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„Bullshit vom Originalerzeuger“: Dieses Label kann man eigentlich immer rausholen, sobald Markus Söder den Mund aufmacht. Das findet jedenfalls der Journalist, Autor und Fernsehproduzent Friedrich Küppersbusch. Er ist Sarah Bosettis Gast in der letzten Podcast-Folge von „Bosettis Woche“ vor Weihnachten. Doch Besinnliches haben die beiden wenig zu besprechen, schließlich liegt eine Woche der Razzien hinter uns, mit Durchsuchungen bei Reichsbürgern, Klimaaktivisten der letzten Generation und bei korrupten EU-Abgeordneten in Brüssel. Außerdem reden der selbsternannte Dinosaurier und Kartoffelanbauer Friedrich und die Walretterin Sarah über die Artenschutzkonferenz und die Frage, warum CDU-Chef Merz einen Fan-Podcast verdient hätte. Und wenn schon der Produzent von „Chez Krömer“ da ist, muss es natürlich auch um Kurt Krömer gehen, der sein einzigartiges Interviewformat quasi selbst abgesetzt hat.
Der bundesweite Warntag hat Sarah Bosetti ganz schön aufgeschreckt – schließlich ist ihr Handy normalerweise stumm. Gemeinsam mit ihrem Gast Sascha Lobo – Blogger, Publizist und Digitialisierungsprofi – überlegt sie, ob ihr Handy bald häufiger wegen einer Warnmeldung brummen wird. Gefahren gibt es ja offensichtlich genug. Das haben die Umsturzpläne einiger Reichsbürger deutlich gezeigt. Aber war es richtig, die Presse über die Razzien vorab zu informieren? Darüber sind sich Sarah und Sascha nicht ganz einig. Erschreckend finden beide die Zustände in deutschen Krankenhäusern, wo derzeit besonders viele Kinder mit schweren Atemwegserkrankungen behandelt werden müssen. Oder viel mehr müssten. Denn die Kliniken stoßen – wieder einmal – an ihre Grenzen. Das macht Kinder für Sarah zu den „Verlierern der Woche“. Das sind sie für Sascha sogar fast immer – zumindest in Deutschland. Zur „Gewinnerin der Woche“ kürt Sarah die Ampel-Koalition. Aber nur, weil die jetzt ein Jahr regiert und die Oppositions-Arbeit der Union in den Augen von Sascha "eine Frechheit" ist.
Sie ist 80 und ist immer noch unglaublich streitbar. Alice Schwarzer, für viele eine Reizfigur und auch Sarah Bosetti und Ihre Gästin, die Schriftstellerin und Kabarettistin Kerstin Fuchs, sind sehr kritisch. In der Rubrik „Sag doch mal was nettes über“ finden beide eher kaum was. Nicht nur, weil sie ihrer Meinung nach Dinge sagt, von denen sie keine Ahnung hat, nein, sie wird auch noch ständig von den Talkshows ständig eigeladen, wo sie sich dann selbst hervorragend vermarktet. Ihre Verdienste um den Feminismus in Ehren aber Kirsten rät den Redaktionen : Alice Schwarzer bitte nicht mehr einladen, dann muss man sich auch nicht aufregen.
„Elon Musk will Twitter zerstören“! Das ist die Verschwörungstheorie von Sarah Bosettis Gästin, der Autorin, Kolumnistin und Podcasterin Katja Berlin. Twitter ist quasi „Ihre Mutter“, da sie der Plattform fast alles zu verdanken hat, wie sie sagt.
Zu jedem Kilo Billigfleisch, einen Kanister Gülle dazu: Das schlägt der heutige Podcast-Gast Eckart von Hirschhausen vor. Der Mediziner, Moderator, Buchautor, Kabarettist und Klimaaktivisten sucht gemeinsam mit Sarah Bosetti nach Antworten auf die Frage, warum sich die Menschheit so schwertut, den Klimawandel wirklich ernst zu nehmen und die nötigen Schritte einzuleiten. Für Eckart ist die Seele die „Verliererin der Woche“. Denn immer mehr Menschen leiden psychisch unter den Folgen des Klimawandels. Sarah kürt CDU und CSU zu den „Gewinnerinnen der Woche“. Denn die Union hat es ihrer Meinung nach in der Diskussion über das Bürgergeld geschafft, sich von Fakten zu entkoppeln und die Schwächsten der Gesellschaft gegeneinander auszuspielen. „Cringe“ fand Sarah in dieser Woche den Besuch des ehemaligen Bild-Chefredakteurs Julian Reichelt in der Sendung von Kurt Krömer. Könnte es sein, dass es klüger gewesen wäre, wenn es dieses Gespräch gar nicht gegeben hätte? Muss man Populisten eine Bühne geben? Sarahs Antwort darauf ist deutlich.
Wie muss man eigentlich drauf sein, um Fußball und Karneval gleichermaßen abzulehnen? So wie Sarah Bosetti und ihr Gast, der Kabarettist Martin Zingsheim. Beide schauen nicht und feiern nicht, haben aber in dieser Ausgabe trotzdem noch eine Menge Spaß Zum Beispiel an der Diskussion um die evangelische Kirche, die jetzt nur noch 100 auf der Autobahn fährt, sowie am aufwändig gesuchten WIR der ARD Themenwoche. Das Frauenbild Katars spielt dazu ebenso eine besondere Rolle, wie die Frage, ob das Klima eher durch eine Zoom- oder eine Präsenz-Konferenz in Ägypten nicht gerettet wird.
Was ist leichter: Politik zu machen oder sie auf der Bühne scharfsinnig zu analysieren? Das überlegen Sarah Bosetti und ihr heutiger Gast Lars Reichow – selbst Kabarettist, Entertainer, Musiker und - zumindest gedanklich - für kurze Zeit Bürgermeister seiner Heimatstadt Mainz. Verlierer der Woche ist für ihn Elon Musk, der nach der Übernahme von Twitter das Unternehmen radikal und ohne Rücksicht auf Verluste umbaut. Obwohl Lars Twitter gar nicht wirklich nutzt, hätte er wohl ohne den Kurznachrichtendienst nie ein langes Gespräch mit Andrij Melnyk geführt, dem ehemaligen ukrainischen Botschafter in Deutschland. Für Sarah ist die "Letzte Generation“ die Verliererin der Woche. Hintergrund sind die Diskussionen darüber, dass in Berlin möglicherweise Rettungskräfte durch eine Aktion der Klimaaktivisten nicht schnell genug zu einem Unfall gekommen sind. Was darf Klimaprotest alles? Darüber reden E-Auto-Fahrer Lars und E-Bike-Fahrerin Sarah und landen schließlich bei der Kunst des Schminkens. Überraschend leicht fällt es Lars, etwas Nettes über Katar zu sagen. Und das, obwohl er beim Thema Winter-WM stocksauer wird. Spiele will er trotzdem gucken, Sarah hingegen auf keinen Fall.
Gelungen oder verfehlt? Brauchte es die Attacke der Aktivisten „Letzte Generation“ gegen das Monet-Bild um aufs Klima aufmerksam zu machen? Oder reden jetzt doch wieder alle nur über den Kartoffelbrei, sowie den beschädigten Bilderrahmen und wieder niemand über's Klima? Das ist eben das Problem solcher Aktionen, die Intention gerät manchmal in den Hintergrund, findet Gästin Anja Reschke, während Host Sarah Bosetti solchen Aktionen trotzdem noch etwas abgewinnen kann. Schließlich geht’s ums Klima und nicht bloß ums Kiffen, was beide übrigens noch nicht ausprobiert haben und die geplante Cannabis-Legalisierung auch nicht unbedingt dazu nutzen wollen. Zum wiederholten Mal sind der Iran und die Proteste speziell der Frauen Thema, sowie die schwierige Frage: Wie kann man von hier aus helfen? Einfacher für beide ist die Zeitumstellung. Anja findet‘s eigentlich schwachsinnig, freut sich dann aber doch über das Geschenk von einer Stunde. Allerdings nicht um länger zu schlafen, sondern um mehr zu erledigen, was der früheren Langschläferin Sarah nur ein müdes Lächeln abringt.
Was hat die FDP für ein Glück, dass ausgerechnet Greta Thunberg ihr in die Hände spielt mit Ihrer Äußerung, deutsche Atomkraftwerke sollten weiterlaufen. Sarah Bosetti und ihr Gast Max Uthoff sagen deswegen voraus, dass sie demnächst in die FDP eintreten wird. Max Uthoff fragt sich, wie es Olaf Scholz geschafft hat, Friedrich Merz Profil zu verleihen. Die Antwort ist einfach...
Sarah Bosetti will in dieser Folge mal richtig nett sein. War sie vorher noch nie. Ob es wohl klappt? Es gibt schließlich viel, über dass sie sich gemeinsam mit ihrer Gästin Christina Schlag aktuell aufregen kann.
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