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Der Schalker Linksverteidiger Moussa Ndiaye wurde mit Gelb-Rot für ein Foul bestraft, das er nicht begangen hat. Beim 2:1 in Elversberg war's sogar umgekehrt gewesen: Gegenspieler Lukas Petkov war nicht Opfer, sondern Täter. Gestern sprach das DFB-Sportgericht Moussa Ndiaye von jeder Schuld frei und lässt ihn kommendes Wochenende wieder spielen. Das ist erstens ungewöhnlich, weil ein Platzverweis grundsätzlich mindestens ein Spiel Sperre nach sich ziehen soll, und zweitens nur möglich, weil Schiedsrichter Michael Bacher seine Fehlentscheidung eingestanden hat. Er habe sich "geirrt", wie er bei der Anhörung einräumte. Diese Ehrlichkeit ist ebenso sportlich und fair wie die Geste vom Augsburger Michael Gregoritsch vorige Woche in Hamburg, als er Schiedsrichter Deniz Aytekin vor einem falschen Freistoßpfiff bewahrte. Ehrlicher Fußball: Es gibt ihn wirklich.
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Im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund hatten wir zuletzt Roman Weidenfeller zu Gast, Torwartlegende von Borussia Dortmund und Weltmeister von 2014. Ich möchte euch den Podcast empfehlen, weil er mich an zwei Stellen tief bewegt hat. Zum einen, als Weidenfeller vom Tod seines langjährigen Trainers und Freundes Teddy de Beer erzählt, und zum anderen, wie er das Bus-Attentat damals vorm Champions-League-Spiel gegen Monaco in Erinnerung ruft. Der Anschlag jährt sich am Samstag zum neunten Mal und darf nie vergessen werden. Allein dafür lohnt es sich, am Wochenende mal reinzuhören. Ich selbst werde heute Abend statt FC Augsburg gegen TSG Hoffenheim mir endlich die Özil-Doku in der ZDF-Mediathek reinziehen. Alex Steudel hat's schon getan - und hat meine Erwartungshaltung mit seiner Kolumne heute nochmals gesteigert.
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Ich hätte mir gewünscht, dass Julian Nagelsmann live im Stadion ist, wenn Bayern München bei Real Madrid gastiert. Er hätte erstens spüren können, wie seine Nationalspieler unter Druck arbeiten, und zweitens Manuel Neuers Weltklasse-Leistungen mit eigenen Augen gesehen. Vielleicht, drittens, bekommt man in einem Spitzenspiel sogar taktische Ideen oder sonstige Erkenntnisse vermittelt. Jedenfalls: Eine Dienstreise zum Bernabéu Stadion ist immer eine gute Investition Man wird nicht dümmer durch einen Stadionbesuch in der Champions League. Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel ließ sich die Fortbildung nicht entgehen.
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Eine Statistik, die ich am Osterwochenende entdeckt habe, hat mich überrascht. Es ging um die dienstältesten Trainer der aktuellen Bundesliga-Saison. Dass Frank Schmidt (1. FC Heidenheim) mit 18 Jahren und sechs Monaten auf Platz eins liegt, war klar. Dass Sebastian Hoeneß (VfB Stuttgart) inzwischen mit drei Jahren auf Platz zwei rangiert, fand ich zumindest bemerkenswert.
Nein, überrascht hat mich Platz drei: Den nimmt Vincent Kompany (FC Bayern) ein. Ich dachte: Hat der nicht gerade erst angefangen? Hat er nicht - und steht seit einem Jahr und neun Monaten in Diensten des Rekordmeisters. Sofort schossen mir zwei Gedanken durch den Kopf. Der erste: Schon erstaunlich, wie ein Trainer einen Verein in so kurzer Zeit ins Positive wenden kann.
Der zweite: Mit nicht mal zwei Jahren Amtszeit gehört man in der Bundesliga also schon zu den dienstältesten Trainern. Wie Alexander Blessin beim FC St. Pauli und Julian Schuster beim SC Freiburg. Das sagte eine Menge über die Haltbarkeit am vielleicht wichtigsten Arbeitsplatz eines Profivereins aus. Ein Jahr und neun Monate: Ein Trainer, der diese Zeit übersteht, hat was geleistet.
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