Gartenhelden

Gartenhelden

By WESER-KURIERLeisureHome & Garden
Download on the App Store

Gartenhelden episodes

  • Wie bepflanze ich ein Schattenbeet? Sabrina Cohrs vom Nabu Bremen gibt Tipps
    Nahrung für Insekten und Menschen

    Diese Fragen haben Host Manuela Kanies in den Waldgarten des Nabu Bremen geführt. Dort wurden nicht nur Bäume und Sträucher angepflanzt, die Schatten spenden sollen, sondern es wurden auch vorhandene Schattenplätze bepflanzt mit reichlich Futterpflanzen für die Insekten. Was dort alles blüht und welche Schattengewächse sogar uns als Nahrung dienen, hat erklärt Sabrina Cohrs.

    Falls Euch die Stimme von Sabrina Cohrs noch bekannt vorkommt: Sie war bereits im vergangenen Jahr zu Gast bei den „Gartenhelden“ und hat zusammen mit Alexandra Müller erklärt, was ein Waldgarten überhaupt ist. Falls Ihr tiefer in das Thema einsteigen möchtet, hört gerne in die Podcast-Folge 12 der ersten Staffel rein.

    Der "Gartenheld" dieser Episode ist der Zwerg-Geißbart:

    • Zwar ist er keine heimische Pflanze, aber er gedeiht sehr gut an absonnigen Plätzen.
    • Er passt sehr gut zu den robusten Funkien, die mit ihren großen Blättern einen schönen Kontrast zu seinem feinen Blattwerk bilden. Die Blätter des Zwerg-Geißbarts erinnern mit ihrem frischen Grün an das Grün von Möhren, dazu kommen zarte, rispenförmige weiße Blüten, die ein Fest für Schwebfliegen sind.
    • Das Rosengewächs gedeiht ebenfalls gut in Töpfen und bleibt schön kompakt.
    • Aber der Zwerg-Geißbart eignet sich auch hervorragend als Bodendecker und kommt gut mit Wurzeldruck zurecht.
    • Im Herbst färben sich die Blätter rotbraun bis leuchtend orangerot – ein Hingucker für viele Monate.
    • Unsere milden Winter hat der Zwerg-Geißbart bislang gut überstanden.
    • Er hat auch einen großen Bruder: den Waldgeißbart, er braucht aber mehr Platz im Schatten und erfreut ebenfalls mit zarten Blüten.
    • Mehr Infos zum NABU Bremen: www.NABU-Bremen.de

      Aktuelles NABU-Projekt: Insektenvielfalt – sehen, kennen, schützen!
      Mehr Infos zum NABU-Waldgarten: https://bremen.nabu.de/tiere-und-pflanzen/garten/waldgarten/index.html?ref=nav

      Hier gibt es weitere Tipps für Insektenpflanzen: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/tiere/insekten/22629.html

      Eine schöne Anleitung für ein schattiges Wildstaudenbeet: https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/verbraucher-tipps/240527-nabu-gartenreich-anleitung-schattiges-wildstaudenbeet.pdf
      Bei Naturadb könnt Ihr über Filter ebenfalls heimische Pflanzen für schattige Bereiche suchen, die insektenfreundlich sind. Linkbeschreibung
      Hier erklärt der Nabu, warum heimische Pflanzen wichtig sind.

      Bücher:

      • Welche Pflanze passt wohin im Naturgarten? (BLV Pflanzenpraxis) von Paula Polak (ISBN-10 : ‎ 3967470040)
      • Heimische Wildstauden im Garten: Attraktiv und naturnah gestalten von Peter Steiger (ISBN-10 ‏: ‎ 3818607184)
      • WILDBIENENHELFER: Wildbienen & Blühpflanzen Gebundene Ausgabe von Anja Eder, Dirk Peters, Michael Römer (ISBN-10 : ‎ 3943969274)
      • Ihr könnt auch beim jährlichen Pflanzenmarkt des Nabu Bremen Pflanzen kaufen – immer Anfang Mai bietet der Nabu insektenfreundliche Stauden, Kräuter und Gemüsepflanzen aus eigener Anzucht an - ökologisch, torffrei und regional.

        Hat Euch diese Podcast-Episode auch gefallen? Dann bewertet sie gerne. Ihr habt eine Frage zum Gärtnern oder eine Themenanregung, die die Gartenhelden in ihr Programm aufnehmen sollen? Dann schreibt dem Host: Manuela Kanies freut sich über Feedback und Ideen, die Ihr per Mail an [email protected] schicken könnt. Alle Folgen des Podcasts und begleitende Texte von Manuela Kanies findet Ihr hier beim WESER-KURIER auf der Themenseite der Gartenhelden.

        28 min
      • Besuch in der Kräutergärtnerei von Daniel Rühlemann: So pflegt Ihr Heil- und Würzkräuter
        Ein Rundgang durch die Kräuterwelt

        In dieser Podcast-Folge ist Host Manuela Kanies zu Besuch in der Kräutergärtnerei von Daniel Rühlemann in Horstedt. Seit über 30 Jahren verkauft Daniel Rühlemann in seiner Kräutergärtnerei Heil- und Würzkräuter. Die Gewächshäuser sind voll von bekannten und weniger bekannten Sorten - besonders bekannt ist der Strauchbasilikum "Wildes Purpur", den Rühlemann in Deutschlands Gärtnereien etabliert hat.

        Im Gespräch erklärt er, warum Kräuter wie Rosmarin und Thymian nicht zwangsläufig mageren Boden brauchen und welche Kräuter seine Lieblinge sind.

        Mein Gartenheld in dieser Folge: Thymian

        • Trockenheitsverträglichkeit: Thymian stammt aus dem Mittelmeerraum und ist perfekt an trockene und sonnige Bedingungen angepasst. Er benötigt wenig Wasser, sobald er gut angewachsen ist, was ihn zu einer pflegeleichten Option für sonnige Standorte macht.

        • Unkrautunterdrückung: Thymian bildet mit der Zeit einen dichten, teppichartigen Wuchs. Dieses dichte Blätterwerk erschwert es Beikräutern, auf den Boden zu gelangen und zu keimen, und unterdrückt so unerwünschtes Wachstum.
        • Duft und Insektenfreundlichkeit: Viele Thymiansorten verströmen einen angenehmen aromatischen Duft, besonders wenn man darüberläuft oder die Sonne die Blätter erwärmt. Gleichzeitig sind die kleinen Blüten eine attraktive Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere nützliche Insekten.
        • Attraktives Erscheinungsbild: Es gibt verschiedene Thymiansorten mit unterschiedlichen Blattfarben und Wuchsformen, von kriechend bis leicht aufrecht.
        • Kulinarische Verwendung: Viele Thymiansorten sind essbar und können frisch oder getrocknet in der Küche verwendet werden. Nicht nur ein schöner, sondern auch nützlicher Bodendecker.
        • Geringer Pflegeaufwand: Ist der Thymian erst einmal etabliert, benötigt er kaum Dünger oder aufwendige Pflege. Ein gelegentlicher Rückschnitt nach der Blüte kann helfen, ihn kompakt zu halten.

        Kurz gesagt: Thymian ist ein robuster, trockenheitsverträglicher, duftender, insektenfreundlicher und attraktiver Bodendecker, der sich hervorragend für sonnige Standorte eignet und gleichzeitig einen praktischen Nutzen in der Küche haben kann.

        Tolle Tyhmian-Sorten

        • Echter Thymian (Thymus vulgaris): Diese Art ist wohl die bekannteste und wird oft als Küchenkraut verwendet. Sie kann eine Wuchshöhe von 15 bis 30 cm erreichen und hat einen eher aufrechten, buschigen Wuchs mit leicht verholzenden Trieben. Es gibt verschiedene Unterarten und Sorten des Echten Thymians, die sich in Aroma und Wuchshöhe leicht unterscheiden können.
        • Orangen-Thymian (Thymus vulgaris ssp. fragrantissimus): Wie der Name schon sagt, hat diese Unterart ein deutliches Orangenaroma. Er wächst ebenfalls aufrecht bis leicht überhängend und kann bis zu 25 cm hoch werden.
        • Zitronen-Thymian (Thymus x citriodorus): Diese Thymianart hat ein erfrischendes Zitronenaroma und kann je nach Sorte eine Wuchshöhe von 10 bis 30 cm erreichen. Einige Sorten haben einen eher aufrechten, andere einen breiteren Wuchs.
        • 'Rosenthymian': Diese Sorte hat ein rosenartiges Aroma und wächst kompakt, aufrecht und buschig bis zu einer Höhe von etwa 20 cm.
        • Du hast eine Frage zum Gärtnern oder eine Themenanregung, die die Gartenhelden in ihr Programm aufnehmen sollen? Dann wende Dich direkt an den Host: Manuela Kanies freut sich Euer Feedback und Eure Ideen, die Ihr per Mail an [email protected] schicken könnt.

          Alle Folgen des Podcasts und begleitende Texte von Manuela Kanies findet Ihr hier beim WESER-KURIER auf der Themenseite der Gartenhelden: https://www.weser-kurier.de/thema/gartenhelden

          Für die nächste Folge hat Manuela Kanies Sabrina Cohrs vom Nabu Bremen besucht – vielleicht erinnert Ihr Euch noch an sie aus einer vorherigen Folge. Damals haben wir mit Alexandra Müller über essbare Waldgärten gesprochen. Den Host hat das Thema sehr fasziniert und deshalb wollte sie einmal sehen, wie sich der Waldgarten auf dem Nabu-Gelände so macht. Bei dieser Gelegenheit haben sie über ein wichtiges Thema in vielen Gärten gesprochen: Was kann ich eigentlich in den Schatten pflanzen, das auch für die Insekten gut ist? Und ist Schatten gleich Schatten? Diese Fragen beantworten wir in der nächsten Episode.

          43 min
        • Sven Beck von @beetwunderung: Wie der Garten bei Stress hilft
          Tipps vom Psychologen und Hobbygärtner

          Was kann ich dagegen tun, wenn mir die Gartenarbeit zu Kopf steigt? Wie kann ich mehr Ruhe finden? Und warum hilft dabei das Gärtnern im Rhythmus der Jahreszeiten? Diese Fragen beantwortet Psychologe und Hobbygärtner Sven Beck in einer neuen Podcastfolge der "Gartenhelden".

          Sven Beck ist seit fünf Jahren Gartenblogger und auf Instagram unter dem Account @beetwunderung aktiv. Er hat sein psychologisches Wissen und seine Erfahrungen als Gärtner in dem Buch "Blüh auf - Stressfrei gärtnern und Kraft aus dem eigenen Garten schöpfen" zusammengefasst. Dort gibt er Tipps für die Gestaltung mit Pflanzen und für mehr Achtsamkeit in der Natur.

          In der zweiten Episode der zweiten Staffel hat Sven Beck sich und seine Arbeit vorgestellt und erklärt, welche Auswirkungen Farben auf unser Nervensystem haben. In dieser Folge geht er auf Stress bei der Gartenarbeit ein und wie wir im Garten zur Ruhe finden. Hört hier direkt die erste Folge mit Sven Beck.

          n der Rubrik "Mein Gartenheld" stellt Host Manuela Kanies eine ihrer Lieblingspflanzen vor: die Säulen-Felsenbirne Obelisk.

          • Sie repräsentiert die vier Jahreszeiten in unserem Garten. Im Frühjahr mit zarten, sattgrünen Blättern und von April bis Mai mit zauberhaften weißen Blüten.
          • Im Sommer reifen heidelbeergroße Früchte heran: Wenn Ihr schnell genug seid und die Früchte vor den Vögeln erwischt, könnt Ihr leckere Konfitüre daraus machen.
          • Im Herbst dürft Ihr Euch an wunderschön gefärbten Blättern erfreuen – das Spektrum reicht von leuchtend Gelb bis Rot.
          • Obelisk gehört zur Gattung der Felsenbirnen in der Familie der Rosengewächse und gibt durch ihren straff aufrechten Wuchs dem Wintergarten eine tolle Struktur.
          • Der Strauch stammt ursprünglich aus Nordamerika, aber es gibt auch eine in Europa heimische Art: die Gemeine Felsenbirne. Auch diese Art wird nicht riesig, sie wird selten bis zu drei Meter hoch.
          • Ob aus Mittel- und Osteuropa oder Nordamerika: Die Felsenbirne ist pflegeleicht an halbschattigen oder sonnigen Standorten, sie ist frosthart und übersteht auch Trockenphasen, wenn sie einmal eingewachsen ist. Und Amsel, Drossel und Co. freuen sich über die Früchte.
          • Du hast eine Frage zum Gärtnern oder eine Themenanregung, die die Gartenhelden in ihr Programm aufnehmen sollen? Dann wende Dich direkt an den Host: Manuela Kanies freut sich Euer Feedback und Eure Ideen, die Ihr per Mail an [email protected] schicken könnt.

            Alle Folgen des Podcasts und begleitende Texte von Manuela Kanies findet Ihr hier beim WESER-KURIER auf der Themenseite der Gartenhelden: https://www.weser-kurier.de/thema/gartenhelden

            22 min
          • Sven Beck von @beetwunderung: Welchen Einfluss die Farben von Pflanzen auf die Psyche haben
            Tipps vom Psychologen und Hobbygärtner

            Endlich wieder Sonne und Gartenarbeit. Aber es gibt so viel zu tun, wie finde ich trotzdem ein bisschen Ruhe im Garten oder auf dem Balkon? Und wie kann ich mehr Kraft aus dem Garten schöpfen? Diese Fragen beantwortet Psychologe und Hobbygärtner Sven Beck in einer neuen Podcastfolge der "Gartenhelden".

            Sven Beck ist seit fünf Jahren Gartenblogger und auf Instagram unter dem Account @beetwunderung aktiv. Er hat sein psychologisches Wissen und seine Erfahrungen als Gärtner in dem Buch "Blüh auf - Stressfrei gärtnern und Kraft aus dem eigenen Garten schöpfen" zusammengefasst. Dort gibt er Tipps für die Gestaltung mit Pflanzen und für mehr Achtsamkeit in der Natur.

            In dem ersten Teil unseres Interviews stellt Sven Beck sich und seine Arbeit vor und erklärt, welche Auswirkungen Farben auf unser Nervensystem haben. In der Rubrik "Mein Gartenheld" stellt Host Manuela Kanies eine ihrer Lieblingspflanzen vor: die Funkie.

            Funkien:

            • Der wissenschaftliche Name lautet Hosta, sie werden aber auch Herzblattlilien genannt.
            • Sie sind eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Agavengewächse innerhalb der Familie der Spargelartigen.
            • Sie ist keine heimische Pflanze, sondern stammt aus Asien und wird als Blattschmuckstaude sehr geschätzt.
            • Ihre Blätter können gelblich sein, blau-grün oder sattgrün wie ein erwachender Blätterwald, durchwachsen mit weißen, gelben oder grünen Streifen.
            • Faszinierend sind auch ihre Glockenblüten, die je nach Sorte im Früh- oder Hochsommer auf langen Stängeln erscheinen und ein wahres Fest für einige Hummelarten sind.
            • Die Pflege ist unkompliziert. Sie sind äußerst robust, winterhart und ihr Laub verrottet im Winter von allein. Sie zieht sich vollkommen in ihre dicken Wurzelstöcke, Rhizome genannt, zurück und treibt im Frühjahr wieder aus.
            • Die meisten Funkien brauchen einen halbschattigen bis schattigen Platz, ihre großen Blätter verdunsten sehr viel Wasser, weshalb sie gerade an sonnigen Orten regelmäßig gegossen werden muss.
            • Und wusstet Ihr, dass Ihr die Blattschönheiten sogar essen könnt? Alle Teile der Pflanze sind in der Küche verwendbar und werden in Asien häufig zubereitet.
            • Erzfeind: Schnecken lieben Funkien im Frühjahr. Deshalb empfiehlt sich, Hostas vor allem in Kübeln zu halten.
            • Die Pflanzen gibt es in allen möglichen Größen – von Miniatur bis riesig. Hosta-Giganten können bis zu 1,50 Meter groß werden. Dafür können beruhigt ins Freiland gelassen werden – ihre Blätter sind so fest, dass sie Schnecken in der Regel nicht schmecken.
            • Im zweiten Teil des Interviews mit Sven Beck geht es um die Frage, wie ich am besten mit dem Frust umgehe, den mein Garten manchmal bei mir auslöst. Die Episode erscheint am 12. Mai.

              Du hast eine Frage zum Gärtnern oder eine Themenanregung, die die Gartenhelden in ihr Programm aufnehmen sollen? Dann wende Dich direkt an den Host: Manuela Kanies freut sich Euer Feedback und Eure Ideen, die Ihr per Mail an [email protected] schicken könnt.

              Alle Folgen des Podcasts und begleitende Texte von Manuela Kanies findet Ihr hier beim WESER-KURIER auf der Themenseite der Gartenhelden: https://www.weser-kurier.de/thema/gartenhelden

              22 min
            • Start in die Gartensaison 2025: Worum geht es in der zweiten Staffel der Gartenhelden?
              Tipps zum Gärtnern im Frühjahr

              Das Rotkehlchen sitzt auf einem Stein in der Sonne und beobachtet die Gärtnerin beim Buddeln in der Erde, in sicherer Entfernung und trotzdem nah. Als die Gärtnerin sich weiter durch das Beet arbeitet, hüpft das Rotkehlchen auf die Erde und schaut, was bei den Arbeiten ungewollt ans Tageslicht befördert wurde: Käferlarven, Schmetterlingsraupen oder Ameisen? Anspruchsvoll ist der zutrauliche Singvogel nicht, auch nicht, was die Brutplätze angeht. Das ist sein Glück: Rotkehlchen stehen in Deutschland nicht auf der Liste der gefährdeten Arten.

              Wie das Monitoring häufiger Brutvögel in Niedersachsen zeigt, entwickelt sich die Population des Rotkehlchens sogar leicht positiv – auch der Bestand der Blaumeisen nimmt leicht zu. Verlierer in den vergangenen Jahren sind unter anderem die Amseln, der Buchfink und der Star. Das zeigt die Auswertung der Vogelzählaktion „Stunde der Gartenvögel“ des Naturschutzbundes (Nabu). Diese Allerweltsvögel, die viele noch aus ihrer Kindheit kennen, sterben zwar nicht aus, aber ihre Bestände verringern sich laut Nabu immer weiter, teils auf dramatische Art – der Bestand der Stare in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren fast halbiert.

              Die Gründe für den Rückgang sind laut Florian Scheiba vom Nabu Bremen vielfältig, der Verlust des Lebensraumes ist einer davon. „Die Gärten werden immer strukturärmer, die Optik steht für viele Gärtner im Vordergrund, außerdem sollen sie pflegeleicht sein“, sagt Scheiba. Besonders schlecht seien in diesem Zusammenhang die Schottergärten. Für Zugvögel lauern noch zahlreiche Gefahren unterwegs in Form von Beutegreifern, aber auch in anderen Ländern nimmt der Lebensraum für Vögel immer weiter ab. Laut Untersuchungen gibt es immer weniger Vögel, weil nicht mehr genug Jungvögel aufgezogen werden können aufgrund von Nahrungsmangel und fehlendem Lebensraum.

              Wer Vögeln und anderen Tieren wie Igeln oder Eichhörnchen im Garten helfen möchte, braucht aber mehr als eine Futterstelle. „Füttern ist keine Artenschutzmaßnahme“, betont Scheiba. Auch ein einzelner Nistkasten im Schottergarten ist nur Deko – ohne die richtigen Pflanzen und somit mehr Leben in der Erde hilft das keinem Vogel. „Ein Mosaik an Maßnahmen ist nötig, um die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern“, erklärt der Vogelkundler. Dazu gehört auch, dass die gesamte Umgebung außerhalb des Gartens naturnah ist – eine einzige Oase neben einer Reihe an Schottergärten hilft auch nicht viel.

              Was hilft, zumindest auf einer anderen Ebene: Vögel an der Futterstelle beobachten. Dadurch schauen wir aufmerksamer hin, was sich in unserem Garten tut, wie die Mosaiksteine zusammenpassen. Wir retten nur, was wir verstehen – und lieben. Und wer kann schon einer freundlichen Federkugel widerstehen, die einen bei der Gartenarbeit beobachtet?

              Wie Sie Ihren Garten oder Balkon naturnah gestalten können, ohne Ihre eigenen Vorlieben aus dem Blick zu verlieren, erfahren Sie in der zweiten Staffel des WESER-KURIER-Podcasts „Gartenhelden“.

              15 min
            • Rückblick auf die Gartensaison 2024: Was haben wir von den Gartenhelden gelernt?
              Weniger Stress durch Nichtstun

              Herbstzeit ist Pflanzzeit: Ab September ist die richtige Zeit, um Bäume, Sträucher oder Rosen zu pflanzen. Aber auch Staudenbeete werden nun gerne neu geplant. Wichtig ist, die Pflanzen mit Abstand zu den ersten Frösten zu setzen, damit sie noch richtig einwurzeln können und so gewappnet sind gegen die Winterkälte. So mancher Gärtner ist daher dazu übergegangen, erst im Frühjahr Neuanpflanzungen vorzunehmen.

              Überhaupt kann der Herbst und Winter auch für Gärtnerinnen eine Zeit des Stillstands sein: Laub sollte zwar vom Rasen entfernt werden, dient aber unter Sträuchern Igeln und Insekten als Winterquartier. Und auch der Staudenrückschnitt sollte erst im Frühjahr erfolgen: In den Stängeln überwintern Insekten, die Samen dienen Vögeln als Nahrung und verblühte Stauden oder braune Halme von Gräsern wie dem Chinaschilf sind einfach schön anzusehen, wenn sie mit Raureif bedeckt sind. Verblühtes bringt auch im Winter spannende Strukturen im Garten, so dass der Wintergarten auf keinen Fall langweilig ist.

              Sie möchten die Folge mit Gartentherapeutin Susanne Büssenschütt noch einmal hören oder haben sie bisher verpasst? Hier finden Sie die Folge.

              Die Tipps von Gärtner Jan Uekermann von der Gemüsewerft finden Sie hier.

              Und alles zum Projekt "Wildbienenpfad" von Landwirt Hajo Kaemena finden Sie hier.

              Alle "Gartenhelden"-Folgen finden Sie auf der Themenseite des WESER-KURIER sowie weitere spannende Artikel.

              Sie haben eine Frage zum Gärtnern oder eine Themenanregung, die die "Gartenhelden" in ihr Programm nehmen sollen? Dann wenden Sie sich direkt an den Host: Manuela Kanies freut sich auf Ihr Feedback und Ihre Ideen. die Sie per E-Mail an [email protected] schicken können.

              23 min
            • Gärtnerin Ilga Keßling vom Findorffer Projekt "Kleine Helden" über Insekten mit schlechtem Ruf
              Deshalb solltet Ihr Blattläuse nicht bekämpfen

              Spinnen, Ameisen, Blattläuse: Diese Gartenbewohner werden oftmals missverstanden und bekämpft. Aber auch sie leisten ihren Beitrag zu einem Gleichgewicht im Ökosystem. Wie genau, erklärt Ilga Keßling vom Klimagarten Findorff. Die Garten- und Landschaftsplanerin betreut das Projekt "Kleine Helden - Insekten im Klimagarten".

              Warum sie rät, im Herbst nicht den Garten aufzuräumen und was gefährdeten Tieren wie Igeln sonst noch hilft, hört Ihr in der neuen Podcast-Folge. Wenn Ihr mehr zum Klimagarten Findorff wissen wollt, findet Ihr hier mehr Infos.

              Und Igeln helfen nicht nur Laubhaufen. Auch Igelburgen aus Steinen oder Holz helfen den stacheligen Gesellen über den Winter. Wer sie füttern möchte, sollte das nicht mit Obst, Speiseresten oder Milch tun, sondern mit einem Gemisch aus Katzenfutter, Igeltrockenfutter und ungewürztem Rührei. Was der Nabu sonst noch rät, um Igeln im Herbst zu helfen, findet Ihr hier.

              Ihr habt eine Frage zum Gärtnern oder eine Themenanregung, die die Gartenhelden in ihr Programm aufnehmen sollen? Dann wendet Euch direkt an den Host: Manuela Kanies freut sich über Feedback und Ideen per Mail an [email protected]. Wenn Ihr auf Instagram aktiv seid, schaut gerne in ihren Kanal rein oder schreibt ihr dort eine Nachricht: @gartenhelden_pod.

              Alle Folgen des Podcasts und begleitende Texte von Manuela Kanies findet Ihr hier beim WESER-KURIER auf der Themenseite der Gartenhelden.

              27 min
            • Essbare Gärten: Was Gärtner sich vom Prinzip tropischer Waldgärten abschauen können
              Ein Ökosystem für die Zukunft

              "Food Forest": So heißen Waldgärten im Englischen. Und das passt besser als die Beschreibung Waldgarten, denn es geht nicht nur um Bäume. Es geht um ein komplexes Ökosystem, das aus den Tropen stammt und sich am Stockaufbau eines Waldes orientiert.

              Alexandra Müller, Expertin für Permakultur und Waldgarten, und Sabrina Cohrs vom Bremer Nabu, ebenfalls Waldgarten-Expertin, erklären in der neuen Podcast-Folge, warum Waldgärten eine Zukunft in Deutschland haben sollten. Denn mit einem Mix aus heimischen und exotischen Pflanzen können Waldgärten den veränderten klimatischen Bedingungen trotzen. Dabei ist es aber wichtig, dass keine exotischen Bäume und Sträucher gepflanzt werden, die heimische Arten verdrängen. Außerdem erzählen die beiden Expertinnen, welche Bäume und Sträucher sich eignen und wie eine Papau schmeckt.

              Hier gibt es weitere Informationen zum Waldgarten des Nabu.

              Wer Pflanzen für den Waldgarten bestellen möchte, kann hier schauen.

              Mehr Informationen zu Alexandra Müller und ihrem Waldgarten-Projekt gibt es hier und auf Alexandras Instagram-Seite.

              Die Waldgartenprojekte in Bremen-Walle werden auf dieser Homepage vorgestellt.

              Die Kursseite der Permakultur-Akademie (wird laufend aktualisiert und es gibt immer wieder veranstaltungen zum Thema Waldgarten).

              Das Netzwerk Urbane Waldgärten.

              Hier wird der Essgarten in Harpstedt vorgestellt.

              WASYS – BfN-gefördertes Projekt mit einem tollen Pflanzenkompendium

              Hier gibt es weitere Infos zum heimischen Jakobskreuzkraut, auch der Nabu greift das Thema hier auf.

              Wer sich weiter mit den im Podcast erwähnten invasiven Neophyten beschäftigen möchte, wird hier fündig.

              Weitere Details zur Kleingartenordnung gibt es beim Bundesamt für Justiz und bei den Gartenfreunden Bremen.

              Alexandra empfiehlt folgende Bücher (viele davon zu finden in der Stadtbibliothek):

              • 555 Obstsorten für den Permakulturgarten von Siegfried Tatschl
              • Praxisbuch Waldgarten: Natürlicher Anbau mit Permakultur von Volker Kranz, und Frederik Deemter
              • Einen Waldgarten erschaffen: Mit der Natur arbeiten, um essbare Pflanzen anzubauen von Martin Crawford
              • Das große Handbuch Waldgarten von Patrick Whitefield (der Bücherschatz von Host Manuela Kanies)
              • Ihr habt eine Frage zum Gärtnern oder eine Themenanregung, die die Gartenhelden in ihr Programm aufnehmen sollen? Dann wendet Euch direkt an den Host: Manuela Kanies freut sich über Feedback und Ideen per Mail an [email protected]. Wenn Ihr auf Instagram aktiv seid, schaut gerne in ihren Kanal rein oder schreibt ihr dort eine Nachricht: @gartenhelden_pod.

                Alle Folgen des Podcasts und begleitende Texte von Manuela Kanies findet Ihr hier beim WESER-KURIER auf der Themenseite der Gartenhelden.

                47 min
              • Landschaftsgärtner Hartmut Clemen: Gemüse- und Obstanbau rund ums Jahr
                Diese Auswirkungen hat die Klimakrise auf das Gärtnern

                Winterpostelein, Hirschhornwegerich und Bremer Scheerkohl: Dieses leckere Wintergemüse wächst im Garten des Floratriums im Bremer Stadtteil Horn-Lehe. Das Floratrium ist das Umweltbildungszentrum des Landesverbandes der Gartenfreunde Bremen. Hier unterhält sich Host Manuela Kanies mit dem Landschaftsgärtner Hartmut Clemen über alte Gemüsesorten, die Auswirkungen der Klimakrise auf die Erntefolgen und warum eine Mischkultur Gemüse gegen Fressfeinde schützen kann.

                Folge 3 mit Sylke Brünn von den Gartenfreunden findet Ihr auf den Streaming-Plattformen, falls Ihr diesem Podcast dort schon folgt, oder auch hier auf der Webseite des WESER-KURIER.

                Hier findet Ihr weitere Informationen zum Floratrium.

                Und hier geht es zum WESER-KURIER-Podcast "Martini 43" und zur Folge mit Hartmut Clemen.

                Ihr habt eine Frage zum Gärtnern oder eine Themenanregung, die die Gartenhelden in ihr Programm aufnehmen sollen? Dann wendet Euch direkt an den Host: Manuela Kanies freut sich über Feedback und Ideen per Mail an [email protected]. Wenn Ihr auf Instagram aktiv seid, schaut gerne in ihren Kanal rein oder schreibt ihr dort eine Nachricht: @gartenhelden_pod.

                Alle Folgen des Podcasts und begleitende Texte von Manuela Kanies findet Ihr hier beim WESER-KURIER auf der Themenseite der Gartenhelden.

                41 min
              • Biologe Rolf Witt: So nützlich sind Wespen im Garten
                Diese seltenen Insektenarten hat Witt bei Hajo Kaemena in Bremen nachgewiesen

                In der zehnten Folge berichtet Biologe Rolf Witt aus Oldenburg von der Zusammenarbeit mit dem Oberneulander Landwirt Hajo Kaemena und welche seltenen Insekten er auf dem Wildbienenpfad bislang gefunden hat. In der achten Folge der "Gartenhelden" kam bereits Hajo Kaemena zu Wort und beschrieb ausführlich, was er für Maßnahmen ergreift, um die Wildbienen in Oberneuland wieder anzusiedeln.

                Witt und Kaemena kennen sich seit etwa fünf Jahren und der Biologe ist angetan von Kaemenas Engagement, das sich von einem Hobby zu einem Teil seines Berufs gewandelt hat. Der freiberufliche Biologe hat schon so manche Rarität auf Kaemenas Gelände entdeckt, zum Beispiel die Düsterbiene und die Schornsteinwespe.

                Überhaupt ist Witt auch ein großer Verfechter davon, über Wespen aufzuklären. "Es gibt Tausende Arten in Deutschland. Wenn die Menschen über Wespen sprechen, meinen sie aber meistens die zehn Arten, die Staaten bilden", erklärt Witt. Diese Arten könnten auch Allergien hervorrufen, aber er weist auch darauf hin, dass das Gift von Honigbienen giftiger ist als das von Wespen. Warum Wespen wichtig für das Ökosystem sind und wie wir sie zur Schädlingsbekämpfung einsetzen können, erfahrt Ihr in der zehnten Podcast-Folge der "Gartenhelden".

                Hier geht es zum Buch von Seirian Sumner "Wespen. Eine Versöhnung".

                35 min

              About Gartenhelden

              From the publisher's feed

              Der WESER-KURIER-Podcast "Gartenhelden" bringt Sie durch die Gartensaison: Redakteurin Manuela Kanies interviewt Menschen, die leidenschaftlich gerne gärtnern – beruflich oder als Hobby. Hörerinnen…