Funktionieren reicht nicht. Also regulieren wir.

Funktionieren reicht nicht. Also regulieren wir.

By Wiebke Aselmann-BinderEducationSelf-Improvement
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Funktionieren reicht nicht. Also regulieren wir. episodes

  • Mitten drin und doch nicht wirklich da

    Manchmal sieht es von außen aus, als wäre man mittendrin: laut, gesellig, dabei. Und innen merkt man trotzdem, dass man sich selbst gerade gar nicht wirklich zeigt.

    In dieser Folge spreche ich über meine Teenagerzeit, große Gruppen, Alkohol, Blödsinn und den Wunsch, dazuzugehören. Darüber, wie leicht Anpassung zum Funktionsmodus werden kann — und warum Alleinsein für mich oft nicht Einsamkeit war, sondern der Ort, an dem ich nicht spielen musste.

    Eine Folge über Zugehörigkeit, Oberfläche, Tiefe, Natur, das Gefühl „anders“ zu sein — und die Frage:

    Bin ich gerade wirklich hier, oder zeige ich nur das, von dem ich glaube, dass es erwartet wird?

    10 min
  • Wenn ich innerlich die Tür zumache

    Manchmal endet eine Verbindung nicht mit einem großen Streit oder einem klaren Kontaktabbruch. Manchmal wird es einfach leiser.


    In dieser Folge erzähle ich von einer engen Freundschaft, einem gemeinsamen Urlaub und dem Moment, in dem Kritik genau eine offene Stelle getroffen hat. Danach war äußerlich noch Kontakt da — aber innerlich war etwas nicht mehr offen.


    Ich spreche darüber, wie Rückzug manchmal aussieht: weniger erzählen, weniger fragen, weniger Vorfreude, weniger Verbindung. Und warum das nicht immer Gleichgültigkeit ist, sondern oft ein Schutzversuch des eigenen Systems.


    Eine Folge über leises Zumachen, verletzte Stellen, Freundschaften, die sich verändern — und die Frage:


    Nehme ich bewusst Abstand, oder macht mein System gerade dicht?



    10 min
  • Wenn Menschen ihren Glanz verlieren

    Manchmal verliert nicht der Mensch seinen Glanz — sondern das Bild, das ich mir von ihm gemacht habe.

    In dieser Folge spreche ich über ein Muster, das ich lange nicht richtig erkannt habe: Menschen innerlich auf einen Sockel zu stellen, weil sie mir Sicherheit, Halt oder Orientierung geben. Und darüber, was passiert, wenn dieses Bild Risse bekommt.

    Ich erzähle von meinem früheren Retterbild, von Enttäuschung, Rückzug und dem Moment, in dem ich gemerkt habe: Vielleicht fällt gerade nicht die Person. Vielleicht fällt der Sockel.

    Eine Folge über Idealisierung, klare Warnsignale, alte Bedürfnisse nach Sicherheit — und den Versuch, Menschen heute vollständiger zu sehen. Nicht nur mit Glanz. Nicht nur mit Absturz. Sondern menschlicher.

    11 min
  • Ich sammle nur Ideen – er hört einen Plan

    Manchmal sprechen zwei Menschen über dasselbe Thema — und hören trotzdem etwas völlig Unterschiedliches.

    In dieser Folge erzähle ich von den Anfängen meiner ersten Selbstständigkeit mit Handpuppen. Während mein Kopf voller Möglichkeiten war, hörte mein Mann vor allem Aufwand, Risiko und Überforderung.

    Ich spreche darüber, warum nicht jede ausgesprochene Idee sofort ein Plan ist, wie unterschiedlich Systeme Informationen sortieren und warum unsere Bibliotheks-Metapher uns bis heute hilft:

    Der eine ist schon beim Sortieren.

    Der andere steht noch zwischen fliegenden Büchern.

    Eine Folge über Ideenfluss, Missverständnisse und den Satz:

    „Das ist noch kein Plan. Ich sammle nur.“

    11 min
  • Vorhin war ich drüber

    Manchmal merken wir erst hinterher, dass unser Ton zu scharf war.

    Dass wir lauter geworden sind, als wir wollten.

    Dass wir unser Kind angeschnauzt haben.

    Dass der Funktionsmodus schneller war als unser bewusster Teil.

    In dieser Folge geht es um genau diesen Moment danach.

    Um Reparatur.

    Um Verantwortung ohne Selbstzerfleischung.

    Um den Unterschied zwischen „Ich bin schlimm“ und „Das war nicht gut — und ich komme zurück.“

    Ich erzähle von einer Küchensituation mit meinem Sohn, in der mein Ton gekippt ist, und davon, warum Reparatur für mich nicht bedeutet, alles zu entschuldigen.

    Sondern ehrlich hinzuschauen, den eigenen Anteil zu übernehmen und trotzdem klar zu bleiben.

    Keine perfekte Lösung.

    Aber ein ehrlicher Blick darauf, wie Beziehung auch nach einer Eskalation wieder Verbindung finden kann.

    12 min
  • Wenn alle gleichzeitig drüber sind

    Nach dem Urlaub, spät abends, alle sind erschöpft:

    unser Sohn völlig überreizt, mein Mann am Limit, meine Tochter aufgelöst — und ich irgendwo dazwischen.

    In dieser Folge erzähle ich von einem Abend, an dem der ursprüngliche Plan nicht mehr funktioniert hat. Es geht darum, was passiert, wenn mehrere Systeme gleichzeitig hochfahren und plötzlich nicht mehr die Absprache zählt, sondern die Frage:

    Wer hat gerade noch genug Ruhe im System?

    Und wer braucht sie am dringendsten?

    Keine perfekte Familiensituation.

    Aber ein ehrlicher Blick darauf, wie Regulation im Alltag manchmal aussieht: nicht alles gleichzeitig retten, sondern nacheinander — so gut es eben geht.

    12 min
  • Kannst du mal kurz…?

    Eine kleine Bitte. Ein kurzer Satz. Eigentlich nichts Schlimmes.


    Und trotzdem kann innerlich sofort Druck entstehen.


    In dieser Folge spreche ich darüber, warum ein harmloses „Kannst du mal kurz…?“ bei mir manchmal nicht wie eine Frage ankommt, sondern wie eine sofortige Verpflichtung.


    Es geht um Unterbrechung, innere Anspannung, einen Ton, der schneller kippt als gedacht — und um die Frage, wie ich früher benennen kann, was gerade passiert.


    Nicht perfekt.

    Nicht immer ruhig.

    Aber ehrlicher.


    Denn manchmal reicht ein kleiner Satz, bevor alles größer wird:


    „Ich brauche kurz.“

    „Ich war gerade mitten in etwas.“

    „Ich merke, mein Ton wird gerade scharf.“



    12 min
  • Kleine Unterbrechungen, bevor alles kippt

    Was mache ich, wenn ich merke, dass mein System hochfährt?


    In dieser Folge geht es nicht um perfekte Ruhe oder darum, sich auf Knopfdruck zu beruhigen. Sondern um kleine Unterbrechungen mitten im Alltag.


    Nicht sofort antworten.Den Blick kurz lösen.Einmal ausatmen.Einen Moment Abstand nehmen.Weniger reden, wenn mehr gerade alles größer machen würde.


    Ich spreche darüber, warum der erste Impuls oft Schutz ist, aber nicht immer Orientierung — und wie kleine Momente zwischen Reiz und Reaktion helfen können, nicht komplett automatisch zu reagieren.


    Keine perfekte Technik.Aber ein ehrlicher Blick darauf, wie Regulation im echten Alltag anfangen kann.

    14 min
  • Der Körper flüstert, bevor er schreit

    Oft denken wir, wir reagieren plötzlich von null auf hundert.

    Aber meistens passiert vorher schon ganz viel.

    In dieser Folge spreche ich darüber, woran ich merke, dass mein System hochfährt — an Körpersignalen, innerer Spannung, einem schärferen Ton oder Gedanken, die plötzlich härter werden.

    Es geht darum, diese kleinen Zeichen früher wahrzunehmen, ohne sie sofort zu bewerten oder gegen sich selbst zu verwenden.

    Keine perfekte Lösung.

    Aber ein ehrlicher Blick darauf, wie der Körper oft schon spricht, bevor der Kopf verstanden hat, was los ist.

    16 min
  • Nicht jede Situation braucht einen Kommentar

    Ein Wutanfall im Supermarkt ist schon stressig genug.

    Aber was passiert, wenn dann auch noch Blicke, Bewertungen und ungefragte Kommentare von außen dazukommen?

    In dieser Folge erzähle ich von einer Situation im Lidl, in der mein Sohn wütend wurde und eine fremde Frau sich einmischen wollte. Ich spreche darüber, warum mich nicht nur der Wutanfall selbst gestresst hat, sondern vor allem der Druck von außen.

    Es geht um Grenzen, Bewertung, Schutzinstinkt und darum, warum manche Situationen nicht mehr Einfluss brauchen — sondern weniger zusätzliche Spannung.

    Keine perfekte Lösung.

    Aber ein ehrlicher Blick darauf, wie sehr das Außen unseren Funktionsmodus beeinflussen kann.

    7 min

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„Funktionieren reicht nicht – also regulieren wir“ ist ein Podcast für Frauen, die viel tragen: Familie, Arbeit, Erwartungen – und dabei oft nur noch funktionieren. Statt Selbstoptimierung geht es hier um Verständnis. Warum reagiert unser Nervensystem bei Stress oder Konflikten so stark? Wie entstehen Überforderung, innere Anspannung und typische Reaktionsmuster? Ich spreche über Funktionsmodus, Stress, Selbstregulation und Alltagssituationen – ehrlich, verständlich und ohne Perfektionsdruck.