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In diesem Podcast geht es um das Praxisgebiet „Kindergarten“. Waltraut Doering ist im Gespräch mit der Erzieherin, Integrations- und Sprachfachkraft Silke, die über ihre Umsetzung der Entwicklungsbegleitung in einem Kindergarten mit offenem Konzept berichtet.
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Ein PodCast von Waltraut Doering
In diesem Podcast geht es um das Praxisgebiet „Krippe“. Waltraut Doering ist im Gespräch mit der Erzieherin Nicole, die beschreibt, wie sie als Entwicklungsbegleiterin ihre Haltung in der Arbeit mit unter dreijährigen Kindern anwenden kann.
Nicole beschreibt Begeisterung, Freude und Humor als zentrale Grundlage ihrer Haltung. Besonders wichtig sind ihr sinnliche Erfahrungen in der Natur und mit Naturmaterial. Sie sieht die individuellen Bedürfnisse der Kinder und nimmt diese ernst.
Übergänge – etwa beim morgendlichen Ankommen – werden aufmerksam und intuitiv von ihr begleitet, da sie den gesamten Tagesverlauf prägen.
Verhaltensweisen wie Zerstören von gebauten Türmen oder Wegwerfen von Gegenständen versteht sie als entwicklungsbedingtes Spiel und Ausdruck innerer Bedürfnisse und nicht als Aggression.
Eine behutsame Eingewöhnung und enge Zusammenarbeit mit Eltern schaffen Sicherheit, Vertrauen und Freude am gemeinsamen Lernen.
Nicole betont die Bedeutung von Beobachtung, Flexibilität und Selbstreflexion: Herausforderungen sieht sie eher bei sich selbst als im Kind.
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Ein PodCast von Waltraut Doering
In diesem Podcast geht es um die Fortbildungen „Entwicklungsbegleitung für Kinder“. Im Gespräch mit Michael Wingenfeld geht es um die bisherige und zukünftige Zusammenarbeit von Waltraut Doering mit ihrem Kollegen Simon. Seit Anfang 2025 führt Simon die Präsenzkurse zur Entwicklungsbegleitung für Kinder durch, während Waltraut Doering die Onlinekurse anbietet.
Simon beschreibt seinen Zugang zur Entwicklungsbegleitung als prägendes Erlebnis, das vor allem durch Atmosphäre, Beobachtung und Beziehung getragen war. In seiner Arbeit verbindet er wissenschaftliche Grundlagen, praktische Erfahrungen und kreative Zugänge, wobei Spiel, Dialog und eigene Beteiligung zentrale Elemente sind.
Beide Referenten sind sich einig, dass Entwicklungsbegleitung weniger eine Methode als eine innere Haltung ist. Neben fachlichem Wissen spielt die Selbstwahrnehmung der Begleitenden eine entscheidende Rolle: Eigene Bedürfnisse, Körperwahrnehmung und Selbstfürsorge werden als Voraussetzung für tragfähige Beziehungen verstanden.
Im Gespräch geht es auch um die Weiterentwicklung und gemeinsame Gestaltung der Fortbildungen. Und darum, wie trotz sich verändernder gesellschaftlicher Bedingungen Beziehung, Dialog und Resonanz die zentralen Wirkfaktoren entwicklungsfördernder Begleitung sind.
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Ein PodCast von Waltraut Doering
In diesem Podcast geht es um das Praxisgebiet „Frühförderung“. Waltraut Doering ist im Gespräch mit der Frühförderin Laura, die beschreibt, wie Entwicklungsbegleitung als Haltung in der Frühförderpraxis umgesetzt werden kann.
Statt fixer Methoden steht die wertfreie Beobachtung im Mittelpunkt: Frühförderung bedeutet, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Kinder ihr eigenes Potenzial entfalten können. Laura schildert anhand mehrerer Beispiele, wie dialogisches Vorgehen, echtes Zuhören sowie die Balance von Stabilität und Instabilität Entwicklungsprozesse ermöglichen – auch bei Kindern mit aggressiv wirkendem Spiel oder schweren Behinderungen. Entscheidend ist, Signale der Kinder wahrzunehmen, ohne zu bewerten, und ihnen Sicherheit, Resonanz und Zeit zu geben.
Das Interview verdeutlicht, dass Spiel, Beziehung und innere Haltung wirksamer sind als zielorientierte Förderung.
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Ein PodCast von Waltraut Doering
In diesem Podcast schildert Waltraut Doering ein Beispiel aus ihrer eigenen Arbeit.
Das Beispiel des zweijährigen Fritz verdeutlicht, dass Verhaltensweisen wie Beißen bei Kleinkindern keine Aggression, sondern Ausdruck innerer Überforderung sind. Eine wertfreie, genaue Beobachtung zeigte, dass Fritz häufige Misserfolge, fehlende Unterstützung und soziale Isolation erlebte, was seine innere Spannung steigerte. Die ständige Kontrolle durch Erwachsene verschärfte die Situation zusätzlich. Erst durch eine gelassene Haltung, unterstützende Interventionen und das Ermöglichen von Handlungserfolgen konnte das Beißen verhindert werden.
Zentrale Bedeutung hatten zudem eine entlastende Elternkommunikation und der Verzicht auf moralische Bewertungen oder sprachliche Verbote wie „nicht beißen“.
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Ein PodCast von Waltraut Doering
Waltraut Doering und Michael Wingenfeld blicken auf die Entstehung der ersten Podcast-Reihe „Grundlagen der Entwicklungsbegleitung“ zurück und stellen die zweite Reihe „Entwicklungsbegleitung in der Praxis“ vor.
Und die beiden diskutieren, wie man mit „Guten Vorsätzen“ für das neue Jahr umgehen kann: Was bedeutet es, wenn Vorsätze meist nur für kurze Zeit wirksam sind? Und was wäre eine Möglichkeit, es 2026 mal anders zu machen?
Auch 2026 werden wieder einige Sonder-Podcasts aufgenommen. Wir berichten über die Fortbildungen von Waltraut Doering und Simon Oelsner, sowie weitere interessante Aspekte der Entwicklungsbegleitung.
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Weitere Informationen:
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Wir freuend uns auf eure Fragen und Themenvorschläge. Gerne lassen wir euch auch in unserem PodCast zu Wort kommen, bitte meldet euch bei:
EntwicklungsBegleitung Kurz und Gut
"Sei du die Veränderung, die du dir von der Welt wünschst." (Mahatma Gandhi)
Waltraut Doering berichtet, warum das Zusammenspiel von Stabilität und Instabilität für die Entwicklung von Kindern so wichtig ist !
Entwicklung geschieht im ständigen Wechselspiel von Stabilität und Instabilität. Stabilität bedeutet Sicherheit, Orientierung, vertraute Strukturen und die Möglichkeit, Fähigkeiten zu festigen. Doch ohne Phasen der Instabilität – Momente der Unsicherheit, des Ausprobierens und der Veränderung – ist keine Weiterentwicklung möglich. Dieses Prinzip zeigt sich besonders deutlich in der frühen Kindheit: Kinder benötigen zunächst Geborgenheit und verlässliche Bindung, um Mut zu fassen und Neues zu erkunden. Sobald Vertrauen entsteht, wächst die Neugier und der Wunsch, sich von den Bezugspersonen zu lösen und eigene Erfahrungen zu sammeln.
Erwachsene spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie sollen Kindern sowohl Schutz als auch Raum für Abenteuer geben, sie ermutigen und zugleich als sicherer Rückhalt verfügbar bleiben. Werden Kinder zu stark begrenzt oder zu früh sich selbst überlassen, gerät dieses Gleichgewicht ins Wanken und Entwicklung wird erschwert.
Das Prinzip gilt in allen Bereichen – Bewegung, soziale Beziehungen und Lernen. Jeder Fortschritt erfordert, alte Sicherheiten loszulassen und Fehler als natürlichen Teil des Lernens zu akzeptieren. Entwicklung bedeutet Veränderung – und diese beginnt immer bei einem selbst, getragen von der Bereitschaft, gewohnte Wege zu verlassen und Neues zu wagen.
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EntwicklungsBegleitung Kurz und Gut
"Beurteile nie einen Menschen, bevor du nicht mindestens einen halben Mond lang seine Mokassins getragen hast." (Indianische Weisheit)
Wir Menschen handeln immer aus unserer eigenen Sicht heraus. Was für andere vielleicht unverständlich wirkt, ergibt aus unserer inneren Logik heraus Sinn. Unsere Erfahrungen, Gefühle und die Art, wie unser Gehirn organisiert ist, bestimmen, wie wir die Welt wahrnehmen – und wie wir reagieren. Das gilt besonders für Kinder. Sie planen ihr Verhalten oft nicht bewusst, sondern reagieren aus dem heraus, was sie im Moment brauchen: Sicherheit, Nähe, Orientierung oder einfach Verständnis.
Wenn wir Kinder begleiten, lohnt es sich, innezuhalten und neugierig zu fragen: Was könnte dieses Verhalten sagen wollen? Wie fühlt sich das Kind gerade? Dieser Perspektivwechsel macht den Umgang leichter. Statt schnell zu beurteilen, dürfen wir versuchen zu verstehen. Wir müssen nicht alles gutheißen – aber wir können aufmerksam hinsehen und spüren, was hinter einem Verhalten steckt.
Natürlich gibt es Situationen, in denen wir eingreifen müssen, weil Schutz und Sicherheit Vorrang haben. Doch selbst dann bleibt es wichtig, dem Kind zu zeigen: Ich sehe dich. Du bist mir wichtig.
Mit Ruhe, Empathie und echtem Interesse entsteht ein Dialog, der beiden Seiten guttut. So wird Verhalten nicht als Störung betrachtet, sondern als Botschaft. Jedes Kind ist einzigartig – und jede Begegnung lädt uns ein, neu hinzuschauen, zu lernen und gemeinsam Wege zu finden.
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EntwicklungsBegleitung Kurz und Gut
Dieser Podcast wurde inspiriert von dem Buch von André Stern und Gerald Hüther: Was schenken wir unseren Kindern.
Dieses Buch erinnert uns daran, worum es beim Schenken eigentlich geht. In der Adventszeit geraten wir leicht in diesen Strudel aus Konsum, Vergleichen und Erwartungen. Hüther und Stern sagen: Das größte Geschenk ist nicht das, was unter dem Baum liegt, sondern das, was zwischen uns entsteht – Beziehung, Vertrauen, echtes Dasein.
Es fällt uns schwer, weniger oder anders als bisher zu schenken, weil wir Liebe ausdrücken wollen – und oft glauben, das gelingt am besten mit vielen Dingen. Wir haben Angst, dass es nicht reicht, einfach da zu sein. Hüther zeigt sehr schön: Wenn wir schenken, um unsere eigene Unsicherheit zu beruhigen, entsteht Druck. Wenn wir schenken, um zu verbinden, entsteht Vertrauen.
Schenken ist ein Beziehungsangebot. Wenn wir schenken, sagen wir eigentlich: ‚Ich möchte dir nahe sein.‘ Und das kann man mit Dingen tun, aber noch besser mit Zeit, Aufmerksamkeit und Herzenswärme. Dazu sind besonders geeignet: gemeinsame Erlebnisse, persönliche Erinnerungsstücke oder regelmäßig gepflegte Rituale.
Entscheidend ist nicht der Aufwand, sondern die Haltung. Weihnachten lädt ein, echte Verbindung zu schaffen und Kindern durch Aufmerksamkeit und Präsenz Geborgenheit zu schenken.
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EntwicklungsBegleitung Kurz und Gut
"Der Weg ist das Spiel." (gefunden in einem Kindergarten)
Waltraut Doering berichtet, was man beim freien Spiel von Kinder erkennen kann und wie wichtig das freie Spiel für die Entwicklung von Kindern ist.
Spielen ist ein zentraler Bestandteil menschlicher Entwicklung und weit mehr als bloßer Zeitvertreib. Es eröffnet einen Erkundungsraum, in dem Menschen – besonders Kinder – das Mögliche entdecken können, statt nur zielgerichtet zu handeln. Gerade das freie, selbstbestimmte Spiel fördert Kreativität, Fantasie und die Fähigkeit, Dinge umzudeuten. Dabei können Materialien und Umgebung vielfältig genutzt werden, besonders in naturnahen Räumen, die keine festen Funktionen vorgeben.
Im freien Spiel lernen Kinder motiviert und mit Begeisterung. Sie dürfen Fehler machen, ausprobieren und eigene Lösungen finden – eine Grundlage für Kreativität und lebenslanges Lernen. Gleichzeitig entstehen wichtige neuronale Verbindungen: Durch Erfahrungen, die gelingen, wird das Gehirn in seiner Vernetzung gestärkt und die Entwicklung gefördert. Spielen wirkt sich zudem positiv auf Emotionen aus, da es Sicherheit, Freude und Geborgenheit ermöglicht und Ängste reduziert.
Auch in sozialen Kontexten spielt das Spiel eine bedeutende Rolle: Es erleichtert das Ankommen in Gruppen, ermöglicht unkomplizierten Kontakt und stärkt das Miteinander. Erwachsene sollten Kindern dabei mit Offenheit, Vertrauen und eigener Spielfreude begegnen, ohne sie zu lenken. Stattdessen sollten sie sie unterstützend und aufmerksam begleiten. Spielen ist somit eine Königsdisziplin des Lernens – und eine Fähigkeit, die Menschen ein Leben lang bereichern kann.
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