EVOMENTIS - Neurodivergenz, ADHS, Autismus und darüber hinaus

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EVOMENTIS - Neurodivergenz, ADHS, Autismus und darüber hinaus episodes

  • Neurodivergenz
    • Mathias Küfner

        Die Fortsetzung der Episode zu Neurodiversität in der aber nur kurz das Thema Neurodivergenz behandelt wurde, ohne genauer darauf einzugehen was zu dieser Neurodivergenz alles dazu gehört.

        In dieser Episode 20 nun wird das Thema aus Episode 3 nochmal aufgegriffen, zusammen mit einer Zusammenfassung weiterer Episoden und Zusammenhänge, um dann verschiede Arten von Neurodivergenz einmal durchzugehen, ohne dies schon abschließend zu tun, und um am Ende auch neue Begrifflichkeiten vorzuschlagen.

        1 hr 23 min
      • Neurosoziale Typen
        • Mathias Küfner

            Es handelt sich hier um eine grundlgende Theorie die über den gesamten Podcast hin entwickelt wurde, aber weitgehend innovativ und theoretisch ist, wenngleich es fundierte Gründe gibt, warum dieses Modell einige Relevanz hat.

            Betrachtet werden die nicht sesshaften Wildbeuter und die sesshaften Menschen, bzw. ihre genetisch sozialen und neurologischen Besonderheiten. Die Mitglieder von Kleingruppen in der Wildbeuterzeit hatten demnach ein deutlich anders strukturiertes Sozialverhalten, als wir es heute vorfinden. Statt der heute dominierenden sozialhierarchien mit Statussymbolen und Konkurrenzkampf, herrschte der Aspekt der persönliche Verantwortung und Bindung vor, bei dem direkt offene Kommunikation und Kooperation im Vordergrund standen.

            1 hr 28 min
          • S01E18 👥[TALK] Philosophiestreifzug
            • Mathias Küfner
              • Alexander Jahn

                  Ein Talk zwischen Mathias Küfner und Alexander Jahn.

                  Ausgangspunkt ist die Frage wie uns die Dinge prägen und beeinflussen die uns allgegenwärtig und ständig umgeben, ohne dass wir es wirklich wahnehmen und in wie in diesem Kontext auch Sprache einzuordnen, die gerade in der Philosophie eine große Bedeutung hat. Dieses Thema verlassen wir dann aber zwischenzeitlich immer wieder und machen einen kleinen Streifzug durch verschiedene Aspekte von Philosophie und welche Bedeutung sie insgesamt eigentlich hat.

                  Der Witz über die zwei Fische die einen dritten Treffen, der sie fragt, wie denn so das Wasser ist und die zwei ersten Fische keine Ahnung haben was er mit „Wasser“ meint geht auf David Foster Wallace zurück und stammt aus einer Rede von ihm von 2005 vom Kenyon College.

                  Die im Podcast angesprochene „Mandelbrot -Menge“ von Benoit Mandelbrot ist ein Beispiel dafür, dass wichtige mathematische Erkenntnisse und Konstrukte auf nicht-sprachliche, visuelle Denkweisen zurückgehen.

                  Einige weitere angesprochene Personen als Links

                  • Walter Ong
                  • Hegel
                  • Thomas Hobbes
                  • Jean-Jacques Rousseau
                  • Goethe
                  • Friedrich Nietzsche
                  • Willard Quine
                  • 1 hr 23 min
                  • Regeln und Versprechen

                      „Auf jeden Fall“ und „um jeden Preis“, sind Formulierungen die gerne benutzt werden, aber selten so gemeint sind. Würde man etwas „auf jeden Fall“ und „zu jedem Preis“ machen, wären Ausnahmen ausgeschlossen und kein Preis zu hoch. Effektiv kommt dies einem „All In“ beim Pokern gleich. Wenn man daran scheitert, dann bleiben einem keine Reserven mehr und man hat keinerlei Ausstiegsstrategie, sondern zieht es bis zur letzten Konsequenz durch, oder wie manche es sagen würden: „bis zum letzten Mann“.

                      Oft aber sind solche extremen Formulierungen nur verbale Ausschmückungen, die etwas völlig anderes ausdrücken sollen, das aber im Diffusen bleibt und am ehesten mit „es ist schon sehr wichtig“ ausgedrückt werden kann.

                      Doch das macht einen gravierenden Unterschied und für manche sind die konkreten Formulierungen bindend und maßgeblich. Für andere hingegen eher so etwas wie ein Serviervorschlag, der beliebige Variationen, Ausnahmen, Alternativen und Nachverhandlungen erlaubt.

                      Diese komplexen Unterschiede erklärt man Kindern meist nicht und insbesondere Neurodivergente im Kontext von Autismus geraten hier oft in Schwierigkeiten, da sie sehr getreu nach Formulierungen und Regeln arbeiten und sich damit oft selbst keinen Gefallen tun und auf Irritation bei anderen stoßen, obwohl sie sich bemühen exakt das zu tun, was man ihnen aufgetragen hat.

                      Hier zeigen sich oft drastische Unterschiede in der Kommunikation von Neurotypischen und Neurodivergenten.

                      1 hr 4 min
                    • Flow und Hyperfokus

                        Mihaly Csikszentmihalyi gilt als „Erfinder“ der Flow-Theorie die gut erklärt wie man auf dem schmalen Grad zwischen Über- und Unterforderung am optimalsten funktionieren kann.

                        Der Hyperforkus der aus dem Bereich Neurodivergenz und speziell ADHS bekannt ist, hängt damit eng zusammen, ebenso das ganze Motivations-Modell.

                        Dabei kann man beim Hyperfokus zwischen dem kurzfristigen Hyperfokus von einigen Minuten bis Stunden auf der einen Seite und dem längerfristigen Hyperfokus der mehrere Tage oder Monate anhält unterscheiden. Dabei könnte man den kurzfristigen Hyperfokus bei dem man die Zeit vergisst und auch mal spontan eine Nacht lang durcharbeitet als „Hypersession“ bezeichnen. Diese endet zwangsläufig irgendwann aufgrund von Erschöpfung oder ähnlichem. Bleibt ein Interesse an einem Thema aber intensiv erhalten und wird die Tätigkeit dann auch an Folgetagen immer wieder priorisiert und aufgenommen, kann man von einer „Hyperphase“ sprechen, also einem Abschnitt im Leben bei dem man intensiv spezifischen Interessen nachgeht. Doch auch dies endet irgendwann, wenn man das Interesse verliert, wenn das Thema erschöpft ist, durchdrungen oder gelöst ist. Nicht selten bleiben dann die Dinge aber auch halbfertig liegen und werden nicht weggeräumt, da dies nicht als Kernbestandteil der interessanten Herausforderung begriffen wird. Ein anderes Thema ersetzt dann direkt das vorherige und leitet eine neue Hyperphase ein.

                        Oft hängt Flow damit zusammen sich zu erlauben das zu tun was auch immer „das Gehirn“ gerade am liebsten tun will. Flow ist also stets intrinsisch motiviert und nicht extrinsisch. Dadurch ist es nicht trivial Flow oder Hyperfokus für ein beliebiges extrinsisches Ziel zu erzwingen.

                        Wie dies alles zusammenhängt und sich durch Dopamin und Motivation erklären lässt, wird in dieser Episode ein wenig beleuchtet.

                        Links in Wikipedia zum Thema:

                        Flow

                        Mihály Csíkszentmihályi

                        Hyperfokus

                        1 hr 7 min
                      • All emotions are valid

                          Deine Gefühle können nicht „verkehrt“ oder „unangemessen“ sein, denn sie entstehen ja in Dir und jeder ist individuell. Nur weil eine externe Situation eintritt, bedeutet das nicht, dass bestimmte Gefühle entstehen müssen und wie wir sie empfinden, einordnen und benennen ist noch einmal etwas ganz anderes.

                          Dabei sind Gefühle immer etwas transientes. So wie wir uns im Moment fühlen, wird es nicht immer bleiben. Das gilt im guten, wie im schlechten.

                          Die Idee, dass es ein Sammlung an bestimmten Gefühlen gibt, die jeder hat und die unabänderlich bei jedem so sind, galt zwar lange Zeit, ist inzwischen aber überholt. Gefühle sind gesellschaftlich geformte Begriffe, aufgrund von stereotypen Zusammenhängen, die voraussetzen, dass alle Menschen einen ähnlichen Zugang dazu haben. Neurodivergente können aber Situationen oft anders empfinden als neurotypische und haben damit nicht die gleichen Gefühle. Der Versuch mit den Begrifflichkeiten die neurotypische vorgeben hier dann etwas in Einklang zu bringen kann scheitern, bis zu dem Punkt, dass man komplett verwirrt ist und komplett den Bezug zu den eigenen Gefühlen verliert.

                          Dies kann ein Grund für „Alexithymie“ sein, die so beschrieben wird, dass man keinen Bezug mehr zu den eigenen Gefühlen oder denen von anderen hat.

                          Lisa Feldmann Barret hat mehrere interessante Bücher publiziert. Eines davon ist „Wie Gefühle entstehen “ („How emotions are made„).
                          Mehr dazu auf ihrer Website.

                          1 hr 31 min
                        • Loslassen

                            Triggerwarnung für diese Episode:
                            Es geht auch um Tod und Sterben

                            Glücklich macht es uns das Mehr, doch das was wir schon haben zu verlieren macht uns unglücklich und die Sorge darum ängstigt uns. Das bewusste Loslassen kann uns die Kontrolle darüber geben, wie wir unser Glück und Unglück selbst gestalten können. Weniger zu haben macht uns nicht per se unglücklich, aber es entlastet uns von vielen Sorgen und der ständigen Angst vor dem Unglück das uns ereilen könnte, wenn wir etwas verliren.

                            An einigen Stellen, haben wir auch kaum eine andere Wahl und nur das Loslassen ist der einzig sinnvolle Schritt der uns voranbringt.

                            Immer geht es um den Wegfall von Möglichkeiten. Die im Podcast referenzierte Kurzgeschichte von Michael Ende ist „Das Gefängnis der Freiheit“ die in der gleichnamigen Sammlung von Kurzgeschichten zusammen mit anderen Geschichten veröffentlicht wurde.
                            https://michaelende.de/buch/das-gefaengnis-der-freiheit
                            (Siehe auch weiter unten die ChatGPT gestützte Zusammenfassung und Diskussion der Kurzgeschichte)

                            Ein wesentliches Prinzip dabei ist, dass wir zwar zu Beginn viele Möglichkeiten haben die stetig weniger werden, aber wir ohnehin niemals alle hätten nutzen können. Es ist gleichsam oft eine Utopie der wir anhängen, aber die sich erst offenbart, wenn der Tod sämtliche theoretisch noch denkbaren Möglichkeiten eliminiert und uns bewusst macht, dass sie niemals mehr eintreten werden. Tatsächlich verlieren wir aber meist nur wenige wirkliche Möglichkeiten, aber deutlich mehr Utopien, an denen wir uns immer noch festgeklammert hatten. Sich von diesen Utopien zu lösen ist immer schmerzhaft. Es aber frühzeitig zu tun, hilft uns die wirklich vorhandenen Möglichkeiten zu sehen und in diesen eine echte Chance zu Wahl zu haben.

                            Youtube Video: https://youtu.be/tgp7fEPyhyE

                            Das Gefängnis der Freiheit
                            Inhaltliche Zusammenfassung
                            • Grundszenario:
                              Der Protagonist befindet sich in einem Raum, der mit zahlreichen Türen gesäumt ist. Jede Tür symbolisiert einen möglichen Lebensweg oder eine Entscheidungsmöglichkeit.
                            • Dynamik der Türen:
                              Mit Einbruch jeder Nacht verschwindet eine der Türen. Dieses wiederkehrende Phänomen unterstreicht, dass die Anzahl der möglichen Wege stetig abnimmt. Gleichzeitig steht es sinnbildlich für den fortschreitenden Verlust von Optionen, die Zeit und Schicksal mit sich bringen.
                            • Zentraler Konflikt:
                              Obwohl der Protagonist formal in einem Zustand der „Freiheit“ ist – denn er hat die Möglichkeit, sich zu entscheiden – führt die Ungewissheit und das kontinuierliche Schwinden der Optionen zu einer Art existenzieller Gefangenheit. Die schier endlose Wahlmöglichkeit wird zur Last, da jede Entscheidung auch den Ausschluss anderer Wege bedeutet.
                            • Symbolik und Themen
                              • Freiheit vs. Begrenzung:
                                Das zentrale Motiv, dass Freiheit auch ihre Schattenseiten hat, wird hier sehr plastisch dargestellt. Während Freiheit normalerweise als befreiend und ermächtigend gilt, verwandelt sie sich hier in ein Gefängnis, weil sie mit einer unendlichen Entscheidungsverantwortung und der Angst vor dem Verpassen anderer Möglichkeiten einhergeht.
                              • Entscheidungslähmung und existenzielle Angst:
                                Der Raum mit seinen Türen steht als Metapher für die Lebensrealität des modernen Menschen, der mit einer Vielzahl an Möglichkeiten konfrontiert wird. Die Tatsache, dass sich die Optionen nachts verändern (bzw. eine Option verschwindet), symbolisiert die Unabänderlichkeit des Zeitablaufs und die damit verbundene Unmöglichkeit, alle Wege gleichzeitig zu ergreifen.
                              • Der unaufhaltsame Fluss der Zeit:
                                Das allmähliche Verschwinden der Türen kann auch als Allegorie für den Verlust von Chancen und die Unumkehrbarkeit vergangener Entscheidungen interpretiert werden.
                              • 56 min
                              • Glück

                                  Wir externalisieren oft unser Glück, indem wir anderen demonstrieren und beweisen, wie glücklich wir formal sein müssten. Das ist oft zwar nur eine Illusion, aber es ist ein Effekt der beständiger ist, als das was wir wirklich in uns spüren. Denn das Glück das wir durch Steigerungen, Lottogewinne, Erfolge erzielen, ist vergänglich und temporär und dauert nur solange, bis wir uns daran gewöhnt haben, bis wir unseren neuen Level antizipiert haben.

                                  Dies korreliert auch mit der Modellvorstellung, dass Glück mit Dopaminfreisetzung zu assoziieren ist, die wiederum dann auftritt, wenn unser Gehirn einen Vorhersagefehler feststellt, wir also verstehen, dass wir mehr bekommen können, als wir bisher angenommen hatten.

                                  Einfach nur glücklich zu sein und auf Dauer glücklich zu bleiben ist deshalb nahezu unmöglich und nur durch stetige Steigerung möglich, die starke Korrelationen zu Sucht hat.

                                  Das alles hat auch Zusammenhänge mit ADHS, sowohl im Bezug auf Dopamin, als auch im Bezug auf Sucht und Motivation.

                                  Epsiode auf Youtube: https://youtu.be/TXSI3xVd-YU
                                  Short aus dem Video: https://youtube.com/shorts/zK_wIJA5WqQ

                                  47 min
                                • Motivation

                                    Motivation, Disziplin, Selbstoptimierung sind schöne Schlagworte mit denen oft suggeriert wird, das sich durch inneren Antrieb alles erreichen ließe und wer nicht das erreicht, was die Gesellschaft von ihm erwartet, der ist einfach faul und faul zu sein ist schlecht.

                                    Tatsächlich mag Faulheit zum Nachteil einer Gesellschaft sein ist aber eine ureigene Funktion des Gehirns und ein elementarer Bestandteil von uns Menschen, ohne den wir niemals überlebt hätten. Denn das was wir abwertend als „Faulheit“ bezeichnen ist nichts anderes als Energiesparen, indem wir effizient und ökonomisch mit unseren Ressourcen umgehen. Motivation hilft uns nun dabei mehr Ressourcen aufzuwenden, können wir uns aber nicht selbst erzeugen und was uns motiviert ist sehr unterschiedlich. Disziplin oder Willenskraft oder wie man es auch nennen mag, kann das zwar ein Stück weit übersteuern, aber auch das kostet Energie und ist nicht beliebig möglich.

                                    (Episode auf Youtube: https://youtu.be/YbuP9DIJbJ8 )

                                    48 min
                                  • Grübeln

                                      Grübeln macht keinen Sinn und sollte man einfach lassen. Richtig?
                                      Gerade wenn es Dinge betrifft, die wir nicht kontrollieren können oder die uns garnicht direkt betreffen, macht Grübeln vielleicht wirklich keinen Sinn.

                                      Ansonsten erfüllt Grübeln aber einen wichtigen Zweck und hat sich aus der Evolution heraus sicher nicht umsonst entwickelt und gehalten.

                                      Grübeln ist die Tätigkeit automatisierte Routinen anzupassen und zu optimieren.

                                      In dieser Episode wird auch das Modell erklärt, dass wir eine Art Firma sind, mit einer Chefetage und vielen Abteilungen die weitgehend autark arbeiten können müssen. Doch wie sorgt man dann dafür, dass die Ideen des Chef auch mit dem zusammenpassen, was die Firma tut?

                                      Anschauen hier oder in

                                      • Youtube
                                      • 42 min

                                      About EVOMENTIS - Neurodivergenz, ADHS, Autismus und darüber hinaus

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                                      Dein Podcast zu Neurodivergenz, Evolutionärer Psychologie, Gesellschaft, Philosophie und mentaler Entwicklung www.evomentis.de