Gamester spielt

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  • «Watch Dogs 2» - die Hackerfortsetzung macht alles besser
    Als Ubisoft mit «Watch Dogs» eine neue Serie ins Leben rief, waren die Jubelstürme gross - fantastische Optik, unzählige Hackermöglichkeiten in einer offenen Welt wurden da versprochen. Doch vieles konnte nicht gehalten werden, so war am Ende die Enttäuschung gross, obwohl das Game insgesamt gut war.
    Der Nachfolger hat dementsprechend eher einen schwierigen Stand bei Fans und Presse gehabt. Doch Ubisoft macht in «Watch Dogs 2» alles besser. Das beginnt mit dem Protagonisten Marcus Holloway, der deutlich sympathischer rüberkommt als sein Vorgänger und das ganze Hackerensemble an den Film «Hacker» erinnert, der durch schräge Figuren in fantastischem Szenario glänzt.
    «Watch Dogs 2» spielt in San Francisco, Oakland und Sillicon Valley, dies sorgt schon für Hackerjubel, die Auswahl der Lokalitäten ist sehr passend gewählt.
    Die Optik in der Openworld ist nun sehr vielseitig und glänzt mit wunderschönen Gartenanlagen (etwa Golden Gate Park) und viel aktiven NPCs - das Leben pulsiert deutlich mehr als im Erstling.
    Spielerisch heisst es immer noch taktisch klug schleichen, die Mechanik wurde massiv verbessert. Dreh- und Angelpunkt bleibt Euer Handy und somit das Hacken, so könnt ihr Euch etwa auch Autos bestellen. Das Fahren macht übrigens deutlich mehr Laune als bisher und der Fuhrpark ist dank Motorrädern, Muscle Cars, Offroad-Boliden stark erweitert.
    Drohnen werden vielseitig verwendet, die Jumper-Drohne fährt am Boden und springt bei Knopfdruck über Hindernisse. Via USB-Sticks werden Schadprogramme eingeschleust, über interne Lautsprecher lockt Ihr Wachen ins Verderben - insgesamt ist die spielerische Vielfalt angenehm hoch.
    Online könnt ihr kooperativ Missionen lösen, im Kopfgeldjäger-Modus jagt ihr den Chaosstifter gemeinsam im Team.
    Kurzum: Der Hackernachfolger macht alles besser und reiht sich somit in Ubisofts tolle zweite Teile, die ihre Vorgänger stark übertreffen wie etwa «Rayman 2: The Great Escape» oder «Assassin's Creed 2». (raf)
    12 min
  • «Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske» - schleicht oder meuchelt Euch durch fantastische Levelarchitektur
    Vor vier Jahren begeisterte «Dishonored» die Gamester.tv-Redaktion und wurde in unsere Top 10 der besten Games des Jahres gewählt - die ungewöhnliche Schleich-Action begeisterte mit superben Spielvariante, mysteriösen Extrawaffen und Top-Optik.
    Im Nachfolger stehen nun Corvo und seine Tochter Emily zur Spielauswahl bereit. Beide können die Aufgabe mit subtilem Schleichen oder brachialer Gewalt lösen. Dabei muss sich der Spieler jedoch bewusst sein, was seine Aktionen auslösen - wenn ihr wild meuchelt, wird sich dies auf den Chaosfaktor auswirken - mit all den Leichen werden so etwa Plagen schlimmer. Das ist ein Gamebreaker und sehr beeindruckend. Auch werden die menschlichen Charaktere sich dadurch verändern, die Geschichte und somit auch das Ende verändert sich somit.
    Insgesamt ist die Optik im ähnlich grotesk schönen Stil wie der Vorgänger gehalten, jedoch weitaus bunter. Spielerisch könnt Ihr wieder äusserst spezielle Extrakräfte erarbeiten - Rattenschwärme herbeibeschwören wird somit ein normales Unterfangen.
    Ein grosser Unterschied zum Vorgänger ist im offenen Leveldesign zu finden - dies ist weitläufig, oftmals überraschend und es gibt somit noch mehr Möglichkeiten die Abschnitte zu meistern - der Wiederspielwert steigt hier enorm.
    Auch die vielen Sammelgegenstände motivieren, das automatische Speichern wird gern genommen wie auch die Rätsel neben dem Kampfgeschehen - die Profis dank offensichtlichen Hinweisen eventuell zu leicht fallen.
    Alles in allem glänzt das Game mit einer einzigartigen Kombination von skurril schöner Grafik, meisterhaft-mystischen Fähigkeiten der Protagonisten, der Freiheit die Vasallen mittels roher Gewalt zu töten oder geschickt zu umgehen und dem Sahnehäubchen, dem frischen, offenen Leveldesign. (raf)
    7 min
  • «NES Classic Mini» - Zurück in den 80er Jahren mit 30 Games
    Das hat Nintendo wohl selbst nicht erwartet. Das «NES Classic Mini» ist gerade erschienen und nahezu überall ausverkauft. Zu Wucherpreisen wird die Mini-Konsole angeboten! Anstatt dem Originalpreis von 69 Euro, respektive 89 Schweizer Franken müssen Nostalgiker aktuell locker das Doppelte bezahlen. Doch Nintendo verspricht Besserung und Nachschub - wer also 30 Jahre warten konnte, wird jetzt auch noch einige Wochen ohne «NES Classic Mini» überleben.
    Das ist natürlich leicht geschrieben. Denn «Gamester.tv» hat eines der erlesenen Geräte in der Redaktion stehen. Doch an was liegt es, dass eine Konsole mit einem Emulator (Linux als OS) solch einen Hype erzeugt? Nun, das NES war Nintendos erste Heimkonsole. Der japanische Videospielriese verkaufte weltweit über 60 Millionen Geräte des Original-NES. Das Gerät erschien bereits 1983 in Japan, 1985 in den USA und erst 1986 im europäischen Raum (eine Zeitspanne die heute undenkbar für einen Konsolenlaunch wäre). Und Nintendo eroberte die Videogamer im Sturm. Insbesondere dank fantastischen Eigenmarken wie «The Legend of Zelda» oder «Super Mario Bros.» und spielerisch wie grafisch exzellenten Drittherstellerserien wie «Castlevania» (Konami) oder «Mega Man» (Capcom).
    Und nun, 30 Jahre nach dem europäischen Release, veröffentlicht Nintendo das «NES Classic Mini» mit 30 Games. Dabei ist die Grösse der Konsole eine Sensation - wer sie nicht mit eigenen Augen sieht, glaubt es kaum - das Gerät passt auf eine Handfläche - so süss! Die Controller hingegen haben die Originaldimensionen, einer liegt dem Gerät bei, ein weiterer kann dazugekauft werden. Die Eingabegeräte sind äusserst wertig, sogar minimal besser als die Originalcontroller (A-B-Tasten haben bessere Druckpunkte). Die Kabel hingegen sind eine Frechheit: Sei es das HDMI-Kabel oder die Controller-Kabel - beide fallen deutlich zu kurz aus. Verlängerungen (via Dritthersteller erhältlich) sind fast Pflicht, die Kosten gehen somit in die Höhe.
    Auch der «Wii Classic Controller» und «Classic Controller Pro» können angeschlossen werden.
    Strom wird via USB-Kabel erzeugt. Achtung: Nintendo spart hier, es ist kein Netzteil dabei. Das Stromkabel muss ergo an einen USB-Buchse oder via Adapter an die Stromquelle angeschlossen werden.
    Technisch erhält das Gerät jedoch super viel Power: Der CPU ist ein ARM Cortex-A7 (1,2 GHz), der GPU (Grafik) hat eine zweikernige Mali-400-GPU, die sogar 3D-Grafik mit 55 Millionen Dreiecke pro Sekunde rendern könnte - was aber bei NES-Spielen nicht gebraucht wird. Kurzum: Nintendo kann diese Power auch anderweitig für zukünftige Geräte (SNES) gebrauchen.
    Nun aber zu den Spielen: Es gibt drei Optionen für die Darstellung. Einen CRT-Effekt (Scanlines, wie ein alter Monitor, oft in alten Automaten zu sehen), eine Original-Ausgabe oder knackscharf dank HDMI in 4:3. Toll: Jedes Game kann mit drei Schnellsaves gespeichert werden - besonders Games ohne Savefunktion oder Games mit Passwort-System (wie etwa «Kid Icarus» profitieren davon und sorgen für stressfreies, komfortables Gaming. Schade ist jedoch die Tatsache, dass es keine Reset-Kombination gibt, der Spieler muss für jeden Spielstart die Reset-Taste an der Konsole drücken. Auch wird es keinerlei Möglichkeiten geben weitere Games auf die Konsole zu laden - Nintendo lässt sich so wohl die Türen für weitere «NES Classic Mini»-Versionen offen.
    Insgesamt ist Nintendo mit dem «NES Classic Mini» ein spielerischer Volltreffer gelungen, der insbesondere Nostalgiker erfreut und auch junge Spieler historisch geschickt an die zweite grosse Videospielwelle (nach Atari 2600) heranführt. (raf)
    33 min
  • «Call of Duty: Infinite Warfare» - mutige Kampagne, gewohnte Multiplayer-Action
    «Call of Duty» ballert im Weltraum. Dabei fallen Serienkenner neue spielerische Elemente wie Schwerelosigkeit auf. Auch die stringente Story mit einem Hauptprotagonisten ist gut gewählt. Die blitzsaubere Grafik wird dank Missionen auf unterschiedlichen Welten ordentlich aufgepeppt.
    Auch die Missionen im Abfangjäger im All inklusive optionalen Nebenmissionen sorgt für ungewohnte Abwechslung. Kurzum: Der Spielraum wird im Weltall erweitert, das Schlauchleveldesign hat nun Abzweigungen und grössere Areale - das funktioniert und wertet den Storymodus deutlich auf.
    Das Waffenarsenal ist sehr futuristisch und mit einem mächtigen Crafting-System versehen. Auch die Anzüge sorgen für taktische Vielfalt mit eigenen Playloads. Die Ingame-Währung verdient Ihr Euch in Online-Games.
    Der Mehrspielermodus startet mit 12 Maps und einem Füllhorn an Modi. Darunter Klassiker wie «Teamdeathmach», «Kill Confirmed», «Hardpoint», etc. Im neuen Modus «Defender» (ähnlich «Uplink», einfach ohne Korb) - Punkte sammelte ihr hier, wenn der Ball in den eigenen Reihen bleibt. Insgesamt sind die Mehrspielermodi konservativ.
    Der «Zombie»-Modus ist beachtenswert mit kooperativen Gameplay und vier Charakteren zur Auswahl. Im 1970-1980-er Horror-B-Movie-Style (die Goldenen Jahre der Zombiefilme) ballert Ihr Angriffswellen im Weltraum-Vergnügungspark weg.
    Weiter gibt's in der «Legacy Edition», «Digital Legacy Edition», «Digital Deluxe Edition» und «Legacy Pro Edition» das optisch stark überarbeitete «Modern Warfare Remastered» - 1080p, bessere Texturen, mehr Polygone - plus zehn der beliebtesten Multiplayer-Maps aus «CoD: MW».
    VR-Besitzer erhalten schliesslich eine kostenlose «Jackal»-Mission - kämpft gegen Wellen von feindlichen Raumjägern.
    Für die «PlayStation 4 Pro» wird ein dynamischer 4K-Patch nachgereicht und die DLC sind 30 Tage früher auf allen «PS4»-Versionen erhältlich gegenüber der Xbox- und PC-Varianten. (raf)
    15 min
  • «PlayStation 4 Pro» - Sonys Power gestählte Videospiel-Evolution
    Am 10. November 2016 läutet Sony ein neues Zeitalter ein: Die PS4-Familie wird nach dem Release der «Slim»-Variante nun mit der «Pro»-Version erweitert. Alle bislang erschienen PS4-Games sind selbstverständlich kompatibel, es sollen keine «PlayStation 4 Pro» exklusiven Spiele erscheinen.
    In der - aktuell einzigen Farbe - «Jet Black» (angegrauter, matter Kunststoff) kostet die «PlayStation 4 Pro» 399.- Euro oder 450 Schweizer Franken.
    Die Powerkiste hat technisch einen 30% schnelleren CPU als die Original «PlayStation 4» und die «Slim»-Version. Die Grafikkarte ist um den Faktor 2,2 schneller, der Arbeitsspeicher mit 8GB GDDR5 ebenfalls schneller als die beiden anderen Varianten.
    Auch in Punkto Grösse wird geklotzt: Mit 295x55x327 mm und einen Gewicht von 3,3 Kilogramm kommt die Konsole mächtig, jedoch nicht klobig daher. Das Design mit Drei Schichten gefällt, besonders hübsch ist das «PS»-Logo und die Auflagenoppen mit Symbolen.
    Negativ fällt das BD/DVD-Laufwerk auf, welches kein UHD-Drive (wie etwa Microsofts «Xbox One S» bietet) aufweist. Dafür erhält die Konsole einen weiteren USB-Anschluss (3.1), so sind es nun insgesamt drei Anschlüsse.
    Der AUX-Anschluss für die Kamera ist ebenso vorhanden wie der Netzwerkanschluss (bis 1 GB/s). Neu unterstützt der Wireless Chip auch AC und ist somit schneller (IEEE 802.11 a/b/g/n/ac).
    Bluetooth 4.0 (LE) für Keyboard, Controller und/oder Headsets sowie der «Digital Out»-Aschluss (OPTICAL/TOSLink) sind auch vorhanden.
    Abgerundet wird das Ganze durch die eingebaute (ausbaubare) Festplatte mit 1TB-Speicherplatz und dem HDMI 2.x-Ausgang. Letzterer ist zwingend, damit 4K und HDR ausgegeben werden kann! Sprich: Ihr braucht ein HDMI-Kabel 2.0 (liegt bei).
    Die Konsole ist also ausgelegt auf einen 4K-TV, der HDR fähig ist. Jedoch müsst Ihr nicht zwingend einen neuen Fernseher kaufen - denn die «PlayStation 4 Pro» läuft auch auf einem 1080p-fähigen HDTV. Vorteile gibt es auch: Flüssigeres Gameplay dank höherer Framerate.
    Jedoch sind die Vorteile am Grössten mit einem HDR fähigen 4K-TV. HDR kann - richtig eingesetzt - ein wahres Farbenparadies mit genialer Stimmung erzeugen. Zudem werden einige Spiele die Auswahl bieten: 30 FPS in dynamischem 4K oder 60 FPS in 1080p - wählt zudem zwischen der Auflösung von 2160p (YUV420) oder 2160p (RGB). 4K-Streams (via Netflix-App) sorgen für knackscharfen TV-Spass. Wichtig: Bei Online-Multiplayer-Matches wird es jedoch keinen Performance-Boost gegenüber Besitzern älterer PS4-Versionen geben - eine spielerische Bevorteilung der Nutzer soll so ausgeschlossen werden. Die grössten Verbesserungen könnt Ihr somit Offline und in Singleplayer-Spielmodi erwarten.
    In unserer intensiven Testphase haben wir uns folgende Punkte gefreut: Der leicht veränderte Controller (Leuchtstreifen am Touchpad) gefällt, der dritte USB-Anschluss ist sehr gern gesehen, genauso wie die grössere Festplatte. Auch die Übertragung der Daten von der «PlayStation 4» zur «Pro» hat via LAN-Kabel gut funktioniert, alles wurde perfekt integriert. Die mechanischen Power- und Disc-Auswurf-Tasten wirken leicht billig (gegenüber den Original Touch-Knöpfen) - da wir aber meist alles via Controller steuern, fällt dies nicht sonderlich negativ auf. Dank der grösseren Power verkürzen sich dafür aber teils die Ladezeiten.
    Die Lautstärke ist für viele ein wichtiger Faktor: Im Menü ist die «PlayStation 4 Pro» leiser als das Original, bei der BluRay-Wiedergabe und Games jedoch lauter. Beim Stormverbrauch hingegen könnt ihr eventuell sogar sparen, im Spielbetrieb wird minimal mehr verbraucht (im 4K-Betrieb 157 Watt gegenüber 155 Watt), im OS und Blu-Ray-Betrieb jedoch 10-20 Watt weniger.
    Auch VR-Brillen-Besitzer freuen sich - die «Pro» sorgt für flüssigeres Spielgeschehen und ist sicherlich die erste Wahl für VR-Besitzer. Auch der Preis ist gut gewählt. Videospieler, die noch keine «PS4» besitzen empfehlen wir klar die «Pro»-Variante.
    22 min
  • «World of Final Fantasy» - zuckersüsser Pokémon-Klon
    Das ist einmal eine Überraschung! Vor dem Release des grossen Bruders «Final Fantasy 15» veröffentlicht Square Enix mit «World of Final Fantasy» eine kunterbunte Hommage an die Reihe. In vielen - abbrechbaren - Zwischensequenzen werden Novizen an die Geschichte herangeführt, Experten freuen sich über viele bekannte Anekdoten.
    Während auf der Oberwelt die beiden Protagonisten mit übergrossen Köpfen und Stummelfüsschen daherkommen und die Welt und Vasallen quietschbunt daherkommen, verwandelt sich das Geschehen in den rundenbasierten (wahlweise auch aktiven) Kämpfen in Stil und Optik - der typische JRPG-Look kommt hier augenscheinlich zum Zug.
    Die «Pokémon»-Anleihen sind unverkennbar: Mit Euren Fabelwesen bekämpft Ihr die anderen Tierchen, nutzt dazu vielseitige Elemente und stapelt auch schon mal zwei Viecher auf Euren Köpfen.
    Das Spiel bietet dabei einerseits einen guten Einstieg in das Universum, doch sollte wegen der Optik nicht von einem Kinderspiel gesprochen werden.
    Denn viele Fähigkeiten - wie etwa das Zaubern - sind nur via Umwege erlernbar, das Ganze ist kein Zuckerschlecken. Die Kämpfe stehen klar im Vordergrund, Nebenmissionen, die einen motivieren alte Gebiete zu erkunden, fehlen hingegen.
    Auf der PS Vita (Crossave mit PS4 möglich) ist das Game inhaltlich gleich, optisch gibt es eine niedrigere Auflösung und weniger Details sowie tiefere Bildrate.
    Insgesamt kann hier nochmals betont werden, dass die «Gamester.tv»-Redaktion positiv überrascht wurde von diesem Titel, der «Final Fantasy»-Novizen wie -Nostalgiker und -Profis gleichermassen anspricht. (raf)
    9 min
  • «Skyrim Special Edition» - Rollenspielepos in aufpolierter Optik
    «The Elder Scrolls 5: Skyrim» erschien im November 2011 auf PS3, Xbox 360 und PC. Auf dem PC lockte das Rollenspiel immer wieder mit neuen Mods, deshalb ist diese grafische Auffrischung insbesondere für Konsolenspieler interessant.
    Wer «Skyrim» noch nie gespielt hat und US-Rollenspiele mag, erhält hier ein Meilenstein des Genres. Zudem sind alle erschienenen DLCs erhalten - Stunden, Wochen, ja wer mag kann hier Monate sogar Jahre verbringen.
    Denn die riesige, offene Spielwelt bietet dem Spieler Unmengen an Freiheiten - es ist eine Art Fantasy-Welt-Baukasten, die Aufgaben, die hier zu erledigen sind, kaum aufzählbar, schier endlos.
    Inhaltlich setzt das Game knapp 200 Jahre nach den Ereignissen in «The Elder Scrolls IV: Oblivion» an. Eine Weissagung spricht von der Rückkehr der Drachen, die dann auch eintrifft und Euch vor dem Tod bewahrt. Zuvor gestaltet Ihr aber im Editor in Genre-Manier Euren Protagonisten, die Auswahl ist dabei auch heute noch bestechend vielfältig.
    Wer motzen mag, dem fallen die doch für heutige Massstäbe teils hölzerne Animationen auf und die NPCs sind nicht sonderlich vielschichtig. Doch dies ist bei der schieren Grösse, dem gigantischen Waffenarsenal, den unzähligen spielerischen Möglichkeiten leicht verschmerzbar.
    Kurzum: Dank der erheblich verbesserten Optik mit dynamischen Tiefenschärfe und stabilen 30 FPS taucht Ihr noch mehr in die fantastische «Skyrim»-Welt ein.
    Der Genre-Meilenstein wird zwar nicht spielerisch besser, jedoch schöner und ist insbesondere für Spieler, die aus unerfindlichen Gründen dieses Masterstück nicht gespielt haben, jeden Spielminute wert. (raf)
    9 min
  • «Battlefield 1» - übertrieben gute Action im ersten Weltkrieg
    Der Name ist Programm: In «Battlefield 1» werdet Ihr ins Schlachtfeld des ersten Weltkrieges geworfen. Und dies mit einer erdrückenden, hochspannenden Actionkraft, die Euch nicht so schnell loslässt.
    Hauptaugenmerk gilt - wie stets - dem Multiplayer. Hier gibt es grosse Maps, die ein tolles, dynamisches, actiongepacktes Spielgefühl vermitteln.
    Besonders der neue Modus «Operations» lässt taktisches Kriegsgeschick aufkommen. Ihr kämpft gegen 39 oder 63 Spieler. Arbeitet hier klug in Teams zusammen und werdet so belohnt. Die vier Klassen (Medic, Soldat, Mechaniker, Sniper) bieten schon viel, dank logischen und differenten individuellen Fähigkeiten und Waffen. Hier dürfen aber ruhig noch neue Klassen veröffentlicht werden.
    Das Vehikelsortiment ist schon riesig: Panzer, Flieger, Züge, Motorräder, ja sogar Pferde und Zeppeline gehören zum Schlachtrepertoire.
    Auch die anderen Modi erzeugen viel Spannung, optional auch mit weniger Gegner, was zu einem anderen, ruhigeren Spielgefühl führt.
    Die Waffen orientieren sich auch an die damalige Zeit, natürlich wurde hier ein wenig Videospiel-Pfeffer noch reingepackt, doch das lässt sich verschmerzen, schliesslich wollen wir keine verklärte Simulation, sondern Action pur.
    Dazu gehört auch, dass sich die Umgebung ordentlich zerstören lässt.
    Die Solokampagne kann mit einer spannenden Geschichtserzählung glänzen. Ihr schlüpft in die Rolle von verschiedenen Kriegsfiguren, die alle ihre bestimmten Ziele in dieser Geschichte haben - teils melancholisch, teils überdreht, gut gemacht!
    Die Kampagne wartet leider nicht mit einem Coop-Modus auf, auch fällt sie - wie gewohnt - mit fünf bis sechs Stunden kurz aus.
    Dennoch: Dank der Erzählungsweise ist die Kampagne ein klarer Mehrwert.
    Die superbe Technik glänzt mit superben Lichteffekten, knackig scharfen Texturen und stabilen 60 FPS (Online), 30 FPS (Kampagne). Schliesslich rundet die hervorragende Soundkulisse und Musik das actionreiche Geschehen famos ab. (raf)
    18 min
  • «Titanfall 2» - Starker Singleplayer und monströse Multiplayer-Mechschlachten
    Krach, Bum, Bang! «Titanfall 2» ist ein Knaller. Nicht nur erscheint die fantastisch inszenierte Mechschlacht erstmals neben Xbox One und PC auch für die PS4, zusätzlich trumpft der optisch bombastische Shooter mit einer echten Solokampagne auf.
    Protagonist Jack Cooper und sein Titan BT-7274 kämpfen hier für die Miliz auf dem Planeten Typhon als Klasse 3 Schütze gegen die Interstellar Manufacturing Corporation (IMC). Dabei gefallen witzige Sprüche und eine etwas vorhersehbare Story, die aber durchaus unterhält.
    Die neun Kapitel der Kampagne finden auf äusserst abwechslungsreichen Schauplätzen statt, ihr seid dabei abwechselnd als Titan und Soldat unterwegs. Als Jack ist das Spielgefühl sehr rasant, dank Wallrunnings, Doublejumps. Und auch der Titan ist weitaus beweglicher als erwartet. Auch das Waffenarsenal der beiden ist beachtlich. BT kann beispielsweise bis zu sieben Ausrüstungsgegenstände mit sich führen.
    Die Bosse entpuppen sich zwar als leichte Opfer, doch insgesamt ist der stetig ansteigende Schwierigkeitsgrad gut dosiert, die ab dem letzten Drittel deutlich von Taktik geprägten Scharmützel gefallen und das sehr gute Trefferfeedback und die tolle Shootermechanik machen einfach richtig Laune.
    Beim Multiplayer gibt es diese erfreuliche Nachricht: Alle zusätzlichen Inhalte wie neue Maps und Modi werden kostenlos veröffentlicht. Die aktuelle Menüstruktur ist übersichtlich und es gibt viele Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger.
    Eigene Loadouts können erstellt werden, die Maps sind grösser. Mechs haben Klassen, Perks können angepasst werden. Titanen haben keine Autoregeneration der Gesundheit mehr. Dafür liegen auf dem Schlachtfeld Batterien, die die Lebenszeit des Titanen verlängern
    Statt wie im Vorgänger als Soldat auf den ungeschützten Rücken des Titans zu springen und dort auf eine Schwachstelle zu feuern, reisst man in «Titanfall 2» eine Batterie aus der Verankerung, setzt damit den Titan und dessen Piloten ausser Gefecht dessen Piloten, erhält die Batterie und kann später diesen Titanen wieder erwecken. Der Multiplayer ist äusserst schnell und durch alle Modi sehr unterhaltsam.
    Ihr erhaltet mit «Titanfall 2» ein Top-Shooter mit farbenfroher Optik mit stabilen 60FPS, krachenden Soundeffekten und einer superben Spielbarkeit. (raf)
    18 min
  • «Paper Mario: Color Splash» - knuffiges RPG für die ganze Familie
    «Paper Mario: Color Splash» ist dermassen putzig dank dem einmalig schönen Papier-Pappe-Karton-Artdesign, dass selbst «Grumpy Cat» entzückt lächelt.
    Das Spielprinzip wird Einsteigern wunderbar erklärt, Profis erfreuen sich über die vielen Witze in den Textboxen - hierbei ist aber klar erwähnt: Wer nicht lesen mag, ist hier gänzlich falsch am Platz. «Paper Mario: Color Splash» überhäuft Euch mit Text.
    Die Rundenkämpfe werden mit Spielkarten ausgetragen, die sich deutlich erweitern und anpassen lassen - dabei spielt auf der Insel Prismae die Farbe eine grosse Rolle. Was auch in den Kämpfen klar wird, das richtige Farbmanagement ist ebenso wichtig wie die richtige Kampftaktik.
    Die Art zu kämpfen hemmt etwas den Spielfluss, wer also eher auf schnelle RPG-Action steht, fühlt sich hier zurückgebremst.
    Klar ist: Das neuste Mario-RPG ist ideal für eine Familie mit Kindern, die gerne zusammen ein kunterbuntes, witziges, wunderschönes virtuelles Abenteuer durchleben möchten.
    Das Rätseldesign ist klug, teils knifflig und es gibt unzählige Geheimnisse zu entdecken. Auch die knuffige Sounduntermalung sorgt für den perfekten Ton. (raf)
    8 min

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Seit 2007 präsentieren wir Euch mit "Games to watch" eine TV-Sendung rund um Videospiele. Die Spiele wurden dabei ausführlich im Testlabor gespielt und dann von der ganzen Redaktion bewertet. Diese Art der Präsentation ist nun passé. Denn nun rücken die Zuschauer noch näher ans redaktionelle Geschehen und die Games stehen noch mehr im Fokus.