9215 Menschen - so viele sind in Deutschland 2021 durch einen Suizid gestorben, haben sich selbst getötet. Das sind mehr als 25 Menschen am Tag und trotzdem spricht kaum jemand darüber. Dabei ist die Trauer nach einem Suizid anders als nach Todesfällen, die nicht selbst bestimmt sind. Den Hinterbliebenen schwirren Fragen im Kopf herum, auf die sie oft niemals eine Antwort bekommen werden. Wie können Angehörige damit weiterleben? Journalistin Lena Semrok spricht darüber mit Elfie Loser. Sie selbst hat ihren Partner durch einen Suizid verloren und leitet eine Selbsthilfegruppe des Vereins AGUS (Angehörige um Suizid) in Bayreuth. Den Verein hat sie fast von Anfang an mit aufgebaut, ist seit Jahrzehnten dabei und wurde für ihr Engagement vor zwei Jahren sogar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Statistisches Bundesamt: Anzahl der Todesfälle 2021 und Anzahl der Suizide in Deutschland 2021
AGUS (Verein Angehörige um Suizid) - hier findest du auch Gruppen in deiner Nähe
Deutscher Presserat: Pressekodex mit der Richtlinie 8.7. zur Selbsttötung
Der Werther-Effekt (Theorie über Nachahmungstaten) und der Papageno-Effekt (Theorie über die Verhinderung von Nachahmungstaten): Medienberichterstattung und deren Einfluss auf die SuizidratenFotos, weitere Infos und Kontakt auf Instagram @einbisschensterben
Mit Musik von Lucian Dietz
Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen:
Bei Suizid-Gefahr wähle den Notruf: 112!
Telefonseelsorge: Beratung rund um die Uhr über 0800/1110111 und 0800/1110222
Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS): regionale Hilfsangebote finden
Deutsche Depressionshilfe: erste Anlaufstellen & Info-Telefon Depression unter 0800/3344533
Deutschen Depressionsliga: hier engagieren sich Betroffene und Angehörige, E-Mail-Beratung für Menschen mit DepressionenWenn du Schwierigkeiten mit den Themen Tod und Trauer hast, solltest du diesen Podcast vielleicht nicht alleine hören. Falls du Hilfe benötigst, kannst du dich kostenlos, anonym und rund um die Uhr an die Telefonseelsorge wenden: 0800/1110111 und 0800/1110222. Weitere Infos gibt es hier: https://www.telefonseelsorge.de/