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Leute, es hat ein wenig gedauert aber heute ist es so weit. Heute feiern wir die Rückkehr des Antexttextes, nach zwei antexttextlosen Wochen, in denen uns die Worte fehlten, weil auch der Antexttexttexter, ähnlich wie die Italiener, ein bisschen gebraucht hat, um in dieses Turnier zu kommen, jetzt allerdings wieder und gerade rechtzeitig voll da ist.
Mit einer Vorrunde im Rücken, die bislang so viel Spaß gemacht hat wie kaum eine andere zuvor, mit den vermeintlich Kleinen, die große Partien geliefert, mit Albanern, die mit Pasta provoziert und Schotten, die ganze Biergärten leer gesoffen haben. Freunde zu Gast in Deutschland. Europa im Herzen, im Herzen Europas. Dazu Dudelsack und Saxophon und ein herrliches Hopsen in Oranje, Balkonultraschall.
Es war also schon sehr viel Märchen, auch wenn der Sommer etwas länger auf sich warten ließ.
Jetzt allerdings haben auch die Deutschen ihren Moment, 2006 noch im Kopf. Damals Odonkor auf Neuville, jetzt Raum auf Füllkrug. Der Lücky Punch. Oder, wie es Maik Nöcker so treffend formuliert hat, wenn die Lücke fehlt, muss man eben selbst eine einwechseln.
Eine Pointe wie ein Pflänzchen, gewachsen auf sieben Jahren Schmerz. Jetzt aber riechen ihre Blüten nach Euphorie.
Einziges Problem: wir hätten Italien haben können, im Olympiastadion! Den vielleicht sogar leichteren Baum. Stattdessen geht es nach Dortmund, wo sich Anton und Schlotterbeck schon mal einspielen können. Gegen die Dänen, oder vielleicht doch gegen England, als Revanche für 2021. Southgate vor der Südkurve (Sic! Bzw. Sick!). Wir werden es sehen, wir werden dabei sein.
Und nutzen die letzten Sätze dieses Textes, um uns zu verabschieden. Von Luka Modric und Robert Lewandowski, von der Tartan Army und von Klaus Gjasula. Und natürlich von jedwedem Rest Neutralität. Denn ab jetzt ist Achtelfinale, bitches! Ab jetzt holen wir die Graugänse mit der Flak vom Himmel, halten wir die Zigarette an dänisches Dynamit, ziehen wir die Kuntz-Shirts wieder an und machen den Gazza vor der Kurve. In Dortmund endet die Freundschaft.
Jule, you got this!
Und euch allen wünschen wir natürlich viel Spaß dabei!
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Fußball war immer schon mehr als nur Fußball. Deshalb macht sich Lucas Vogelsang auf den Weg, an die Ränder des Spiels, zu den Helden von einst, trifft Paul Gascoigne und Vinnie Jones in England, Mehmet Scholl in München und Rehhagels rechte Hand in Thessaloniki. Er tanzt mit Beckenbauer und Pelé im Studio 54, wirft sich mit Tim Wiese in den Ring und geht mit Häßler, Legat und Hartwig in den Dschungel.
So sind seine NACHSPIELZEITEN eine Reise durch die Bilder und Biografien. Aber vor allem eine große Liebeserklärung an den Fußball und die Menschen, die ihn prägen.
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Leute, diesmal beginnt es mit einem Anruf. Im Hintergrund ein schwarzgelbes Dröhnen, der Hyde Park als Südkurve (sic!), noch mehr Zirkus als Picadilly.
Maik in einer roten Telefonzelle. Eine Stunde zurück aber schon volle Kraft voraus. Ich in Berlin. Kurzer Call, Amtssprache Englisch.
Where?
London.
London?
Yes, London! You know: fish, chips, cup 'o tea, bad food, worse weather, Mary fucking Poppins… LONDON!
Und so ging es hinein, in dieses erst grellgelbe und dann tränennasse Wochenende, das ein Märchen werden sollte, dann aber mit brasilianischem Topspeed von einer strahlend weißen Realität eingeholt wurde.
Dortmund, am Ende zerlegt.
Von Vini Júnior als Vinnie Jones - eine Axt, unter der die Hoffnung splitterte.
Vini, vidi, vici.
Dortmund, von der königlichen Bestie aufgefressen. Barenuckle Victim Borussia. Mal wieder leere Hände, die nach Strohhalmen griffen, geknickte Parolen. Als wäre der Stolz wirklich Ersatz für den Sieg. Wembley, mal wieder kein gutes Pflaster. Trostlos, torlos, so wird der Mythos langsam zum Trauma.
Aber, immerhin, ein paar Lichtblicke gab es durchaus.
In the Tate, wie man in London sagt.
Da war der Ausflug ins Sterne-Restaurant, Maik als Michelin-Männchen, mit so viel Veuve Cliquot, dass er noch spät in der Nacht Champagner weinte.
Und da stand am Ende eben auch die Erkenntnis, dass Fußball mehr ist als nur die Show auf dem Rasen. Was zählt, das wissen wir nun, ist die Reise dorthin. Was bleibt, sind die Stunden kurz davor, wenn noch immer alles möglich, das Spiel zu gleichen Teilen gewonnen und verloren ist.
Schrödingers Watzke.
Auch wenn der Kater danach immer der härteste ist.
Nun ja, wir bereuen es nicht. Und legen allen, die sich jetzt fragen, ob wir im Taumel von Trafalgar ganz vergessen haben, auch über die niegelnagelneue Rüstung von Lars Ricken und damit natürlich über den Dortmunder Kampf an den Außenrändern Demokratie zu sprechen, doch wärmstens ans Herz, in diese neue Folge zu hören. Viel Spaß!
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Leute, es waren natürlich die allerbesten Vorzeichen für eine fantastische Folge. Auf der einen Seite der Hafen-Heino vom Millerntor (Maik mit Atü), an dessen Atem sich Rudi Assauer früher eine Zigarre hätte anstecken können (5 Promille im Mai). Ein Blaumann in der eigenen Morgenröte. Und auf der anderen der Weißglut-Wichser ausm Wedding, der diesmal von einer Bohrinsel senden musste, mit Remmo-Merch aus echter Glasfaser.
Und zwischen ihnen, wie zufällig hinein geraten, der Mann von ntv, der in diesen Sekunden wohl sehr viel lieber ein Sommergespräch mit einem als Müller-Milch verkleideten Marcel Reif geführt hätte, als diesen hundsmäßig verkaterten Kokolores abzumoderieren.
Es war also, um es im Saison-Endspurt-Deutsch der 90er-Jahre zu sagen, angerichtet.
Und wurde natürlich gleich das große Fressen, ein mit dem Bauchpinsel aufgetragenes Gemälde, Schweiß auf Leinwand, Öl ins Feuer.
Von Kiel nach Köln, von Berlin nach Hamburg. Mit verschwommen Analysen (Maik mit Ah ja!), törichten Tiernamen und Störchen aus Styropor. Mit Aufstiegsirrsinn und Abstiegssorgen, mit Wehmut in Strandkörben und lächelnden Totenköpfen. Die ganze Klaviatur der Emotionen. Weil die einen gehen müssen, während die anderen zum ersten Mal nach oben dürfen.
Das große Tränen-Aus.
So wird selbst der kleinste Platzsturm zum Wind of Change. Und auch das härteste Haifischbecken zum Delfinarium.
Man muss ja nur, bevor wirklich alles den Bach runter geht, noch einmal Wagner lesen, diesen deutschen Homer. Diese Odyssee des Orthografen.
Was wir natürlich haben getan. Als feinste Lecko-mio-Lektüre. Für euch, die Fans! So viel Zeit musste sein. So viele Zeilen passten noch eben hinein. Bevor das Ding aus allen Nähten platzte.
Und deshalb wünschen wir euch nun unangemessen viel Spaß mit dieser neuen Folge. FUSSBALL MML - denn alles andere ist auch nicht besser!Promillerntor
Leute, es waren natürlich die allerbesten Vorzeichen für eine fantastische Folge. Auf der einen Seite der Hafen-Heino vom Millerntor (Maik mit Atü), an dessen Atem sich Rudi Assauer früher eine Zigarre hätte anstecken können (5 Promille im Mai). Ein Blaumann in der eigenen Morgenröte. Und auf der anderen der Weißglut-Wichser ausm Wedding, der diesmal von einer Bohrinsel senden musste, mit Remmo-Merch aus echter Glasfaser.
Und zwischen ihnen, wie zufällig hinein geraten, der Mann von ntv, der in diesen Sekunden wohl sehr viel lieber ein Sommergespräch mit einem als Müller-Milch verkleideten Marcel Reif geführt hätte, als diesen hundsmäßig verkaterten Kokolores abzumoderieren.
Es war also, um es im Saison-Endspurt-Deutsch der 90er-Jahre zu sagen, angerichtet.
Und wurde natürlich gleich das große Fressen, ein mit dem Bauchpinsel aufgetragenes Gemälde, Schweiß auf Leinwand, Öl ins Feuer.
Von Kiel nach Köln, von Berlin nach Hamburg. Mit verschwommen Analysen (Maik mit Ah ja!), törichten Tiernamen und Störchen aus Styropor. Mit Aufstiegsirrsinn und Abstiegssorgen, mit Wehmut in Strandkörben und lächelnden Totenköpfen. Die ganze Klaviatur der Emotionen. Weil die einen gehen müssen, während die anderen zum ersten Mal nach oben dürfen.
Das große Tränen-Aus.
So wird selbst der kleinste Platzsturm zum Wind of Change. Und auch das härteste Haifischbecken zum Delfinarium.
Man muss ja nur, bevor wirklich alles den Bach runter geht, noch einmal Wagner lesen, diesen deutschen Homer. Diese Odyssee des Orthografen.
Was wir natürlich haben getan. Als feinste Lecko-mio-Lektüre. Für euch, die Fans! So viel Zeit musste sein. So viele Zeilen passten noch eben hinein. Bevor das Ding aus allen Nähten platzte.
Und deshalb wünschen wir euch nun unangemessen viel Spaß mit dieser neuen Folge. FUSSBALL MML - denn alles andere ist auch nicht besser!
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