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"Solange keiner merkt, dass er regiert wird, ist alles gut!" So erklärt sich Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni, warum es auf einmal so viel Aufregung um die Ampel-Koalition und vor allem das geplante Gebäudeenergiegesetz gibt. Ihn hat Sarah Bosetti für die Jubiläumsfolge des extra 3 – Podcasts mit in den "Folterkeller des NDR" genommen. Dort muss USA-Experte Ingo aber zunächst etwas Nettes über Donald Trump sagen – was ihm erstaunlich leicht fällt. Dabei ist für ihn der Ex-Präsident eigentlich wie ein Autounfall: Man will nicht hingucken, aber tut es doch irgendwie immer.
Premiere bei „Bosettis Woche“: Das erste Mal in der Geschichte dieses Podcasts erklärt Sarah Bosetti 2 Wochen in Folge dieselbe Person zum „Verlierer der Woche“. Rammstein-Sänger Till Lindemann, der sich seinerseits noch nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen geäußert hat. Zumindest nicht persönlich. Seine Anwälte weisen die erhobenen Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs weiblicher Fans zurück.
Verstört! Das sind Sarah Bosetti und ihr heutiger Gast Horst Evers über die Meldungen rund um die Band Rammstein und ihren Sänger Till Lindemann. Hat es wirklich ein System "Row Zero" gegeben? Sind Lindemann gezielt Frauen auf den Aftershowparties zugeführt worden? Horst ist es noch zu früh, um sich ein eindeutiges Urteil zu bilden und fände in solchen Fällen ein Moratorium gut: Alle halten sich erstmal ein paar Tage mit ihrer Meinung zurück. Dieser Idee könnte auch Sarah etwas abgewinnen, die per se eine Aversion gegen Aftershowparties hat. Sie würde sich aber etwas ganz anderes wünschen, damit in der Öffentlichkeit nicht mehr so aufgeregt diskutiert werden muss.
Die Woche der "Unverhältnismäßigkeit" endet – mit diesem Gefühl geht Sarah Bosetti ins Pfingstwochenende. Doch vorher spricht sie noch mit Julia Mateus – der Chefredakteurin der Satirezeitschrift "Titanic" - über Frauen und Witze und Frauenwitze. Regelrecht empört ist Sarah über die Razzien gegen Mitglieder der "Letzten Generation". Wird hier vielleicht teilweise die Unschuldsvermutung umgekehrt? Vielleicht hätte der Staat die Klimakrise schon im Griff, würde er die ganze Energie, die er gegen Klimaaktivist*innen aufwendet, zum Klimaschutz aufbringen. Unverhältnismäßig war für die beiden auch der Rauswurf von Bahar Aslan als Dozentin der Polizeihochschule NRW, die mit einem emotionalen Tweet über rechte Strukturen in der Polizei von "braunem Dreck" gesprochen hatte. Julia, die in sich zunehmend Tendenzen eines alten weißen Mannes erkennt, findet, die Polizei hat hier die Chance verpasst, mal ein anderes Gesicht zu zeigen. Nettere Worte findet sie über die FDP als Regierungspartei in der Rubrik "Sag doch mal was Nettes über..." Ihre Antwort: Sie kommt morgens noch zur Arbeit! Und nicht nur das, denn die FDP stellt netterweise klar: Eine Heizung muss zum Haus passen und nicht umgekehrt! Aber hallo, denn wo sollen Heizungen hin, wenn Sie größer als ein Haus sind?
Lachen bei Beerdigungen, Trauzeugen im Wirtschaftsministerium, viel Aufregung um die Bebastelungen von Müttern zum Muttertag und ein Bundestagsabgeordneter, der sich im Grunde verhalten hat, wie Heidi Klum. Das sind die Themen der Woche bei Sarah und ihrem Gast, dem Schauspieler, Comedian und Synchronsprecher Jan van Weyde. Zum Gewinner der Woche küren Sarah und Jan den CDU-Bundestagsabgeordneten Tilman Kuban. In einem empörten Tweet veröffentlichte der frühere Bundesvorsitzende der Jungen Union den Brief einer Kindertagesstätte mitsamt Adresse. "Dem Wahnsinn sind keine Grenzen mehr gesetzt“, kommentierte Kuban. Nach dem Tweet sah sich die arme Kita ziemlich erwartbar einem riesigen Shitstorm ausgesetzt. Jan findet, es sei kein Skandal, was in der Kita passiert sei, sondern das, was Tilman Kuban daraus gemacht habe.
"Ich bin noch nie im Leben beklaut worden, außer im Europaparlament in meinem eigenen Büro.“ Das erzählt Nico Semsrott, EU-Parlamentarier und Satiriker freimütig und mit einem Lächeln. Klauen und Politik sind ja gerade angesichts jüngerer Ereignisse im EU-Parlament manchmal zwei Seiten derselben Medaille. Das Thema Machtmissbrauch am Filmset am Beispiel von Til Schweiger steht gleich am Anfang im Fokus des Gesprächs und Nico zieht sogleich Parallelen zum EU-Parlament. Sarah sieht den sogenannten Promi-Faktor auch bereits bei sich, weil ihr niemand mehr sagt, dass Sie als notorische Zuspätkommerin respektlos handelt. Nico empfiehlt ihr eine Politkarriere, man fängt unten an und wird alles andere als geschont – das sei heilsam! Und Spoiler: es passieren im EU Parlament Dinge, die schlicht unglaublich sind! Auch das Thema Robert Habeck und die Trauzeugen-Affäre bewegt Nico, weil es ebenfalls viele Parallelen zu Korruption und Machtmissbrauch in Brüssel aufweist. Er rät Habeck und Staatssekretär Patrick Graichen auf EU-Ebene weiterzuarbeiten, dann wäre das alles folgenlos und man würde weitgehend in Ruhe gelassen. Aber beide finden schon, dass es in dieser Angelegenheit Konsequenzen geben sollte. Generell freut sich Nico, dass er sich ab dem 2. Juli 2024 wieder frei äußern kann, dann ist seine politische Karriere nämlich beendet und er scheidet aus dem EU Parlament aus. Dann hat es auch ein Ende mit Kompromissen und er kann wieder satirisch "draufhauen!“. Beim Thema Obama in Deutschland überrascht Nico mit seiner Antwort auf die Frage von Sarah, wieviel er denn wohl für ein Foto mit ihm bezahlt hätte.
Lieber alt und gut, als jung und böse? Für Sarah ist in dieser Ausgabe völlig klar, dass sie lieber von Letzteren regiert werden würde. Joe Bidens Ankündigung , sich erneut mit dann 81 Jahren um das US Präsidentenamt zu bewerben, wirft bei ihrer Gästin, der Journalistin und Moderatorin Eva Schulz dann aber doch Fragen auf. Warum bitte kommt es nach 4 Jahren zum gleichen Showdown zwischen Trump und Biden? Wo bleiben die Alternativen? Kann man erwarten, dass Gesundheit bei den Kandidaten eine Rolle spielt?
Sombrero bei der AWO? Ein No-Go! Warum? Eine tänzerische Weltreise von Seniorinnen der Arbeiterwohlfahrt in Kimonos oder mit mexikanischen Sombreros wurde kurzerhand
AKW-Ausstieg jetzt? Ja, nein, vielleicht? Und wenn ja, bringt es das überhaupt, weil die meisten um uns herum und weltweit ja doch weiter auf Atomkraft setzen? Bettina Rust, Moderatorin und heutige Gästin in Bosettis Woche, ist etwas unschlüssig: Nicht grundsätzlich, aber wegen des Zeitpunkts. Sarah hingegen sagt: Na klar jetzt aussteigen! Lass uns doch einfach mal Vorreiter sein. Und überhaupt: Der Atomausstieg ist seit mehr als zehn Jahren beschlossen. Ein komplexes Thema zu Beginn dieser Ausgabe.
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