Gamester spielt

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Gamester spielt episodes

  • «Drawn to Death» - Arena Shooter mit psychotischen Teddybären und Cyborg-Vampiren
    «Drawn to Death» kommt mit einem abgefahrenen Design daher. Das ganze soll an Kritzeleien von gelangweilten Schulern in Vorlesungen erinnern. Verpackt ist das ganze als 4-Spieler kompetitiver Arena Shooter aus der Feder von von David Jaffe (God of War und Twisted Metal).
    Der Shooter glänzt mit sechs abgefahren , die mit wilden Spezialfähigkeiten und weit über zwanzig Waffen einen individuellen Spielstil zu lassen. Die zehn Karten bieten Abwechslung. Jedes Match ist sehr schnell. Uns hat es stellenweise vom Konzept an «Twisted Metal» erinnert. Wobei «Drawn to Death» zu keiner Zeit die Genialität von «Twisted Metal» erreicht.
    Die sechs Spielmodi in «Drawn to Death» sorgen für eine gewisse Abwechslung, gewinnen aber keinen Innovationspreis. Im Organ Donor müssen die Spieler dem Gegner das Herz aus der Brust schiessen und es zur stationären Basis bringen. Der Spieler mit 20 Punkten gewinnt das Match. In Classic Deathmatch gewinnt der Spieler mit den ersten zehn Kills, im Classic Team Deathmatch, das Team mit 20 Kills. Im Core Deathmatch braucht es fünf Punkte zum Sieg. Jeder Kill gibt einen Punkt, wird man getötet verliert man einen Punkt. Der Core Team Deathmatch spielt sich gleich, braucht aber 10 Punkte fürs gesamte Team zum Sieg. Etwas spezieller ist der Brawl Modus. Hier wird die Karten mit der Zeit immer kleiner und somit die Kämpfe immer intensiver.
    PS4-Spieler mit PlayStation Plus-Mitgliedschaft erhalten «Drawn to Death» im April kostenlos. Der Kaufpreis ist mit 20.- CHF passable. Ob und wie stark optionale Microtransactions das Spiel verändern, wird sich erst in der Zukunft zeigen.
    14 min
  • «Thimbleweed Park» - Das könnte ebenfalls gefährlich werden, wenn jemand aussteigen will...
    Mit Thimbleweed Park ist ein im Retrostil gehaltenes Point-and-Click-Adventure von Ron Gilbert und Gary Winnick, den Schöpfern von Monkey Island und Maniac Mansion, erschienen. Das durch Crowdfunding finanzierte Spiel ist eine gelungene Hommage an klassische LucasArts Adventure aus den späten 80er und frühen 90er Jahren.
    Die Geschichte von Thimbleweed Park beginnt im Jahr 1987. Im Fluss nahe der heruntergekommenen Kleinstadt Thimbleweed Park wird eine Leiche gefunden. Zwei FBI-Agenten ermitteln im Mordfall, wobei sie vom örtlichen Sheriff behindert werden. Bald stellt sich heraus, dass seltsame Dinge in der Stadt vor sich gehen, und nichts so ist wie es scheint.
    Hinter dem Retro-Look steckt ein ausgeklügeltes Adventure. Vorbei sind die Zeiten mit nervigen Sackgassen oder Rätsel in denen der Spieler unter den tausenden von Pixeln in einem Bild die Nadel im Heuhaufen suchen muss. Neueinsteiger können den optionalen "Easy"-Modus wählen. Dort gibt es weniger und andere Rätsel zu lösen als im höheren Schwierigkeitsgrad.
    Humorvollen Dialogen mit Sprachausgabe, eine spassige Geschichte mit interessanten Charakteren, viel Liebe zum Detail und der Retro-Charme machen Thimbleweed Park zu einem hervorragenden Point-and-Click-Adventure.
    19 min
  • «Lego City Undercover» - begeistert Jung und Alt
    Bereits 2013 kamen man auf der WiiU mit «Lego City Undercover» in den Genuss eines der besten Legospiele zu zocken. Vier Jahre später dürfen endlich auch Xbox One, PlayStation 4, Nintendo Switch und PC-SPieler in der Lego-Openworld auf Verbrecherjagd gehen.
    Die Geschichte ist schnell erzählt. Der Zivilfahnder Chase McCain kehrt nach Lego City zurück, um ein unerledigtes Geschäft zu beenden. Ein paar Jahre zuvor hat Chase den bösartigen Verbrecher Rex Fury hinter Gitter gebracht, aber dabei versehentlich den Namen seiner Angebeteten, Natalia, live im Fernsehen erwähnt. Sie war deshalb gezwungen, an einem Zeugenschutzprogramm teilzunehmen. Die Schuldgefühle brachten Chase dazu, Lego City zu verlassen. Als Rex aus dem Gefängnis ausbricht, wird er jedoch zur Rückkehr gezwungen.
    Gespielt wird «Lego City Undercover» in einer offenen Welt die frappant an San Francisco erinnert. Ihr dürft wie in GTA Autos "klauen", Zug fahren, Hubschrauber fliegen usw. Jedoch alles wie gewohnt ohne einen Tropfen Blut zu vergiessen. Besonders gefallen hat uns der Humor. Neben viel Slapstick gibt es dutzende Anspielungen und Zitate aus diversen alten Copserien und -Filmen. Neben den Storymissionen gibt es kleine Minigames, Rätsel und viele Legosteine zu entdecken.
    Eine besonderheit der WiiU Version war die gelungene Integration des Gamepads als zweiter Bildschirm mit Bewegungssteuerung. Diese Funktionen sind jetzt in die normale Joypadsteuerung integriert und funktionieren tadellos. Einer unserer Kritikpunkte von «Lego City Undercover» für WiiU war der fehlende Koop Modus. Die 2017 Neuauflage bringt einen Zweispieler-Splitscreen Modus auf die neuen Plattformen. Koop-Anpassungen an der Geschichte oder den vorberechneten Zwischensequenzen sucht man vergebens. Beide Spieler steuern den Protagonisten Chase McCain.
    Die Grafik ist im Vergleich zur WiiU Version detailliert und bietet auf der Xbox One, PC und PlayStation 4 eine bessere Weitsicht mit weniger Pop Ups. Die Nintendo Switch muss bei der Grafik etwas Federn lassen, bietet aber dafür als einzige Konsole die Möglichkeit «Lego City Undercover» Unterwegs zu spielen. (tom)
    16 min
  • «NieR: Automata» - extrem japanischer, verrückter Genremix
    Achtung, es geht los mit einem vertikalen Shooter oder ist es ein Twin-Stick-Shooter oder doch horizontal! Ah, nein, es ist ein japanisches Rollenspiel oder doch ein Hüpf-Action-Mix? Ich bin verwirrt, doch positiv, toll, es gefällt mir, was Platinum Games gleich zu Beginn losfeuert. Und dies ist tatsächlich nur ein Hauch von Verrücktheit, es wird noch viel konfuser, schräger, besser. «NieR: Automata» bietet rasante Kampfmechanik, tolle Bosskämpfe (riesig, voluminös, furchteinflössend, einzigartig). Die Spielmechanik ist dabei der Star, verpackt in einer ebenbürtigen, abwechslungsreichen Geschichte - die typisch japanisch sich Zeit lässt.
    Auch die Menüs, Grafikstil, Animationen - alles ist extrem japanisch, teilweise gut gelöst, teilweise nicht mehr up-to-date - wie etwa die schwachen Menüs, schlechte Texturen oder leblose Spielewelt (die etwas der Geschichte geschuldet ist).
    Dennoch: Ich kann es kurz halten. Dieses Spiel ist riesig, besonders, schräg und spielerisch höchst abwechslungsreich. (raf)
    18 min
  • «Ghost Recon: Wildlands» - starker CoOp-Openworld ohne taktische Finessen
    Bolivien, was ist aus Dir geworden? In «Widlands» der grösste Kokainproduzent der (virtuellen) Welt! Der Einfluss des berüchtigten Santa-Blanca-Kartells hat das Land in einen Drogenstaat verwandelt, in dem Gesetzlosigkeit, Angst und Gewalt herrschen.
    Die legendäre USA-Eliteeinheit «Ghost» soll die Allianz zwischen Kartell und korrupter Regierung destabilisieren und brechen.
    Dies geschieht in einer riesigen offenen Spielwelt. Hier gibt es unzähliges zu entdecken! Und die opulente Optik sorgt mitunter mit realistischen Tag- und Nachtwechsel sowie toller Weitsicht dafür, dass Ihr in diesem Kriegsgebiet doch irgendwie wohl fühlt. Einzig die teils hölzernen Animationen sind nicht up-to-date. Und: Die guten englischen und deutschen Sprecher haben doch sehr viel Lockerroom-Talk im Gepäck.
    Der Spieler erkundet mit bis zu drei menschlichen Mitstreitern zu Fuss oder mit den über 60 Fahrzeugen wie Autos, Flugzeuge, Boote die virtuelle Welt. Die Fahrzeuge steuern sich alles sehr arcade lastig.
    Auch das Waffenarsenal ist beachtlich: Sammelt über 50 Waffen mit mehr als 100 Zubehörteilen (aufrüstbar). Das Zubehör ist auf der übersichtlichen Karte verteilt - man weiss, was man erhält.
    Solisten erhalten von der guten CPU via radialem Menü Unterstützung. Dennoch: Dieses Spiel ist definitiv auf CoOp ausgelegt (ab zwei Spieler hat man keine CPU Unterstützung mehr) - hier hat es seine Stärken. Es macht unheimlich Laune, das Drogenkartell von unten nach oben auszumerzen, Zwischenbosse zu eliminieren und dabei taktisch vorzugehen. Obwohl: Taktik ist nicht sonderlich gross geschrieben, sprich kein Muss. Man kann sich ergo gegenseitig anstacheln, Leute gezielt als Sniper einsetzen, das Spiel gibt hier aber keinerlei Klassen oder Restriktionen vor. Jeder kann alles machen.
    Dank RPG-Elementen levelt Ihr Euch stufenweise auf. Mit Ressourcen und XP schaltet Ihr eine der zahlreichen besseren Fähigkeiten frei (individuell, Gadgets, Teamfähigkeiten).
    Klar anzumerken ist: Hier bekommt Ihr kein klassisches «Ghost Recon», das mag Serienfans enttäuschen. Von einem Taktikshooter ist «Wildlands» weit entfernt, auch die KI ist zu schwach und die Missionen repetitiv.
    Dennoch will ich nicht negativ abschliessen, denn im CoOp macht dieses Game Anfängern wie Profis richtig Laune. Dies liegt an dem schnellen, einsteigerfreundlichen Auflevelsystem, den teils unerwartet witzigen Aktionen wie CPU-Autostaus, der einfachen, dennoch vielseitigen Handhabung eingebettet in toller Open-World-Optik. (raf)
    21 min
  • «Horizon: Zero Dawn» - schönste Open-World überhaupt mit massig Spielinhalt
    Sony gelingt mit einer neuen Franchise der Überraschungshit. Der Exklusivtitel glänzt mit spannender Story, opulenter Optik und tiefgründigem Spielsystem.
    Die Geschichte spielt dabei in der Zukunft, etwa 1000 Jahre nach dem Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation. Die Überlebenden einer nicht näher beschriebenen Katastrophe haben sich zu primitiven Stämmen von Jägern und Sammlern zusammengeschlossen und leben ähnlich den Völkern der Steinzeit.
    In einer üppigen postapokalyptischen Welt streifen gewaltige mechanische Kreaturen durch eine Landschaft, die sie der Menschheit abgerungen haben. Die Maschinenwesen sehen dabei wie mechanische Dinosaurier aus - die Animationen und Details sind einfach sagenhaft.
    Menschen und Maschinen lebten lange Zeit in einer friedlichen Koexistenz, bis eine Infektion mit der Bezeichnung "Corruption" die Roboter befällt und diese zu einer tödlichen Bedrohung für die Stämme werden.
    Unsere Protagonisten, die junge Jägerin Aloy, macht sich auf die Suche nach dem Ursprung der Infektion, um die Reste der Menschheit vor der Vernichtung zu bewahren.
    In der fernen Zukunft leben die Menschen in Stämmen und sind wie in der Steinzeit mit Pfeil und Bogen unterwegs. Das Leben machen Aloy dabei alle schwer - sie ist von den Menschen ausgestossen und die 26 verschiedenen Mech-Dinos wollen ihr meist auch nichts Gutes. Nach zwei Stunden gelungenem Tutorial - in welchem ihr auch das «Focus»-Bluetooth-Headset erhaltet - startet Ihr so richtig in der Open-World.
    Es gibt grosse Storymissionen und etliche Nebenquests, die ebenfalls zeitlich teilweise lange dauern. Neben bekannten Mustern wie «Gehe von NPC zu Punkt B, hole Infos und gehe weiter zu Punkt C um dort den Gegenstand für NPC zu holen» gibt es auch Dungeons, Highscore-Events und mehr.
    Bei den optionalem Quicktravel sind die einzigen Ladezeiten zu sehen - starke Leistung!-
    Die Kämpfe gegen die Mech-Viecher sind toll gemacht, machen auch dank dem grossartigen Craft- und Auflevelsystem richtig Laune.
    Auch - nochmals und immer wieder gerne - darf die phänomenale Optik erwähnt werden. Wunderbare HDR-Effekte, für 4K entwickelt. Auf der «PS4 Pro» wird das Bild in 2160p berechnet und dann runterskaliert, wenn man «nur» einen 1080p TV hat via Supersampling.
    Auch die Umgebung ist lebensnah, abwechslungsreich und wunderschön anzusehen, genauso wie die Wettereffekte, die Animationen und die Gesichter, Mimik. Selbst bei der Karte erkennt man Höhendifferenzen und kann so besser planen.
    Kurzum: Ein Vorzeigeprodukt in jeglichen Aspekten der hohen Videospielkunst! (raf)
    16 min
  • «Nintendo Switch - Hardware Unboxing sowie Launch-Titel «The Legend of Zelda: Breath of the Wild» und «1-2-Switch» im Test!
    Am 3. März 2017 erschien Nintendos Switch weltweit - die Gamerster.tv-Crew erinnert sich noch an graue Videospielurzeiten, als zum Beispiel das NES über drei Jahre später in Europa erschien als das japanische Ur-Famicom.
    Handheld oder Heimkonsole? Beides!
    Doch zurück in die Zukunft und Gegenwart. Nintendos Switch ist eine Hybrid-Konsole - von Anbeginn konzipiert darauf eine Heimkonsole und Handheld-Gerät in einem zu sein, dies ist schon revolutionär. In Anbetracht an die heutige Spielergewohnheiten jedoch logisch und konsequent.
    Das Grundgerät kommt (sofern man kein Bundle kauft) ohne Spiel daher. Im Grundpreis von ca. 350.- ist folgender Inhalt enthalten:
    Konsole
    Switch-Station
    2x Joy Con (links und rechts)
    Joy-Con-Halterung (ohne Aufladefunktion)
    Nintendo-Switch-Netzteil
    HDMI-Kabel
    Handgelenkschlaufen (mit Buttons)
    Was steckt in der Konsole?
    Über die Hardware wurde viel spekuliert, hier sind die Gamester.tv-Fakten.
    Custom Nvidia Tegra Chip
    4GB Memory
    Display (720p, Multitouch, Batterielaufzeit 2-6h, USB-C Anschluss zum Laden (unten)).
    Damit ist nun auch offiziell klar, gegen die aktuellen (Top)Konsolen der Konkurrenz - PS4 (Pro) und Xbox One (S) - kann Nintendos neuste Konsole nicht mithalten - sofern man diese als Heimkonsole wertet. Im Handheldsektor hingegen ist die Switch die klare Nummer 1.
    Der Ladeanschluss unten macht Sinn wegen der Dock-in-Station - für unterwegs ist diese Option jedoch ungeeignet - gleichzeitiges Laden und Gamen ist so kaum möglich - ein weiterer Anschluss seitlich hätte Wunder bewirkt, war aber wohl im Endeffekt zu teuer im Gesamtkontext. Die Dock-in-Station hat keine technischen Zusatzchips, sondern ist eine Plastikhülle mit HDMI-Out, einen Stromanschluss und drei USB-Anschlüsse (einer davon 3.0). Hinter der Klappe lassen sich die Kabel durchziehen. Das Hauptstück ist der Konnektor. Hier setzt Ihr Eure Switch-Konsole ein und schon könnt Ihr nach kürzester Wartezeit auf dem TV zocken - das klappt einwandfrei.
    Von Joy Cons bis Pro Controller
    Bei den Controllern hat Nintendo hingegen - wie so oft - wieder richtig viel Innovationen eingebaut.
    Die zwei kleinen, jedoch auch für erwachsene Hände gut bespielbaren Joy Cons haben es in sich. In Ihnen steckt ein richtig cooler HD-Rumble Motor, der sich auf der ganzen Controller-Oberfläche verteilen kann. Ebenso ist Motion-Control eingebaut, es braucht keine Sensoren mehr und der Analogstick, die vier Front-Buttons (anstatt Steuerkreuz) und zwei Schulterbuttons haben guten Druck.
    Als wichtigstes Zubehör gehört der Pro Controller in jeden Pro-Gamer Switch-Haushalt. Dieser kostet knapp 80.-. Dabei hat er sehr wertige Buttons, ist relativ schwer und griffig, die Akkudauer ist mit über 40 Stunden Spielzeit rekordverdächtig hoch!
    In unserem XXL-Switch-Bericht nehmen wir zwei Starttitel genauer unter die Testlupe, namentlich «1-2-Switch» und «The Legend of Zelda: Breath of the Wild». Während das Erste unserer Meinung nach fast schon zwingend der Konsole hätte beiliegen müssen (da die 28 Minigames sehr anschaulich die Fähigkeiten der JoyCons aufzeigen und ein kurzer, jedoch sehr kurzweiliger und witziger Partyspass darstellen) ist das zweite Game - «Zelda» - der klare Systemseller. Zwar gibt es Links neustes Abenteuer auf der Wii U (technisch minimal schwächer), doch der Pluspunkt, dass das hervorragende Spiel auch unterwegs gezockt werden kann, ist hier ausschlaggebend. «The Legend of Zelda: Breath of the Wild» ist ein spielerischer Meilenstein in der Seriengeschichte. Nicht nur, weil es den Spieler ernst nimmt, sondern auch, weil es in vielen Facetten komplett anders aufgebaut ist als herkömmliche «Zelda»-Spiele, der Kern jedoch unverkennbar bleibt. (raf)
    56 min
  • «For Honor» - frisches Setting mit tiefgründigem Kampfsystem
    Auf in den (Online-)Kampf! Und für einmal nicht im futuristischen Shooter oder in einem Weltkrieg, sondern in finsteren Zeiter als Ritter, Wikinger oder Samurai. Mit unterschiedlichen Kämpfern in diesen Kriegergruppen tretet Ihr gegen bis zu sieben menschliche Spieler in Online-Gefechten an. Das Kampfsystem ist dabei tiefgründig und interessant. Das Schere-Stein-Papier-Prinzipt braucht sehr viel Reaktionsskills und dank Combos und cleverem Block- und Kontersystem fühlt man sich wie in einem Beat’em-Up.
    Solisten hat Ubisoft auch eine Kampagne spendiert (auch Koop spielbar). Dieses wirkt wie ein langes Tutorial, die Zwischensequenzen sind dafür sehr opulent. Viele Maps sind aus dem Mehrspielermodus entnommen, eigene Levelabschnitte sind eher spärlich.
    Ganz klar: Der Fokus liegt auf Multiplayer. Onlineverbindung ist stets nötig.
    Die Charaktere kann man jedoch in allen Modi aufleveln, es gibt umfangreiche Spezialisierungen und Verbesserungen der Ausrüstung und Beutestücke.
    Der massive Multiplayer bietet Duelle (1 vs. 1 und 2 vs. 2), Gebietseroberungen und zwei Deathmatch-Varianten mit je 4 Spieler pro Team. Alle Modi sind gegen KI möglich (wenn humane Spieler fehlen wird aufgefüllt).
    Die Verbindungsprobleme sind jedoch ein gröberes Problem. Ubisoft hat sich für ein Peer2Peer und nicht - wie heute der Standard - für Server entschieden.
    Spielerisch ist «For Honor» dennoch toll. Das Setting ist frisch, das Kampfsystem vielseitig und gut durchdacht und die opulente Optik und krachige Sounduntermalung sorgen dafür, dass sich der Spieler als mächtiger Krieger fühlt. (raf)
    20 min
  • «Halo Wars 2» - Einsteigerfreundlich und tiefgründig zugleich
    «Halo Wars 2» ist ein «Play Anywhere»-Titel von Microsoft. Sprich: Beim einmaligen Onlinekauf im Windows- oder Xbox-Store erhält man die PC- und Xbox-One-Version. Gegeneinander spielen werdet die PC- und Konsolennutzer jedoch nicht, zu differs ist die Steuerung via Keyboard und Maus (PC) und Controller. Beide Steuerungsarten funktionieren jedoch tadellos, Profis werden mit Keyboard und Maus dennoch glücklicher.
    In der optional auch CoOp spielbaren Kampagne kämpft Ihr Euch mit den Truppen durch 12 Missionen, die Spieldauer ist dabei bei 8-10 Stunden angesiedelt. Die Kampagne ist - insbesonders auch dank den starken Zwischensequenzen und gut erzählter Story - ein absolutes Plus. Auch bieten die Entwickler guten Wiederspielwert. Alle Missionen können erneut gezockt werden, damit auch alle Sidemissionen abgeschlossen werden können.
    Die Spielgrafik ist für ein Spiel dieser Machart toll, starke Animationen der Figuren und Vehikel, sauberes Scrolling, gute Kameraperspektiven (noch ein wenig weiter weg Option hätte ich mir noch gewünscht). Die Sprachausgabe ist ebenfalls auf hohem Niveau, sei es in Deutsch oder Englisch.
    Kenner des Vorgängers fühlen sich heimisch, freuen sich aber zudem auf viele spielerische und Steuerungstechnische Verbesserungen. Gruppierung von Einheiten ist etwa neu möglich. Die Einheiten sind auch levelbar.
    Für Einsteiger bieten die Tutorials und ersten Kampagnen-Missionen einen guten Überblick, insgesamt ist die Lernkurve steiler als in anderen Genre ähnlichen Spielen.
    Das Kampfsystem funktioniert nach Schere-Stein-Papier-Prinzip: Infanterie ist guten gegen Flugabwehr, Flieger gut gegen Fahrzeuge, Fahrzeuge gut gegen Infanterie.
    Das Kernstück bleibt der Mehrspielermodus, der vieles bietet. Hier eine Auflistung:
    * Klassische Deathmatch-Modus:
    * 1-vs.-1, 2-vs.-2 und 3-vs.-3 Gefechte
    * Menschliche Gegner oder KI
    * 8 unterschiedliche Maps
    * Festungen
    * Unbegrenzte Ressourcen
    * Sieger ist, wer am Ende die meisten Festungen hält
    * Dominanz
    * Kontrolltürme Verteidigen und Punkte sammeln bis die maximale Punktzahl erreicht ist
    Ganz neu ist der Blitz-Modus - hier sammelt Ihr Karten, es gibt keinen Basisbau. Ihr stellt das eigene Deck an Karten zusammen, Karten erhält Ihr durch Spielen der Kampagne und Rang-Aufstiegen oder kauft Euch diese via Microtransactionen. Dies ist mittlerweile Gang und Gäbe und scheinbar eine lukrative Einnahmequelle für die Entwickler, da diese Variante immer mehr Einzug in die Gamewelt erhält. Einige Decks haben Extras und Ihr könnt so etwas Blutsväter-Technologien einsetzen, erhaltet Schiffsunterstützung, usw.
    Der zweite Teil der «Halo Wars»-Serie macht sehr viel richtig. Der Einstieg in das Genre ist auch Anfängern möglich, jedoch bietet das Spielsystem auch viel Tiefgang für Veteranen. Es gibt sehr viel zu tun im Mehrspielermodus, die Kampagne macht Laune und das Ganze sieht auch optisch stark aus und es rummst audiovisuell mit entsprechender Anlage mächtig. (raf)
    29 min
  • «Yakuza Zero» - durchgeknallte Action im japanischen Mafia-Milieu
    Die «Yakuza»-Serie erfreut sich in Japan schon seit 2005 grosser Beliebtheit - im Westen kamen die Games meist deutlich zeitverzögert raus. Dies ist auch bei «Yakuza Zero» nicht anders - der Prologue zum Mafia-Epos erschien in Japan bereits im März 2015!
    Nichtsdestotrotz macht das durchgeknallte Game auch im 2017 noch viel Laune. Bei der aberwitzigen Minigames können sich Online bis zu vier Spieler austoben.
    Der Hauptteil übernimmt jedoch die Single-Kampagne, die in den 80er Jahren spielt. Die Story wird in teils sehr langen Cutscenes äusserst spannend und vielseitig erzählt: Man schlüpft in die virtuelle Haut von Kiryu und Majima, die am Anfang ihrer kriminellen Karriere stehen. Durch die Yakuza-Familie gesponnenen Intrigen wird Kiryu ein Mord angehängt - es geht um Ehre, Mut und Durchsetzungskraft. Die starken Hauptfiguren sorgen dafür, dass ihr neben den grossen Missionen Euch auch gerne an den knapp 100 Minimissionen übt.
    Auch Wirtschaftsaspekte sind dabei: zum Beispiel könnt Ihr ein Bordell betreiben, das Ganze geht dabei ziemlich in die Tiefe.
    Der Prolog ist der ideale Einstieg für «Yakuza»-Neulinge sich in dieser komplexen Welt zurecht zu finden. Das Action-Kampfsystem ist Sega typisch sehr gut gelungen - ihr eignet Euch diverse Kampfstile an.
    Die Authentizität bei diesem Game ist sehr hoch, dank japanischer Tonspur sowie zahlreichen Details aus Japan - Bildschirmtexte gibt es übrigens nur in Englisch.
    Wer genug vom bösen Mafialeben hat, erholt sich bei Karaoke, Bowling oder in den Sega Arcades und spielt dort Klassiker wie «Out Run» oder «Space Harrier». (raf)
    13 min

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Seit 2007 präsentieren wir Euch mit "Games to watch" eine TV-Sendung rund um Videospiele. Die Spiele wurden dabei ausführlich im Testlabor gespielt und dann von der ganzen Redaktion bewertet. Diese Art der Präsentation ist nun passé. Denn nun rücken die Zuschauer noch näher ans redaktionelle Geschehen und die Games stehen noch mehr im Fokus.