In Südtirol wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Filmvorführungen gezeigt – 1897 in Meran, nur kurz nach den ersten öffentlichen Filmprojektionen in Paris. Die frühesten Vorführungen fanden häufig in Gasthäusern, Brauereien oder auf Jahrmärkten statt, teilweise ergänzt durch selbstgedrehte kurze Szenen aus der Region. Dieses frühe Kino „lebte“ vor allem durch Wanderkinos und lokale Vorführer. 1907 gab es dann das erste fixe Kino in Bozen. Zu den ersten Filmemachern in Südtirol gehören die in Meran lebenden Bruno Jori, Mario Deghenghi und Karl Schedereit in den 1950er Jahren, erzählt hier Gottfried Deghenghi. Am 7. Februar 1966 wurde in der Südtiroler Medienwelt ein neues Kapitel aufgeschlagen: Mit der Tagesschau um 20 Uhr nahm das deutschsprachige Fernsehen seinen Betrieb auf.
Das anfängliche TV-Fenster war mit einer Stunde täglich begrenzt. Die Programme waren klar regional ausgerichtet und umfassten Nachrichten, Kulturbeiträge und lokale Themen.
Die Doku von Gottfried Deghenghi „Als Südtirols Bilder laufen lernten“sehen sie heute abend nach der Tagesschau und das ganze Gespräch mit Gottfried Deghenghi und Vasco von Ferrari, falls sie Interesse haben, können sie hier nachhören in unserer Radio Mediathek.