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Leute, diesmal gibt es das große MML-Stürmer-Special zum Tag der Deutschen Einheit. Weil in Köln und in Bremen, in Manchester und in München die Musik mal wieder ganz vorne gespielt hat. Mit allen Geschichten und Gerüchten, mit allen Rekorden und Rekonvaleszenzen drumherum. Zuvorderst natürlich war da die Rückkehr von Modeste nach Köln, an der Seitenlinie immer noch seine große Liebe, der Jubelbär mit der Schiebermütze. An der Seitenlinie aber leider immer noch niemand, der den Torhunger des Franzosen mit Flanken füttern könnte. Weshalb, logisch, ein anderer den Hauptdarsteller geben durfte. Steffen Tigges, ausgerechnet. Es bleibt dabei: Der Fußball schreibt Drehbücher, die selbst bei ARD und ZDF abgelehnt werden würden. Zu viel Kitsch, zu viel Pilcher, zu konstruiert in ihren Koinzidenzen. Nun ja.
Was man auf jeden Fall sagen kann: Die Dortmunder im Allgemeinen und der Außenrist von Mats Hummels im Besonderen vermissen Erling Haaland, diese Kopfvoranläufe zur Eckfahne, die Torpedotiefe seiner Sprints, diese Lok auf zwei Beinen, diesen Schienenspieler im eigentlichen Eigensinne, der den Ball zur Not ins Tor gerammt hätte. Aber der Norweger trägt jetzt Himmelblau und schießt die Premier League kaputt. Citizen Kanone.
Was allerdings hierzulande anderen Stürmern die Möglichkeit eröffnet, selbst einmal ganz oben in der Torjägerliste zu stehen.
Eine Chance, die Niclas Füllkrug genutzt hat, indem er im Weserstadion gleich die erste Chance genutzt hat. Und eine zweite noch dazu. Was natürlich ein sehr ordentliches Bewerbungsschreiben an Hansi Flick war, für Kaderplatz 26 bei der WM.
In Berlin allerdings, wo Mittelstürmer schon seit Jahren einen schweren Stand haben, sprechen sie derweil nicht über Tore und Spitzen, sondern über Eigentore und Spitzel, weil das ehemalige Wunderkind Lars Windhorst mal wieder tief in die Trickkiste gegriffen und ein paar Spione damit beauftragt haben soll, den einstigen Präsidenten zu stürzen. Ein Agentenfilm wie aus der Feder von Didi Hallervorden. Und die nächste Schmonzette im Berliner Westend.
Da kann man aus Sicht der Blauweißen wieder nur neidisch nach Köpenick schauen, wo die Unioner trotz ihrer Niederlage gegen Frankfurt weiterhin ungläubig von oben grüßen.
Und so kommt der Bundesliga-Tabellenführer am Tag der Deutschen Einheit tatsächlich aus der ehemaligen DDR. Was nicht nur eine Erwähnung wert, sondern natürlich auch schon wieder eine Geschichte für sich ist.
Alle anderen hört ihr in der neuen Folge.
Viel Spaß!
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Leute, seien wir doch mal ehrlich. Am Sonntag, so gegen 11 Uhr, saßen wir noch immer relativ ratlos vor unserer Açaí Bowl, weil wir einfach nicht wussten, worüber wir am Montag sprechen sollen. Über die Nations League, die fehlende Tiefe von Timo Werner, die tiefen Fehler von Serge Gnabry? Bitte nicht! Über die Krise der Bayern, die jetzt auch eine Krise der Deutschen ist? Ah, geh! Über die falschen Wechsel, die gescheiterten Experimente, die Ohnmacht des Bundestrainers? Auch nicht so richtig.
Bis das Telefon klingelte. Und Uli Hoeneß direkt in den Doppelpass durchgestellt wurde, um Andreas Rettig, dem König der Scheinheiligen, diesem Schlaumeier aus Leverkusen, seine Welt zu erklären. Der besonders heiße Draht. Denn natürlich ging es um Katar, die WM, den Wandel durch Handel, die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen. Hoeneß hatte alles dabei, die Quervergleiche, die Reiseempfehlungen, die Zukunftsaussichten. Die ganze Tonleiter seines bayrischen Baritons. Dabei schepperte seine Stimme in der Weite des Studios, dabei dröhnte er aus allen Ecken. Ein Kaiser im Sport1-Palast, während oben in der Regie und draußen in der Chefredaktion die Korken knallten. War der Anruf vom Uli doch vor allem ein Coup, ein Quotenhit, ein echter Gassenhauer, den wahrscheinlich nicht mal ein Layla-Duett von Effenberg und Basler hätte toppen können. So wurde am Ende noch ein bisschen lauter geklatscht.
Und gleich danach, Hoeneß hatte sich gerade erst verabschiedet, kamen die erhofften Reaktionen, die eingepreiste Entrüstung, das kollektive Kopfschütteln.
Mission accomplished.
Was bleibt, ist die Moral.
Denn ein ehemaliger Präsident, der mal eben bei seinem hausgemachten Propaganda-Sender anruft, um seine Sicht auf die Dinge vor einem Millionenpublikum durch den Hörer zu drücken, das ist natürlich nicht weniger als die Trumpisierung des Sportjournalismus.
Mar-a-Lago am Tegernsee.
Make Bavaria Great Again.
Nun ja, am Ende müssen wir es wohl deshalb genau so machen wie Hoeneß sonst nur mit den Scheichs. Und ihm auf Knien danken. Für dieses Material aus Gold, für diesen Monolog aus dem Kleinhirn der Großmannssucht, für diese punktgenaue Vorlage. Denn ohne ihn wäre es nur Fussball. Mit ihm ist es MML.
Und wenn ihr jetzt noch wissen wollt, wie es klingt, wenn man trotzdem versucht, beide Seiten zu verstehen, dann müsst ihr reinhören.
In diese neue Folge. Viel Spaß!
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Leute, diesmal melden wir uns aus unserer ganz persönlichen Käfer-Schänke, leicht angesoffen in der schon vollgepissten Lederhose, die Tanzkarte noch im zu eng geschnürten Dirndl. Zeltmeister, das große Grabbeln. Nach einer Woche, die sich tatsächlich so angefühlt hat, als wären wir von Felix Magath auf den Kotzhügel getrieben worden, immer und immer wieder, vom Tee gebeutelt, jeder Ball nur bittere Medizin.
So standen wir heute morgen betont kurios in der Gegend herum. Maik, der noch in Düsseldorf war, nachdem er dort am Dienstag bis Zapfenstreich als Alt ausgeholfen hatte. Micky, der auf Ibiza war, um, entlarvend genug, mit spanischen Fliegen im Schnabel Vogelhochzeit zu feiern. Und Lucas, die Natter mit dem Putter, der mal wieder allein im Keller die Presseschau zusammen kopiert hatte, die Druckerschwärze der Schlagzeilen noch an Daumen und Zeigefinger.
In dieser Verfasstheit also ging es hinein in die Krisn der Bayern, die Bierkrüge als maßgeschneiderte Brenngläser auf die Befindlichkeiten eines Vereins, der mal wieder gequälte Miene zum schlechten Spiel machen muss. Das Lächeln vom Sponsoren befohlen, die miese Laune aber so offensichtlich, so greifbar, als hätte der Kahn dem Brazzo ein Lebkuchenherz um den Hals gehängt, darauf zwei Wörter aus Zuckerguss: Lieber Lewy!
Denn die Wahrheit der Wiesn passt auf ein griffiges Plakat: Koan Neuner.
Das war‘s vom Sport.
Und nun zum Wetter.
In Sachsen sorgt Hoch Max für gute Laune, am Niederrhein hagelt es Kritik und böse Wörter, weil die Kultur im Osten untergeht, die Gemüter sind erhitzt, die Stimmung hingegen deutlich unterkühlt, eine Besserung ist nicht in Sicht.
Und wenn ihr jetzt noch wissen wollt, was nach der Werbung kommt, dann müsst ihr reinhören. In die neue Folge FUSSBALL MML. Denn: Verzapft is! Viel Spaß!
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Leute, wir melden uns diesmal live aus Bocholt, um zwischen ausgestopften Frettchen und angestaubten Kuckucksuhren ein bisschen über Fußball zu sprechen. Es ist ja, man kann es nicht anders sagen, ziemlich viel passiert. Tuchel weg, Tedesco weg, Rose da! Ein Spätsommermärchen, weil da endlich Arsch auf Dose passt. Dazu Nagelsmann, dessen Outfit darauf schließen ließ, der sich nach drei Unentschieden erstmal bis Dienstag im Telekom T verstecken wird, die Kapuze tief in jenem Gesicht, das er gegen Barcelona nicht verlieren möchte. Und natürlich Max Kruse, der als mollige Dampflok von Abschaffner Kovac erst aufs Abstellgleis geschoben wurde und jetzt mit der Draisine auf dem Weg nach Berlin ist. Im Rucksack die Millionen eines sehr teuren Missverständnisses.
Oder auch:
Und setzen uns dann, nachdem wir unsere Hände in Unschuld gewaschen haben, gleich draußen in den Garten, wo Mario Basler schon die zweite Kippe am Brennen hat. Bisschen Sommerhausmusik vom Viererkettenraucher. Lungenbrötchen und Kaffeesätze. Dein MML.
Und leider auch Grenzen, die überschritten wurden. In einem Strudel aus Enttäuschung und Wut, Hybris und Hass.
Und wer wissen will, wie es klingt, wenn wir auf Abseits entscheiden, drei Pfeifen mit Gischt vor dem Mund, der muss reinhören. In diese neue Folge. FUSSBALL MML, denn alles andere ist nur Auslegungssache. Viel Spaß!
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Bitte achte auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Für beste Ergebnisse täglich einen Messlöffel (12g) in kaltes Wasser auflösen und konsumieren. Außer Reichweite von Kindern aufbewahren. Schwangere und Stillende werden gebeten, vor dem Konsum jeglicher Nahrungsergänzungsmittel medizinisches Fachpersonal zu konsultieren. Die tägliche Mengenempfehlung nicht überschreiten.
Leute, wir haben diesmal mit gierigen Griffeln in den Setzkasten der Sportberichterstattung gelangt, um euch die ganz sicher abgewohntesten und totgequatschtesten Fußballfloskeln katzengleich vor die Tür zu legen. Eine Weltklasse-Idee, die Stimmung selbstverständlich überragend.
Nun ja.
So wurden die Anekdoten des Wochenendes im Nachgang wie Salzstreuer verschoben, so durfte der Affe noch einmal richtig Zucker bekommen. In dieser dritten Halbzeit, die wild war. Ein Ritt durch die Liga und die Geschichte.
Mit Freiburg als Tabellenführer. Heute. Und vor 22 Jahren. Weshalb wir natürlich noch mal in den Kader von damals geschaut haben. Darin der Kehl und der Kanzler. Und alle Willis dieser Welt. Im Wechselgesang der Tribüne.
Aber ihr kennt uns, wir vergaloppieren uns gerne. Drei Schindmähren, drei schreckliche Schimmel, die sich als Rennpferde tarnen. Die Klappe immer größer als die Scheu. Wir schweifen ab, wir treten aus. Und springen am Ende, Weltklasse-Wallache, doch wieder höher als wir sollten. Darauf, immerhin, könnt ihr wetten. Und das, immerhin, kann man hören.
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Leute, da war ja mal wieder richtig Wetter. Am Wochenende, in der Liga. Da hat es Tore gehagelt, an der Weser und am Berger Feld. Aus einem zuvor noch königsblauen Himmel. Und in München war Sommer. Hoch Yann. Weil die kleinste Nummer eins der Liga, so würde es Béla Rethy vermutlich sagen, über sich hinaus gewachsen ist. Mit mehr Paraden als Nordkorea. Kim-Il Jump. Und weil die Bayern dort im Strafraum verzweifelt sind. An ihm, Schweizer Gardemaß. Und an sich selbst, im Abschluss tatsächlich päpstlicher als der Papst. Als hätten sie statt Ziel- nur Weihwasser gesoffen. Weshalb am Ende nicht mal die Brechstange half. De Ligt als van Buyten. Die falscheste Neun.
Nun gut.
Dann gibt es jetzt eben das Topspiel am Samstag. Union gegen die Bayern. Der Erste gegen den punktgleichen Zweiten aus Köpenick, der, scheinbar unkaputtbar, schon wieder alles richtig und einfach so weiter macht wie bisher. Trotz der immer neuen Abgänge. Wie ein Haifisch, dem einfach neue Zähne wachsen.
So inszenieren sie mit nur drei Groschen eine große Oper. Die erste Reihe eine funktionierende Achse. Die Neuzugänge wieder Volltreffer. Als würden sie ihre eigene Geschichte recyceln. Und vorne trifft die Greta Thunberg des Fußballs, weil in der Kabine das Klima stimmt.
Eine Großwetterlage, die uns natürlich zur naiven Hoffnung verleitet, diese Unioner könnten nun auch die Bayern runterkühlen. Unter Umständen unter Betriebstemperatur.
Wir werden sehen.
Das Spiel läuft übrigens schon um 15:30 Uhr.
Warum? Das müsst ihr Donata Hopfen fragen. Wir wissen da auch nicht weiter.
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Leute, willkommen zur Sendung mit den grauen Männern, die sofort neurotisch mit den Wimpern klimpern, wenn woanders mal wieder jemand auf der Maus ausgerutscht ist. Nur, um dann ihrerseits aus jeder Zeitungsente einen Elefanten zu machen, der danach tagelang unübersehbar im Raum steht. Klingt oft nicht so, ist aber komisch!
Weshalb wir eigentlich längst selbst unmittelbar vor dem Presseclub laufen müssten.
Nun ja.
Diesmal jedenfalls haben wir gleich mit dem ordentlichen Herrenwitz begonnen, was ungefähr so klang: treffen sich Ralf Möller, Herbert Grönemeyer und Helmut Kohl am Hamburger Hafen, um gemeinsam mit einem Kraftwürfel aus Herne-West das große Drama in Lüdenscheid-Nord vergessen zu machen und dem Kollegen Beisenherz in diesen tiefschwarzgelben Stunden ein wenig Ablenkung zu gönnen.
Was ihnen dann, irgendwo zwischen Wicht und Wichserse, immerhin so gut gelungen ist, dass wir am Montag im Studio ganz in Ruhe und mit ungewöhnlichem Wohlwollen in die Gegnerbeobachtung gehen konnten.
Mit viel Lob für die Bremer Offensive, mit Derby-Ducksch und Fightclub-Füllkrug. Und am Ende auch mit einer großen modischen Verbeugung vor dem Trikot der Bremer. Frei nach dem alten Schlachruf:
Was ist Lachs und riecht nach Sieg?
Genau.
Wobei man auch sagen muss, dass der Zeugwart mit diesem Trikot nicht nur frech in den Leibchenkoffer, sondern gleich auch tief in die Trickkiste gegriffen hat.
Wenn nämlich alle Spieler aussehen wie Tim Wiese, dann ist es ja kein Wunder, dass die ganze Mannschaft am Ende eine breite Brust hat.
Übrigens auch eine physiognomische Besonderheit, die wenige Kilometer entfernt in Bochum diesmal schmerzlich vermisst wurde. Dafür aber gab es Slapstick-Einlagen und Dödelelfmeter. Oder, um es aus Bayern-Sicht zu sagen: wenn jetzt noch die Geschenke aus dem Westen dazu kommen, sind wir ja wirklich auf Jahre hinaus unbesiegbar.
Also Kaiserwetter in der Nähe der Königsallee. Auch das gab es an diesem Wochenende ohne Wachablösung.
Und wenn ihr, liebe Hörer, jetzt noch erfahren wollt, was Maik Nöcker oben im Norden erlebt hat, als Leichtmatrose im Ostseestadion, als Hansdampf bei Hansa Rostock, mit Sternchen auf dem Trikot und reichlich Geschichte im Gepäck, dann müsst ihr unbedingt reinhören, in die neue Folge Fussball MML! Denn alles andere ist nur Fernsehgarten. Viel Spaß!
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Leute, als waschechte Stars haben wir uns zur Feier des Tages ein Sternchen über das Wappen genäht und die Widerrede ans Revers geheftet, damit ihr in Echtzeit hören könnt, wie uns der Kragen platzt. Nach einem Wochenende, an dem reines Glück in raue Mentalität umgedeutet wird und wir uns mehr denn je nach schottischen Verhältnissen sehnen.
Oder eben nach einer Zeit, in der Torhüter nicht aus dem Mustopf, sondern aus der Ehrmann-Schmiede kamen, mit Unterarmen wie Oberschenkel. Und Gesichtern, die man zur Faust ballen konnte. Bankdrücker mit Stammplatzgarantie, die im Zweifel den Kalk von der Linie leckten. Lieblingsessen: Pumpernickel. Stattdessen aber nur Flekken, der sich selbst auf die weiße Weste spuckt. Oder Schwolow, der so lange Fliegen fangen wird, bis auch das letzte Hemd in der Kurve eine königsblaue Krawatte hat.
Und mitunter trifft dann Wut auf Wahrheit, verhindert die heiße Meinung den kühlen Blick, wird nur zwischen die Zeilen geschaut und die eigene Haltung ziegelsteinschwer durch die Scheiben der anderen geworfen, bis dort auf dem Boden der Tatsachen nur noch Scherben liegen, die niemand mehr zusammen kehren möchte. Viel Erregung, wenig Kultur. Und, manchmal sogar, viel Schwarm und wenig Intelligenz. Damit aber wird der Zeitgeist zum Abstiegsgespenst und jeder Einwurf zum Bumerang. Und Schweigen wird tatsächlich Silber, weil jeder Satz auf der Goldwaage liegt.
Womit wir also, mit sehr viel Glück und noch mehr Mentalität, nun doch noch den Kreis geschlossen haben. Aber ihr kennt uns, so sind wir nun mal. Das letzte magische Dreieck, mit ordentlich Quatsch zum Quadrat. Doch wenn ihr das Geodreieck anlegt, werdet ihr sehen: auch diese Folge war mal wieder zu kurz!
Egal, wir wünschen euch trotzdem viel Spaß!
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Leute, wir sind mal wieder auf Reisen gewesen. Für euch, für den Fußball, fürs eigene Image. So war Maik Nöcker (59) mit Totenschädel bei den Teufeln, um sich am Betze die Finger zu verbrennen und an Terrence Boyd (Fußballgott) die noch verbliebenen Zähne auszubeißen. Während Operettenfan und Elendstourist Lucas Vogelsang zusammen mit Lena Cassel raus nach Köpenick fahren durfte, um sich dort gleich die nächste Derbyklatsche abzuholen, weil der Hydra von der Wuhle über den Sommer mal wieder neue Köpfe gewachsen sind.
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Leute, da kommen wir also, bretagnebraun und laylageil, aus der Sommerpause. In den Haaren noch den Wind eines möglichen Wandels, auf der Haut noch das Meersalz der Hoffnung. Diesen leichten Film der Verklärung. Und prallen dann, unsanft und ungebremst, gleich wieder gegen die rote Mauer der Wirklichkeit, gegen das Plexiglas der Langeweile. Weil mit den Bayern auch die Dominanz zurück gekehrt ist. Fünf Tore in Leipzig, eines davon hinein gelächelt, die anderen leichtfüßig über die Linie getanzt. Mit Bambi in Bestform. Und Julian in Jubellaune.
Die Pfeile, sagte Domenico Tedesco hinterher, kamen von überall. Und er klang dabei, als stünde er gar nicht in der Mixzone der roten Bullen, sondern knietief im Mekong, in den Büschen die roten Khmer. Die Tyrannei, schrieb die SZ, geht weiter. Die elfte Meisterschaft in Folge, sie ist bereits jetzt nur noch Frühformsache. Und Leverkusen? Verliert in Elversberg. Und Dortmund? Denkt an Cavani. Nun ja. Die Saison, so scheint es, ist gelaufen, bevor sie überhaupt richtig beginnen durfte. Als hätte der Fußballgott mal eben das Land verlassen und die Tür zum Abschied mit dem Arsch in die Angeln geknallt.
Umso wichtiger, dass die Frauen parallel das zum Sommer passende Märchen aufgeführt haben. Mit Torrekorden zum Einrahmen und Schnurrbärten zum Ankleben. Mit all den Postillion-Pointen einer plötzlichen Popp-Kultur. Auch wenn das Happy-End leider ausblieb und sich Huth am Ende nur Silber, Bronze aber Gold um den Hals hängen konnte.
Der Traum in Tränen ertrunken.
Was jedoch bleiben wird, von diesen wilden Tagen im Juli, ist der glänzende Eindruck. Und die große Euphorie um eine Mannschaft, die sich niemals die Mannschaft nennen würde, aber vielleicht genau deshalb genau das war.
Lange dachten wir ja, man hätte uns um ein Turnier betrogen. Jetzt wissen wir, dass man uns eines geschenkt hat. Mit dem nötigen Raum zur Entfaltung und endlich auch genug Zeit zum Kennenlernen. Die Namen, Magull und Schüller, Frohms und Brand, werden wir uns mit Sicherheit merken. Und vielleicht, so die leise Hoffnung, hallen sie ja länger nach als der nächste Ballermann-Refrain.
Und damit, liebe Freunde und Freundinnen, wünschen wir euch nun viel Vergnügen mit dieser neuen Folge Fussball MML.
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