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Seit Tagen gibt es immer neue Meldung zu Griechenland und der Türkei - Die beiden Länder liegen im Streit. Der Grund: Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer. Die Frage, die nun im Raum steht: Wer hat ein Anrecht darauf! Griechenland meint: das seien ihre Wirtschaftszonen, die Türkei hält dagegen, denn das betroffene Gebiet zwischen Rhodos und der Ägais liegt direkt vor der türkischen Küste. Was nun im Mittelmeer passiert lässt nur als Wettrüsten der beiden Länder beschreiben.
Diese Woche beschäftigen sich die Fußnoten mit dem Thema „Verschwinden“ – dahinter steckt nämlich oft weitaus mehr als das, was man aus der populären breiten Medienlandschaft kennt.
Die deutsche Medienlandschaft scheint sich über Nacht still und heimlich darauf geeinigt zu haben, dass das Land in Osteuropa „Belarus“ und nicht mehr „Weißrussland“ genannt werden soll. Die Reaktionen darauf waren im Internet gemischt. Ist „Weißrussland“ nicht eigentlich auch nur eine Übersetzung von „Belarus“?
Ein Name ist nicht mehr als die Bezeichnung einer Sache, eines Tiers oder einer Person. Wenn es wirklich so einfach wäre, hätte man sich viele Konflikte in der Geschichte sparen können, da war der Name eines Staats schon häufiger Grund für Provokationen und Streitigkeiten. Diese Woche haben wir mit Völkerrechtler Dr. Matthias Hartwig vom Max-Planck-Institut für ausländisches Öffentliches Recht und Völkerrecht darüber gesprochen, wieso Staatsbezeichnungen so bedeutend sind und damit so häufig zu Konflikten führen und wer letztendlich entscheidet, wie ein Land genannt werden soll.
Mit der Kanzlerkandidatur von Olaf Scholz für die SPD rückte diese Woche auch seine politischen Projekte der Vergangenheit in den Fokus der Diskussion. Darunter: die Agenda 2010 und damit auch Hartz IV. Die Grundsicherung, die durch Corona, wie sich andeutet, wohl bald mehr als zuvor beziehen werden, haben wir uns im dieswöchigen Podcast mit mehreren Interviewpartnern genauer angeschaut. Armutsforscher und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Butterwegge erteilt Hartz IV ein hartes Urteil: „Das war für den Sozialstaat Bundesrepublik Deutschland der Übergang von einem Sozialversicherungsstaat à la Bismarck in Richtung eines Fürsorge-, Almosen- und Suppenküchen-Staates.“ Und auch der Münchner Juso-Chef Christian Köning lehnt das Arbeitslosengeld in seiner jetzigen Form als „Armut per Gesetz“ ab.
Doch wie es mit Hartz IV und Olaf Scholz weitergeht bedeutet letztendlich auch wie es mit der SPD weitergeht und hier gehen die Meinungen auseinander…
Die Fußnoten beschäftigen sich diese Woche mit der Minderheit der Sinti und Roma. Dazu beleuchten wir die Verfolgung und Diskriminierung schon vor der NS-Zeit bis heute.
Die Geschichtsexpertin Sarah Grandke von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme erklärt dazu exemplarisch von der Münchner Sinti und Roma Familie Reinhard, die von den Nationalsozialisten komplett ausgelöscht wurde. Außerdem haben wir mit dem Sozialpädagogen Rainer Burger von der Münchner Berufsberatungsstelle „Drom“ für junge Sinti und Roma gesprochen, der eindrücklich schildert, wie die Verbrechen der Nazis noch immer nachwirken.
Zu Gast haben wir diese Woche außerdem die Podcaster des ersten politisch-kulturellen Podcasts von und über Sintizze und Romnja, RYMEcast. Nino Novakovic und Sejnur Memisi sprechen über ihre Arbeit gegen Rassismus, Empowerment für junge Angehörige der Minderheit und was Magneto von X-Men damit zutun hat.
Wenn ihr mehr über Sinti und Roma und den Rassismus gegen die Minderheit wissen wollt, könnt ihr hier den Podcast von Nino und Sejnur anhören: https://spoti.fi/3kqlBQN
Kaum ein Thema wird in der Politik und der Gesellschaft derart kontrovers diskutiert. In dieser Folge “Fußnoten” beschäftigen wir uns mit Sexarbeit während der Pandemie und dem, immer wieder im Raum stehenden “Sexkaufverbot”.
Die Pandemie- Maßnahmen haben Sexarbeiterinnen mit einem strikten Arbeitsverbot konfrontiert. Stephanie Klee ist von Mitgründerin des Bundesverband Sexueller Dienstleistungen (BSD) und selbst in der Branche tätig. Uns erzählt sie von der aktuellen Situation und den Konsequenzen für betroffene Sexarbeiterinnen.
Außerdem: Sind die Prostitutionsgesetzen in Deutschland zu liberal oder sollte man das in Schweden bereits geltende “nordische Modell” auch hier umsetzen und Prostitution kriminalisieren?. Warum das ein Rückschritt wäre, erklärt Sonja Dolinsek. Sie ist Dozentin an der Universität Erfurt und hat über Sexarbeit und Prostitutionspolitik im 20. Jahrhundert promoviert.
Seit über fünf Jahren ein Streitthema in der Europäischen Union: Die Zivile Seenotrettung. Rettungsschiffe machen sich immer wieder auf den Weg, um Flüchtende im Mittelmeer aus der Seenot zu retten und an sicheres Land zu bringen, doch aktuell sitzen viele von ihnen in den italienischen Häfen fest. Die Situation scheint verfahren. Anlässlich des Tags der Seenotrettung am 26.07.20 sprechen wir mit Jana Chiernoch von der Organisation für Seenotrettung "SOS Meditarranee" über ihre Forderungen und die Zukunft der Zivilen Seenotrettung.
Polen gilt als homophobstes Land Europas - und das wird sich wahrscheinlich auch bald nicht ändern, denn der rechts-konservative Politiker Andrzej Duda ist letzte Woche erneut zum Präsidenten gewählt worden. Hass und Hetzte gegen LGBT+ Personen war ein großer Teil seines Wahlkampfs. Wir sehen uns an wie es der Community damit geht, dazu sprechen wir mit der Aktivistin Monika Tichy, Leiterin der polnischen LGBT+ Stiftung Lambda Szczecin. Außerdem hat mit uns im Vorfeld der polnische LGBT+-Aktivist Kacper Kubiak über seine Erfahrungen gesprochen. Wie man in Europa außerhalb von Polen die LGBT+-Community helfen kann, das erzählt uns Stana Iliev von der internationalen LGBT+-Organisation Allout. LGTB+
Wer nachlesen will, wie europäische Partnerstädte mit ihren queerfeindlichen Partnern in Polen nach Empfehlung von Allout und Pulse of Europe umgehen können, findet das hier:
In den „Fußnoten“ sprechen wir jeden Montag über ein Thema, das in der vergangenen Woche zu kurz kam. Und was letzte Woche definitiv zu kurz kam, war die 23. Welt-AIDS-Konferenz, die am Freitag digital zu Ende gegangen ist. Denn HIV und AIDS sind immer noch ernst zu nehmende Bedrohungen und der Kampf gegen das Virus und die Krankheit darf nicht zur Nebensache werden. Thomas Kreidemeier und Felix Meindorfer reden deshalb darüber, welche Gefahr bei den aktuellen medikamentösen Möglichkeiten noch von HIV ausgeht und welche Diskriminierungen sich Infizierte und Risikogruppen teilweise gefallen lassen müssen. Zu Gast ist in dieser Folge Alois Gerbl von der Aidshilfe München, der tagtäglich mit der Krankheit zu tun hat. Er ist für Beratung und Präventionsarbeit zuständig und erklärt unter anderem, warum ein bisschen weniger Hysterie um das HI-Virus gar nicht so schlecht ist und inwiefern AIDS-Tests nicht das Allheilmittel sind.
In den „Fußnoten“ sprechen wir über ein Thema, das in der vergangenen Woche etwas zu kurz kam. Die erste Folge widmet sich dem Intensivpflege- und Rehabilitationsgesetz (IPreG), das der Bundestag beschlossen hat. Darin geht es insbesondere auch darum, inwiefern Intensivpatient*innen zuhause gepflegt werden dürfen – in den vergangen 45 Wochen seit dem ersten Gesetzentwurf schlugen Betroffene und Angehörige Alarm. Die Angst: Menschen, die beatmet werden, könnten gezwungen werden in einem Heim zu leben. Wir erklären die Hintergründe und sprechen mit Laura Mench, Aktivistin und Bloggerin, die selbst zeitweise auf eine Beatmungsmaske angewiesen ist, über die Ängste sowie den Protest von Betroffenen und wie sie das Gesetz bewertet.
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