Geil Montag Podcast

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Geil Montag Podcast episodes

  • Stephan A. Jansen (Hohes C - Folge 1): Die Grippe der Gesellschaft
    In Zeiten von Corona wird alles über den Haufen geworfen, auch unsere Podcast-Routine. Unser heimeliges Podcaststudio, von uns liebevoll “Die Besenkammer” genannt, ist bis auf weiteres für den Besucherverkehr gesperrt, denn es misst im gesamten Durchmesser nicht einmal 1,5 m - Abstand halten ist also Fehlanzeige. Daher experimentieren auch wir mit der neusten Technik, um Dich weiterhin mit geilen Gästen am geilen Montag versorgen zu können. Und das Versuchskaninchen ist dabei kein geringerer als Stammgast und Gegenwartsdiagnostiker Stephan A. Jansen.
    Wir haben uns kurz nach der Ansprache von Angela Merkel an die Nation virtuell zusammengesetzt und darüber diskutiert, welche gesellschaftlichen Veränderungen nun durch Corona beschleunigt oder überhaupt erst ermöglicht werden. Wir erleben nicht nur den ersten Shutdown in unserem Leben, sondern aktuell eine beispiellose Solidarität (außer vor dem Klopapier-Regal). Die Nachbarschaft wird gefeiert, die Nation muss sich über Nacht auf’s Home Office einlassen, Eltern sich wieder mit ihren Kindern beschäftigen und umgekehrt, VW baut plötzlich Beatmungsgeräte und spendet Atemschutzmasken.
    Welche Entwicklungen werden von Dauer sein? Was wird sich positiv auf unser gesellschaftliches Zusammenleben auswirken? Und warum hat die Spanische Grippe 1918/19 Donald Trump auf Umwegen ins Präsidentenamt verholfen? Fragen über Fragen, wir dröseln sie für Dich auseinander. Dabei ist hoffentlich der bis dato positivste Corona-Podcast aller Zeiten entstanden.
    NOTIZ: Diese Folge wurde bereits am Mittwoch, den 18.03.2020 aufgenommen. Weil auch Pauls Laptop vom Shutdown betroffen war (Festplatte im Arsch) hat es leider etwas mit der Veröffentlichung gedauert. Den fehlenden aktuellen Bezug bitten wir zu entschuldigen!
    Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in ‘Geil Montag’ und müssen diesen Aufwand auch refinanzieren. Wenn Du möchtest, dass wir den Podcast auch zukünftig regelmäßig veröffentlichen, hast Du unter www.geilmontag.de die Möglichkeit, monatlich einen finanziellen Betrag deiner Wahl beizusteuern. Wir bedanken uns sehr herzlich für deinen Support!
    Unseren Stammgast Prof. Stephan A. Jansen findest Du im Netz:
    www.stephanjansen.org
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    www.geilmontag.de
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    1 hr 32 min
  • Volker Baisch (Väter gGmbH): Warum sollten sich Männer stärker in der Familie einbringen?
    Die Erziehung der Kinder und die Arbeit im Haushalt, die sogenannte “Care Arbeit”, ist immer noch größtenteils Frauensache. Daran ändert auch das Elterngeld nichts, denn die meisten Väter nehmen lediglich die obligatorischen zwei Monate, um den Anspruch auf diese Geldleistung zu insgesamt verlängern. Gleichzeitig wünschen sich knapp 70% in Umfragen, möglichst lange Elternzeit zu nehmen. Warum tun sie es dann nicht? Volker Baisch, Gründer der Väter gGmbH, Ashoka Fellow und langjähriger Experte beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat uns viele spannende Antworten geliefert.
    Volker hat selbst zwei Töchter und als er 2001 zum ersten Mal Vater wurde, war von Elterngeld oder Elternzeit noch keine Rede. Es gab keine Vorbilder, keine Beratung und keine finanzielle Unterstützung vom Staat oder den Arbeitgebern. Die Rollenverteilung war klar: Die Frau bleibt zu Hause, der Mann verdient das Geld. Fertig. Das ist nicht einmal 20 Jahre her. Volker und seine Frau wollten das nicht hinnehmen, teilten sich die Care Arbeit von Beginn an 50/50 auf und sammelten wertvolle Erfahrungen, die Volker anschließend in den Aufbau seines Sozialunternehmens fließen ließ.
    Wir haben mit Volker über seine Arbeit gesprochen, über die Frage, wie er Väter dazu ermutigt, den Fokus mehr auf die Familie zu legen und die Entwicklung in Deutschland insgesamt ergründet. Er hat uns Einblicke in den Arbeitsalltag vieler Unternehmen gegeben, die vielen Hürden und Bedenken beleuchtet, die immer noch einer gleichberechtigten Arbeitsteilung im Weg stehen und uns erklärt, warum er sich nicht als Feministen bezeichnen würde. Es war erstaunlich zu sehen, welche positiven Auswirkungen eine familienfreundliche Unternehmenspolitik haben kann, auch für Menschen ohne Kinder.
    Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in ‘Geil Montag’ und müssen diesen Aufwand auch refinanzieren. Wenn Du möchtest, dass wir den Podcast auch zukünftig regelmäßig veröffentlichen, hast Du unter www.geilmontag.de die Möglichkeit, monatlich einen finanziellen Betrag deiner Wahl beizusteuern. Wir bedanken uns sehr herzlich für deinen Support!
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    www.twitter.com/Volker_Baisch
    www.vaeter-ggmbh.de
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    1 hr 17 min
  • Nora Griefahn (Cradle to Cradle NGO): Warum glaubst Du an eine Welt ohne Müll?
    Unsere wirtschaftliche “Wertschöpfung” produziert aus natürlichen Ressourcen vor allem eines: gigantische Müllberge, verseuchte Gewässer, verpestete Luft und kontaminierte Böden. Das ist umso erstaunlicher, wenn man sich vor Augen hält, dass die Natur gar keinen Müll kennt. Natürliche Kreisläufe sind tatsächlich das, was sie vorgeben zu sein: ein geschlossenes System, das sich stetig aus sich selbst heraus erneuert. Wir Menschen denken hingegen in linearen Wertschöpfungsketten und die dabei verwendeten Rohstoffe sind nach dem Gebrauch oftmals für immer verloren. Lässt sich daran etwas ändern?
    Nora Griefahn arbeitet mit der von ihr mit gegründeten Cradle 2 Cradle NGO seit 2012 daran, dass unsere Wirtschaft endlich die schon lange propagierten eigenen Versprechen einhält. Eine Kreislaufwirtschaft zu schaffen, die hält was sie verspricht. Produktdesigns und Geschäftsmodelle so zu verändern, dass alle Rohstoffe dauerhaft wiederverwendbar sind, ohne großen Aufwand und gänzlich ohne Abfall. Aber ist eine solche Wirtschaft überhaupt realistisch, wie ist der aktuelle Status quo und entbindet uns das im besten Fall von dem viel diskutierten Konsumverzicht?
    Wir haben mit Nora über ihr Büro gesprochen, das komplett nach C2C-Standards eingerichtet worden ist, über die Vorteile von Cradle to Cradle und die nach wie vor großen Herausforderungen. Nora hat uns erzählt, wer die treibenden Kräfte beim Wandel sind, wie ihre NGO die Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und vielen Pionieren im ganzen Land ist und warum wir nicht nur neue Produkte brauchen, sondern auch eine neue Denkweise.
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    1 hr 26 min
  • Franziska Lienert (Too Good to Go): Was lässt sich gegen Lebensmittelverschwendung tun?
    Die Lebensmittelverschwendung ist immens - 18 Mio Tonnen im Jahr alleine in Deutschland - und gleichzeitig müssen nach wie vor 700 Mio Menschen weltweit an Hunger leiden. Wie passt das zusammen? Die Ursachen liegen im System. Die industrielle Landwirtschaft und die nachgelagerten Branchen wie Lebensmittelindustrie, Handel und Gastronomie maximieren ihre Profite auf Kosten der Natur, des Tierwohls und der menschlichen Gesundheit. Unser Gast Franziska Lienert möchte mit ihrem Unternehmen Too Good to Go die Verschwendung von Lebensmitteln auf internationaler Ebene bekämpfen.
    Die Vernichtung von genießbaren Lebensmitteln ist nicht nur eine gigantische Geld- und Ressourcenverschwendung, sondern sie befeuert mit einem Anteil von 8% am globalen CO²-Ausstoß auch massiv den Klimawandel. Wir haben mit Franziska über ihren eigenen Kühlschrank zu Hause gesprochen, über gemeinsames Kochen im Büro und einen bewussten Umgang mit unserem Essen. Sie hat uns erläutert, wie aktuell eine Allianz von verschiedenen Unternehmen und Organisationen entsteht, um nicht nur die Konsument*innen von anderen Routinen zu überzeugen, sondern auch die Politik zu Gesetzesänderungen zu drängen.
    Während unsere Großeltern den Mangel noch höchstpersönlich miterlebt und aufgrund dieser Erfahrung ihr Leben lang meistens sehr sparsam und bewusst
    gelebt haben, ist den nachfolgenden Generationen der Sinn für unsere Nahrungsmittel völlig abhanden gekommen. Das Gemüse wächst quasi im Supermarkt, was davor oder danach passiert, interessiert uns nicht. Es wird Zeit, dass wir wieder lernen, genügsam zu sein.
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    1 hr 14 min
  • Stephan A. Jansen (Teil 2, Digitalisierung): Wie können wir das Internet zurückerobern?
    Nachdem wir uns im ersten Teil der Folge zur Digitalisierung auf das “Grundstudium” und damit auf das Verständnis des Status Quo konzentriert haben, sprechen wir in der zweiten Halbzeit über mögliche zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen.
    Wir diskutieren die Frage, ob die aktuelle Dominanz der amerikanischen und chinesischen Tech-Konzerne irgendwann ein Ende haben wird, wie technologische Innovationen stärker dem Gemeinwohl dienen könnten und warum die Nachzügler in Europa durch das “Last Mover Advantage” vielleicht doch gar nicht so schlecht aufgestellt sind.
    Außerdem sprechen wir mit Stephan über die Soziale Digitale Marktwirtschaft made in Europa, sogenannte “Mathevernichtungswaffen”, ominöse Sprunginnovationen und die Zerschlagung von Monopolen. Zu guter Letzt gibt es noch ein paar praktische Tipps für den Alltag: Wie kann man mit regelmäßigem Puzzeln und Deep Reading die Konzentration zurückgewinnen und warum steht einem als Theaterwissenschaftler*in zukünftig die Karriereleiter offen?
    Dies ist Teil 2 der Folge. Der erste Teil wurde am Montag, den 02. März 2020 veröffentlicht.
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    2 hr
  • Stephan A. Jansen (Teil 1, Digitalisierung): Wie können wir das Internet zurückerobern?
    Unser Stammgast Prof. Dr. Stephan A. Jansen hat wieder den Weg zu uns ins Podcast-Studio gefunden - Hurra! Wie immer auf dem Fahrrad, ganz analog ohne Google Maps und mit vielen steilen Thesen im Gepäck. Die Liste an Titeln und Aktivitäten, die ihn fit und munter halten, ist in der Zwischenzeit um eine Position länger geworden: Stephan ist nun auch noch zum Forscher an das Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft berufen worden. Anlass genug, um mit ihm über die Digitalisierung zu sprechen.
    Die Stammgast-Gespräche sind bekanntlich die Wundertüte im Geil Montag Podcast. Höchste Konzentration ist erforderlich, Überraschungen sind garantiert. Wir fragen uns, ob Digitalisierung wirklich krasser ist als vorangegangene Innovationsschübe, warum wir in Deutschland hinterher hinken und wieso die Tech-Größen im Silicon Valley inzwischen Angst vor ihrer eigenen Technologie bekommen. Wir diskutieren über Cyborgs, Big Data und natürlich künstliche Intelligenz, die streng genommen weder künstlich noch intelligent ist. Außerdem stellen wir fest, dass uns die Pioniere des Internets betrogen haben: Uns wurde Vielfalt versprochen und wir haben Einfalt, Datenmissbrauch und Monopole bekommen. Es wird Zeit, aufzuwachen!
    Stephan seziert für uns die verschiedenen Ebenen des Megatrends Digitalisierung und stellt dabei fest, dass wir uns aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit und der digitalen Hypnose befreien müssen. Augen auf, den Blick in die Welt richten und nicht immer nur auf’s Display, heißt die Devise. Das Internet wird bleiben, soviel ist sicher. Aber bei der Frage, wer es zukünftig gestaltet, da sollten wir schon noch ein Wörtchen mitreden.
    Dies ist Teil 1 der Folge, der zweite Teil wird am Freitag, den 06. März 2020 veröffentlicht.
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    2 hr 2 min
  • Felix Lobrecht (Comedian & Podcaster): Wie hilft man mit Humor?
    Felix Lobrecht ist derzeit in aller Munde. Er ist einer der erfolgreichsten Comedians in Deutschland, verkauft schonmal 12.000 Tickets für einen Auftritt und verfügt mit dem Podcast “Gemischtes Hack” zusammen mit Co-Host Tommi Schmitt über eine beträchtliche Reichweite - Platz drei bei Spotify weltweit! Sein Humor und sein Lifestyle sind dabei Gegenstand lebhafter Diskussionen (#Rolex). Gleichzeitig zeigt er regelmäßig bei wichtigen Themen Haltung, stellt seine Popularität für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung und startet als Unternehmer ständig neue Projekte. Ein Widerspruch in sich? Das wollten wir genauer wissen.
    Wir haben mit Felix über Rap-Zitate, die ominöse Münchner Rolex-Krise, abgefuckte Großraumbüros und noch abgefucktere Arbeitgeber gesprochen. Er hat uns erzählt, warum er trotz seiner Herkunft aus schwierigen Verhältnissen schon immer ein gesundes Selbstvertrauen hatte, wieso er die Angst vorm Scheitern nicht kennt und auf welchen Umwegen er zunächst sein Abi und später auch sein Studium abgeschlossen hat.
    Wir wollten wissen, was er anders macht als seine Berufskolleg*innen im Comedy-Business, wer seine Vorbilder sind und warum er bei jeder Show ein Kontingent Karten an seine Fans verschenkt. Außerdem haben wir erfahren, was im Deutschen Bildungswesen richtig scheiße läuft, warum Chancengerechtigkeit und Gleichberechtigung so wichtige Themen für ihn persönlich sind und wie er seine Reichweite ganz konkret für die gute Sache einsetzt.
    Felix Lobrecht ist sicherlich ein kontroverser Gast im ‘Geil Montag’ Podcast, denn er ist kein klassischer Social Entrepreneur. Aber er geht allein schon aufgrund seiner eigenen Vita viele Dinge bewusst anders an, steht für seine Meinung ein und bringt sehr viel frischen Wind in eine ansonsten sehr abgestumpfte Öffentlichkeit. Wir finden: da können sich einige Prominente ein Scheibchen von abschneiden. Wir sind gespannt auf Dein Feedback zu dieser Folge.
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    Alles über Felix findest Du bei Instagram und im Netz:
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    1 hr 38 min
  • Titus Molkenbur (United4Rescue): Warum ist soziales Engagement für dich alternativlos?
    Flucht und Vertreibung, das Elend in Libyen und Griechenland, der Tod auf dem Mittelmeer ist seit Jahren Dauerthema in Deutschland und Europa. Es wird sich empört, es wird Mitgefühl gezeigt, radikale Parteien erhalten unvermindert Zulauf und während all das geschieht, sind wir von einer Lösung weiter entfernt denn je. Zivile NGOs, die sich seit 2015 auf dem Mittelmeer gegen das Sterben engagiert haben, werden systematisch bekämpft und kriminalisiert. Wie motiviert man sich in solch einem Arbeitsumfeld, um trotzdem nicht aufzugeben?
    Unser Gast Titus Molkenbur hat 2016 die Organisation Jugend Rettet mitbegründet, hat zwei Jahre lang ehrenamtlich Tag und Nacht für die Rettung von Menschen auf dem Mittelmeer gekämpft, um dann dem Stress und dem Hass, dem er ausgesetzt war, zumindest temporär nachzugeben. Titus ging nach London, um Abstand zu gewinnen, studierte dort “Migration Mobility and Development” und baut nun mit seinen Erfahrungen aus Theorie und Praxis das Bündnis United4Rescue im Auftrag der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) auf.
    Wir haben mit Titus über seinen Sinn für Gerechtigkeit, die Herausforderungen beim Gründen einer NGO und die Komplexität von Seenotrettung im Wechselspiel zwischen internationaler Politik, Medienhype und rechter Meinungsmache gesprochen. Er hat uns viel zu den strukturellen Ursachen von Migration erklärt, die aktuelle Situation in den historischen Kontext eingeordnet und unkonventionelle Lösungsansätze skizziert. Dabei ist deutlich geworden, dass nicht die Migration das Problem ist (die gab es in der Menschheitsgeschichte schon immer), sondern die Grenzen zwischen unseren Staaten und in unseren Köpfen.
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    1 hr 36 min
  • Freddi Lange (WHU SensAbility Konferenz): Interessiert sich die Wirtschaftselite für Nachhaltigkeit?
    Deutschlands Wirtschaftsunis, allen voran die WHU in Vallendar bei Koblenz, waren bisher nicht unbedingt bekannt dafür, sich im Rahmen ihrer Forschung und Lehre über Themen wie Social Business, verantwortungsvolles Unternehmertum oder Nachhaltigkeit Gedanken zu machen. Aber der breite gesellschaftliche Diskurs zu Kapitalismuskritik und Klimaschutz ist auch an den selbsternannten Elite-Hochschulen nicht spurlos vorbei gegangen. Bereits seit 2010 wird an der WHU jährlich von Studierenden die SensAbility Konferenz ausgerichtet und dabei lebhaft über die Frage diskutiert, wie die Wirtschaft ihrer Verantwortung bei einer nachhaltigen Transformation gerecht werden kann.
    Wir haben uns mit Freddi Lange den bisher jüngsten Podcast-Gast ins ‘Geil Montag’ Studio eingeladen, um mit ihm über sein Studium, seine ersten Gründer-Erfahrungen in Bielefeld und seine Aufgaben bei der SensAbility Konferenz zu sprechen. Er hat uns einen Einblick in die Entwicklungen an seiner Hochschule gegeben, selbstkritisch seinen eigenen Lebensstil betrachtet und mit uns die Rolle der Wirtschaft beim Klimaschutz diskutiert.
    Es ist bei weitem nicht so, dass die WHU und auch andere Hochschulen in Deutschland Vorreiter sind bei neuen, innovativen Lernkonzepten. Aber es ist sehr interessant zu beobachten, wie der Wandel in vollem Gange ist und wer die treibenden Kräfte dahinter sind. Kleiner Spoiler: Es sind eher nicht die Professoren*innen, sondern vielmehr die Studierenden. Und das ist eine gute Nachricht.
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    1 hr
  • André Presse (Professor, Unternehmer): Sind wir alle Sklaven unserer Arbeit?
    Die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens wird immer populärer. Unsere Arbeits- und Wirtschaftsordnung wird durch die Digitalisierung einem radikalen Wandel unterzogen, der traditionelle Sozialstaat lässt sich perspektivisch nicht mehr finanzieren. Kann ein Grundeinkommen die Lösung sein? André Presse ist Professor für Entrepreneurship und hat sich im Rahmen seiner Doktorarbeit so intensiv mit der Frage der Finanzierbarkeit eines solchen Grundeinkommens beschäftigt, wie nur wenige andere.
    Vor seiner akademischen Karriere war André Unternehmer und hat verschiedene Startups in Polen, China und Deutschland gegründet. Durch seinen Doktorvater Götz Werner stieß er auf das Bedingungslose Grundeinkommen, was sein Leben und seine Laufbahn im wahrsten Sinne nachhaltig veränderte. Seither beschäftigte er sich intensiv mit verschiedenen Finanzierungsmodellen für das Grundeinkommen, den Ursprüngen unseres modernen Arbeitsethos und den Paradoxien des kapitalistischen Finanz- und Wirtschaftssystems.
    Wir haben mit André seinen Werdegang nachgezeichnet, seinen inneren Sinneswandel in Bezug auf seine beruflichen Ziele ergründet und ihn gefragt, was ihn in der Zusammenarbeit mit seinen Studierenden am meisten motiviert. André hat uns aufgezeigt, dass ein Grundeinkommen keine Utopie bleiben muss, unsere kulturelle Prägung ein größeres Hindernis darstellt als die Frage nach dem lieben Geld und dass der heutige Aktienmarkt eine Weiterentwicklung des antiken Sklavenmarktes ist. Wir haben viel gelernt und Du solltest unbedingt auch reinhören!
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    Alles über André findest Du im Netz:
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    1 hr 43 min

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Wir interviewen in unserem Podcast Menschen, denen der Sinn ihrer Arbeit wichtiger ist als das große Geldverdienen. Dabei versuchen wir herauszufinden, was sie antreibt, wer oder was sie inspiriert und warum sie Arbeit für sich ganz anders definieren, als es bisher die gängige Praxis ist.

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