
Sign up to save your podcasts
Or


Sind wir anschlussfähig, wenn wir gemeinsam am Tisch sitzen? Eine ehrliche Reflexion über Umgangsformen amSpieltisch.
In dieser Episode von Flip & Fight tauchen Inga und Phil tief ein in die Frage, wie wir am Spieltisch miteinander umgehen – zwischen respektvollem Miteinander, Safer Space, liebevollem Trash Talk und bewusst gesetzten Grenzen.Im Mittelpunkt steht der Kontrast zwischen zwei Spielerfahrungen. Aus diesem Kontrast entwickelt sich eine reflektierte Diskussion darüber, was „guter Umgang“ am Spieltisch eigentlich heißt, wie stark Spielkultur vom Kontextabhängt und welche unausgesprochenen sozialen Codes und Komfortzonen dabei eine Rolle spielen.
Was Euch in dieser Folge erwartet:
Am Ende steht die Erkenntnis:
Diese Folge analysiert nicht nur das Spiel – sondern die Gruppe selbst. Brettspiele werden hier zum Spiegel sozialer Räume. Wie wir am Tisch kommunizieren, prägt das gesamte Spielerlebnis – Spielkultur ist nichts Gegebenes, sondern etwas, das wir aktiv gestalten, hinterfragen und gemeinsamaushandeln können.
Folgt uns auch auf Bluesky oder Instagram:
https://bsky.app/profile/flipandfight.bsky.social
https://www.instagram.com/flipandfight/
Oder schreibt eine E-Mail an [email protected]
In dieser Folge von Flip & Fight tauchen Inga und Phil in die Cube-Rails-Renaissance ein und fragen, warum gerade diese wirtschaftlich interaktiven Zugspiele aktuell so viel Aufmerksamkeit bekommen – von Social-Media-Buzz bis hin zur Frage, ob hier wirklich ein Trend entsteht oder doch eher die eigene Szene besonders laut klappert.
Im Zentrum der Folge steht jedoch das Systemspiel Limit, einenationenübergreifende Wachstumssimulation auf Basis des World3-Modells (The Limits to Growth, Club of Rome). Jede Person steuert eine anonyme Nation über mehrere Generationen, zieht Karten aus Wirtschafts-, Militär- undRessourcen-Decks und trifft pro Runde nur wenige Entscheidungen – deren Auswirkungen sich jedoch systemisch entfalten. Wachstum, Ressourcenverbrauch,Ungleichheit, Krisen und militärische Eskalation greifen ineinander und können das Spiel durch globale Krisen vorzeitig beenden.
Das Spiel setzt kaum Grenzen – es lässt dich erstmal machen. Die Konsequenzen kommen später: Ausbeutung, Umweltzerstörung und militärische Eskalation sind jederzeit möglich, ihre Rückwirkungen zeigen sich jedoch oft verzögert und treffen am Ende alle – auch die, die eigentlich alles „richtig“ machen wollten.Besonders Phils bewusst egoistische „Bully-Nation“-Strategie zeigt das deutlich: individuell rational, kollektiv destruktiv – und trotzdem die erfolgreichste Strategie am Tisch. Limit wird so weniger als klassisches Eurogame, sondern als Experimentierraum und Denkwerkzeug verstanden: ein Modell, mit dem sich ziemlich unangenehme Fragen stellen lassen – über Wachstum, Ungleichheit, Abschreckung und kollektive Handlungsfähigkeit.
Zum Abschluss rückt die Folge mit Movers and Shakers wieder näher an das konkrete Spielen heran, ohne den Blick auf Systeme ganz zu verlieren. Inga beschreibt ein extrem reduziertes Logistik-Spiel, in dem man im Kern nur Warenlädt, Züge bewegt und liefert – die eigentliche Spannung entsteht jedoch daraus, dass man ständig fremde Züge mitbenutzt, Anreize schafft und von deren Entscheidungen, dem Timing und der Positionierung abhängig ist. So wirddeutlich, wie schon wenige Regeln maximale soziale Interaktion zwischen den Spielenden erzeugen und warum das eigentliche Spiel oft im Netz aus Abhängigkeiten, Anreizen und spontaner Kooperation entsteht.
Die Folge verbindet das Leichte mit dem Tiefgründigen: Von der Renaissance der Cube Rails über systemische Weltkrisen bis zu maximal interaktiven Spielen – stets mit Blick auf die Frage, wo individuelle Rationalität an kollektiven Grenzenstößt und wie selbst kleine Regelsets große Dynamiken entfachen.
In dieser Folge erwartet euch:
Flip & Fight versteht sich in dieser Episode einmal mehr als Raum, in dem selbst scheinbar leichte „Was haben wir gespielt?“-Gespräche in größere Fragen über Systeme, Verhalten und Verantwortung führen – ohne den Spaß am Spiel zu verlieren.
Folgt uns auch auf Bluesky oder Instagram:
https://bsky.app/profile/flipandfight.bsky.social
https://www.instagram.com/flipandfight/
Oder schreibt eine E-Mail an [email protected]
In dieser Episode von Flip & Fight gehen Inga und Phil der Frage nach, wie privater Brettspielkonsum immer auch eine politische und gesellschaftliche Dimension bekommt. Sie zeigen auf, dass jede Kaufentscheidung ein Statement ist und Werte spiegelt – ob bewusst gewählt oder nicht. Offen sprechen sie über die Herausforderungen, in moralischen Grauzonen Orientierung zu finden – zwischen Bequemlichkeit, Faszination für gutes Spieldesign und dem Anspruch, unbequeme Konsequenzen nicht auszublenden. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Perfektion in der eigenen Haltung und Handlung als das ehrliche Ringen mit eigenen Widersprüchen. Eine zentrale Frage der Folge lautet: Kann man Spiel, Autor*in und Verlag voneinander trennen? Wie viel Recherche ist zumutbar – und wo beginnt das Wegsehen? Die Folge lädt dazu ein, sich konsequent mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und eigene Inkonsistenzen ehrlich zu reflektieren.
Anhand von umstrittenen Autoren wie Phil Eklund und Spielen wie Pax Hispanica, Pax Pamir oder Maracaibo analysieren Inga und Phil, wie koloniale und geschichtsrevisionistische Narrative in Mechaniken, Siegbedingungen und Perspektiven eingeschrieben sind. Dabei bleibt die Folge bewusst im Spannungsfeld aus Faszination für gutes Spieldesign und der schmerzhaften Auseinandersetzung mit problematischen Inhalten.
In dieser Folge erwartet euch:
Flip & Fight versteht sich in dieser Episode explizit als Diskursraum, der unbequeme Fragen aufwirft, ohne einfache Antworten zu versprechen. Es geht nicht darum, moralische Checklisten zu liefern, sondern darum, Verantwortung zu übernehmen – als Spieler*innen, Content Creator*innen und als Community.
Folgt uns auch auf Bluesky oder Instagram:
https://bsky.app/profile/flipandfight.bsky.social
https://www.instagram.com/flipandfight/
Oder schreibt eine E-Mail an [email protected]
Mehr ist mehr. Haltung auch. Zwei Stunden ehrlicher Jahresrückblick.
Ein weiteres Jahr Brettspiel-Exzess liegt hinter uns – und nun? Inga und Philipp nehmen den Jahreswechsel zum Anlass für einen schonungslos ehrlichen Kater-Talk. Nach fünf Jahren Dauerkonsum, Hype Cycles und FOMO ist die Party vorbei und der Hangover setzt ein. Was bleibt, wenn der Rausch der Neuheiten verflogen ist?
Diese Folge ist kein klassischer Rückblick mit Top-Listen. Es ist eine tiefgehende Bestandsaufnahme dessen, was unser Hobby eigentlich ausmacht – und wo es uns erschöpft. Zwischen Spotify-Statistiken und persönlicher Reflexiondiskutieren die beiden, warum das Brettspielhobby für viele gleichzeitig Safe Space, Überforderung und Chance zur Neuorientierung ist.
In dieser Folge erwartet euch:
Am Ende wird es explizit emotional: Ein Plädoyer für Freundschaft, die über das Spielbrett hinausgeht, und die Erkenntnis, dass Reflexion und politisches Bewusstsein das Hobby nicht kaputt machen – sondern es erst relevant machen.
Hört rein für zwei Stunden Tacheles, Selbstkritik und die Suche nach dem Sinn zwischen Pappe und Plastik.
Folgt uns auch auf Bluesky oder Instagram:
https://bsky.app/profile/flipandfight.bsky.social
https://www.instagram.com/flipandfight/
Oder schreibt eine E-Mail an [email protected]
Was passiert, wenn man vier Tage lang spielt, denkt, diskutiert – und dabei kaum schläft?
Inga und Phil haben sich zu einem XXL-Spielewochenende getroffen, und herausgekommen ist eine Folge irgendwo zwischen Wirtschaftssimulation, moralischem Abgrund und kollektivem Hirnverschleiß.
Ausgehend von einer hitzigen Partie 1830, die mit einem Bankrott und einer Diskussion über sinnvolle Entscheidungen endete, arbeiten sich die beiden durch eine lange Liste an Spielen. Von der komplexen Marktlogik der 18xx-Reihe über die kapitalistische Satire in Ponzi Scheme bis hin zu den kolonialen Dilemmata in Pax Hispanica oder postnuklearer Verzweiflung in Meltwater – diese Folge lässt kein heißes Eisen aus.
In dieser Folge erwartet euch eine Reise durch die Nischen des Brettspielhobbies:
Die Folge ist mehr als eine reine Auflistung gespielter Titel. Sie ist eine fast schon philosophische Reflexion über das Brettspielen an sich. Eine Folge für alle, die wissen, dass manche Spiele nicht gespielt werden, um zu gewinnen, sondern um zu verstehen. Schlafmangel fördert eben Erkenntnis – oder Wahnsinn. Vielleicht ein bisschen von beidem.
Nach einer kurzen Pause kehren Inga und Phil zurück – mit einer Frage, die Brettspielnerds und Politikstrategen gleichermaßen beschäftigt: Wo hört das Spiel auf, und wo beginnt die Simulation?
Anlass der Diskussion ist Prime Minister von GMT Games, ein politisches Strategiespiel voller Machtspiele, Allianzen und moralischer Grauzonen. Von dort aus entspinnt sich ein Gespräch über Verantwortung, Werte und die feine Linie zwischen taktischem Spielzug und ideologischem Statement.
Spiele wie John Company und Weimar dienen als weitere Beispiele, um zu ergründen, ob wir am Tisch als strategische Punktemaximierer*innen agieren oder als Menschen mit Werten, die bereit sind, für das Gemeinwohl vielleicht auch mal den eigenen Sieg zu opfern.
In dieser Folge erwartet euch ein fast schon philosophischer Schlagabtausch über:
Spiel vs. Simulation: Wie viel Realität braucht ein Spiel, um relevant zu sein, und wann wird es zur trockenen Übung? Wir hinterfragen, ob Spiele wie Prime Minister politische Dynamiken wirklich abbilden oder doch nur ein Spiel mit Thema ist.
Moralische Dilemmata: "Bin ich in diesem Spiel ein Politiker – oder ein Mensch mit Werten?" Inga und Phil diskutieren, wie Spiele moralische Entscheidungen provozieren können und warum aus der Interaktion im menschlichen Verhalten ein eigenes narratives Erlebnis erwächst..
Die Definition des Sieges: Muss "gewinnen" immer bedeuten, mehr Punkte zu haben als die anderen oder kann Aufrichtigkeit auch ein Spielziel sein? Das Duo denkt über alternative Siegbedingungen nach – von gemeinsamen Zielen bis hin zu Systemen, in denen übermäßiger Erfolg zum Scheitern führt. Am Beispiel des Wargames "We Are Coming, Nineveh" wird deutlich, wie Parameter wie Zeitdruck oder Kollateralschaden die Bedeutung des Sieges völlig verändern können.
Diese Folge ist weniger eine Review als ein tiefgründiges Gespräch über den Sinn des Spielens. Ein Dialog über Moral, Werte und den Unterschied zwischen „spielen“ und „begreifen“.
„Verantwortung beginnt nicht erst bei 10.000 Followern.“
Inga und Phil haben in der letzten Folge ein bisschen Staub aufgewirbelt – unter anderem bei Sven von Brettballett, der ihnen ehrliches Feedback geschickt hat.
Und statt sich in Kommentarspalten zu rechtfertigen, dachten sich die beiden: reden hilft.
Also ist Sven diesmal als Gast mit am Mikrofon.
Gemeinsam sprechen sie über Hype, Verantwortung und Authentizität in der Brettspielszene.
Mit konkreten Beispielen geht es um aktuelle Hype-Wellen, ikonische „Loot-Fotos“ und den Sog von Social Media, der unser Hobby mitzieht.
Wie schnell wird aus einer Empfehlung ein Must-have?
Und wie oft stecken ökonomische Zwänge, Algorithmen oder der Wunsch nach Sichtbarkeit hinter dem scheinbar neutralen Teilen von Spieleindrücken?
Was bedeutet es wirklich, Einfluss zu haben – und wo liegt die Grenze zwischen Begeisterung und Beeinflussung?
Wir sprechen über:
Diese Folge lädt euch ein,
eigene Einflussmöglichkeiten und blinde Flecken zu entdecken und euch selbst zu fragen: Wie transparent seid ihr mit eurer Begeisterung? Und was braucht es, damit unsere Community sich gemeinsam für einen reflektierteren Konsum stark macht?
Lasst euch inspirieren und reflektiert mit uns –
über Verantwortung, Hype und eure eigene Rolle im schönsten Hobby der Welt.
Hört jetzt rein – und teilt eure Gedanken dazu.
„Das Brettspiel-Hobby ist das größte Geldgrab, das ich kenne – aber auch eines der schönsten. Und genau darin liegt das Dilemma.“
In dieser Folge tauchen Inga und Philipp in die Schattenseiten ihres liebsten Hobbys ein.
Nach der SPIEL in Essen, dem größten Branchenevent Europas, sprechen die beiden über das, worüber sonst kaum jemand gerne redet: Kaufrausch, Hype und Selbsttäuschung.
Was macht das Brettspielhobby so ambivalent? Zwischen Leidenschaft und Gemeinschaft stehen unreflektierter Konsum, Reizüberflutung und Selbstrechtfertigung.
Aus der Messedistanz heraus entsteht eine ehrliche, selbstironische und teils schonungslose Diskussion über:
Dabei nehmen sie auch den Kapitalismus kritisch in den Blick: Spiele mit Nachhaltigkeitsbotschaften stehen einem Hobby gegenüber, das immer weiter Konsum anheizt und zum Wegwerfprodukt werden lässt.
Die Hosts fragen, ob Sammeltrieb und Wachstum wirklich nötig sind – oder ob neue kollektive Ansätze wie gemeinsames Kaufen, Tauschen und Verleihen nicht einen wesentlichen Beitrag leisten könnten. Das Brettspiel-Hobby wird so zum Spiegel gesellschaftlicher Muster, in dem analoges Miteinander und materialistischer Sammeltrieb nebeneinanderstehen.
Nach dem Motto "Kaufen, Spielen, Schämen" reden die beiden mit viel Selbstreflexion, Augenzwinkern und ehrlicher Scham darüber, wie man im Hobby seine Vernunft bewahren kann – oder eben nicht.
Folgt uns auch auf Bluesky oder Instagram:
https://bsky.app/profile/flipandfight.bsky.social
https://www.instagram.com/flipandfight/
Oder schreibt eine E-Mail an [email protected]
Auf den ersten Blick scheint die Antwort klar: Realismus schafft Nähe und Immersion, während Abstraktion Distanz erzeugt.
Doch ist es wirklich so einfach?
Am Beispiel von Root und Doubt is our Product diskutieren wir, Inga und Philipp, warum die Gleichung „Realismus = Nähe, Abstraktion = Distanz“ zwar plausibel klingt, aber bei genauerem Hinsehen nicht ganz standhält – oder über moralische Authentizität entscheidet.
Wir sprechen darüber, wie niedliche Tierfiguren in Root Gewalt greifbar machen – oder sie vielleicht sogar verharmlosen.
Und warum Doubt is our Product uns trotz moralisch fragwürdiger Entscheidungen völlig kalt lässt.
Die Folge zeigt, dass Abstraktion nicht nur Distanz schafft, sondern auch ein bewusstes Mittel sein kann, um Verantwortung und Entfremdung zu thematisieren.
Gleichzeitig hinterfragen wir, ob Realismus wirklich immer zu mehr Reflexion führt – oder ob er manchmal nur eine Illusion von Authentizität erzeugt.
Was bedeutet das für die moralische Glaubwürdigkeit von Spielen?
Und wie beeinflussen Designentscheidungen unsere Wahrnehmung von Verantwortung?
Eine Episode über Nähe, Distanz und die Verantwortung, die Brettspiele am Spieltisch schaffen können.
Denn: Spiele selbst haben keine Moral – aber ihre Gestaltung und unser Umgang damit sehr wohl.
Folgt uns auch auf Bluesky oder Instagram:
https://bsky.app/profile/flipandfight.bsky.social
https://www.instagram.com/flipandfight/
Oder schreibt eine E-Mail an [email protected]
In dieser Folge Flip & Fight nehmen wir euch mit auf die Hütte – mitten rein in den Alpenzock: Ein Wochenende voller Brettspiele, wenig Schlaf und jeder Menge Spaß zwischen Bergen und Spieltischen. Neben ein paar ziemlich ehrlichen Eindrücken reden wir ganz locker über den Reiz an komplexen Spielen und warum unser Herz neuerdings besonders laut für 18xx schlägt.
Wir klären, ob und warum 18xx für uns die Königsklasse geworden ist, was eigentlich komplex und was einfach nur kompliziert ist – und wie unterschiedlich wir alle so an Brettspiele rangehen. Sprich, wir fragen uns (und euch):
Am Ende wird uns wieder klar: Brettspiele sind mehr als nur Mechanik. Sie erzählen Geschichten, inspirieren uns, fordern unser Denken heraus, eröffnen Diskurse und zeigen, wie unterschiedlich unsere Zugänge zum Spielen sein können.
Folgt uns auch auf Bluesky oder Instagram:
https://bsky.app/profile/flipandfight.bsky.social
https://www.instagram.com/flipandfight/
Oder schreibt eine E-Mail an [email protected]
From the publisher's feed