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"OLIVIAAAA!!!" - Das brüllen ihr viele auf der Hamburger Reeperbahn hinterher, wenn sie sie sehen. Dabei ist sie gar nicht Olivia Jones, gehört aber zur Oliva Jones-Familie, trägt auch Perücke und Glitzer und ist ebenso wie ihre "Mutti" und Chefin eine Dragqueen: Fanny Funtastic ist zu Gast bei Maischa und Markus. Fanny und Markus kennen sich schon ein paar Jahre aus der Zeit, als sie noch im legendären Schmidts Tivoli gearbeitet hat. Dort allerdings noch nicht im "Fummel" und - wie Fanny immer selbst sagt - "als Mann verkleidet", und dann heißt er auch ganz bürgerlich Christian Feder. Von viel Lustigem bis zu Tiefgründigem gibt es in dieser Folge zu hören: Es geht um die Unterschiede der Begrifflichkeiten Dragqueen, Travestiekünstlerin und Transmensch, um Fannys Erlebnisse seit zehn Jahren als Stadtführerin auf der Reeperbahn bei den legendären Kult-Kieztouren, um den Zusammenhalt innerhalb der Olivia Jones-Familie bis hin zum Thema wachsende Queerfeindlichkeit. Spannende Erkenntnis im Laufe des Gesprächs: Fanny ist keinesfalls eine Rolle von Christian, sondern wirklich zu einem Teil seiner Persönlichkeit geworden. Am Ende der Folge gibt es die "Wilde These" dann auch von Fanny Funtastic.
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Aus gesundheitlichen Gründen konnten wir diese Woche leider keine neue Folge aufnehmen. Doch bevor ihr gar nichts von uns auf die Ohren bekommt, dachten wir uns, dass es doch schön wäre, einer vergangenen Folge erneut den Raum zu schenken.
Zu unserer Folge 28 haben wir damals schon sehr viel positives Feedback bekommen, also lasst es uns vielleicht auch als Reminder betrachten.
Großes Sorry von unserer Seite! Ab nächster Woche wieder wie gewohnt!
Worum gehts:
Wie kann man einen bestimmten Grad an Leichtigkeit erreichen und mit weniger Grübeln und Sorgenfalten durchs Leben gehen? Ein erster großer Schritt ist dabei zu erkennen, dass jede*r sich eine Leichtigkeit schaffen kann, die es dann wert ist, aufrecht zu erhalten - das sind allerdings auch zwei große Herausforderungen, das Finden und aufrecht erhalten. Wichtig ist, sich selbst auch mal in den Mittelpunkt zu stellen, sich möglicherweise von toxischen Menschen oder Lebensbedingungen im eigenen Umfeld zu lösen. Und immer wieder zu hinterfragen: Was machen gewisse Menschen oder Lebensumstände mit mir? Ja - sie verhindern meine Leichtigkeit.
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Aus Trauer, Wut, Angst und anderen Gefühlen heraus ist diese Folge entstanden: Vater Markus und Tochter Maischa nehmen den schrecklichen Anschlag auf den Berliner CSD mit einer Toten und 29 Verletzten zum Anlass, über die Angriffe und Anfeindungen auf die queere Community zu reden. Und das nicht hochpolitisch, aber eben emotional, gesellschaftspolitisch und vor allem als betroffene Menschen wie Markus und seinen Partner Ali. Denn dieser Angriff galt in letzter Konsequenz der ganzen queeren Community und damit auch ihnen. Markus hat das Geschehen in Berlin so sehr bewegt, dass er in einem Instagram-Video seine Gefühle darüber zum Ausdruck gebracht hatte. So schwer wie es manchmal fällt, aber betroffene Menschen und ihre solidarischen Freund:innen dürfen sich nicht einschüchtern lassen von extremistischer Gewalt aus welcher Richtung auch immer und auch nicht von deutlichem Rechtsruck und ansteigender Queerfeindlichkeit. Nichtsdestotroz sehen Maischa und Markus der Hamburger CSD-Parade mit gemischten Gefühlen entgegen, das bleibt nicht aus. Aber natürlich werden sie hingehen, Angst und Trauer umwandeln in positive Energie und demonstrieren für die Rechte von queeren Menschen, für Toleranz und Vielfalt.
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Und noch einmal geht es quasi um ein Kontrastprogramm, das Vater Markus und Tochter Maischa jeweils erlebt haben: Während Maischa auf dem Deichbrand-Festival war, hatte Markus ihren Hund Vito für drei Tage zu Gast. Markus liebt Hunde und Vito sowieso, aber der Kleine hat gerade eine pubertäre Phase und so war nicht nur Kuscheln angesagt. Vito hat Markus hier und da ganz schön gefordert - sollte es nicht umgekehrt sein? Aus dieser Erfahrung heraus reden Vater und Tochter generell über Hundehaltung, Hunde aus dem Tierschutz und einige doch fragwürdige Ansichten von Hundehalter:innen. Denn einen Hund zu haben, ist eine Entscheidung und mit Verantwortung verbunden - einen Hund kann man sich nicht basteln, wie man möchte, um ihn dann schnell wieder abzugeben, wenn es doch nicht passt. Markus' Hundebesuch hat auch seine Entscheidung beeinflusst, sich selbst einen Hund zuzulegen. In dieser Folge erzählt Maischa aber auch über ihren Besuch auf dem Deichbrand-Festival mit Freund:innen, das tolle Programm und ihr "nobles Wohnen" dort.
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Das war ein echtes Kontrastprogramm, das Vater Markus und Tochter Maischa in den vergangenen Tagen jeweils erlebt haben: Maischa war mit Freunden auf dem Elektrofestival Airbeat One und Markus mit seiner Mutter in Dänemark. Maischa hatte sich mit Annika und Ali einen kleinen Camper gemietet und ab ging's zum Festival nach Neustadt-Glewe. Dort hatten die drei eine gute, laute Zeit, wenn auch sie feststellen mussten, dass sich die DJ-Musik dort über die Zeit verändert hat. Sie war längst nicht mehr rhythmisch und eingängig wie in den Vorjahren, ein glatter Minuspunkt für die drei. Da ging's bei Markus schon entspannter und geräuschloser zu: Er verbrachte im dänischen Apenrade ein paar Tage mit seiner Mutter, die dort ihren 93. Geburtstag feierte. Für Markus ist seine alte Liebe zu Dänemark wieder aufgeflammt. Dort verbrachte er als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener einige Urlaube. Am Ende dieses leichten, sommerlichen Gesprächs gibt es natürlich wieder eine "Wilde These".
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Bunt, laut, emotional und so wichtig: So war das Wochenende für Maischa und Markus zusammen mit Ali auf dem Christopher Street Day (CSD) in Köln! 1,5 Millionen Menschen, so viele wie nie zuvor, feierten auf dem Straßenfest und der Parade und setzten sich so für Queerrechte und gegen Hass von rechts ein. Das war so krass emotional für die drei zu sehen und zu erleben, mit wie viel Liebe sich die Menschen begegneten - ein Fest der Toleranz und Vielfalt. Und schön zu hören, dass die Polizei keine Zwischenfälle meldete! Umso unverständlicher und besorgniserregender, dass Hass und Gewalt von rechts gegen queere Menschen zunehmen. Deswegen sind einerseits Veranstaltungen wie CSDs, aber auch Solidarität mit queeren Menschen im Alltag so wichtig. Maischa und Markus reden auch darüber, wie sehr die drei es genossen haben, persönlich Follower:innen getroffen zu haben, von denen sie angesprochen wurden. Und am Ende der Folge gibt es von Maischa eine neue "Wilde These".
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Geschichten, Erlebnisse, Ereignisse und Emotionen rund um das Thema "Tod und Trauer", noch einmal aus einem anderen Blickwinkel erzählt, darum geht es schwerpunktmäßig in dieser Folge. Zu Gast ist Jonathan Doll (33), ein guter Freund von Markus, Journalist und Moderator beim MDR und NDR. Jonathan hat in verhätnismäßig kurzem Abstand fünf nahstehende Menschen verloren, darunter seine Mutter und vor kurzem erst seinen noch ungeborenen Sohn. In einem sehr offenen Gespräch erzählt er Maischa und Markus, wie er, seine Frau und seine Tochter mit der Trauer umgegangen sind - und auch noch umgehen - und welche teils unverständlichen Reaktionen es auf den Tod des Sohnes neben den wirklich ehrlich gemeinten gab. Zu Anfang des Gesprächs geht es auch um die Freundschaft zwischen Markus und Jonathan, die sich trotz des Altersunterschieds richtig gut anfühlt - wieder mal ein Beweis dafür, dass dahingehend das Alter keine Rolle spielt. Am Ende der Folge hat Jonathan eine lustige "Wilde These" parat, die bestimmt bei den Zuhörenden zu Diskussionen führt.
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Vater Markus ist immer noch ganz beseelt von seiner schönen Feier zum 65. Geburtstag am vergangenen Wochenende: Ein tolles Essen und ein harmonisches Beisammensein ausschließlich mit Herzensmenschen aus Familie und Freundeskreis. Das Wohlgefühl bei allen Gästen und vor allem die gute Energie nimmt er immer noch mit jetzt in den Alltag danach. Und darum geht es in dieser Folge auch: Es ist so wichtig für jede*n, solche oder ähnliche Events für das Wohlfühlgefühl zu starten - und wenn es nicht gleich ein Event oder Treffen im Freundeskreis ist, dann aber vor allem ein Zusammensein mit vertrauten Herzensmenschen. Und die Verbindung zu Menschen, die einem so gar nicht mehr gut tun, sollte jede*r so schnell wie möglich lösen. Tochter Maischa möchte auch noch wissen, ob sich z.B. das Verantwortungsgefühl, die Erwartungen und das Genießen so einer Party für ihren Vater im Laufe der Jahre verändert hat. Und tatsächlich: Jetzt im höheren Alter geht Markus doch ganz anders als früher damit um: Gelassener. Am Ende dieser Folge gibt's natürlich auch wieder eine "Wilde These".
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Warum verdrängen wir das Thema "Sterben und Tod"? Weil alles, was mit diesem sensiblen Thema zu tun hat, zu sehr mit schwarz, Dunkelheit, Trauer, Traurigkeit, Krankheit und Angst verknüpft wird. Deswegen hat Maischa sich ein neues Format für ihren Instagram-Kanal überlegt: "Den Tod ins Leben bringen". Aus ihren eigenen Erfahrungen heraus - vor allem der Tod ihrer Mutter und ihrer Schwester - möchte sie dort alles rund um diesen Themenbereich raus aus der Verdrängungsecke eher in die Mitte unserer Lebens- und Gesprächsinhalte rücken. Und ihr Vater Markus schließt sich da total an: Beiden reden über Maischas Beweggründe, Erkenntnisse aus Erfahrungen und fast täglichen Gedanken zu diesem Thema und über die sehr intimen Überlegungen zum eigenen Tod - und all das in einem gewohnt lockeren und nicht tieftraurigen oder gar tränenreichen und düsteren Gespräch. Am Ende dieser Folge gibt es natürlich wieder eine neue "Wilde These".
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Wann ist man für etwas zu alt? Wer entscheidet das? Gilt der abgedroschene Satz "Man ist so jung, wie man sich fühlt!" wirklich? Darüber unterhalten sich Vater Markus und Tochter Maischa in dieser Folge. Zwei Anlässe gibt es dafür: Einmal Maischas und Alis Besuch beim "World Club Dome", dem großen Techno- und Elektro-Festival in Frankfurt. Und Markus' Konzertbesuch bei Weltstar Dionne Warwick, 85 Jahre alt, in Bremen. Maischa und Ali haben in Frankfurt so richtig abgefeiert und nein - Maischa fühlte sich mit ihren 31 nicht zu alt unter den Party-People und wird Festivals auch mit über 40 noch besuchen wollen, das weiß sie jetzt schon. Markus war beeindruckt von der großen Leistung Dionne Warwicks, in ihrem hohen Alter ein fast zweieinhalbstündiges Konzert zu geben. Es ist zwar ihre Abschiedstournee, aber für die Künstlerin war ihr Alter allein bislang kein Hindernis, auf die Bühne zu gehen. Markus und Maischa sind sich einig: Zu oft bestimmt das Umfeld, ob du für etwas zu alt bist. Jede*r sollte also die Dinge des Lebens tun, wenn er/sie sie fühlt, bis es halt nicht mehr geht.
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