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Endlich mal einer, der die Bahn schätzt. Der sie sogar zur Gewinnerin der Woche kürt. Weil er nämlich gute Erfahrungen gemacht hat, in der Bahn, auf dem Weg nach Italien, wo Sarah Bosettis Gast Ralph Ruthe gerade war.
Er hat so oft schon an der Podcast-Studiotür gekratzt, endlich hat ihn Sarah Bosetti reingelassen. Extra3 Moderator Christian Ehring hat sogar seinen Bart mitgebracht, mit dem immer noch Leute hadern. Das allein bringt ihn aber noch nicht zum Weinen. Die Teilmobilmachung in Russland schon eher. Christian glaubt nicht, dass Verteidigungsminister Sergei Schoigu nach der Teilmobilmachung in Russland noch lange im Amt sein wird. Putin hingegen bleibt wahrscheinlich unangefochten sieht dabei aus wie ein James-Bond-Bösewicht, neben seinen unzähligen Festnetztelefonen auf dem Schreibtisch.
Der extra3 Podcast ist zurück aus der Sommerpause! In der ersten Folge der neuen Staffel begrüßt Sarah Bosetti den Kabarettisten Christoph Sieber. Sie bereiten sich auf den heißen Herbst vor, obwohl sie nicht sicher sind, ob nicht doch eher frieren angesagt sein wird. Egal wie, muss es wieder möglich sein, sich über Politiker lustig zu machen, ohne gleich deren Rücktritt zu fordern. Und deshalb lästern sie über Robert Habeck und sein Insolvenz-Gestammel bei Maischberger, lassen ihn aber im Amt. Das hat Boris Johnson in Groß Britannien abgegeben. Der ehemalieg Premierminister ist jetzt nämlich nach eigener Aussage eine Trägerrakete. Genauso unverständlich wie das Fallen der Maskenpflicht in Flugzeugen, während sie in der Bahn nach wie vor gilt.
Darf Christian Lindner eigentlich heiraten? In diesem Pomp und auf Sylt und mit teuren Bodyguards und so? Zugegeben, das klingt jetzt ein wenig überspitzt, aber mit Kritik an dieser Hochzeit beschäftigen sich viele Kommentare im Netz und in den Medien. Somit natürlich auch Sarah Bosetti und ihr heutiger Gast Stefan Niggemeier, Medienjournalist (Übermedien) und Autor. Sie sprechen darüber, wie man den Rücktritt von Boris Johnson bewerten soll. Und was war Boris Johnson eigentlich – Genie oder Polit-Clown? War Peinlichkeit das Konzept seiner Karriere und warum haben es die Briten so lange mitgemacht? Und gibt es außer der Wuscheligkeit ihrer Haare noch weitere Gemeinsamkeiten zwischen Boris Johnson und Robert Habeck?
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump ist für Sarah Bosetti und ihren Gast, den bayerischen, immer lächelnden Kabarettisten Maxi Schafroth, sowohl der Gewinner als auch der Verlierer der Woche. Mit seiner Besetzung des Supreme Courts und dessen Entscheidung, das Recht auf Abtreibung zu verbieten, hat er seine Wählerinnen und Wähler aus der "Frustblase" zufrieden gestellt. Weniger zufrieden sein dürfte er über die Aussagen einer ehemaligen engen Mitarbeiterin vor dem Untersuchungsausschuss zum Sturm auf das Kapitol, die ausgesagt hat, dass Trump nichts dagegen gehabt hätte, wenn der Mob seinen Vize Mike Pence gelyncht hätte.
Auf heißen Kohlen sitzen Sarah Bosetti und ihre heutige Gästin Caro Korneli – Moderatorin Podcasterin und ehemalige Außenreporterin von extra 3 – angesichts der aktuellen Energiekrise. Vielleicht hilft im Winter nur noch zwischenmenschliche Wärme und damit kennen sich die beiden aus. Denn Caro hat schonmal einen Liebesbrief an Sarah geschrieben – wenn auch unter Alkoholeinfluss. Davon ist Sarah aber weniger peinlich berührt, als von Youtuber Fynn Kliemann und seiner Wut-Rede auf Instagram. Caro hingegen hat auch Mitleid mit Kliemann und seinen Verfehlungen. Mit 17 Jahren hatte sie nämlich selbst eine echte Verfehlung. Wenig Mitleid aber umso mehr Spott haben die beiden für den AfD-Politiker Björn Höcke übrig – oder war es Bernd Höcke? Egal! Denn Caro schottet sich inzwischen erfolgreich gegen Nachrichten rund um die AfD ab. Nachrichten-Detox, das Sarah zugleich bewundert und kritisiert. Etwas Nettes muss Caro über Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sagen, der im Netz von Impfkritikern einmal mehr mit Hass übergossen wird. Sie plädiert grundsätzlich für eine andere Debattenkultur, weil sie keine Lust mehr hat, sich für "Arschlöcher verantwortlich zu fühlen, die aus einer Geste einen Hitlergruß machen". Einen ironischen Applaus bekommt Grünen-Politiker Anton Hofreiter, der mit seinem Sohn auf dem Schoß eine Ausschuss-Sitzung geleitet hat. Denn sollte das ein politisches Statement gewesen sein, kommt es Jahre zu spät.
Skandal! Die CDU will jetzt wohl doch eine Frauenquote einführen. Wie konnte es nur soweit kommen? Sarah Bosetti und ihr Gast Tilo Jung – Journalist und Podcaster – jedenfalls sind erschüttert, weil Friedrich Merz damit die "alte weiße Männer-Partei" CDU zerstört. Einen ironischen Applaus bekommt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Idee, ein Pflichtjahr einzuführen. Vielleicht würde eine bessere Bezahlung für Freiwilligendienste mehr helfen als eine Pflicht. Wobei vor allem Sarah Pflichten grundsätzlich auch gut findet. Gar nicht gut ist für sie der vorauseilende Gehorsam, mit dem die designierte Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Ferda Ataman, wohl Tweets gelöscht hat, um möglichem Hass im Netz zu entgehen. Tilo philosophiert hingegen, wie sich die Bildzeitung selbst abschaffen könnte. Ausgehend von Tom Hanks Äußerung, er würde heute keinen Homosexuellen mehr spielen, diskutieren die beiden über Authentizität im Film und darüber, ob echte Verbrecher einen Tatort besser machen könnten. In einer schnellen Runde bilanzieren Sarah und Tilo den Besuch von Olaf Scholz in Kiew und die jüngsten Ideen zum Energiesparen. Die Meldung, dass Großbritannien den Whistleblower Julian Assange nun doch an die USA ausliefern wird, kommentiert Tilo mit einem Zitat von Edward Snowden: "Wenn das Aufdecken von Verbrechen wie ein Verbrechen behandelt wird, werden wir von Verbrechern regiert.“
Sie ist wieder da! Die ewige Kanzlerin Angela Merkel hat sich öffentlich zu Wort gemeldet – zum ersten Mal, seitdem sie das Kanzleramt geräumt hat. Darüber muss Sarah Bosetti natürlich mit ihrem Gast Fatih Çevikkollu, Schauspieler und Kabarettist, reden. Während sich Sarah über das Comeback freut, hätte Fatih gern drauf verzichtet. Geschockt sind beide nach der Amokfahrt in Berlin und der Art und Weise, wie darüber gesprochen und berichtet wird. Sarah kürt daher den Anstand zum "Verlierer der Woche". Ein "Klatschen vom Balkon“ spenden die beiden dem Aus für den Verbrennungsmotor, das das EU-Parlament beschlossen hat. Denn gelten soll das Ganze erst ab 2035 und nur für Neuzulassungen. Sogar einige Autohersteller planen einen früheren Ausstieg. Trotzdem ist die FDP mal wieder dagegen. Deshalb soll Fatih mal was Nettes über Christian Lindner sagen. Das fällt ihm schwer, denn er glaubt, wer die FDP wegen Christian Lindner wählt, wählt auch die Piraten wegen Johnny Depp.
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