erfreulicherweise auch immer leichter gemacht wird.
    Wer also seinem Körper etwas Gutes tun und sein Leben etwas mehr in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit ausrichten möchte, ist mit dem Vorsatz „Vegan ins neue Jahr“ gleich mehrfach gut beraten. Mit diesem Artikel geben wir dir 10 Tipps an die Hand, die dir den Umstieg auf vegane Ernährung erleichtern sollen.
    Tipp 1: Juhu, ich werde vegan, weil …

    Was genau ist dein persönlicher Beweggrund? Deine Gesundheit? Der Umweltaspekt? Ethische Motive? Wer mit einer festen Überzeugung an eine Veränderung herangeht, bleibt auch dann am Ball, wenn der Weg etwas holperig wird. Sich für eine vegane Ernährung zu entscheiden ist mehr, als nur einem „Trend“ zu folgen. Trotzdem ist es hilfreich, sich immer wieder bewusst zu machen, warum man sich für den veganen Lebensstil entschieden hat. Machen wir uns nichts vor: Jede Veränderung im Leben, und sei sie noch so positiv, hat zu Beginn eine kritische Phase, in der man auch mal geneigt ist, alles wieder „hinzuschmeißen“. Ob es dein letztes Blutbild mit den fiesen Cholesterinwerten ist; die Tiertransporter, die du ständig auf der Autobahn siehst; die Bedrohung unseres Grundwassers durch Gülle oder ein ganz anderer Grund, der dich von der veganen Idee überzeugt hat: Wer genau weiß was er tut und warum er es tut, wird erfolgreich sein.
    Tipp 2: Informiere dich
    Je mehr Informationen du über die Vorteile deines neuen Lebensstils hast, desto größer ist dein Wunsch nach konsequenter Umsetzung. Eine Vielzahl an Dokumentationen, Vorträgen und Bücher stehen dir für deinen Umstieg auf vegane Ernährung zur Verfügung.
    Interessieren dich die medizinisch-gesundheitlichen Vorteile? US-amerikanische, aber auch europäische Ärzte, wie Dr. Greger, Dr. Barnard oder Dr. Jacob haben dazu wissenschaftlich geprüfte Werke, auch für Laien verständlich, auf den Markt gebracht. Hierzu zählen z.B. „How Not to Die“ oder „Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts“. Wenn du dich mit den tierrechtlichen bzw. ethischen Aspekten vertrauter machen möchtest, ist beispielsweise J.F. Foers „Tiere essen“ empfehlenswert. Ökologisch-affine Personen finden in der Doku „Cowspiracy“ reichlich Gründe, sich künftig gegen den Konsum tierischer Produkte zu entscheiden.
    Tipp 3: Hol‘ dir auswärts Inspirationen

    Ist dir die rein pflanzliche Küche bislang noch nicht so richtig vertraut? Dann fang‘ an, die neuen kulinarischen Geschmacksexplosionen öfter mal zu genießen. Der erste und einfachste Schritt, den du tun kannst, ist auswärts zu essen. Die Lokalitäten mit rein pflanzlichem Speiseangebot nehmen in Deutschland stetig zu; mit recht hoher Wahrscheinlichkeit wird auch in deiner Stadt ein veganes oder vegan/vegetarisches Restaurant zu finden sein.
    „Wer suchet, der findet.“ Dieser Spruch trifft in der heutigen Zeit mit Internet, Apps & Co mehr zu als je zuvor. Die Plattformen happycow.net oder vanilla bean listen etliche vegane,
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  • 5 Ernährungsmythen der Feiertage auf dem Prüfstand
    Üppige Schlemmereien, Sekt und Wein, stundenlanges Sitzen. Du verspürst ein zwickendes Völlegefühl, dich überkommt Müdigkeit und ein ganzheitliches Unwohlsein? Das sind alles klassische Symptome deines Körpers, die dir während der Feiertage mit Sicherheit vertraut vorkommen. Denn wenn das Festtagsmahl im Backofen schmort und die Sektgläser zum Anstoßen griffbereit stehen, können wir in der Regel nicht „Nein“ sagen. Deine Oma stellt im Anschluss noch die Plätzchendose auf den Tisch, serviert Kaffee und Kakao. Dann geben wir uns manchmal dieser Völlerei nur aus Gründen des Anstands hin; um die Geselligkeit der familiären Runde nicht zu verderben. Dein Magen-Darm-Trakt läuft dabei auf Hochtouren und muss viel mehr Leistung erbringen, als du dir vorstellen kannst.
    Wie schaffen wir es nun, ohne Verdauungsbeschwerden durch die Feiertage zu kommen? Wirkt das Schnäpschen nach einer fetten Mahlzeit? Oder die radikale Null-Diät nach den feierlichen Schlemmerexzessen? Wir sind 5 Ernährungsmythen auf den Grund gegangen und geben dir für die altbekannten Weisheiten eine gesunde Alternative an die Hand.
    Mythos 1: Schnaps gegen Völlegefühl

    Ein hochprozentiger Digestif nach einer üppigen, fetten Mahlzeit gefällig? Kurz darauf können wir einen spürbaren Entspannungseffekt wahrnehmen, der allerdings trügerischen Charakter hat.
    Tatsächlich löst dieses hochprozentige Gläschen Alkohol nach einer üppigen Mahlzeit diesen auflockernden Zustand in der Magengegend aus. Dabei weiten sich die Blutgefäße und die Durchblutung wird angeregt, was unsere Magenmuskulatur entspannt (Sucht Schweiz, 2011). Aber abgesehen davon wird der Verdauungsprozess nicht angekurbelt; ganz im Gegenteil, denn er verzögert sich sogar. Die Verdauung und die Verstoffwechselung unserer alkoholischen Gaumenfreude erfordern einen zusätzlichen Energieaufwand. Dabei ist unser Körper ohnehin schon mit der Verarbeitung der Fette, Proteine und Kohlenhydrate aus der Mahlzeit überfordert. Das Schnapsglas nach dem Essen bringt unterm Strich mehr Nach- als Vorteile mit sich.
    Die gesunde Alternative
    Dein Magen-Darm-Trakt wird sich deutlich besser mit einem warmen Kräutertee anfreunden können. Pfefferminze, Salbei oder Kamille zeichnen sich durch ihre beruhigende Wirkung auf die Schleimhaut aus. Fenchel-, Anis- und Kümmeltees besitzen zudem aufgrund ihrer ätherischen Inhaltsstoffe einen antiblähenden Effekt (Bühring, 2005). Sobald du nach der nächsten üppigen Mahlzeit Verdauungsbeschwerden verspürst, ist der Griff zum Kräutertee die nachhaltigere Option.
    Mythos 2: Ein Nickerchen nach dem Essen
    Der Magen ist voll. Der Bewegungsdrang lässt nach. Das Blut fließt in unsere Bauchgegend. Unser Körper hat harte Arbeit zu leisten. Eine fette Speise in üppiger Portionsgröße bringt schnell Müdigkeit mit sich, was den ein oder anderen dazu einlädt, sich in sein Bett zurückzuziehen. Ruhe schadet dem Körper definitiv nicht; aber legt man sich nach einer schweren Mahlzeit direkt aufs Ohr, kann das ersehnte Nickerchen Sodbrennen auslösen (Gündling, 2008). Die Verdauung wird durch den parasympathischen Ruhenerv, den sogenannten Nervus vagus, stimuliert. D.h. auch Sport ist nach dem Essen keine geeignete Wahl, seiner Verdauung etwas Gutes zu tun.
    Eine ausgewogene Mischung macht’s
    Ruhe oder Bewegung, was denn nun? Die Lösung: Ruhe und Bewegung. Haben wir nun doch über die Stränge geschlagen und kämpfen mit Unwohlsein in der Magengegend, kann eine gesunde Mischung zwischen Passivität und Aktivität Wunder bewirken. Das heißt das Sitzenbleiben direkt nach dem Essen ist nicht verkehrt. Aber ein entspannter Spaziergang an der frischen Luft kommt uns und unserer Verdauung mehr zugute als der direkte Gang ins Bett. Der eingeatmete Sauerstoff unterstützt den Stoffwechsel und bringt unser gesamtes Herz-Kreislauf-System in Schwung. Aber auch die sogenannte Peristaltik, die Eigenbewegung unseres Magen-Darm-Traktes,
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  • Was ist Palmöl – Ist Palmfett gesund oder ungesund?
    Ein Öl, das in unserer Küche kaum zum Einsatz kommt, allerdings einen bedeutenden Platz im alltäglichen Leben einnimmt. Das Wissen über den Einsatz und die Verbreitung von Palmöl ist generell klein gehalten. Werfen wir einen Blick auf die Zutatenliste der Produkte aus den Supermärkten, können wir feststellen, dass Palmöl oder Palmfett ein ubiquitär vorhandener Bestandteil von industriell hergestellten Nahrungsmitteln ist. Ob Schokocreme, Riegel, Kekse, Müslis, Backwaren oder Margarine: Palmöl ist aufgrund seiner konsistenz-, geschmacksbildenden und haptischen Eigenschaften nicht mehr wegzudenken. Aber nicht nur in unserer Nahrung ist das Öl zu finden. Hygieneartikel wie Seifen, Körperlotionen oder Waschmittel, Futtermittel, Kerzen, Pharmazeutika und sogar Bioenergieträger sind weitere Beispiele für seinen Einsatz. Doch was ist Palmöl eigentlich? Woher stammt es, was sind seine Inhaltsstoffe und was der Unterschied zum Palmfett? Gesund oder ungesund? Für all diese Fragen haben wir im folgenden Artikel Antworten parat.

    Was ist Palmöl?
    Palmöl wird aus der Ölpalme gewonnen, die in tropischen Regionen nördlich und südlich des Äquators hervorragend gedeiht. Die beliebtesten Anbaugebiete liegen in Ländern Asiens, wie Indonesien und Malaysia (Boveland, 2010). Global betrachtet nehmen Palmöl-Plantagen mittlerweile 12 Mio. Hektar Fläche ein, was einem Drittel der Größe Deutschlands entspricht und im Verglich zu anderen Pflanzenölen eine deutlich höhere Ausbeute mit sich bringt. Einige Länder Asiens und Afrikas, insbesondere ärmere Bevölkerungsschichten bzw. Kleinbauern, nutzen dieses Fett als wesentlichen Bestandteil ihrer Küche (Petry, 2012).
    Aufgrund der enormen wirtschaftlichen Rentabilität einerseits sowie den unvergleichlichen Eigenschaften nutzt die Industrie das Öl sehr gern; und das nicht nur im Lebensmittelsektor. Im Vergleich zu Raps- oder Sojaöl liefert Palmöl mehr als den dreifachen Ertrag pro Hektar Anbaufläche (Kallweit, 2017).
    Palmöl, Palmfett vs. Palmkernöl

    Palmfett stellt lediglich ein Synonym für Palmöl dar, wobei man von dem Öl aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme spricht. Die Differenzierung zum Palmkernöl wird dahingehend gezogen, dass hierbei der Fettanteil aus den Kernen der Palmfrucht gewonnen wird. Diese beiden Ölsorten sind bei Raumtemperatur flüssig, weisen eine gleichmäßige Aufteilung zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren auf, jedoch unterschiedliche Arten. In Palmöl finden wir überwiegend die gesättigte Palmitinsäure, während Palmkernöl zu einem erheblichen Teil aus gebundener Laurinsäure besteht (Kallweit, 2017).
    Naturbelassenes Palmöl kann aus gesundheitlicher Sicht nicht zwangsläufig als nachteilig beurteilt werden; es besteht zwar etwa zur Hälfte aus gesättigten Fettsäuren, enthält jedoch auch einen nennenswerten Anteil an der einfach ungesättigten Ölsäure und wertvolle Fettbegleitstoffe, wie Carotin und Vitamin E. Unterläuft das Öl einen Raffinationsprozess, wie das bei der industriellen Verarbeitung der Fall ist, gehen einerseits wertvolle Inhaltsstoffe, wie Vitamine, verloren; andererseits können bei einem Erhitzungsprozess von über 200 °C krebserregende Stoffe gebildet werden, die für den Endverbraucher bei regelmäßigem Verzehr problematisch werden könnten. Dies gilt übrigens nicht nur für Palmöl, sondern für alle pflanzlichen Öle, welche der Raffination unterliegen.
    Ernährungsphysiologische Bewertung von Palmöl
    Wenn wir die Inhaltsstoffe von Palmöl aus Sicht der Ernährungsphysiologie unter die Lupe nehmen, finden wir mit knapp 50 % einen relativ hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Hierbei ist die gleichnamige Palmitinsäure als primärer Vertreter zu nennen; allerdings enthält das Öl auch einfach und  mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure, Linolsäure) sowie Vitamin E, Vitamin K, Carotin als Vorstufe von Vitamin A und Magnesium (Mukherjee et Mitra,
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  • Rheumatoide Arthritis – Ernährung bei chronischer Polyarthritis
    Schubweise oder chronisch anhaltende, entzündungsbedingte Schmerzen an verschiedenen Gelenksregionen plagen Patienten mit rheumatischen Erkrankungen. Innerhalb dieses pathologischen Erscheinungsbildes tritt die rheumatoide Arthritis am häufigsten auf; teilweise auch schon in jüngeren Jahren, wobei Betroffene eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität erfahren. Doch wobei handelt es sich nun genau bei dem Begriff rheumatoide Arthritis? Ernährung und Lebensstil spielen auch bei dieser Erkrankung eine einflussreiche Rolle, zumal wir über unsere Nahrung entzündungsfördernde bzw. entzündungshemmende Substanzen aufnehmen können. Somit ist dieser Bereich neben medikamentösen und physikalischen Eingriffen auch für die Therapie entscheidend. Welche Lebensmittel und Nährstoffkomponenten hilfreich sind und welche ernährungsbedingten Ansätze die Wissenschaft bei rheumatischen Erkrankungen unterstützt, ergründen wir genauer mit diesem Artikel.

    Das Krankheitsbild der rheumatoiden Arthritis
    Die rheumatoide Arthritis wird zu der großen Gruppe der rheumatischen Erkrankungen gezählt, welche ca. 400 verschiedene Ausprägungen umfasst. Dazu zählen beispielsweise das Entzündungsrheuma wie bei Morbus Bechterew, Psoriasisarthritis oder die rheumatoide Arthritis, das Verschleißrheuma wie die Arthrose oder auch das Weichteilrheuma, was die Fibromyalgie definiert. Aber auch Erkrankungen wie Gicht und Osteoporose können in diese Klassifizierung integriert werden (Adam et Schnurr, 2008).
    Der Begriff des „Rheumatismus“ rührt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie „das Fließende“, was auf den fließenden Schmerz durch Gelenke, Muskulatur und Wirbelsäule zurückgeführt wird. Den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen, von denen die rheumatoide Arthritis (früher: chronische Polyarthritis) der am häufigsten vorkommende Vertreter ist, liegt eine pathologisch erhöhte Immunreaktion zugrunde. Es handelt sich dabei um eine chronisch-entzündliche Systemerkrankung, d.h. unser gesamtes körperliches System kann davon betroffen sein. Die Entzündungsprozesse im Bereich der Gelenke gehen entweder schubweise oder chronisch mit Schmerzen einher und können harmlos bis lebensbedrohliche Ausmaße annehmen (Dahm et al., 2016). Die Patienten verlieren durch den schmerzgeplagten Alltag einen wesentlichen Teil ihrer Lebensqualität, sind teilweise stark bewegungseingeschränkt und leiden nicht nur physisch, sondern gleichermaßen psychisch. Das begleitende Auftreten von Depressionen ist bei Patienten mit rheumatoider Arthritis keine Seltenheit (Margaretten et al., 2011).
    Ätiologie und Häufigkeit

    Rheumatische Erkrankungen bergen eine stärker oder schwächer ausgeprägte genetische Komponente in sich, weshalb ein familiär gehäuftes Auftreten zu beobachten ist. Wie auch bei anderen Autoimmunerkrankungen spielen neben der erblichen Anlage noch Ernährungs- und Lebensstilfaktoren eine Rolle. D.h. die Manifestation der Krankheit bedarf einem externen Trigger, das kann z.B. die Infektion mit einem Retrovirus sein. Der Krankheitsverlauf sowie die jeweilige Ausprägung wird durch die Gene bestimmt, welche aufgrund des Lebensstils und der Ernährung moduliert werden (Schnurr et Adam, 2010). Aktuellere Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass Tabakkonsum ein potentieller Auslöser der Erkrankung sein kann (Hammer, 2014).
    Es wird geschätzt, dass rund 15 % der Bevölkerung aufgrund von rheumatischen Beschwerden mind. einmal jährlich den Arzt aufsuchen, wovon 0,65 % unter der rheumatoiden Arthritis leiden (Friedl, 2012). Frauen sind dabei zirka dreimal häufiger betroffen als Männer, das Lebensalter spielt beim Auftreten jedoch keine Rolle (Hammer, 2014).
    Rheumatoide Arthritis: Ernährung
    Einzelne Nahrungskomponenten wirken sich vorteilhaft oder nachteilig auf den pathologischen Prozess der rheumatoiden Arthritis aus. Im Zentrum des Wirkmechanismus stehen die zugeführten Fette bzw. Fettsäuren,
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  • Vegane Ernährungspyramide – Neuester Stand der Wissenschaft
    Die Gesundheit, das Ernährungsbewusstsein, die Nachhaltigkeit unseres Planeten, ethische und humanitäre Aspekte: immer mehr Personen entscheiden sich aus einem oder mehreren Gründen heraus für eine vegane Ernährungs- bzw. Lebensweise. Doch eine rein pflanzliche Kost ist nicht per se gesund. Beispielsweise kann eine einseitige Lebensmittelauswahl oder der häufige Verzehr stark verarbeiteter Produkte Mängel hervorrufen und somit die Gesundheit beeinträchtigen. Abhilfe kann die vegane Ernährungspyramide, die auf aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen beruht, schaffen. Denn wie bei jeder anderen Ernährungsform auch, bedarf es ein paar grundlegender Kenntnisse über die gesundheitsfördernde Gestaltung der Kost. Dieser Artikel liefert dir Informationen auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu den praxisnahen Empfehlungen einer veganen Ernährung und du erhälst einen Überblick über verschiedene vegane Kostformen und ihre potenziellen Vor- und Nachteile.

    Vegane Ernährung: das sagt die Wissenschaft
    Die American Dietetic Association befürwortet eine durchdacht umgesetzte vegane Ernährung in allen Lebensphasen vom Säugling über den Athleten bis hin zum Senioren, bewertet diese als gesund, nährstoffadäquat und erachtet pflanzenbasierte Kostformen als Präventions- und Therapiemaßnahme bestimmter Zivilisationserkrankungen (ADA, 2009).
    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hingegen empfiehlt eine vegane Ernährung nicht während der Schwangerschaft, Stillzeit, bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen, da die Risiken eines Mangels in diesen Lebensphasen mit erhöhtem Nährstoffbedarf zu groß seien. Gesunde Erwachsene sollten ein besonderes Augenmerk auf die potenziell kritischen Nährstoffe bei veganer Ernährung legen (Richter et al., 2016).
    Aus gesundheitlicher Perspektive gibt es eine Vielzahl an wissenschaftlichen Belegen für den protektiven Charakter einer vollwertigen, ausgewogenen veganen Kost (Roberts et Barnard, 2005; Craig, 2009; Orlich et Fraser, 2014). Aktuelle Reviews zeigen Zusammenhänge zwischen einer pflanzenbasierten Ernährung, der Prävention und Behandlung von kardiometabolischen Erkrankungen, d. h. jenen des Herz-Kreislauf-Systems und des Stoffwechsels, chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, Krebs und gesünderem Körpergewicht (Rocha et al., 2019; Medawar et al., 2019; Tonstad et al., 2009).
    Vegane Ernährungspyramide: Neuester Stand der Wissenschaft

    Die vegane Ernährungspyramide kann als Anleitung für die praktische Umsetzung einer vollwertigen und bedarfsdeckenden veganen Ernährung dienen. Sie ist eine Weiterentwicklung und Anpassung der Gießener vegetarischen Ernährungspyramide. Die vegane Ernährungspyramide richtet sich sowohl an Veganer selbst als auch an Ernährungsfachkräfte, die sie für ihre Beratung einsetzen können (Keller, 2016; Leitzmann et al., 2018).
    Lebensmittelgruppen und Verzehrsempfehlungen
    Die Basis der veganen Ernährungspyramide stellen die energiefreien Getränke dar, welche täglich in Form von mind. 1,5 Liter Wasser und/oder Tees getrunken werden sollten.
    Allgemein gesagt, lassen sich die Lebensmittel einer veganen Kost in fünf Gruppen einteilen: Gemüse, Obst, Getreide, Hülsenfrüchte sowie Nüsse und Samen. Die Pyramide ist auch in dieser Reihenfolge aufgebaut,
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  • Ist Fleisch gesund und welche Nährstoffe sind enthalten?
    Der Fleischverzehr in Deutschland wird heutzutage als selbstverständlich erachtet, wobei Fleisch als Nahrungsmittel noch vor wenigen Jahrzehnten nur bestimmten Gesellschaftsschichten vorbehalten und in deutlich geringeren Mengen verfügbar war. Aus der Perspektive vegetarisch und vegan lebender Personen ist es häufig schon aus ethischen Beweggründen selbstverständlich, kein Fleisch zu verzerren. In den Empfehlungen globaler Ernährungsgesellschaften finden wir allerdings noch, wenn auch in begrenztem Ausmaß, Produkte tierischen Ursprungs. Doch wie sieht es mit den gesundheitlichen und ernährungsphysiologisch relevanten Aspekten des Fleischkonsums aus, oder anders gefragt: Ist Fleisch gesund?

    Die Geschichte des Fleischkonsums
    Die ersten Primaten und ältesten Vorfahren des Menschen ernährten sich wahrscheinlich hauptsächlich von Insekten. Ihre Ernährung änderte sich im Laufe der Zeit zu einer überwiegend pflanzlichen Kost: Früchte, Blüten, Nektar und Blätter standen auf dem Speiseplan, einen geringen Anteil machte weiterhin Insekten und womöglich kleine Wirbeltiere aus. Die direkten Vorfahren der Spezies Mensch, zu denen die Australopithecus-Spezies zählt, waren nicht auf eine bestimmte Ernährungsform spezialisiert: Sie ernährten sich vornehmlich von pflanzlicher Nahrung mit geringen Mengen tierischer Kost. Die Gattung Mensch (lat. Homo) entstand vor ca. 2 Mio. Jahren und fing an, erjagte Tiere mit Steinwerkzeugen zu zerlegen und später auch Feuer kontrolliert einzusetzen, wodurch sie die kalorienarme, pflanzlich Ernährung mit kalorienreichem Fleisch, Knochenmark und gekochter Nahrung, wie Speicherknollen, anreicherten.
    Die menschliche Spezies (Homo sapiens) entstand vor etwa 200.000 Jahren. Vor etwa 10.000 Jahren, in der Epoche der Jungsteinzeit (Neolithikum), fand der Übergang der Jäger- und Sammlerkulturen zu Ackerbau und Viehzucht und somit zur Sesshaftigkeit statt. Dieser, als Neolithische Revolution bezeichnete, Umbruch gilt als eine der wichtigsten der Menschheitsgeschichte. Der bereits überwiegend pflanzliche Anteil der Ernährung wurde weiter erhöht, wobei gleichzeitig die Vielfalt an Wildpflanzen auf einige Nutzpflanzen mit teilweise hohem Kohlenhydratanteil eingeschränkt wurde. Gegen Ende des Neolithikums stieg der Anteil tierischer Kost durch die fortschreitende Domestikation von Tieren an. Insgesamt ermöglichte der Wandel zu Ackerbau und Viehzucht, deutlich mehr Nahrung und Energie verfügbar zu machen (Leitzmann und Keller, 2020).

    War das Stück Fleisch auf dem Teller für unsere Eltern und insbesondere Großeltern noch eine Rarität und Besonderheit, so wandelte das Zeitalter der Industrialisierung sowohl die Mengen an Produkten tierischen Ursprungs als auch die Ernährungsmuster unserer Gesellschaft. Seit den 1960er Jahren ist ein stetiger, teils steiler Anstieg des Fleischkonsums in Deutschland zu beobachten, der in den 1990er Jahren sein Maximum erreichte; aktuell geht der Trend in Richtung Stagnation. Im Gegensatz dazu ging der Kartoffelverbrauch kontinuierlich zurück und ein besonders drastischer Abwärtstrend ist beim Pro-Kopf-Verbrauch von Hülsenfrüchten zu verzeichnen (von Witzke et al., 2014).
    Pflanzliche Lebensmittel vs. Lebensmittel tierischen Ursprungs
    Für Mischköstler gehört der regelmäßige Verzehr von Fleisch zu einer ausgewogenen Kost, was in der Regel mit der Deckung bestimmter Nährstoffe (Eisen, Zink, Vitamin B12, etc.) argumentiert wird. Andererseits findet man in Fleisch auch unerwünschte Inhalts- und Begleitstoffe, insbesondere wenn das Produkt aus intensiver Tierhaltung stammt. Das oftmals unvorteilhafte Fettspektrum sowie die fehlenden Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe bringen die globalen Ernährungsgesellschaften zu dem ...
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